Transparenz bei den Piraten erklärt

Zettel schreibt über die Piraten.

Erstens sei „Liquid democracy“ in dieser Form nur ein Abklatsch der „Vollversammlung“ und „Basisdemokratie“ der 68er und bedeute in der Praxis nur, dass sich eine geringe Minderheit von Langzeitstudenten und Arbeitslosen durchsetzt, die eben immer „aktiv“ sein können.

Man kennt dieses Prinzip der gefühlten Mehrheit auch aus der veröffentlichten Meinung und ihren Diskussionsforen. In Wirklichkeit setzt nur eine Handvoll ideologisch gleich denkender Journalisten die Themen. Siehe auch die aktuelle Posse um den Henri-Nannenpreis, deren Hintergründe Wolfgang Röhl auf achgut wunderbar erklärt.


 
Seit einigen Jahren werden diese Journalisten-Netzwerke nun von Menschen unterstützt, die ab morgens 8.00 privat vor dem PC sitzen können. Diese beiden Gruppen prägen dann die „öffentliche Meinung“ und reden sich und allen anderen so lange ihre Stärke ein, bis sie ausnahmsweise einmal wie im Fall S21 eine krachende Niederlage erleben.

Zweitens führt geheuchelte Transparenz laut Zettel nur dazu,
dass sich Entscheidungen noch stärker ins Geheime verlagern.

Eine sehr treffende Analyse wie ich finde.

Man hat ähnliche Ansätze schon öfter bei Zettel und anderen gelesen, aber jetzt hat er es noch einmal besonders schön auf den Punkt gebracht und mit einem aktuellen Beispiel belegt.

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2 Gedanken zu „Transparenz bei den Piraten erklärt

  1. Ich habe auf einem meiner Rechner die SPON-Forums-Datenbank installiert. Gespeichert sind 4929379 Beiträge, 137667 Autoren. Wenn man die Aktivitäten der Autoren stundenweise auswertet, sieht man, daß die meisten Beiträge währen der sog. „Kernarbeitszeit“ (09 – 16 Uhr) verfasst werden (56%, ich kann das für jeden einzelnen Autor als Statistik auswerfen).

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