Mein 11. September

Das deutsche Handelsblatt bringt eine Serie namens „Mein 11. September“ in der allerlei deutsche A-, B- und C-Promis erzählen wie sie diesen Tag im Jahr 2001 erlebt haben. (Gibt es eigentlich deutsche A-Promis?)

DGB-Chef Sommer berichtet, er wäre selbst in einem Wolkenkratzer gewesen. In Tokio. Auch Ex- bzw. seit gestern Ex-Ex-EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing ist im 34. Stock des Eurotowers ganz knapp dem Tod entronnen. Damit können Herr Trittin und seine Fraktion nicht dienen, aber dafür hätten sie schon am 11. September geahnt, dass Bush einen Krieg mit dem Irak führen wird. (Der Beschluss Afghanistan ja, Irak nein viel dann drei Minuten später.)

Was noch so ein bisschen fehlt, wäre die Richtung:
Ich hatte an diesem Tag furchtbare Verstopfung, hab‘ ein paar Abführmittel eingeworfen und dann den ganzen Tag auf der Schüssel verbracht.

Oder: Ich aß Pancakes mit Blaubeeren. Ich hab‘ ein bisschen CNN geguckt. Ich aß noch mehr Pancakes mit Blaubeeren, trank meinen Kaffee aus und ging auf mein Zimmer. Der Himmel ist blau, schmerzhaft blau. Später ging ich noch zum Sommerhaus der Kennedys und Hummer essen. Das Gras war hoch und Fahrräder fahren Fahrrad. Edward Kennedy hat mal ein Mädchen totgefahren und John-John ist ins Meer gestürzt. Hohe Felsen, grau-grüne Insel. Irgendwas mit Angst und wie kackdoof wir bösen Amerikaner doch sind. Bla Bla Bla.

Mehr tiefsinnige Analysen hier, hier und hier.