Die Kosten der deutschen Energiewende

Es ist nun schon lange bekannt, dass die Solarförderung in Deutschland extrem ineffektiv, ja sogar kontraproduktiv ist. An den Medien ging das nur meistens komplett vorbei. An der deutschen Politik sowieso.

In den letzten Tagen gab es nun zwei Artikel, die in seltener Offenheit ein paar Fakten ansprechen, die so bisher kaum von den Massenmedien publiziert wurden.

Die erste Überraschung ist, dass ein hochrangiger Vertreter von Siemens die Kosten des Atomausstieges erläutert. Siemens schätzt die Kosten laut Reuters auf 1,7 Billionen Euro. Außerdem spricht der Vertreter offen an wie extrem kontraproduktiv die incentives (=Anreize) des deutschen EEG sind. Das deutsche EEG belohnt keine Innovationen, sondern es garantiert unveränderliche Prämien für 20 Jahre. Die Prämie ist dabei desto höher, je älter das Solarmodul ist. Es besteht also gar kein Anreiz ein neues Modell zu installieren.


Kritiker sagen schon lange, dass es ohne diese dämlichen Verkaufssubventionen durchaus schon Solarstrom zum Marktpreis geben könnte. Mit Verkaufssubventionen allerdings ist die Netzparität noch in weiter Ferne. Subventionen für die Forschung, vor allem die Grundlagenforschung, wären der richtige Weg.

Der zweite Artikel kommt von Spiegel Online und beziffert die jährlichen Kosten des EEG, die 2011 zum ersten Mal die 100-Milliarden-Euro-Schallmauer geknackt haben.

Bemerkenswert am Artikel: Bisher hat Spiegel Online mehrfach getitelt die neuen Energien könnten die deutschen Atomkraftwerke locker ersetzen. Man nahm einfach die Gesamtproduktion der Solaranlagen in Gigawatt und verglich diese mit den Atomkraftwerken. Diese Zahlen sind ungefähr gleich. Die meisten Deutschen glauben diese Trickserei, die auch gerne von Grünen und Greenpeace betrieben wird, gerne. Die Zahlen an sich stimmen ja auch. Nur müsste eigentlich jeder wissen, dass Solaranlagen nicht verlässlich Strom liefern. Nachts zum Beispiel gar keinen. Deutschlandweit. Es müssen also immer Kohle- und Gaskraftwerke bereitstehen, die die Solaranlagen bei Bedarf ersetzen. So kommt es, dass die Solaranlagen nur ca. 3% zur Gesamtstromherstellung beitragen, aber 50% der Fördermittel erhalten. Ein Wahnsinn bei dem sich eigentlich auch eingefleischte Ökos an den Kopf langen müssten. Ein Brett vorm Kopf namens Ideologe lässt ein Umdenken in Deutschland aber offensichtlich nicht zu.

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Ein Gedanke zu „Die Kosten der deutschen Energiewende

  1. Pingback: Solar oder AKW besser für CO2 Verminderung? : Seite 181 : Sag doch mal einer dem SRAM, daß in Berlin die Grünen weder in...

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