Pitzke zum ersten Mal sachlicher

In seinem aktuellen Artikel über den Fall Trayvon Martin ist SpOn-Mann Marc Pitzke plötzlich recht sachlich. Der ganze Fall hat sich merklich abgekühlt. Von Pitzke selbst kommt der Umschwung nicht. Pitzke schreibt in der Regel einfach nur die New York Times und andere amerikanische Medien ab. Eine deutsche Übersetzung quasi.

In einem seiner letzten Artikel schrieb Pitzke noch Zimmermann sei plötzlich abgetaucht. Genau gleichzeitig zum Pitzke-Artikel konnte man allerdings schon damals in der New York Times eine andere Version lesen. Zimmermann war gar nicht akut abgetaucht. Es war vielmehr so, dass seine alten Anwälte nie direkten Kontakt zu Zimmermann hatten.

Zimmermann hatte seine Wohnung schon vor Wochen verlassen und suchte damals gerade neue Anwälte. Die Behörden wussten Bescheid. Pitzke strickte daraus trotzdem ein plötzliches Abtauchen.

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Von Wulff zu Gauck

Ich hatte einen Kommentar zur grotesken Jagd auf Wulff in Arbeit. Ich habe mir Zeit gelassen, denn es war nicht damit zu rechnen, dass Frau Merkel eine schnelle Entscheidung trifft. Ausnahmen bestätigen die Regel. Mein Wulff-Artikel ist jetzt also ein bisschen out of date. Außerdem ist er wie immer zu lang und kein Ende in Sicht. Ein Fall für den Shredder.

Glücklicherweise gibt es Wolfram Weimer. Herr Weimer schafft es immer wieder alles Wesentliche zu einem Thema wunderbar auf den Punkt zu bringen. So auch im Fall Gauck. Alles drin, alles dran und trotzdem nur eine Seite.

Für mich die beste Kolumne, die man in Deutschland zur Zeit lesen kann.
Eine ähnliche Güteklasse schaffen sonst nur Jan Fleischhauer und Harald Martenstein.

Hans-Olaf Henkel schrieb auch sehr gute Texte, hat aber dem Anschein nach schon wieder aufgehört beziehungsweise schreibt wie Herr Broder nicht regelmäßig Woche für Woche in einer Kolumne.