Meine Tipps für die Oscar Night

Film
Favorit: The Artist
Wunsch: –

Foreign Film
Favorit: A Separation
Wunsch: –

Director
Favorit: Michel Hazanavicius für The Artist
Wunsch: –

Actor
Favorit: Jean Dujardin für The Artist
Wunsch: Ryan Gosling für Drive (ist nicht einmal nominiert)

Actress
Favorit: Meryl Streep für The Iron Lady
Wunsch: Meryl Streep für The Iron Lady

Supporting Actor
Favorit: Jonah Hill für Money Ball
Wunsch: Max von Sydow für Extremely Loud & Incredibly Close

Supporting Actress
Favorit: Bérénice Bejo für The Artist
Wunsch: –

Cinematography
Favorit: Robert Richardson für Hugo
Wunsch: –

Erläuterung
Favorit = mein Tipp
Wunsch = mein Wunsch

Warum sind die Oscars 2012 sehenswert?
Sicherlich nicht wegen der Filme. Wirklich gute Filme bekommen selten einen Oscar. Das ist auch gut so. Es würde mich regelrecht schockieren, wenn die politische korrekte und zum Teil sehr betagte Academy einen ähnlichen Geschmack hätte wie ich. In der Regel schließt sich das gegenseitig aus.

Nein, man muss die Oscars als das sehen was sie sind: Eine grandiose Show. Diese Show lohnt sich allerdings nur mit einem guten Host. Seit Jahren gibt es nur einen guten Host: Billy Crystal. Wenn dieser legendäre Showmaster moderiert, sind die Oscars sehenswert. Crystal verkörpert die Oscars wie vor und nach ihm kein Zweiter. Bob Hope eingeschlossen. Es ist gut möglich, dass dies seine letzte Show wird. Er hat eigentlich schon vor Jahren aufgehört. Er musste vor ein paar Wochen nur einspringen, weil Eddie Murphy zurückgetreten ist.

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3 Gedanken zu „Meine Tipps für die Oscar Night

  1. „Wirklich gute Filme bekommen selten einen Oscar. Das ist auch gut so. Es würde mich regelrecht schockieren, wenn die politische korrekte und zum Teil sehr betagte Academy einen ähnlichen Geschmack hätte wie ich.“

    Ich denke, die Academy geht einfach mit der Zeit. Politisch inkorrektes Kino ist Mangelware. Außer Sacha Baron Cohen gibts ja fast keinen, der sich mal was traut. Und der ist auch nicht immer witzig.

    Die Wachowski-Brüder planen ja gerade einen Film (Cobalt Neural 9), in der schwule Jihadisten gemeinsam mit US-Soldaten ein Attentat auf Bush planen. Mal sehen, was die Jihadisten davon halten.

    • Das stimmt natürlich. Politisch inkorrektes Kino ist bei den Oscars allerdings schon immer Mangelware. Die Oscars sind sehr vorhersehbar. Man weiß schon beim Drehen eines Filmes, ob er Oscar-Material ist oder nicht. Nicht aufgrund der Qualität, sondern wegen des Themas. Man muss einfach einen Film drehen über Feminismus, Homosexualität, Schwarze, Rassismus, Nazis, den Holocaust, Kindesmissbrauch, Naturschutz oder was sonst gerade in Mode ist, dann weiß man genau, wenn man das Bild nicht verwackelt, ist man dabei. Das gilt auch für die Kategorien Actor und Actress.

      Allerdings hat es die Academy auch schwer, das stimmt. Die Oscar sind eine Werbeveranstaltung und man will deshalb in der Regel keine R-Filme. Man will ein breites Publikum und man will niemandem weh tun. Das erklärt so Totalausfälle wie Million Dollar Baby, Crash, Mystic River, Chicago, Slum Dog Millionaire und so fort. Dann will man natürlich auch noch Blockbuster pushen, da gehen schon mal zehn Oscars und mehr bei drauf. Da bleibt dann am Ende nicht mehr viel übrig.

      Manchmal passieren auch echte Wunder. So zum Beispiel 2009 als der politisch inkorrekte Hurt Locker der Ökoschnulze Avater das Wasser abgrub.

      Cohen ist in der Tat nicht witzig und die Wachowski-Brüder würde ich auch nicht als neue Kritiker-Avantgarde bezeichnen. Das sieht aus wie Kritik, aber an sich dann doch nur Mainstream. V für Vendetta ist nicht zufällig der Lieblingsfilm von Occupy. Die Wachowski-Brüder sind so ein One-Hit-Wonder. Ihr Film Matrix tat auch niemandem wirklich weh und war (deshalb?) sehr erfolgreich. Davon zehren sie bis heute.

      Vielleicht ist das auch ein Missverständnis, dass Hollywood-Filme Gesellschaftskritik sein sollten. Die Linken sind jedenfalls empört über 2012. So schreibt der Spiegel:

      [5.44] Das große Schweigen Hollywood (genauer: die Jury der Academy) hat uns derzeit wohl einfach nichts zu sagen. Einen – hübschen – Stummfilm wie „The Artist“ mit Oscars zu überschütten, ist schlicht und einfach ein Zeichen von hasenfüßiger Nostalgie und Ausdruck von fehlendem Willen, relevantes Kino zu machen bzw. auszuzeichnen.

      Da wird endlich einmal ein Film ausgezeichnet, der nun wirklich nicht Mainstream ist. Ein Stummfilm! Eine geniale Hommage an das Goldene Zeitalter. Eine Liebeserklärung an das Kino an sich. Und dann gefällt es diesen Kunstbanausen und Geschichtsverächtern von SpOn natürlich erst Recht nicht. Oder besser gesagt: Gott sei Dank.

      • Bezüglich der Wachowski-Brüder hast du mich falsch verstanden. Ich meinte, dass deren geplanter Film wohl die Mutter aller politisch korrekten Filme sein wird. Islamisten und US-Soldaten planen gemeinsam ein Attentat auf den teuflischen Oberfeind. Und dann sind sie auch noch schwul. Dümmer gehts nimmer. Ich habe noch nie von einer dermaßen seltsamen, dummen, ignoranten und kranken Handlung gehört.

        Merkwürdigerweise könnte der Film dennoch mutig sein, denn al-Qaida wird es sicher nicht gefallen, das ihre Kämpfer als schwule Amifreunde dargestellt werden. Die Wachoswskis würden dann unabsichtlich zum neuen Rushdie. Im Film soll auch homosexueller Geschlechtsverkehr dargestellt werden. Da werden die Pakistaner sicher ausflippen.

        Cohen finde ich manchmal durchaus witzig, aber oft wirds einfach nur eklig. Sein neuer Film macht einen witzigen Eindruck. Hoffentlich zurecht.

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