Zettels Tod. Ein Nachruf.

Völlig unerwartet erreichte mich heute die Nachricht vom Tod Zettels, des wohl bekanntesten deutschsprachigen liberalen Bloggers. Zettel war liberal-konservativ und stand mir politisch damit sehr nahe. Es gab kaum ein Thema bei dem sich unsere Meinungen wesentlich unterschieden. Zettel war menschlich einwandfrei. Er war das Gegenteil eines Gutmenschen – er war ein guter Mensch.

In einem Interview mit Welt online vom letzten Herbst werden Zettels Positionen schön übersichtlich dargestellt. Liberal-konservativ erklärt Zettel treffend so:
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Warum es ewige Menschenrechte nicht gibt und warum das gut ist

Ein Gespräch mit dem Feuerbringer:

Kulturrelativismus. Das hätte ich nicht von dir erwartet. Entweder das amerikanische – wohl definierte – Konzept der Menschenrechte ist besser als alle anderen, oder das ist es nicht. Entweder es gibt einen echten Unterschied zwischen wirklichen liberalen Rechtsstaaten und jenen, die nur so tun, oder es gibt keinen. Wenn es keinen gibt, ist die USA natürlich auch nicht besser als Nordkorea und der Rest.

Kulturrelativismus hat eine Tendenz in die Richtung zu gehen „alle Kulturen sind gleichwertig“. Du scheinst mir das zu unterstellen. Das habe ich allerdings nicht gesagt. Ich habe klar gesagt, dass mir unser amerikanisches System am besten gefällt und es nach meinem Dafürhalten allen anderen etablierten Systemen überlegen ist. Bis zu diesem Punkt sind wir uns doch einig.

Jetzt kommt der Unterschied: Du scheinst daraus das Recht abzuleiten in anderen minderwertigen Staaten und Kulturen korrigierend einzugreifen und deren System unserem anzugleichen.

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