Beckers Bekennerschreiben-Unfall

Aron Sperber hat mal wieder Mitleid mit Verena Becker. Ich teile dieses Verständnis. Wer klebt nicht hobbymäßig Bekennerschreiben von Mordanschlägen zu? Ohne zu wissen worum es geht, versteht sich.


 
Aus Bekennerschreiben sollte man besser keine voreiligen Schlüsse auf eine Tatbeteiligung ziehen. Becker war damals sicherlich noch im Nahen Osten. Sie schlenderte gerade durch die Straßen von Damaskus, rutschte aus und fiel durch den Schlitz eines öffentlichen Briefkastens.

Zufällig lag genau in diesem Briefkasten das Bekennerschreiben der RAF. Becker geriet völlig in Panik und schleimte den ganzen Brief mit ihrer Spucke voll. Die RAF-Post landete dann in Deutschland und heute macht man Becker den Prozess wegen diesem bedauerlichen Unfall. Ein Skandal!

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2 Gedanken zu „Beckers Bekennerschreiben-Unfall

  1. Respekt hat sich frau Becker zwar nicht verdient 😉

    dass sie nicht an der Planung und Ausführung beteiligt war, glaube ich jedoch, solange es keine Beweise für das Gegenteil gibt.

    vor und während des Prozess konnten keine solchen Beweismittel gefunden werden.

    Becker wurde nach ihrer Verhaftung wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

    zum selben zeitpunkt, als man auch den Prozess wg. des Buback-Mordes durchführte.

    Ohne neue Beweise war ein neuer Prozess daher nicht zu rechtfertigen.

    die Morde der RAF wurden gemeinschaftlich verübt.

    ich hätte gar kein Problem damit, wenn man alle RAF Mitglieder (auch Verena Becker) für alle RAF-Morde (auch den an Buback) verurteilt hätte.

    ich habe jedoch ein Problem, wenn ausgerechnet diejenige die mit dem VS kooperiert hatte und damit die RAF verraten hatte, als Sündenbock herausgepickt wird

    • Becker wurde nach ihrer Verhaftung wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. zum selben zeitpunkt, als man auch den Prozess wg. des Buback-Mordes durchführte. Ohne neue Beweise war ein neuer Prozess daher nicht zu rechtfertigen.

      Du merkst vielleicht selbst wie du jetzt ins Schleudern kommst. Du verquickst Verfahren, die nichts miteinander zu tun haben. Ja es kann sein, dass Becker wegen versuchten Mordes zu „lebenslanger“ (hüstel, hüstel) Haft verurteilt wurde. Aber dann war es nicht der Mord an Buback. Ja es gab damals im Fall Buback keine neuen Beweise gegen sie, aber die gibt es jetzt. Das Bekennerschreiben mit ihrer DNA. Du stellst es so dar als gäbe es eine negative Sonderbehandlung für Becker, weil sie mit dem VS kooperiert hat. Das stimmt nicht. Becker wird behandelt wie alle anderen auch. Wer es die DNA von jemandem anderen gewesen, säße dieser nun vor Gericht.

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