Keine Flüchtlinge nirgends. Kann man eigentlich noch mehr lügen? Geht das?

Immerhin wissen Reker und angeschlossene Medien schon jetzt „ganz sicher“, dass es keine Flüchtlinge gewesen seien. Woher sie diese Informationen nehmen, steht in den Sternen. Man muss sich an dieser Stelle noch einmal die Tricks der deutschen Politiker und Medien vor Augen führen: Wurde bislang jeder Nordafrikaner, der in Europa anlandete als „Flüchtling“ bezeichnet, so findet sich bei Gewalttaten plötzlich unter 1000 Nordafrikanern kein einziger Flüchtling mehr. Auch wenn man die Täter noch gar nicht ermittelt hat und die allermeisten wahrscheinlich nie ermitteln wird.

Achgut wusste schon gestern, dass es in Wirklichkeit durchaus gelang einige Männer aus der Menge zu holen. Bei allen Verdächtigen habe man Aufenthaltsbescheinigungen und laufende Asylverfahren festgestellt. Das ist natürlich nicht überraschend, denn es gibt für die allermeisten Nordafrikaner nur einen Weg nach Europa: Als “Flüchtling” über die Mittelmeer-Italien-Route. Als syrischer oder irakischer Araber hat man es noch einfacher: Man nimmt einfach Merkels goldene Brücke über den Balkan. Alles mit dem ausdrücklichen Segen der entrückten Kanzlerin.

Wie also kann Reker nur so dreist lügen? Die Antwort ist simple: Weil die Medien die Politiker bei diesem Thema lügen lassen. Viele Politiker und Medien lassen (ideologisch bedingt) nur ein Ergebnis zu: Es waren keine Flüchtlinge, weil es keine Flüchtlinge sein dürfen.

Die gleiche Personen „wussten“ auch schon im Voraus, dass über die Balkanroute niemals nimmer IS-Terroristen einsickern werden. Nur ein paar Tage später mussten für diesen Fehler, der bis heute (!) nicht eingestanden wurde, viele viele Menschen sterben.

Dass die deutschen Politiker mit diesen offensichtlich falschen Aussagen, die jedes Maß an Lächerlichkeit und lügnerischer Dreistigkeit sprengen, auch noch den letzten Restglauben an die deutsche Demokratie verspielen, ist ihnen offenbar herzlich egal.

Aber immerhin auf die neue „Flüchtlings“-Entwicklung kann die Politikerkaste ja nun entschlossen reagieren: Wenn die 1000 Nordafrikaner jetzt auch ganz offiziell keine Flüchtlinge mehr sind, dann kann ja morgen früh mit den Abschiebungen begonnen werden. Aber so läuft der Hase in diesem heuchlerischen Land freilich nicht.

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Geisterstunden mit Angela. Ich bin Merkel, ich darf das.

Man muss auch mal das Positive sehen. Aber was ist noch positiv in dieser Krise? Es ist nicht einfach, noch etwas zu finden. Aber mich stimmt es zumindest ein bisschen positiv, dass seit ca. August 2015 die kritischen Stimmen Woche für Woche zunehmen.

Dass Broder, Fleischhauer und Co meist treffende Worte für die Krise finden, ist bekannt. Auch Journalisten wie Tichy und von Altenbockum seien an dieser Stelle genannt. Ich will mich Autoren widmen, von denen man es vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte.

Besonders gelungen erscheint mir ein Kommentar von Alan Posener von vor einigen Wochen. Ja ich weiß, ausgerechnet Posener. Aber sein Kommentar ist auch deshalb so gut, weil Posener den großen Bogen schlägt und gekonnt daran erinnert, dass Merkel sich bei anderen Krisen (Fukushima, Euro) schon identisch verhalten hat. Am besten man liest das ganze Ding – allein schon wegen dem Aufbau und der genialen Anekdoten (Alexandre-Auguste Ledru-Rollin!). Hier nur ein kleiner, inhaltlicher Auszug, der aber natürlich nicht die ganze sprachliche Brillanz des Kommentars wiedergeben kann:

Angela Merkels Wende in der Flüchtlingsfrage wird nur diejenigen überrascht haben, die diese Meisterin der Wendigkeit nicht kennen. Tatsächlich sind Inkonsequenz und Unberechenbarkeit die einzigen Konstanten in ihrer Karriere.

Diese Einstellung hat bei der alternativlosen Kanzlerin eine Geschichte. Als sie nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima die Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke verfügte und damit nicht nur ihre eigene eben erst verkündete Linie der Verlängerung der Laufzeiten, sondern auch den vernünftigen Atomkompromiss der Regierung Gerhard Schröder außer Kraft setzte, geschah das ohne Absprache mit den europäischen Partnern.

Noch deutlicher wurde Merkels Selbstherrlichkeit in der Griechenland-Krise, die sie selbst ausgelöst hatte, weil sie 2009 zur Rettung der griechischen Geldgeber – deutsche und französische Banken – den Maastricht-Vertrag außer Kraft setzen ließ, in dem eine No-Bailout-Klausel festgeschrieben ist. Legal – illegal – scheißegal. Ich bin Merkel, ich darf das.

