Der Westen ist an allem schuld. Eine Grabrede.

In den letzten Wochen sind einige interessante Dinge passiert.

Augstein, kewil und andere erklären den Deutschen nun schon seit Wochen, warum es die Schuld des Westens ist, dass sich Putin erst den Süden und nun den Osten der Ukraine einverleiben musste.

Die unendliche Geschichte mit dem Titel „Der Westen ist an allem schuld“ wird um ein weiteres Kapitel erweitert. Aus PI News wird Putin News.

Vor wenigen Tagen schlug der altbekannte „Israelkritiker“ John Mearsheimer in die gleiche Kerbe. Auch wenn er sich natürlich noch prätentiöser ausdrückt als Augstein und kewil, die Botschaft ist dieselbe: Why the Ukraine Crisis Is the West’s Fault.

Mearsheimer braucht über drei Dutzend Absätze für seine simple Botschaft, die man auch in zwei Sätzen ausdrücken kann: Putin ist ein anti-westlicher, anti-demokratischer, anti-kapitalistischer „starker Mann“, der es niemals tolerieren wird, dass man den westlichen Lebensstil immer näher an Russlands Grenzen heranführt. Dies hätte der Westen wissen müssen und deshalb sei der Krieg in der Ukraine die Schuld des Westens.

Das ist die gleiche „Logik“ wie in: Ein Mädchen trägt einen kurzen Rock und Make-up, also darf man es vergewaltigen. Oder auch: Der Biodeutsche hat „falsch geguckt“ und damit „provoziert“, also darf er totgetreten werden. Oder auch: Die Schwester lebte „zu westlich“, deshalb musste die Familie sie in Stücke hacken und neben dem Kreuzkümmel begraben.


Aber warum an dieser Stelle aufhören? Folgt man Mearsheimers bestechender Logik dann war natürlich auch der 2. Weltkrieg die Schuld des Westens, denn man hätte ja schließlich wissen müssen, dass Hitler gerne in Polen einmarschieren will. Man hätte ihm mal besser Polen kampflos überlassen sollen, dann hätte es auch keinen 2. Weltkrieg gegeben.

Die Analyse von Mearsheimer ist nicht im herkömmlichen Sinne falsch, sondern in dem Sinne, dass sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht und die Moral komplett außen vorlässt. Augstein, kewils und Mearsheimers „Analysen“ sind intellektuelle Sackgassen, die mit wortreichem Geblubber mehr oder weniger geschickt verdecken, dass sie die wesentlichen Fragen nicht beantworten wollen.

Ein ähnliches Verschleierungsprinzip wendet auch Putin an: Im Verlauf der Ukraine-Krise wird immer deutlicher, dass Putin massiv Geld und Ressourcen aufwendet, um die Meinung von europäischen Politikern und Wählern direkt oder indirekt zu beeinflussen.

Da stellt sich doch die spannende Frage: Warum macht er das?

Die Antwort ist aus meiner Sicht eindeutig. Putin will, dass der Westen die Ukraine weiter im Stich lässt. Keinesfalls kann Putin den Kampf mit einem aufgerüsteten, ebenbürtigen Gegner riskieren. Westliche Waffenlieferungen an die Ukraine wären für Putin der Super-GAU. Der Preis für die Ostukraine würde politisch und finanziell ins Unermessliche steigen. Davor hat Putin zurecht Angst. Also wird alles unternommen, um westliche Militärhilfe für die Westukraine zu verhindern. Bisher geht Putins Plan auf. Was aus russischer Sicht gut ist, ist aus westlicher Sicht fatal. Es ist zutiefst unlogisch und ungerecht, dass der Westen mittlerweile jeden Kurden, der einmal hier schreit, mit Waffen ausrüstet, die Ukrainer aber nicht.

Dabei ist die Ukraine für Europa wichtiger als der Nahe Osten. Ukraine ist als Puffer- und Grenzland zudem der ideale Ort um Putins Macht zu brechen. Man kann den Westukrainern nicht zu viel Waffen liefern, nur zu wenig. Es ist bitter, dass die europäische Politik mittlerweile militärisch im fernen Irak mitmischt, aber nicht in der viel näheren Ukraine.

Die Sicherheit Europas steht in der Ukraine wesentlich mehr auf dem Spiel als im Irak. Und noch einmal: Es gibt kein besseres Land, um Putins Macht zu brechen.

Die Westukrainer sehen ihr Land bedroht. Aus ihrer Sicht verteidigen sie ukrainische Muttererde gegen eine zutiefst barbarische russische Invasion. Diese Ausgangslage ist für den Westen hahezu ideal.

Dass sich unter den westukrainischen Truppen auch „Faschisten“ tummeln sollen, macht die Lage nicht schlechter, sondern höchstens besser. Faschisten lieben zwei Dinge: Ihren „Kampf“ und ihr „Volk“. Es gibt für einen Faschisten keine größere Ehre als in „ihrem“ Land für „ihr“ Volk in „ihrem“ Kampf zu sterben. Warum sollte man ihnen diesen Wunsch verweigern?

