Rassismus-Rätselspiel (1)

Zur Abwechslung mal ein kleines Rätselspiel zum Thema erlaubter Rassismus.
Ich zitiere einen Autor und wer Lust hat, darf erraten, wer es gesagt hat.

Los geht’s:

Mein Antiislamismus ist gar nicht oberflächlich. Ich habe nichts gegen die Türkei, das ist ein wunderbares Land, das Problem sind die Menschen, die da leben.

Das hat er natürlich nicht gesagt, denn damit wäre wohl hoffentlich jedem klar, was für ein übler Rassist der Mann ist. Er hat das gesagt:

Mein Antisemitismus ist gar nicht oberflächlich. Ich habe nichts gegen Israel, das ist ein wunderbares Land, das Problem sind die Menschen, die da leben.

Auch das hat er natürlich nicht gesagt, denn auch in diesem Fall wäre glasklar, dass diese Hetze weder lustig noch intellektuell ist.

Ich lasse jetzt einmal Lücken und jeder soll selber googeln erraten, welche Ethnie der hochgelobte deutsche „Künstler“ stattdessen verwendet hat, um sich den stürmischen Beifall der Deutschen und ihrer Medien zu sichern.

Mein Anti-ZZ ist gar nicht oberflächlich.

Ich habe nichts gegen XY, das ist ein wunderbares Land, das Problem sind die Menschen, die da leben.

Die Gemütsverfassung des Durchschnitt-XY ist mit naiv sehr wohlwollend umschrieben.

Von der Welt wissen die XY so gut wie gar nichts.

Im Grunde wissen die XY von der Welt nur eines:
Wir sind die Guten.

Egal was passiert, es sind immer die Guten.

Mann und Publikum merken nicht einmal, wenn sie sich selber ans Bein pissen:

Und das ist ja auch ne schöne Sache, so ein einfaches Weltbild.
Wenn man weiß wer der Böse ist, dann hat der Tag Struktur.

Ein letzter Tipp:

Sie können über Khomeini sagen was sie wollen,
der Mann hat eine friedliche Revolution organisiert.

Wie friedlich? So friedlich. Und so friedlich. Und so demokratisch.

Edit:
Die Auflösung steht in den Kommentaren.

Material zum Thema habe ich übrigens genug. Ich mache diese Serie so lange bis deutschsprachige Staatssender aufhören, diese politisch korrekte Volksverdummung zu senden. Sprich: This series runs forever! 😉

Lob der Originalversion

Auf Achgut hat man sich mal wieder zum Thema Synchronisation geäußert. Eine typisch deutsche Sicht wie ich finde. Eine Meinung, der ich widersprechen will.

Synchronisation (=Dubbing) ist in Amerika tabu. Ein absolutes No-Go. Bei uns gibt es genau zwei Möglichkeiten mit fremdsprachigen Filmen umzugehen: Subtitles oder den ganzen Film neu drehen.
Weiterlesen…

Best of Osama Groupies

Nicht alles, was die USA zum Krieg erklären, ist wirklich Krieg.
War Bin Laden wirklich Chef? Übte er Befehlsgewalt aus?
Was hatten die Amerikaner in Pakistan zu suchen?
(Spiegel)

Durch den Tod des Top-Terroristen verlieren die USA ein flexibles Feindbild. Wie gut das dem Land tatsächlich bekommen wird, muss sich erst noch zeigen. Denn mit ihm verlieren sie so etwas wie einen nützlichen Idioten.
(taz)

Einer am Menschenrecht orientierten Politik würde es besser zu Gesicht stehen, auf der Einhaltung des Völkerrechtes zu bestehen, anstatt Beifall zu spenden, wenn Staaten in ihren Kampfformen völkerrechtswidrige Methoden verwenden, indem sie ohne Gerichtsprozess töten.
(Fischer-Lescano in der SZ)

Da schauen wir gleich noch drauf; bleiben wir noch kurz bei diesem Stichwort der möglicherweise gezielten Tötung. Möglicherweise geschah es im Feuergefecht, wir wissen es nicht genau. Der Internationale Strafgerichtshof oder andere Institutionen, die sich eben bemühen, Verbrecher vor Gericht zu stellen, werden durch ein solches Vorgehen nicht gestärkt, oder?
(Deutschlandfunk)

ARD-Korrespondent Jörg Armbruster glaubt allerdings nicht, dass es den USA damit gelungen ist, eine Verletzung religiöser Gefühle zu verhindern. Denn eine Seebestattung sei nur bei Notfällen auf einem Schiff zulässig.
(ARD)

Höchst umstritten
Selbst wenn ein Tyrann, der an der Spitze eines Staates steht, ins Visier von Tötungswilligen, lässt sich die Frage nach seiner gewaltsamen Beseitigung nur schwer beantworten. Befehligt er keinen staatlichen Terrorapparat, sondern ein Netzwerk, das keine Grenzen und Nationalitäten kennt, macht das die juristische Bewertung noch schwerer.
(Focus)

Wir sollten sehr genau hinschauen, ob es sich eher um eine versuchte Festnahme oder um eine mehr oder weniger geplante Liquidation gehandelt hat. Das mag Fanatikern egal sein. aber für die Frage, wie viel moralische und rechtsstaatliche Rechtfertigung die USA für ihr Vorgehen vorbringen können, ist es entscheidend.
(FR)

Was ich noch vermisse, ist die gute alte Auf-die-gleiche-Stufe-stellen-Nummer.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Außerdem gibt es ja Blogs:

Gerade die sogenannten zivilisierten Industriestaaten müssten es doch eigentlich besser wissen. Ohne Anklage und Prozess kann doch nicht kurzerhand getötet werden. Damit stellt sich Obama direkt auf eine Stufe mit Osama – mit nur einem Buchstaben Unterschied.
(Alltagsirrin)

Herr Broder hat sich einen Spaß gemacht und alles schon vorhergesagt.
Mehr muss man zu diesem Thema nicht sagen.