Eine Armlänge Abstand halten bitte.

Die Aussage von Reker ist auf mindestens zwei Ebenen skandalös.

Erstens impliziert Reker, dass die Opfer eine Mitschuld an den Taten tragen. Diese Masche kennt man ja mittlerweile nur allzu gut. Schuld haben immer die anderen: Die kleinen Polizeibeamten, die kleinen Sachbearbeiter in den Asylbehörden und natürlich die Opfer. Niemals schuldig sind die Politiker, die Journalisten oder gar – Allah bewahre – die Täter selbst.

Zweitens ist die peinliche “Vorsorgemaßnahme” auch noch komplett unwirksam: Die Opfer wurden eben nicht zu Opfern, weil sie nicht genügend Abstand gehalten haben. Was für eine fiese Unterstellung. Wohl kaum eine Frau hält zu einer Gruppierung aus 40 Nordafrikanern nur eine Armlänge Abstand. Eine Straßenseite ist wohl das mindeste.

Viele Frauen machen in so einem Fall instinktiv auf dem Absatz kehrt und gehen zügig in die entgegengesetzte Richtung. Aber das hat eben alles nichts genützt. Was soll Rekers Idee bringen, wenn man von 40 Männern gejagt und umzingelt wird?


Rekers Methode hilft nicht einmal gegen einen einzigen Angreifer. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Angreifer den Abstand nicht einhält. Eine Armlänge Abstand ist durch den Täter innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde überbrückt.

Wie würde der Rat von Frau Reker an sie selbst aussehen? “Liebe Henriette halte beim nächsten Mal bitte eine Armlänge Abstand gegenüber Fremden mit Kampfmessern, dann wird man auch nicht in den Hals gestochen!”

Das ist doch lächerlich.

Es wirkt auf mich im Augenblick so, dass Frau Reker ihrer Aufgabe als OB in keiner Weise gewachsen ist. Jedenfalls nicht bei diesem Thema.

Aber das hat sie mit Frau Merkel gemeinsam, was nur bedeuten kann, dass beide Kompetenzzentren noch mindestens zehn weitere Jahre Köln und Deutschland ins Chaos stürzen dürfen.

Nachschlag: Die besten Twitter-Nachrichten zum Thema.
„Einarmlänge klingt nach etwas, was Til Schweiger drehen würde.“

„Gerade die #Einarmlaenge im Kölner Nahverkehr ausprobiert – die Leute waren nicht begeistert, als ich sie aus dem Zug schubsen wollte.“

„So, wir haben es: Die Kölner Polizei ist schuld – sowie die nicht ausreichende Armlänge mancher Frauen.“

20 Gedanken zu „Eine Armlänge Abstand halten bitte.

  1. Ein bisschen relativieren muss man schon. Dies war eine blöde Aussage, die ihr sicher noch lange anhaften bleibt. Sie hat sich inzwischen entschuldigt und ist ansonsten nicht durch weiter blöde Aussagen aufgefallen. Deswegen würde ich dies nicht so aufhängen.

    Das tatsächliche Problem ist, dass diese Frau mit der aktuellen Situation nicht klar kommt. Wie auch? Das tatsächliche Problem ist nun mal diese Verweichlichung, ideologische Moral und Ignoranz die weite Teile der Gesellschaft betreffen. Insbesondere Politiker, Journalisten, Soziologen, Linke und auch Richter und Polizei. Es muss sich einiges in der Gesellschaft ändern damit dieses Problem angegehen werden kann. Ansonsten droht es noch schlimmer und heftiger zu werden. Auch eine Art Bürgerkrieg wäre dann die Konsequenz.

    • Wie sich eine wie du sagst „verweichlichte“ Gesellschaft in einen „Bürgerkrieg“ stürzen soll, ist mir nicht ganz klar. „Bürgerkrieg“ impliziert, dass es zwei Seiten gibt, die verbittert gegeneinander kämpfen. Gibt es diese beiden Seiten?

      Ich denke es wird alles weiter laufen wie bisher. So war es in den letzten 30 Jahren auch, warum sollte sich das jetzt ändern? Ab und an eine verlogene #Aufschrei-Show, aber am Ende werden die Täter weitgehend unangetastet weitermachen dürfen.

      Dieses Ende zeichnet sich sogar im aktuellen Fall ab. Es wird eine riesige Show veranstaltet, aber von den Tätern hat man keinen einzigen. Und selbst wenn man den einen oder anderen noch aufspürt, ist allen Beteiligten nur zu gut bekannt, dass es keine nennenswerten Konsequenzen haben wird. Deshalb bestreiten diese Leute überhaupt diese Taten: Weil sie genau wissen, dass sie nichts Ernstes zu befürchten haben. So sieht es doch aus.

