Theodizee im Tornado.

Eine interessante Geschichte aus Oklahoma. Eine junge Frau namens Rebecca lebte im Tornado-Gebiet mit ihrem Mann und ihrem 19 Monate alten Sohn Anders. Ihr Sohn und sie selbst sind Zuhause als der Tornado die Gegend trifft, der Mann steckt auf der Autobahn fest. Rebecca kommt ursprünglich nicht aus Oklahoma, sondern aus Louisiana. Mit Tornados hat sie keine Erfahrung. Sie muss sich auf den Rat der Einheimischen verlassen. Der Rat der Einheimischen und ihres Mannes lautet wie bei jedem Tornado: „Ins Haus gehen, alles verbarrikadieren, der trifft uns sowieso nicht. Und wenn er trifft, dann bleibt das Haus stehen.“ Rebecca folgt diesem Rat zunächst und verschanzt sich in ihrem Haus, verfolgt aber die Zugrichtung des Tornados auf ihrem Laptop. Als der Tornado immer näher kommt, bekommt Rebecca Panik. Sie verlässt das Haus und fährt mit ihrem Auto nach Süden. Das Haus wird total zerstört. Der Ehemann erreicht endlich das Haus und denkt seine Frau und sein Kind liegen tot unter den Trümmern. Es kommt schließlich zu einem tränenreichen Wiedersehen. Die Geschichte erzählt Rebecca dem bekannten Reporter Wolf Blitzer von CNN. Am Ende fragt Wolf Blitzer Rebecca ganz ernsthaft, ob sie Gott für ihr Entscheidung danke, das Haus zu verlassen. Eigentlich fragt Blitzer nicht wirklich, er geht im Grunde davon aus, dass Rebecca Gott dankt. Es ist mehr eine rhetorische Frage. Es ist der typische Versuch von Blitzer eine eigenverantwortliche rationale Entscheidung religiös zu verkitschen. Aber nicht mit Rebecca. Ihre Antwort hat sie berühmt gemacht:

Weiterlesen…