Hannes Stein über den Mohammed-Film

Hannes Stein schreibt über die Proteste zum Mohammed-Film.

Ein Satz als Beispiel:

Aus Indien, wo die zweitgrößte muslimische Gemeinde der Welt lebt (die arabischen Länder in ihrer Gesamtheit liegen nämlich erst an dritter Stelle) hören wir überhaupt nichts von Protesten.

An diesem Satz glaube ich nichts. Weder hat Indien die zweitgrößte muslimische Gemeinde der Welt, noch liegen die arabischen Länder an dritter Stelle, noch hören wir nichts aus Indien. Das muss man als professioneller Journalist erst einmal hinbekommen. So künstlich einen Dreiteiler konstruieren und dann alle drei Teile in den Sand setzen.

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Der Hassverbrechen-Wahnsinn

Spiegel Online berichtet über einen aktuellen Fall bei uns. Anklagt ist der Amerikaner Dharun Ravi. Er stammt aus Indien und war zu Tatzeit 18 Jahre alt. Was hat der Mann gemacht? Nun, er hat auf dem College seinen neuen Roommate Tyler Clementi bei einem homosexuellen Date gefilmt, das Video eines Kusses eventuell veröffentlicht und homophobe Lästereien über Clementi auf Twitter und Facebook verbreitet.

Das geht in Richtung Mobbing. Ziemlich mies, ziemlich kindisch und sehr verletzend. Ich kann da gut mit Clementi mitfühlen, diese Erfahrungen vergisst man nicht. Wahrscheinlich kann sich fast jeder in Clementi hineinversetzen, denn jeder macht in seinem Leben solche Erfahrungen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Man kann der Kleinste in der Klasse sein, der Dickste, der Dümmste, der Beste, der Schönste oder einfach nur der Arroganteste. Jeder der „anders“ ist, kann zum Angriffsziel werden. Ich glaube Mobbing ist zu großen Teilen ein sehr altes Programm. So eine Art Rudelkampf. Der Kampf um Homogenität. Die Gemeinschaft stärken durch die Verschwörung gegen Einzelne, gegen Schwächere. Alle gegen den Anderen. Die Volksgemeinschaft im Kleinen quasi.

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Milliarden-Schatz eines Maharajas in Indien entdeckt

In Indien im Bundesstaat Kerala wurde im berühmten Padmanabhaswamy-Tempel (dort war ich erst 2008!) der Schatz einer Maharaja-Dynastie entdeckt.
Die regionale Zeitung Mathrubhumi berichtet aus den Schatzkammern.
Hier Auszüge:

– ca. 2000 Rubine
– seltene Saphire und Smaragde
– goldene Schmuckelefanten
– diamante-besetzte Armreife
– goldene Kronen mit Edelsteinen besetzt
– haufenweise Zierschmuck aus purem Gold
– fast sechs Meter lange, kiloschwere, goldene Halsketten
– Lampen, Schalen und sonstige Gefäße auch aus Massivgold
– über eine halbe Tonne an Goldmünzen, die zum Teil aus der Zeit Napoleons
und der East India Company stammen oder gar tausende von Jahren alt sind.

Der Schatz hat einen Wert von grob geschätzt ca. 500 Milliarden Rupien, was
ca. 7,6 (!) Milliarden Euro enspricht und wird vom indischen Staat beansprucht.

TVM aps temple
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