Augstein und die direkte Demokratie. Lang lebe Kaiser Augstein.

Augstein hält im Moment nichts von der direkten Demokratie. Bei Thema Atomkraft war sie noch begehrenswert und erwünscht. Beim Thema S21 wurde sie vehement gefordert, bis zu dem Tag an dem man gemerkt hat, dass man die Abstimmung verlieren wird.

Im Mai, bei Occupy und den Wahlgewinnen der sozialistischen Parteien Europas, waren diverse Formen der Demokratie dann wieder schick und Augstein beschwor eine rote Sonne, die angeblich aufgehen würde. Just in dem Augenblick übrigens als die national-sozialistische Partei „goldene Morgenröte“ in Griechenland Rekordergebnisse einfuhr. Eine reichlich verunglückte Bildsprache.

Jetzt dreht sich mal wieder alles um die klitzekleine Frage in welche Richtung sich Europa in Zukunft entwickeln soll. Es ist nicht schwer zu erraten, was Augstein bei diesem Thema von einer direkten Wählerbefragung hält:

Übrigens: Mit dem Verweis auf Volkes Wille sollte man in der Europapolitik vorsichtig sein. Reiben wir uns mal den basisdemokratischen Schlafsand aus den Augen: Bürgerbeteiligung ist ein schönes Instrument der Demokratie. Aber man muss darauf auch spielen können. Das erfordert Ausbildung und Übung. Netzanschluss und Facebook-Konto machen uns nicht über Nacht zu Partizipationsdemokraten. Erst mal haben die Deutschen repräsentative Demokratie gelernt. Dabei sollten sie so lange bleiben, bis sie hinter ihrem kurzfristigen Interesse ihr langfristiges erkennen können.

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