Frankreich muss den Terror beenden.

Nach den Anschlägen in Paris muss der nachfolgende UN-Friedensplan endlich umgesetzt werden, andernfalls wird es in Frankreich nie Sicherheit und Frieden geben. Darin sind sich alle *Experten* einig. Hier der Plan:

Das System der Apartheid gegenüber arabischen Migranten muss endlich aufhören. Wer in Banlieues leben muss, kann gar nicht anders als sich in die Luft sprengen. Dafür muss man auch mal Verständnis haben.

Die französischen Sicherheitsbehörden dürfen die Spirale der Gewalt nicht immer weiter eskalieren. Die Jagd auf arabische Migranten muss aufhören. Die Gejagten mögen hochexplosiven Sprengstoff mit sich führen. Aber das macht sich ja nicht gefährlicher, sondern verletzlicher.

Die französischen Streifen-Polizisten stürmen Nachtclubs mit ihren Dienstpistolen, während die arabischen Demonstraten nur mit Kalaschnikows ausgestattet sind, die sie gegen wehrlose Konzertbesucher einsetzen müssen. Reichlich asymmetrisch und unfair. Kein Wunder, dass so viele verzweifelte Demonstranten bei Attacken in Nachtklubs sterben.

Auge um Auge, Zahn um Zahn kann nicht die Lösung sein. Schon Jesus wusste, dass man besser die andere Wange hinhält und sich ans Kreuz nageln lässt. Man kann ja auf die Auferstehung hoffen. Wer Angst vor Islamisten hat, soll einfach häufiger in die Kirche gehen. Religiösen Fundamentalismus bekämpft man am besten mit religiösem Fundamentalismus.

Am wichtigsten ist: François Hollande muss sich endlich klar zu einer Zwei-Staaten-Lösung bekennen, die auch die Paris-Frage mit einschließt. Nur so kann es Frieden geben. Für die christlichen Franzosen sind Aquitanien, die Bretagne und das Elsass völlig ausreichend. Alles andere wäre gierig.

Manche allzu kritischen Leser mögen nun einwenden, dass es viel mehr christliche Franzosen gäbe als muslimische. Das liegt daran, dass Sie nicht richtig rechnen können. Es gibt Abermillionen islamische Flüchtlinge, die gerne nach Frankreich zurückkehren würden. Im Jahr 732 gab es schlimme Vertreibungen. Das war quasi erst gestern. Wer Frieden will, muss sich zum Recht auf Rückkehr bekennen.

Völlig falsch wäre nun eine konsequente Politik gegen religiösen Fundamentalismus. Damit entzweien Sie nur die Gesellschaft. Und das wäre ja genau das Ziel von Terroristen. Das weiß mittlerweile nun wirklich jedes Kind. Wir wissen mittlerweile besser, was die Terroristen wollen als die Terroristen selbst.

Mehr Sicherheitsmaßnahmen bringen sowieso nie etwas. Man stirbt nicht an Terroranschlägen, sondern an der Angst vor der Angst. Hätten Sie’s gewusst?!

Die Forderung nach mehr Sicherheitsmaßnahmen ist ein absolutes Muss, wenn in Amerika bei einem Amoklauf zehn Menschen sterben. Wer nach einem Terroranschlag mit über 100 Toten mehr Sicherheitsmaßnahmen fordert, will offenbar Dinge ausschlachten. Lernen Sie die feinen Unterschiede! Dialektik ist wichtig.

Frankreich mag die moderne Demokratie mit erfunden haben. Aber Säkularität und Demokratie wird allgemein überschätzt. Entscheidend für den Frieden ist, dass die etablierten demokratischen Strukturen ihre Macht an korrupte religiöse Fundamentalisten abgeben.

Sie wollen rationale Begründungen für diesen Machtransfer hören? Anworten auf solche nebensächlichen Fragen können ihnen die verantwortlichen Politiker nicht geben, da Sie diese Antworten nur verunsichern würden. Am Ende halten Sie die verantwortlichen Politiker gar für total bekloppt. Das kann niemand wollen.


