Warum Obama den Syrern nicht hilft.

Noch einmal schwarz auf weiß. Christiane Amanpour von CNN erklärt es unfreiwillig.

Die Welt übersetzt:

Amanpour: Der türkische Außenminister war in Washington, wo er lange mit seiner Amtskollegin Hillary Clinton gesprochen hat. Auch Sie waren mit Clinton und Präsident Obama im Gespräch. Nach allem was wir wissen, haben die USA alles abgelehnt, was die Türkei vorschlug – von einer Pufferzone, humanitären Korridoren bis hin zur Unterstützung der Freien Syrischen Armee. Glauben Sie, das liegt an den anstehenden Wahlen in den USA?

Ich werte das mal als rhetorische Frage.

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19 Gedanken zu „Warum Obama den Syrern nicht hilft.

  1. Mittlerweile sind mehr als 100.000 syrische Flüchtlinge in der Türkei, und wir wissen nicht, wie viele wir überhaupt noch aufnehmen können.

    Typischer Erdogan! In Griechenland sind 500.000 Flüchtlinge und Asylsuchende unterwegs die die Türkei alle schön über die Grenze am Evros gelassen hat.

    Bislang gibt es keine hinlänglichen Beweise dafür, dass der Iran sein nukleares Programm tatsächlich für militärische Zwecke nutzt. Ich habe mit dem religiösen Führer des Iran, Ali Chameini, gesprochen. Er versicherte mir, dass es der Koran es nie erlauben würde, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln, die tausende Menschen töten können.

    Der Koran von Saddam Hussein scheint es erlaubt zu haben. Aber vielleicht hat ja der Ali nen anderen. Sollen ja viele verschiedene Versionen kursieren.

    Ansonsten war Erdogan ja ziemlich kleinlaut im Interview. Er denkt wohl bei Syrien eher an die Kurden, traut sich aber nicht darüber zu reden.

      • besucher: Danke für das Lob.

        American Viewer: Bist du dir sicher, dass die Linken in Sachen Kurdistan Heuchler sind? Ich finde eher, dass die Linken gerade hier konsequent sind. Man googel mal „junge Welt PKK“. Die Linken sind quasi bedingunglos für die kurdische Sache. Sie bagatellisieren den Terror der PKK und fordern, dass man sie nicht mehr als Terrororganisation betrachtet. So sehr bin ich dann auch nicht für die kurdische Sache. Immerhin ermordet die PKK nicht nur türkische Zivilisten, sondern auch „moderate“ Kurden.

      • Was die junge Welt sagt, ist mir eigentlich ziemlich egal. Die haben doch nicht einmal in DL eine Bedeutung. Oder täusche ich mich da?

        Ich interessiere mich für linke Menschen und Politiker mit Einfluss. Je mächtiger desto interessanter. Und dieser linke Typus stellt gerne und oft Forderungen gegenüber den israelischen Juden. Die Juden müssten jetzt für die Araber dieses und jenes tun. Die Grenzenlinien müsse man neu ziehen. Auf den Stand von vor 1967! Und überhaupt. Apartheitsstaat. Menschenrechte. Gaza wie im Warschauer Ghetto. Ein zweiter Staat muss her, dann wird alles gut.

        Von der Kurdischen Frage reden diese Politiker dagegen nicht. Warum übertragen die Linken ihre Forderungen nicht an die Türkei, an Syrien, an den Iran? Die müssen alle unbedingt Land abgeben für das neue Kurdistan. Gründe dafür werden sich schon finden lassen. Für die Araber in Palästina ziehen sie sich auch alle paar Wochen eine neue Begründung aus dem Hintern. Nur wenn keine Juden oder Amerikaner involviert sind, ist plötzlich kein Interesse mehr da. Komisch, komisch. Woher das wohl kommen mag.

      • Ich verstehe jetzt nicht ganz, was du mir damit sagen willst. Dass die Linken Antisemiten sind? Das ist nichts Neues. Nur ging es mir gar nicht um Israel. Es ging mir darum, dass die Linken eben auch „Freiheit für Kurdistan“ schreien und den blutigen Terror der PKK verharmlosen, auch wenn sie es nicht so oft tun wie bei den Palästinensern. Und das macht nicht nur die junge Welt, sondern auch die Linkspartei, die die PKK aus der EU-Liste der Terrororganisationen streichen lassen wollte. Die meisten Leute im Westen, Solidarität mit den Kurden zeigen, stammen leider aus dem link(sextrem)en Millieu. Wenn sie mit PKK-Fahnen für die Freiheit Kurdistans demonstrieren, haben sie oft Motive wie „Hinter dem Faschismus steckt das Kapital, der Kampf um Befreiung ist international!“

        Trotzdem bleibt es natürlich dabei: Freiheit für Kurdistan! In 2-3 Jahren ist es vielleicht soweit.

