Theodizee im Tornado.

Eine interessante Geschichte aus Oklahoma. Eine junge Frau namens Rebecca lebte im Tornado-Gebiet mit ihrem Mann und ihrem 19 Monate alten Sohn Anders. Ihr Sohn und sie selbst sind Zuhause als der Tornado die Gegend trifft, der Mann steckt auf der Autobahn fest. Rebecca kommt ursprünglich nicht aus Oklahoma, sondern aus Louisiana. Mit Tornados hat sie keine Erfahrung. Sie muss sich auf den Rat der Einheimischen verlassen. Der Rat der Einheimischen und ihres Mannes lautet wie bei jedem Tornado: „Ins Haus gehen, alles verbarrikadieren, der trifft uns sowieso nicht. Und wenn er trifft, dann bleibt das Haus stehen.“ Rebecca folgt diesem Rat zunächst und verschanzt sich in ihrem Haus, verfolgt aber die Zugrichtung des Tornados auf ihrem Laptop. Als der Tornado immer näher kommt, bekommt Rebecca Panik. Sie verlässt das Haus und fährt mit ihrem Auto nach Süden. Das Haus wird total zerstört. Der Ehemann erreicht endlich das Haus und denkt seine Frau und sein Kind liegen tot unter den Trümmern. Es kommt schließlich zu einem tränenreichen Wiedersehen. Die Geschichte erzählt Rebecca dem bekannten Reporter Wolf Blitzer von CNN. Am Ende fragt Wolf Blitzer Rebecca ganz ernsthaft, ob sie Gott für ihr Entscheidung danke, das Haus zu verlassen. Eigentlich fragt Blitzer nicht wirklich, er geht im Grunde davon aus, dass Rebecca Gott dankt. Es ist mehr eine rhetorische Frage. Es ist der typische Versuch von Blitzer eine eigenverantwortliche rationale Entscheidung religiös zu verkitschen. Aber nicht mit Rebecca. Ihre Antwort hat sie berühmt gemacht:

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Prälaten in der Politik. Für die Armen und für das Gemeinwohl.

Achgut verlinkt noch einen Grund aus der deutschen Staatskirche auszutreten. Es ist ein Brief der beiden offiziellen Lobbyisten der katholischen und evangelischen Kirche, die in Brüssel und Berlin, die Parlamentarier bearbeiten:

Der Europäischen Union wird weltweit Respekt gezollt für ihre Führungsrolle in der internationalen Klimapolitik. Insbesondere das europäische Emissionshandelssystem als marktwirtschaftliches Instrument zur Begrenzung der Emissionen hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und international erste Nachahmer gefunden. Umso mehr erfüllt uns daher mit großer Sorge, dass sich dieses Herzstück der europäischen Klimaschutzpolitik derzeit in einer – schweren Krise befindet und seine Lenkungswirkung einzubüßen droht, wenn jetzt nicht korrigierend eingegriffen wird.
[…]
Eine Korrektur der politischen Rahmenbedingungen erscheint uns unbedingt nötig, damit das europäische Emissionshandelssystem seine ursprünglich beabsichtigte Wirkung entfalten kann. Wir bitten Sie daher herzlich und dringend, bei der Abstimmung des Europäischen Parlamentes am 15. April 2013 dem Votum des Umweltausschusses zu folgen und dem Vorschlag der EU-Kommission zur Änderung der Emissionshandelsrichtlinie zuzustimmen. Das „Backloading”, d. h. die zeitweise Entnahme von Emissionsrechten aus dem Markt, würde ein wichtiges Signal politischen Willens für die Fortführung einer ambitionierten europäischen Klimaschutzpolitik setzen.
[…]
Unsere Kirchen engagieren sich auch im Namen derer, die rund um den Globus in extremer Armut leben und deren Entwicklungschancen vom Klimawandel massiv beeinträchtigt werden. Unsere Sorge gilt aber genauso den Lebensbedingungen künftiger Generationen sowie der Bewahrung der Schöpfung. Vor diesem Hintergrund haben unsere Kirchen seit 2008 wiederholt die Erhöhung des EU-Klimaziels auf 30 Prozent bis zum Jahr 2020 in einer Reihe von Schriften, Verlautbarungen und Synodalbeschlüssen befürwortet. In diesem Sinne setzen wir uns jetzt für die Reform des europäischen Emissionshandels ein.

Mit freundlichen Grüßen

Prälat Dr Bernhard Felmberg Prälat Dr. Karl Jüsten

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Warum Menschen an Gott glauben

Ein paar mögliche Motivationen in der Welt schön auf den Punkt gebracht.

Welt am Sonntag: Welchen Trost gibt es, wenn das Leben des eigenen Kindes so früh und gewaltsam beendet wurde?

Reinhard Schlitter: Unser Trost ist Gott. Er half und hilft, wo wir aus eigener Kraft nicht mehr können.

→ Trost und Kraft finden.
→ Das Nicht-Aushaltbare aushalten können.

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