Erdogan, der Neoliberale.

Es gibt nicht wenige, die dem Bundesrat Efgani Dönmez zustimmen, der 5000 One-Way-Tickets für Erdogan-Anhänger forderte. Das Problem: Auch Menschen wie Dönmez kommen nicht ohne V-Theorien aus. Was Erdogan betreibe, sei nämlich “Neoliberalismus”.

Erdowahn ist für diese Leute nicht „nur“ ein Faschist, sondern – was noch schlimmer ist – ein “Neoliberaler”. Das Weltbild von Menschen wie Dömnez kennt drei aufeinanderfolgende Steigerungen des Bösen: Faschist, Neonazi, Neoliberaler.

Claudia Roth wird ebenfalls für ihren Einsatz gelobt. Zugegebenermaßen war auch ich zu Beginn von Roths Einsatz positiv überrascht. Dieser positive Eindruck verfliegt, wenn man ein bisschen recherchiert. Roth hat nämlich weniger etwas gegen Islamismus, vielmehr steht für sie ebenfalls der angebliche “Neoliberalismus” Erdogans im Vordergrund.

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Klassischer Liberalismus vs. Libertarismus

Der von mir geschätzte Blogger Arprin schrieb einen Artikel über Libertarismus. Der Artikel vergleicht mehr oder weniger den „klassischen Liberalismus“ mit dem „Libertarismus“. Hier eine wie ich hoffe beispielhafte Aussage von Arprin aus den Kommentaren, den Artikel kann jeder selbst lesen:

Roland Baader wurde nicht dem libertären Spektrum zugeordnet.
Er galt als Verfechter des klassischen Liberalismus.

Fast Arprins ganzer Artikel scheint auf dem Gegensatzpaar „klassischer Liberalismus“ vs. „Libertarismus“ aufzubauen. Dieses Gegensatzpaar ist aber sehr künstlich. In Wirklichkeit verhalten sich diese Strömungen ungefähr wie Vater und Sohn. Sie haben natürlich den einen oder anderen Unterschied, aber eben auch sehr viele erhebliche Gemeinsamkeiten. Die Gemeinsamkeiten überwiegen dabei deutlich.

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This is why you don’t get a job

Es folgt eine wunderbare Wutrede des ungarischen Bloggers Andor Jakab,
die ich schon lange einmal verlinken wollte:

This is why I don’t give you a job
I could hire 12 people with €760 net salary, but I don’t. I’ll tell you why. You could work for my service provider company in a nice office. It’s not telemarketing, it’s not a scam. You would do serious work that requires high skills, 8 hours a day, weekdays only. I would employ you legally, I would pay your taxes and social security. I could give such a job to a dozen people, but I will not, and here I’ll explain why.

Weiterlesen kann man den Originaltext bei Andor Jakab. Das Warten hat sich vielleicht für einige hier gelohnt, denn mittlerweile gibt es auch eine Übersetzung ins Deutsche durch Mises Media. Es muss nicht extra erwähnt werden, dass die Aussagen im Text auf alle westlichen Staaten zutreffen. Jakab glaubt typischerweise, dass sein Land am schlimmsten dran sei, aber das ist natürlich Blödsinn.

Spiegel Online jetzt neoliberal?

Wie hochgradig flexibel linke Medien doch sind. Zu Putins Wahlsieg titelt Spiegel Online aktuell Die falsche Mehrheit. Soweit ist das nichts Neues.

Linke Dialektik muss man verstehen. Es gibt bei Linken immer eine „richtige“ Mehrheit, die ausführt, was Linke vorgeben und dann gibt es immer auch eine „falsche“ Mehrheit, von der immer dann die Rede ist, wenn es einmal nicht so läuft wie die Linken wünschen. Diese „falsche“ Mehrheit verstößt dann meistens gegen irgendetwas: Die politische Korrektheit, den Anstand, die Moral, die Nachhaltigkeit, die Umwelt, das Klima, ein Gesetz, oder gleich gegen die ganze Verfassung. In dieser Hinsicht sind Linke sehr kreativ. Elmar Theveßen umschwurbelte das einmal gekonnt mit dem „Konsens der Demokratie“, den man eben nicht verlassen dürfe, sonst hat man es sich mit den Hütern der GEZ-Gebühren verschissen.

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Klarsfeld passt zur Linkspartei

Viele deutsche Medien schreiben heute Klarsfeld passe nicht zur Linkspartei.
Das stimmt nicht. Klarsfeld passt bestens zur Linkspartei.

„Leider konnte ich keine Mitstreiter gewinnen. Der 68er Generation war die Dokumentensammelei viel zu mühselig.“ So äußerte sich Klarsfeld im Jahr 1987 in einer Reportage der ZEIT. Das ist nur ein Zitat aus einem Gesamtbild wohlgemerkt, aber ich finde es charakterisiert Klarsfeld ganz gut. Nicht verfälschend, aber auch nicht beschönigend. So sieht sich Klarsfeld wahrscheinlich selbst. Mit der 68er-Generation will sie nicht zu tun haben. Klarsfeld ist die ehrliche „Nazi-Jägerin“, die sorgfältig recherchiert.