      • Also einen Bürgerkrieg sehe ich noch nicht. Dies wäre erst der Fall wenn sich die Weg-gucker über Jahre weiter durchsetzen. Bürgerwehren wird es vermutlich schon bald geben.

        In den letzten Jahren hat die Zivilgesellschaft vieles korrigiert, was die Politik an Aufgaben beschert hat. Natürlich hat sie sich mit nicht integrierbaren Menschen immer mehr die Zähne ausgebissen. Doch diesmal liegt der Fall anders. Früher wurde der Frosch leicht gekocht. Dank Merkels Politik wird er sofort gegrillt. Deswegen glaube ich das der Frosch aus dem Topf springen wird.😉

    • Der Gau für die Politstrategen wie Reker, waren nicht die Straftaten, das interessiert Grünlinke nicht, die kennen kein Mitgefühl mit Deutschen. Sondern, das man es nicht, wie einige Tage probiert, vertuschen konnte. Die Islaminvasion wird natürlich weitergehen, aber man arbeitet fieberhaft an besseren Vertuschungsstrategien.

    • Nö, relativieren muss man kein bisschen. Es ist nämlich nicht die einzige völlig bescheuerte Aussage dieser dummen Kuh, die selber offensichtlich nicht einmal in der Lage war, zu einem EINZELNEN Angreifer „eine Armlänge Abstand“ zu halten.
      Natürlich war das alles „neu und überraschend“ Also zumindest für Leute wie Frau Rekers. Für andere waren die Warnungen unüberhörbar. Es ist genau das eingetreten, was vorausgesagt wurde : Unser „geschenkten Menschen“ haben sich wider Erwarten nicht in Birkenstock tragende Mülltrenner verwandelt, sondern sind noch die genau gleichen, die sie vorher waren. Und neu ist das Verhalten auch nicht. Nur findet es halt nicht mehr am Tahrir-Platz statt, sondern in Köln und Hamburg.

      Aber vielleicht ist alles ja ganz anders: nachdem wir aus zuverlässigen Quellen (Merkel, Maas, Göring-irgendwas) wissen, dass syrische Flüchtlinge vor allem Aerzte und Ingenieure sind, war da vielleicht gar kein krimineller Hintergrund, sondern das waren lediglich syrische Gynäkologen im Praktikum…

      • Syrische Ärzte wollten mit Darmabtasten Menschenleben retten, aber die Kölner Nazi-Bräute haben vor lauter Hass im Herzen alles missverstanden. Pegida ist schuld.

  2. Aus der Empfehlung an die Frauen, Abstand zu fremden Männern zu halten, kann man nur schließen, dass in Köln die Opfer sich den Tätern unsittlich genähert hatten anstatt umgekehrt.

  3. ich finde es auch witzig, wie schnell man sich auf “Nordafrikaner” als Schuldige (neben der Polizei) einigen konnte

    so als ob man zwischen Arabern aus Nordafrika oder Syrien so leicht unterscheiden könnte.

    aber Hauptsache Merkels Einladung an alle Syrer muss nicht in Frage gestellt werden.

    • Zu dem Thema habe ich auch schon einen fertigen Artikel/Essay/Kommentar in der Pipeline. Er kommt aber erst morgen raus. Ich muss mir meine Artikel ein bisschen aufsparen, da ich weniger Artikel schreibe als früher.

    • Das habe ich mir bei einigen Kommentaren auch gedacht. Es seien nur Trickbetrüger die Jahrelang unterwegs seien. Aber natürlich keine Asylanten, die überhaupt so eine große Gruppe bilden können.

      Die meisten Kommentare sprechen aber auch von „Arabern oder Menschen aus dem arabischen Raum“.

    • In der Regel kann ich Marokkaner/Nordafrikaner recht gut von anderen Arabern unterscheiden. Liegt vielleicht daran dass ich viele Nordafrikanische Kollegen habe.

      • Nordafrikaner sehen nordischer aus, oder wie? Ich kann keine Albaner von Arabern unterscheiden, aber verrat mir deine skills?

    • „einigen konnte“ ist eine gute Formulierung. Im politisch-medialen Komplex der BRD geht es nie um Fakten, sondern nur um die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.

      • Das Lügen wird langsam immer schwerer, weil die Beine immer kürzer werden und der Eimer so viele Löcher hat, dass man sie kaum noch stopfen kann. Um die eine Lüge zu decken, müssen sie drei neue Lügen erfinden. Das Konstrukt wird immer instabiler.

  4. Noch eins: neu ist das mit der Armlänge ja nicht. man schaue sich z.B. einen Reichsparteitag in Nürnberg an. Zehntausende haben schon damals gezeigt, wie eine Armlänge Abstand aussieht….

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