Kampf den Steuerparadiesen.

Der Spiegel berichtet über das „weiß-blaue Steuerparadies“ Bayern: Besonders gravierend seien die Missstände im Bereich der betrieblichen Steuerprüfung. „Dort haben die Experten des Rechnungshofs eine personelle Unterbesetzung von 20 Prozent ausgemacht. Die Folge: Bei mittelgroßen Betrieben klopfen die Fahnder nur noch alle 20 Jahre an die Türen. Bei Kleinbetrieben gar nur alle 40 Jahre.“

Um Gottes Willen, nein! Der Familienbetrieb um die Ecke wird in Bayern nur alle 40 Jahre von Fahndern von oben bis unten durchleuchtet. Ganz so als handele es sich dabei um Verbrecher, zumindest um potentielle. Man weiß es schließlich nie sicher. Der Generalverdacht ist gerechtfertigt. Je mehr Kontrollen desto besser. Am besten einmal im Jahr – zur Sicherheit.

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Die Krankheit Europas

Die Grundannahme der europäischen Politik besteht seit Jahren darin, dass Europa ohne Einigungsprozess in Zukunft keine ausreichende Bedeutung mehr habe. Dies ist mit ein Grund, warum überhaupt so am Euro festgehalten wird, koste es was es wolle. Ein anderer Grund ist schlichter Größenwahn: Nationale Macht und nationale Gehälter reichen vielen Politikern nicht mehr aus. Brüssel ruft.

Die Annahme Europa hätte ohne Zentralisierung und Vereinigung in Zukunft keine ausreichende Bedeutung mehr, ist allerdings grundfalsch und dieser Größenwahn ist die Krankheit Europas. Die Stärke Europas sind seit Jahrhunderten seine viele kleine, liebenswerte, miteinander konkurrierende Staatengebilde. Ihre Auflösung ist der Anfang vom Ende eines starken Europas.

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