Sicherheitswahn mit Schere im Kopf.

Vor einigen Tagen beklagte sich Jakob Augstein über den „Sicherheitswahn“ Amerikas. Dies geschah vor dem Hintergrund der Terroranschläge auf den Boston Marathon. Augstein wollte über die Brüder Dzhokhar und Tamerlan Tsarnaev nichts schreiben, also ließ er sich über Amerikas und Obamas „Sicherheitswahn“ aus. Der Punkt ist nur: Nichts an Amerikas Reaktion war wahnhaft. Die Reaktionen der Behörden waren umsichtig und besonnen. Obamas Reaktion war zurückhaltend. Er hat die Situation (dieses Mal) weder ausgenutzt noch übertrieben.

Nun steht Obama aktuell wieder im Fokus vieler Journalisten. Es geht wieder um „Sicherheitswahn“. An dieser Stelle sei Marc Pitzke genannt. Pitzke meint Amerika sei ein Überwachungsstaat.

Augstein und Pitzke sind nur Beispiele. Beispiele für hunderte, oftmals (aber nicht immer) politisch links stehende, Journalisten auf dieser Welt. Ich will an dieser Stelle an ein paar andere typischen Positionen dieser Kategorie Journalist erinnern.

Da war doch was nach Newtown.
Es ist noch gar nicht so lange her, nur ein paar Monate. Der Amoklauf in Newtown war gerade zu Ende, mit vielen Toten. Hier reagierte Obama wahnhaft. Er wollte die Situation schamlos ausnutzen und Amerika mit einer ganzen Reihe von neuen Sicherheitsgesetzen beglücken. Sicherheitsgesetze, die es in sich hatten. Das ging bis zum Verbot ganzer Waffengattungen. Man muss sich das einmal vorstellen. Ein Einzelner beging eine Tat mit einer bestimmten Art von Waffe und als Vorsichtsmaßnahme sollten alle Amerikanern in Zukunft bestimmte Waffen nicht mehr erwerben dürfen. Eine extremere Form der Kollektivstrafe kann man sich kaum vorstellen.

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Emotionalisierte Feindbildkampagnen.

Die Gefahr liegt in der Verrohung der politischen Kultur, wenn sachliche Auseinandersetzung durch emotionalisierte Feindbildkampagnen ersetzt wird.

Dieser ARD-Experte spricht hier nicht über etablierte deutsche Parteien wie die Grünen (19.000 Tote durch Fukushima) oder über seinen eigenen Sender, der generell jede oppositionelle Meinung als „Lobbyismus“ geiselt und Antisemitismus regelmäßig als Israelkritik darstellt.

Nein, der meinungsmachende und kunden-unabhängige deutsche Staatssender spricht lieber über Parteien, die es noch gar nicht gibt, die keinerlei Macht haben und von denen man noch gar nichts weiß. Nur die ARD-Experten wissen schon, dass es eine neue Nazi-Partei sein muss. Das ist dann eine sachliche Auseinandersetzung und keine emotionalisierte Feindbildkampagne.

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The Aurora Case. Der Fall James Holmes

Nur ein paar Anmerkungen. Die Ähnlichkeiten zum Fall Jared Loughner finde ich frappierend. Auch zum Fall Breivik gibt es Ähnlichkeiten.

Wie bei Loughner haben amerikanische und europäische Medien in den ersten Tagen und Stunden versucht den Täter als Mitglied der Tea Party darzustellen. So war es bei James Holmes schlichtweg der häufige Name, den amerikanische Fernsehsender mit Telefonbüchern abglichen. Prompt fanden sie heraus, dass es auch einen Mann namens James Holmes gibt, der der örtlichen Tea Party vorsteht. Beweis geliefert, Verbindung gemacht.

Die zweite Ähnlichkeit ist mal wieder die Schizophrenie. Loughner wurde damals über Wochen fälschlicherweise nicht als schizophren dargestellt. Im Fall Breivik hält dieser Zustand zum Teil bis heute an. Bei Holmes scheint es nun etwas schneller zu gehen.

Auffallend sind dabei auch die ähnlichen Ursachen, die einen Wandel in der Berichterstattung herbeiführen. Ein Täter darf in vielen Medien offenbar erst dann geisteskrank sein, wenn man ihm keine rechtsradikale Gesinnung mehr nachweisen kann. So lange Loughner als rechtsradikal galt, wurde über die Schizophrenie nicht berichtet. Breivik gilt immer noch als rechtsradikal und darf schon deshalb nicht schizophren sein. Die angeblichen Tea-Party-Verbindungen von Holmes wurden dieses Mal vom WSJ sofort mit dem nötigen aggressiven Ton berichtigt. Als Folge wird jetzt hoffentlich bald sachlich erklärt, was Holmes wirklich hat. Wer weiß, vielleicht ist sogar ein Lerneffekt bei einigen MSM vorhanden. Auch wenn ich das nicht wirklich glaube. Im Grunde ist es immer dasselbe.

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