Es kann zudem nicht sein, dass weiterhin christliche Franzosen in Paris siedeln. Diese Provokationen sind umgehend einzustellen. Christen mögen seit hunderten Jahren in Paris leben und viel länger als Muslime noch dazu, but honestly: Who cares? Christliche Siedler sind niemandem zumutbar. Paris ist immerhin die sechstheiligste Stadt des Islam – nach Mekka, Medina, Jerusalem, Istanbul und Brüssel. Platz 6 ist superwichtig. Da muss eine unbedeutende Religion wie das Christentum auch mal hinten anstehen.

Montmartre ist von nun an ein heiliger islamische Berg. Sacré-Cœur und Saint-Denis sollten zu Moscheen umfunktioniert werden. Das Betreten dieser ungemein heiligen Stätten sollte Nicht-Muslimen nicht mehr gestattet werden. Es wäre sowieso besser man würde alle wichtigen christlichen Kirchen und Heiligtümer abreißen. Man könnte ja einen kleinen Teil einer Umgebungsmauer stehen lassen – für christliche Klagen. Keinesfalls sollte ein Wiederaufbau erlaubt sein, das würde nur den Frieden gefährden.

Es mag sein, dass das Christentum seit Tours und Poitiers alle islamischen Angriffskriege erfolgreich abgewehrt hat. Aber das macht die Sache ja nicht besser, sondern schlimmer.

13 Gedanken zu „Frankreich muss den Terror beenden.

    • Oder man tilgt Frankreich gleich ganz von der Weltkarte. Die Franzosen kann man ja nach Madagaskar umsiedeln. Das ist natürlich kein Hass. Es war auch in keiner Weise anti-französisch gemeint. Es handelt sich nur um eine Kritik an der französischen Regierung!

      • Mittlerweile steht dieser Logo-Beitrag in vielen Medien in der Kritik. Immerhin: Der zweite deutsche Staatssender hat den Beitrag überarbeiten lassen:

        http://www.welt.de/kultur/medien/article149092370/ZDF-laesst-umstrittenen-logo-Beitrag-ueberarbeiten.html

        Und zum Thema: Immer wenn Verbrechen mit einer früheren Kolonialzeit verharmlost oder entschuldigt werden, frage ich mich welche Gewalttaten in diesem Weltbild Juden und Israelis an den Österreichern oder uns Deutschen verüben “dürfen“.

      • Danke für Ihren Kommentar.

        Die Verbrechen an den Juden wähle ich auch immer wieder als Beispiel, weil es das ideale Beispiel ist, um gleiche mehrere Dinge zu beweisen:

        Diskriminierung, Ausgrenzung, ja sogar Verfolgung und Massenmord führen nicht automatisch dazu, dass die Opfer selbst gewalttätig werden. Holocaust-Opfer wurden nicht kriminell. Ausgrenzung ist also kein gutes Erklärungsmuster für Kriminalität. Im Gegenteil es diskriminiert Minderheiten und stellt sie unter Generalverdacht.

        Der linke Mainstream wendet sein eigenes verlogenes Erklärungsmuster gerade auf Israelis und Juden nicht an. Das Gegenteil ist der Fall: Gegenüber Juden und Israelis sind diese Heuchler sogar besonders streng.

  1. Der Plan scheint fast perfekt zu sein. Aber ich habe Zweifel, ob er so den Jakob-Augstein-Test auf Käsmannbasis für Toleranz, Nächstenliebe und gelungenen interkulturellen Dialog auf Augenhöhe bestehen wird. Eine Facette, glaube ich, fehlt noch.

    Es versteht sich natürlich von selbst, dass in dem zukünftigen État islamique Atheisten, Christen, Juden, Frauen in unzüchtiger Kleidung oder Homosexuelle nur noch an Baukränen anzutreffen sein werden – c’était la vie. Selbstverständlich also ein Nein zum französischen Siedlungsbau.

    Was aber fehlt, ist ein Bekenntnis zur multikulturellen Gesellschaft. Jeder Islamist, der dies wünscht, sollte auch weiterhin im französischen Rumpfstaat leben können. Das ist wichtig denn a) kein Mensch ist illegal, b) berauben Sie uns sonst der Möglichkeit, unsere Diversity-Kompetenz zu schulen und c) man sonst pauschal Rassisten, Rechten und Faschisten in die Hände spielt.

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