      • Ich verstehe jetzt nicht ganz, was du mir damit sagen willst.

        Das was ihm Text steht: Die Linken engagieren sich nicht wirklich für ein freies Kurdistan. Selbst diese deutschen Splittergruppen nicht. Die ziehen hunderte Aktionen und Artikel gegen Israel durch und im Vergleich dazu vielleicht eine Aktion für Kurdistan. Was das heißen soll? Dass den Linken die Kurden nicht wichtig sind. Ganz einfach. Es geht den Linken nur um Ideologie.

        Dabei sind die Kurden wirklich eine sehr alte eigenständige Kultur mit eigener Sprache und so weiter. Die Palästinenser dagegen sind am ehesten Araber, die jetzt so tun als wären sie etwas Eigenständiges.

      • Ja das stimmt die Fokussierung liegt eindeutig auf Israel (und den USA).

        Dabei sind die Kurden wirklich eine sehr alte eigenständige Kultur mit eigener Sprache und so weiter. Die Palästinenser dagegen sind am ehesten Araber, die jetzt so tun als wären sie etwas Eigenständiges.

        Dass die Kurden ein „echtes“ Volk sind und die Palästinenser sich nachträglich einen Gründungsmythos ausgedacht haben, ist klar. Aber das spielt ja keine Rolle bei der Frage, ob sie einen Staat haben sollen oder nicht. Die Amerikaner, Argentinier und Australier haben ja auch keine Sprache und hatten bei ihrer Unabhängkeit auch keine lange eigenständige Kultur. Ich bin grundsätzlich dafür, dass jede Nation, die einen Staat anstrebt, auch einen bekommen sollte…
        http://arprin.wordpress.com/2012/08/07/freiheit-fur-alle-volker/
        … denn Nationen ihren Wunsch nach Unabhängigkeit zu verwehren führt nur zu endlosen Bürgerkriegen.

        Dass man die Grenzen von 1967 anpassen muss, stimmt natürlich, genauso wie die Palästinenser erstmal eine eigene Regierung zusammenstellen und Israel als jüdischen Staat anerkennen sollten (ohne „Rückkehrrecht“). Aber ich zucke immer zusammen wenn ich Leute höre die meinen Israel sollte einen Einstaatenlösing anstreben und Judää und Samaria annexieren. Das würde aus vielerlei Gründen einem Selbstmord Israels gleichkommen.

      • Dass die Kurden ein “echtes” Volk sind und die Palästinenser sich nachträglich einen Gründungsmythos ausgedacht haben, ist klar.

        So klar ist das ja nicht, schließlich redet alle Welt vom Volk der Palästinenser und tut so als gäbe es dieses Volk nicht erst seit gestern.

      • Natürlich ist es so klar. Die Leute, die vom Volk/Nation der Palästinenser reden, meinen die aktuelle Situation. Wer tut so, als wären die Palästinenser 1000 Jahre alt? Außer den Palästinensern und einigen arabischen Nachbarn niemand. Und dass die Palästinenser aktuell ein Volk sind, steht doch außer Frage. Seit wann, spielt für die heutige Zeit doch auch keine Rolle. Die Amerikaner haben sich 1776 erfunden, die Palästinenser 1964. In Südamerika wurden alle modernen Nationen im 19.Jahrhundert erfunden, in Schwarzafrika im 20.Jahrhundert. Die meisten haben keine Sprache, stellen keine ethnischen Gruppen, sondern sind ein Gemisch von bereits existierenden Ethnien, und hatten bis zur Unabhängigkeit auch keine gemeinsame Geschichte. Trotzdem sind das alles Völker/Nationen. So what?

  2. „Warum Obama den Syrern nicht hilft.“

    Wem soll „er“ denn helfen? Dem postsozialistischen (immerhin halbwegs sekularen) Diktator? Den bezahlten Gottesterroristen (erstmal Kopf ab und den berühmten Vers brüllen)?
    Oder hoffentlich den flüchtenden Zivilisten? Das wäre wohl das schwierigste Unterfangen, muss man doch Vorteile daraus für beide „Bürger“kriegsparteien vermeiden.
    Man müsste (anders als in Libyen) eine einvernehmliche Lösung anstreben. Dazu müsste zuerst der perfide Informationskrieg beendet werden. Und sämtlichen ausländischen Claceuren gehörig in den Hintern getreten werden. Hauptsächlich denke ich da an die Türkei und Katar (vs Iran). Ob Schrillery und Obambi dort auch ein paar Schiesswütige auf der Lohnliste haben weiss ich nicht einzuschätzen. Würde mich eher wundern wenn nicht.
    Ist wohl insgesamt eine eher unübersichtliche Lage. Die ganzen Gerüchte um englische und va französische Militärs dort unten sind haarsträubend, erstrecht das laute Schweigen dazu. Siehe GEZ-Diskussion.
    Die Rolle Israels verstehe ich in diesem Fall überhaupt nicht. Was haben die vor? Assad ist als Feind halbwegs berechenbar wenn nicht gar verlässlich in seinem Handeln. Die hirnrissiger Weise FSA genannten Bartträger wären Israel lieber? Das macht nur Sinn, wenn man zwecks baldiger Bekämpfung einen schwächeren Gegner braucht. Strebt man den grossen Showdown an? Ich muss leider raten.