Beide Selbstbetrachtungen sind reichlich ironisch. Klarsfeld ist 1939 geboren. 1968 war sie 29. Klarsfeld ist eine typische Vertreterin der 68er-Generation. Durch Geburt, aber auch inhaltlich. Die Kontakte zur deutschen 68er-Schickeria waren bestens. Horst Mahler war nicht zufällig ihr Anwalt. Auch der Vorwurf an „die 68er“ nicht sorgfältig genug zu recherchieren ist lächerlich, denn an sich selbst hat Klarsfeld diesen Maßstab nicht angelegt. Klarsfeld verkörpert eine typische 68er-Eigenschaft wie kaum eine Zweite: Die Selbstherrlichkeit.

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Breiviks Schizophrenie erklärt

Seit Monaten hatte ich wiederholt versprochen den Fall Breivik einmal aus ärztlicher Sicht zu betrachten. Dieses Versprechen löse ich jetzt ein. Die deutschsprachigen Medien verbreiten so viel bewusste oder unbewusste Falschinformationen zum Thema. Dem will ich ein bisschen Rationalität entgegensetzen. Mein Anspruch ist ein seriöser Text. Fachwörter lassen sich deshalb nicht vermeiden. Bei Bedarf werde ich diese für Laien verständlich erklären. Der Artikel ist sehr lang, aber man muss ihn ja nicht in einem Stück lesen. Wer die Einführung nicht braucht, sollte gleich zum Punkt „Zum Thema – Was ist Schizophrenie?“ springen.

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Über Juchtenkäfer und Ameisenbläulinge

Zu Anfang eine Aussage eines Kommentators namens DeeTee auf der neuen Seite des Feuerbringers:

Bei einer weiteren exponentiellen Weltbevölkerungsexplosion ist, bei allen berechtigten Interesse des Individuums, doch die Frage, ob es nicht sogar so ist, dass ein paar Menschen mehr oder weniger nicht ins Gewicht fallen, aber Arten unwiederbringlich verloren gehen und daher mehr Schutz verdienen als Menschen.

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Wie viele Strahlentote gab es in Fukushima, Frau Maischberger?

Gerade habe ich nach langer Zeit wieder einmal versucht deutsches Fernsehen zu konsumieren. Es handelt sich dabei im die ARD-Sendung Maischberger vom vergangenen Dienstag, den 13.12.2011. Diverse Blogs haben darauf aufmerksam gemacht. Schon die Gäste waren ein Knaller: Käßmann und Augstein in einer Sendung! Außerdem Scholl-Latour, ein angeblicher Börsenexperte namens Lehman(n) – nomen est omen – und ein selbst für deutsche Verhältnisse extrem unlustiger „Kabarettist“ namens Richling. Einziger echter Widerpart der Sendung war Weltwoche-Chef Roger Köppel. Man wusste also was einen erwartet.

Die Sendung trug den Titel „Panikjahr 2011: Kommt 2012 der Kollaps?“ und hatte den größenwahnsinnigen Anspruch alle hysterischen Panikattacken der Deutschen des Jahres 2011 durchzusprechen und anschließend gleich noch nächste Lieblingskatastrophe der Deutschen für die nächsten Jahre festzulegen. Titel à la „Das Leben ist endlich“, „Der Tod ist tödlich“ oder „Hilfe! Wir werden alle sterben!“, hätten auch gut gepasst.

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Hekla, Breivik, RAF und Augstein – Aber bitte mit Sinn

Aron Sperber hat schon vor ein paar Tagen einen sehr guten Kommentar über die Attentatspläne des Iran auf den Botschafter Saudi-Arabiens in Washington abgeben.
Natürlich kann man diese Attentatspläne glauben oder nicht, das kann jeder halten wie er will. Ich selbst bin auch kein Hellseher. Ich kann nur unserer Regierung vertrauen. Eine Regierung, die sich natürlich auch immer einmal täuschen kann.

Zweifeln darf man also, nur sollte man es gut begründen können. Wie sehen also die Begründungen aus, die unserer Regierung nicht glauben wollen? Spätestens da musste ich schmunzeln. Die „Begründung“, die man so in Medien und Blogs liest, lautet in der Regel:

„Das ergibt ja keinen Sinn“

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Bad Banks and Bad Governments

Kantoos wrote another great article about forced recapitalizations.

In this comment a reader named “Genauer” writes:

„forced recapitalization“ = Chavez like nationalization ?
eeegk
The socialist Steinbrück tried this before with the „Deutsche Bank“ in 2008, which didn’t need any government capital then and now.
I ll oppose all force in this, very strongly.

From a free-market point of view the European (and American) banks are in fact bankrupt. The only reason why those banks are not bankrupt in reality is massive state intervention since 2008, paid for by the taxpayers.

From a free-market point of view those banks don’t even exist anymore. The only reason why they still exist is because the banks insist that they are „too big to fail“. This might even be true.

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London und die Nicht-Existenz der deutschen Konservativen

Die erste Medienkampagne, welche versucht hat die Gewalt in Grobritannien als Aufstand der Arbeiterklasse darzustellen und voller Verständnis war, kam nicht an beim Leser. Also muss eine neue Theorie her:

Nicht Protest trieb die brutal zuschlagenden Plünderer auf die Straßen, sondern reiner Konsumrausch. Banker, Politiker und Medienmogule haben die Gier salonfähig gemacht.
(Spiegel)

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