Universität Duisburg-Essen verschweigt antisemitisches Motiv.

Einige haben hier vielleicht von dem Fall einer muslimischen Studentin der Universität Duisburg-Essen gelesen, die angeblich Teile aus einer Collage mit Szenen aus dem Orient-Comic „Habibi“ des amerikanischen Comickünstlers Craig Thompsons geschnitten hat, weil diese gewalttätige Sexszenen enthalte und daneben „Allah“ in arabischer Schrift stünde. Konsequenz für die Studentin? Exmatrikulation, was auch sonst? Nein. Die Hochschulleitung hat angekündigt, mit der Studentin „ein eindringliches Gespräch“ zu führen!

Das ist die Version der Duisburger ASta-Zeitung und wohl auch die der Duisburger Universitätsleitung. Alle großen Medien und Blogs in Deutschland haben diese Version übernommen.

Fast alle. Pascal Beucker, Korrespondent der taz, hat nämlich ein bisschen recherchiert und folgendes herausgefunden: Die Collage über Craig Thompson wurde von der Studentin „nur“ abgehängt. Zerstört hat sie ein Plakat über das Werk „Blutspuren“ der israelischen Comic-Künstlerin Rutu Modan. Und was genau hat sie aus dem Plakat nun herausgeschnitten? Sexszenen? Das Wort Allah? Eben nicht. Ich zitiere die taz:

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Superman will kein Amerikaner mehr sein

Superman demonstriert in der neuen Ausgabe von DC Comics gegen das iranische Regime. Gewaltfrei natürlich, was kann ein quasi omnipotenter Superheld auch anderes unternehmen?
Iran betrachtet Supermans lächerliches Geschnatter als eine amerikanische Kriegshandlung und droht mit Vergeltung. Aha. Der Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten ist daraufhin erbost über die iranischen Aggressionen gegenüber Amerika. Von der brutalen Unterdrückung der friedlichen Demonstranten ganz zu schweigen. Scherz. Er ist sauer auf Superman! Superman sieht seinen „Fehler“ ein, entschuldigt sich und will seine amerikanische Staatsbürgerschaft im Rahmen einer Rede bei den Vereinten Nationen zurückgeben.
Wahrheit, Gerechtigkeit und der amerikanische Weg seien einfach nicht mehr genug, man müsse jetzt global denken!

Die Story erscheint so dämlich und unwirklich, dass man zeitweise glaubt, es handele sich um eine beißende Satire auf Obamas Außenpolitik.
Bei Comic Alliance zieht man die grundsätzliche Ernsthaftigkeit der Geschichte aber keine Sekunde in Zweifel. Die Experten werden es schon wissen.
Der Feuerbringer meint Superman werde nun politisch korrekt, aber genau genommen waren DC-Helden und ganz speziell Superman immer schon anankastische Gutmenschen. Jimmy Carter und Obama mit Superkräften quasi.
Es gibt nun wirklich keine öderen Helden als Superman, Flash, Wonderwoman und Captain America. Unfehlbar, hypermoralisch, todlangweilig.

Erst Stan Lee hat mit Figuren wie Spiderman, Hulk und den X-Men tiefsinnigere Superhelden mit dunklen Charaktereigenschaften geschaffen. DC Comics zog erst in den 80er Jahren nach, als Batman von Frank Miller gekonnt zum Dark Knight weiterentwickelt wurde. Christopher Nolan durfte dann den Film (wie alle Nolan-Filme) jämmerlich verpfuschen, was ihm auch (bis auf den Joker) wie immer sehr eindrucksvoll gelang. Der Film wurde bekanntlich (wie alle Nolan-Filme) ein großer Publikumserfolg, was beweist, dass man mit Gutmenschentum und politischer Korrektheit immer noch am besten Dollars scheffeln kann.