    • Ein schwacher Assad wäre Israel allemal lieber als ein starker Moslembruder.

      Ein Aufteilung Syriens (wir schaffen 3 neue Libanons) könnte diesem Ziel nahekommen.

    • Wegen mir muss er gar niemand helfen. Syrien ist mehr relativ egal. Das kostet nur Geld und Assad hat sowieso schon verloren.

      Man könnte das ganze jetzt allerdings beschleunigen und die Bevölkerung besser schützen. Zum Beispiel mit einer ganz simplen Flugverbotszone. Das ist nun wirklich kein großer Aufwand.

      Aber es sind Wahlen und deshalb hilft der angebliche Menschenfreund Obama nicht. Das ist der Punkt, der mir wichtig ist: Linke sind Heuchler.

      So tickt der linke westliche Wähler: Er regt sich höllisch darüber auf, wenn man Menschen helfen will. Das war in Korea so, in Vietnam, im Golfkrieg. Eigentlich in jedem amerikanischen Krieg.

      Die Linken haben es in all diesen Kriegen geschafft, die Kriegsziele komplett auf den Kopf zu stellen. Amerika sei nicht der Helfer gewesen, sondern der Bösewicht. So denken diese Leute wirklich, das ist doch das Perverse.

      Sogar in WW2 ist Amerika aus Sicht vieler amerikanischer Linken nicht wirklich der Gute.

      • jetzt auf einmal soll die USA wenn es nach Erdogan geht wieder Weltpolizei spielen.

        dasselbe konnte man auch am Balkan beobachten.

        gerade dann, wenn es keine klaren amerikanischen Interessen gibt, soll die USA gefälligst einschreiten.

        doch trotz der Parteinahme des Westens für die muslimischen Bosnier und Kosovaren hatten weite Teile der islamischen Welt anschließend auf 9/11 mit Schadenfreude reagiert.

        http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/09/03/die-10-jahre-vor-911/

      • Naja Vietnam würde ich nicht mal bei Besten Willen dazu zählen.Die US hatten doch kaum Rückendeckung bei der Bevölkerung.Damals hatte man Angst vor der Dominotheorie.Iraq klammeri ich mal aus.IN Korea war’s anders vielleicht wird deswegen nicht so viel über den Krieg gesprochen obwohl ich hab mal gelesen während des Koreakriegs war Truman gezwungen den nationalen Notstand auszurufen das passierte nicht mal während WW2 also das war kein Spaziergang und die Landung bei Inchon ging in die Kriegskunstgeschichte ein.
        Zur Syria-Ich wüsste wirklich auch nicht wenn man da helfen sollte.Warum machts der Erdogan nicht alleine oder die arabischen Staaten mal zur
        Abwechslung.Sollen sie ihre Soldaten schicken und dann zusehen wie sie von den „dankbaren“ Syrern in die Luft gejagt werden.Vielleicht zerfällt der Staat,die Kurden hätten nichts dagegen.

      • „Flugverbotszone“. Die Aberkennung staatlicher Souveränität unterstützt mit Drohungen sich im Bedarfsfall militärisch Gehör zu verschaffen. Eine Kriegserklärung. Das ist unehrlich. Und es gäbe Nutzniesser, welche mit Sicherheit nicht besser sind als Assad. Aber wie gesagt, ich weiss nicht welche Interessen Israel da verfolgt. Ein schwacher Assad ist denen hoffentlich nur so lange recht, wie dessen Gegner noch schwächer sind. Oder, wie gesagt, es wird bald richtig losgehen.

      • Wie gesagt mir ist es recht egal, was in Syrien passiert. Ich sage nur einen angeblicher Menschenfreund wie Obama müsste dort etwas tun. Er macht es aber wegen seinen Wählern nicht. Und das ist die widerliche Fratze der demokratischen Wähler: Sie tun immer so als wären sie gute Menschen, dabei sind es Gutmenschen. Gutmenschen sind bekanntlich das Gegenteil von guten Menschen. Sie verursachen nicht Frieden und Gerechtigkeit, sondern Tod und Chaos.

  3. Pingback: Tükei ruft nach der Weltpolizei « Aron Sperber

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