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Free lunch für Migranten ist keine gute Idee.

Eine Redakteurin des Tagesspiegels hatte vor einigen Tagen einen klugen Gedanken:

Migranten aus gewissen Weltregionen sind vor allem deshalb in vielen europäischen Ländern unbeliebt, weil sie direkt in die Sozialsysteme einwandern und dort regelmäßig viele Jahre verbleiben. Manchmal wollen es die Migranten genau so, nicht selten sind aber auch schlichtweg bürokratische Gesetze an diesen Zuständen (mit)schuld.

Aber warum plündern europäische Politiker für Migranten überhaupt die Sozialkassen? Warum vergibt man nicht Kredite, die im Erfolgsfall (toller Facharbeiter und so) teilweise zurückgezahlt werden müssen? Ähnlich wie beim BAföG. Damit würde auch die Akzeptanz in der Bevölkerung steigen.

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Ein One-Way Trip nach Deutschland, bitte.

Ein interessanter Artikel in der Welt:

Die italienischen Autoren Andrea Di Nicola und Giampaolo Musumeci ermöglichen in ihrem soeben erschienenen Buch „Bekenntnisse eines Menschenhändlers“ Einblicke ins internationale Schleusergewerbe. Der Einfallsreichtum und die Flexibilität der Täter sind staunenswert.

Bis in Weiler des Senegal kann man in Agenturen gegen einen horrenden Preis seine Passage nach Europa buchen. Aus Pakistan sind täglich Bataillone vorgeblicher Erntearbeiter mit echten Papieren nach Italien unterwegs. Türkische und griechische Grenzbeamte verdienen dreifache Gehälter mit dem Durchwinken Verzweifelter, und in den Häfen blüht der Bootsverkauf.

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Deutscher Medienbias an zwei Beispielen – Tea-Party und Afrika

Ich zappe mich gerade durch die deutsche GEZ-Mediathek.
Sonntag. Eine Sendung namens heute-journal.
Die Einleitung durch Frau Slomka ist noch fair, dann folgt ein Beitrag von Christoph Röckrath, der typisch ist für die „unabhängigen“ deutschen Staatssender.

Die Republikaner würden mauern. Präsident Obama sei der Einzige, der sich bewegt. Die „radikale“ Tea-Party-Bewegung dämonisiere Obama. Die Republikaner haben sich geschworen Obama scheitern zu lassen, koste es was es wolle.
Die Republikaner seien „irre“ und zudem nicht ehrlich.

Einseitiger geht es nun wirklich nicht mehr. Ich frage mich immer: Wozu gibt es in Deutschland staatliches Fernsehen, wenn die Sender so parteiisch sind? Dieses System ist perfide, denn es gaukelt Unabhängigkeit vor, wo in Wirklichkeit übelste Parteilichkeit am Werke ist.

Dabei ist die Realität bedeutend einfacher:
Die Democrats und die GOP ziehen eine Riesenshow ab wie immer und am Ende werden sie sich einigen. Sie haben gar keine Wahl. In Sachen Show-Einlagen stehen sich beide Seiten nichts nach. Es geht auch kaum anders, die jeweiligen Stammwähler erwarten das so. Jede andere Darstellung dieser Tatsache ist glatt gelogen. In Europa, speziell im deutschsprachigen Teil, sind die Republikaner aber in aller Regel die Bösewichte und Obama ist der Gute. Why?
Und wer glaubt diesen Unsinn? Aus meiner Sicht über 90% der Deutschen. How sad. Wer ist nun wirklich der Dumme?

Noch ein Beispiel vom selben Tag. Weltspiegel in der ARD. Die Einleitung: Was sind die Gründe für die Hungersnot in Kenia? Die Gründe seien „vielfältig“. (Hoho! Man erwartet nun Differenzierung und bittere Wahrheiten.) Was folgt, ist dann dann ziemlich ernüchternd:

Der Klimawandel sei schuld. (Hauptschuldiger gefunden! Yes!) Die weltweite Spekulation auf Lebensmittel, die die Preise für die Armen in unerschwingliche Höhen treibe, darf natürlich auch nicht fehlen. Als Punkt drei folgt die Korruption in Kenia. Dann der Krieg. Punkt eins und zwei sind lächerlich, werden aber als erstens genannt, sollen offensichtlich die Hauptursachen sein. Schön. Wer’s glauben mag.

Aber wie wäre es mal mit dem naheliegendsten Punkt: Die Afrikaner gebären Kinder wie der Uterus hergibt, werden bei jeder Hungersnot durchgefüttert, verdoppeln sich zum x-ten Mal in Landstrichen, die sie schon lange nicht mehr ernähren können – es kommt zu Korruption, Krieg, gigantischen Flüchtlingsströmen. „Hilfsorganisationen“ füttern wieder alle durch. Und so weiter. Und so weiter.

Nebeneffekt: Wer von den Afrikanern Geld und Kraft hat, macht sich auf in den Norden nach Europa oder in den Süden nach Südafrika. Good Night and Good Luck.