Die Deutschen und die Freiheit. Quo vadis FDP?

Ein lesenswerter Artikel über die deutsche Partei FDP bei Welt Online.
Am Ende mit einem sehr treffenden Dreizeiler als Fazit:

Die FDP wäre nach einer Rekonvaleszenz die einzige Partei, die den politischen Status quo herausfordert. Die Ungeheuerlichkeit dieser Herausforderung kann nur annehmen, wer sich davor nicht erschreckt. Liberalismus ist nur etwas für Mutige. War er immer schon.

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12 Gedanken zu „Die Deutschen und die Freiheit. Quo vadis FDP?

  1. Es gibt drei Redakteure bei der WELT die man immer uneingeschränkt empfehlen kann: den Poschardt, Ulli Kulke und Clemens Wergin. Ein kleiner Schwenk: Bei der letzten demokratischen Reichstagswahl im November 1932 kamen die beiden liberalen Parteien DStP und DVP zusammen gerade mal auf 3 % …

    • Der Liberalismus war schon immer der ausgemachte Todfeind aller kollektivistischen Bewegungen (Christentum, Marxismus, Nazismus). Gerade in Europa spricht der Liberalismus leider mit sehr leiser, vorsichtiger Stimmte. Vielleicht wird er auch deshalb in Krisenzeiten immer zerrieben. Aber selbst nach dem Krieg wird in DL „Neoliberalismus“ als Schimpfwort benutzt. So betrachtet, hat sich nichts verändert.

      Clemens Wergin kann ich nur sehr eingeschränkt empfehlen. Dieser Artikel über Italiener ist an Arroganz und Ignoranz nicht mehr zu überbieten. Gut er mag das dürfen, weil er italienische Wurzeln zu haben scheint. Aber er versucht ja nicht einmal ansatzweise zu verstehen, warum die Menschen Berlusconi und Grillo gewählt haben und nicht wie von der EU gewünscht Monti und Bersani.

      Was noch schlimmer ist: Seine Analysen zur Eurokrise sind regelmäßig komplett falsch. So daneben, dass ich kaum glauben kann, was ich immer wieder von ihm zum Thema lese. Auf der anderen Seite ist es interessant, denn man hat den Eindruck er bildet die deutsche Mainstream-Meinung relativ gut ab.

  2. Die Bundesjustizministerin ist ja auch von der FDP, könnte aber genauso gut bei den Grünen oder der SED sein. Auf sowas kann Deutschland verzichten.

    • Fast die ganze Politik der FDP könnte von den anderen Bundestagsparteien sein. Die Unterschiede sind, wenn überhaupt vorhanden minimal. Aber es stimmt die Justiz um Schnarrenberger ist besonders mainstream.

  3. Die FDP ist eine Klientelpartei für Ärzte, Apotheker, Anwälte, Architekten etc. Staatlicher Konkurrenzschutz für „Frei“berufler, freier Markt für den Pöbel. Mehr ist an „Liberalismus“ im Land der Untertanen nicht vorstellbar. Ähnlich ergehts dem Konservatismus hierzulande. Mehr als kriecherischer Zeitgeist-Opportunismus kommt nicht dabei heraus.

    • Ich sehe jetzt nicht wie die FDP mir als Arzt helfen würde. Mit welchem Gesetz machen sie das in DL? Aber es stimmt, wirklichen Liberalismus vertritt die FDP in keiner Weise. Sie ist nicht anders als die anderen Parteien, die man in DL zur Auswahl hat. Besonders bei Apotheken ist es in DL extrem. Der Markt ist hermetisch abgeriegelt. Gute Gründe gibt es dafür nicht. Jeder Supermarkt sollte mit geschultem Personal in einem extra Bereich Arzneimittel jeder Art verkaufen dürfen. In Amerika ist das so.

  4. Dafür, dass sie eine liberale Bürgerpartei ist bzw. war bzw. sein will, hat(te) die FDP auffällig viele Moslem-Funktionäre und Israel-„Kritiker“ in ihren Reihen.

  5. Kann den vorherigen Kommentaren über die FDP nur recht geben!
    Trotz alledem ist es die einzige Partei mit der ich am meisten Schnittpunkte habe!
    Sie müsste nur mal konsequent für ihre Werte eintreten, die mMn vor allem in der Marktwirtschaft und Freiheit lägen.
    Bei dem Shitstorm den die FDP umsonst durch die Presse erfährt, würde diese sogar noch dabei helfen die Ausrichtung der FDP jedem klar zu machen.
    Man wird es die nächsten Tage sehen wohin die Reise geht, träumen darf man noch…

    • Bei dem Shitstorm den die FDP umsonst durch die Presse erfährt, würde diese sogar noch dabei helfen die Ausrichtung der FDP jedem klar zu machen.

      So sehe ich das auch. Die FDP wird von der deutschen Presse seit Jahren fertig gemacht. Aus dieser Underdog-Position heraus könnten diese Partei sehr viel machen. Wären FDPler intelligent, würden sie dieses Bashing als Wahlwerbung benutzen. „Seht her wie uns das Establishment fertig macht, die haben Angst, wählt uns wenn ihr etwas verändern wollt.“ Aber FDPler machen absolut nichts aus dieser Position. Stattdessen sind sie harmlos, brav und bieder und versuchen sich sogar noch mit allen Mitteln bei den Medien einzuschleimen. Dumm, dümmer, FDP.

  6. Ein schönes Beispiel über den Umgang mit der FDP im öffentlich rechtlichen Fernsehen gab es am Dienstag bei „Pelzig hält sich“ im ZDF:

    Dazu noch kostenlose Wahlwerbung für „Die Linke“ im Interview mit Sahra Wagenknecht…

      • Danke für den Tipp. Ich habe kürzlich eine Maischberger-Sendung gesehen, in der es um Gentrifizierung geht. Ein anwesender FDP-Politiker wurde von Maischberger andauernd unterbrochen. Man hat richtig gemerkt wie diese „Journalistin“ die FDP ablehnt. Dem Grünen-Politiker der Runde ist sie hingegen so tief hinten reingekrochen, dass sie zum Mund wieder rauskam. Ich wusste ja, dass der deutsche ÖRF und gerade Maischberger extrem sind, aber dass es so extrem ist, hat mich dann doch überrascht.

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