Fehlende Meinungsfreiheit und die Folgen für Europas Demokratien.

Zwei interessante Artikel aus der Welt,
die zu meiner Artikel-Serie „Meinungsfreiheit“ passen.

Der Schweizer Regisseur lässt in Weimar die Abschlusserklärung von Breivik verlesen, die damals nicht übertragen wurde. (Pi hat die Erklärung schon damals unter Schlusswort eines Massenmörders abgedruckt und sich davon distanziert.)

Was steht drin in der Erklärung? Nun sie ist wie bei Breivik üblich durchsetzt mit Gedankensprüngen. Sehr nahe an Fachbegriffen wie Ideenflucht und zerfahrenem Denken. Für mich ist und bleibt das eine Schizophrenie.

Wie wir wissen, hat sich die Richterin anders entschieden. Man hält Breivik bis zu einem gewissen Grad für geistig gesund. Glaubt man das, kann man davon ausgehen, dass Breivik seine Motivation erkennt und ausdrücken kann. Man sollte seine Erklärung also in diesem Fall ernst nehmen. Die Welt nimmt Breivik ernst und fasst seine Erklärung so zusammen:

Sie wiederholt in immer neuen, inhaltlich aber stets gleichen Variationen die bekannte rechtsextreme Theorie, nach der in Europa schon seit Jahrzehnten keine echte Demokratie mehr herrsche, weil „nationales Gedankengut“ nicht länger akzeptiert werde und eine linke Elite aus Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten die europäischen Nationen dem „Multikulturalismus“ ausgeliefert habe. Deshalb sei es nun Zeit für den bewaffneten Kampf.

Weiterlesen…

Augstein zeigt Flagge

Tapfer im Nirgendwo berichtet über ein sehr aufschlussreiches Verhalten von Jakob Augstein. Es gibt von Phoenix eine Sendung namens „Augstein und Blome“, in der die beiden Herren jeden Freitag mehr oder weniger diskutieren. Herr Buurmann von Tapfer in Nirgendwo hat sich diese Sendung nun einmal angeschaut, was an sich schon eine bewundernswerte Leistung ist.

Am Ende der Sendung ab Minute 8:15 packt Jakob Augstein eine deutsche Flagge aus. Gegen 8:40 stellt er sich die Frage, was man denn damit alles öffentlich machen dürfe und probiert es gleich einmal aus. Er beginnt damit die deutsche Flagge als Taschentuch zu benutzen, später stopft er sich die Flagge in die Ohren. In Amerika würde er dafür in Guantanamo landen, meint Augstein.

Was Augstein damit ausdrücken will: Im guten Deutschland darf man im Rahmen der urdeutschen Erfindung Meinungsfreiheit mit demokratischen Symbolen machen was man will, im bösen Amerika dagegen werden solche Verhaltensweisen hart bestraft.

Weiterlesen…