Ist ein toter Faschist, kein guter Faschist? Schon George S. Patton entwarf 1945 den Plan mit den verbliebenen Truppen der Achsenmächte Stalins Truppen nachhaltig zu erklären, wo die Grenze zwischen Russland und der freien Welt verläuft. Aber es kam anders: FDR starb eines natürlichen Todes, Patton erlag einem Unfall und MacArthur wurde abgesetzt. Übrig blieb Truman, der Stalin und Mao nichts entgegenzusetzen hatte, außer leere Worte, die niemand ernst nahm, ähnlich wie bei Obama heute.

Würde man die Westukrainer hingegen endlich mit modernen westlichen Waffen ausrüsten, würde ihre Kampfmoral wesentlich gesteigert. Mit entsprechend negativen Folgen für die russischen Wehrpflichtigen, die Putin in der Ukraine verheizt. Putin müsste den russischen Ein-Kind-Familien dann immer öfter erklären, warum ihr Sohn in der Ukraine vom russischen „Brudervolk“ getötet wurde, wo es doch gar keine russischen Truppen in der Ukraine gibt. Die politischen und fiskalischen Kosten wären für Putins Regime immens.

Allein schon aus demographischer Sicht kann sich Russland einen verlustreichen Krieg nicht leisten. Auch von diesem Blickwinkel aus betrachtet, handelt es sich in der Ukraine um den idealen westlichen Stellvertreterkrieg. Russland müsste immer mehr eigene wehrpflichtige Invasionstruppen (mit entsprechend schlechter Kampfmoral) ins Feld schicken, während der Westen sich nicht direkt mit Truppen an Kampfhandlungen beteiligen muss.

Lässt man die Ukrainer hingegen weiter im Stich, werden große Teile der Ukraine Putinland. Damit liegt Putinland direkt an EU-Land. Das Pufferland, das sich einige Westler wünschen, ist so oder so Makulatur.

Die Sowjetunion ging an der Invasion Afghanistans zu Grunde, Putins Grab kann die Ukraine sein. Das Grab wurde und wird von Putin selbst ausgehoben. Spätestens ab jetzt müsste es darum gehen, die Erde zurück ins Grab zu schütten, bevor Putin wieder hinausklettern kann. Dann hätte ein bisher sinnloser, ungleicher Krieg doch noch einen Sinn, aber stattdessen lässt man die Westukrainer am ausgestreckten Arm verhungern, während Putin Sieg an Sieg reihen darf.

52 Gedanken zu „Der Westen ist an allem schuld. Eine Grabrede.

  1. Eine Anmerkung: Hitler wollte gar nicht in Frankreich und England einmarschieren; er wollte eigentlich nur im Osten Land erobern und die Einwohner dort vertreiben und/oder versklaven. Aber der Westen wollte ihm das nicht erlauben, also haben Frankreich und England Deutschland den Krieg erklärt.

    • Das ist die Mearsheimer’sche „Logik“, die ich meine. Putin wollte auch nicht in die Ukraine einmarschieren, aber da sich der ehemalige Satellitenstaat Ukraine von Russland immer stärker distanzierte und eine stärkere Westbindung anstrebte, *musste* Putin eben einmarschieren. Armer Putin, armer Hitler.

      Hitler rechnete bekanntlich fest damit, dass England und Frankreich ihren Worten keine Taten folgen lassen und den Polen nicht beistehen würden. Der Witz dabei ist: Hitler hatte Recht! Nach dem Einmarsch in Polen ist nichts passiert, dabei war die ganze Westflanke Deutschlands offen. Die meisten deutschen Divisionen waren in Polen beschäftigt, aber außer „Sitzkrieg“ hat Frankreich nichts weiter veranstaltet. Zum Totlachen.

      Dasselbe Kalkül verfolgt offensichtlich auch Putin: Außer großen Worten wird vom Westen nichts kommen, damit rechnet Putin fest. Und bis dato liegt auch Putin in der Tat goldrichtig.

  2. >Ukraine ist als Puffer- und Grenzland zudem der ideale Ort um Putins Macht zu brechen.<

    Lieber Viewer,
    das verstehe ich nicht. Polen ist NATO- und EU-Land. Hat es Putins Macht gebroche?
    Selbst wenn die Ukraine ebenso wie Polen der NATO und der EU angehören würde, wäre die Macht Putins nicht gebrochen.
    Die Ostukraine brauch er als Landbrücke zur Krim. Das ist der einzige Grund, weshalb er Neurussland daraus machen möchte.

    Die Westukraine ist als Durchleitungsland für seinen Gasexport wichtig. Deshalb wird er bestrebt sein, auch diesen Unsicherheitsfaktor unter seine Kontrolle zu bringen.

    Herzlich, Paul

    • das verstehe ich nicht

      Noch einmal in anderen Worten: Man kann Putins Macht nur brechen, wenn man ihn militärisch besiegt. Die Ukraine wäre für EU und Amerika ideal, weil sie in diesem Fall keine eigenen Truppen schicken müssten.

      • Das habe ich jetzht verstanden.

        Russland unterstützt, das ist noch gelinde ausgedrückt, die Separatisten. Wer unterstützt die Ukraine? Bloße Worte und Initiativen sind zu wenig.
        Aber die USA und die EU haben genug Sorgen mit dem arabischen Raum und wollen sich die Ukraine nicht auch noch an die „Backe kleben“. Davon profitiert Putin.

        Mit der Besetzung der Krim hat man sich wohl schon abgefunden. Jedenfalls wird das von keinem Politiker mehr thematisiert.

        Meine Befürchtung: Putin wird es nicht mit Neurussland als dringend benötigte Landbrücke zur Krim bewenden lassen. Die Bodenschätze sind ein willkommenes Zubrot.
        Es wird, so befürchte ich nicht lange dauern, bis Putin auch die Westukraine einnehmen wird, um den Erdgastransfer abzusichern. Außerdem hat Neurussland doch sicherlich ein Recht auf Wiedervereinigung?😉

        Herzlich, Paul
        Herzlich, Paul

      • Ich glaube eher nicht dass Putin auch die Westukraine angreifen wird, weil er dafür nunmal überhaupt keine Propagandistischen-Argumente hat. Der Großteil in der Westukraine sind Ukrainer und spricht Ukrainisch. Außerdem würden dann die Polen vor Wut durchdrehen, aus Angst sie würden auch noch überfallen werden.
        Spätestens dann wäre ein Nicht-Eingreifen des Westens nicht mehr zu vertreten. Aber bei Putin weiß man ja nie.

      • Aber bei Putin weiß man ja nie.

        Und beim Westen weiß man auch nie. Kein Mensch weiß, was passieren wird, wenn wirklich mal eine NATO-Staat angegriffen wird. Da lassen die Statuten überraschend viel Spielraum – vom atomaren Gegenschlag bis zur einer Protest-Postkarte ist alles drin.

    • Glauben ist nicht so meine Sache. Obama, Merkel und Co haben in den letzten Jahren immer wieder Verbündete am ausgestreckten Arm verhungern lassen und eben keine Waffen geliefert. Es gibt nicht wirklich Anhaltspunkte, dass es dieses Mal anders ist.

  3. @American Viewer:
    „Man kann Putins Macht nur brechen, wenn man ihn militärisch besiegt.“

    Wenn es mir gegeben wäre Macht zu brechen, warum sollte ich mit Putin beginnen, den zweiten Schritt vor dem ersten machen?
    Was hat Putin mir getan?!
    Den Euro? Die Islamisierung? Die Ausbeutung meiner Arbeitskraft, mittels der Zuhälterei (Steuern)? Die Energiewende? Den K(r)ampf gegen Rechts? Frigide Professorinnen der interdisziplinären Geschlechterforschung?
    Sorry, American Viewer, aber Vladimir Putin ist nicht mein Thema, bevor ich Mutti Merkel nicht das letzte Gekröse aus dem Leib geschossen habe.
    Ihr
    G.G.

    • Wenn es mir gegeben wäre Macht zu brechen, warum sollte ich mit Putin beginnen, den zweiten Schritt vor dem ersten machen?

      Warum diese reichlich künstliche Reihenfolge? Was hat Merkels Innenpolitik mit Putin zu tun? Was hat die ISIS mit Putin zu tun? Warum sollte man da eine bestimmte Reihenfolge einhalten? Kann man nicht jedes relevante Problem ansprechen?

      Ich mache zum Beispiel seit den Gründungstagen der AfD Werbung für diese Partei. Das kann ich innenpolitisch in DL tun. Am Anfang wurde man dafür sehr schief angeguckt, mittlerweile kommt man immer besser durch. Aber warum sollte ich deshalb nicht auch über Putin sprechen? Das schließt sich doch gegenseitig nicht aus, ich finde das Gegenteil ist der Fall. Erfreulicherweise scheint Lucke das ganz ähnlich zu sehen.

      • Sorry, American Viewer, mein Kommentar war unverständlich.
        Dennoch, bei aller Wertschätzung Ihres Blogs, gibt es Textpassagen, die mir quer in der Nase stecken.

        „Dass sich unter den westukrainischen Truppen auch “Faschisten” tummeln sollen, …“

        Sollen? Gibt es keine Hinweise darauf, dass dies tatsächlich der Fall ist?

        „Man kann Putins Macht nur brechen, wenn man ihn militärisch besiegt.“

        Welches konkrete Verbrechen hat Putin an Deutschland verübt, dass es mir anstünde seine Macht brechen zu wollen?

        „Was hat Merkels Innenpolitik mit Putin zu tun?“

        Nichts, außer dass sie die Energie-Wende eingeleitet hat, womit sie Putins Position zusätzlich verstärkte, unserem leider wichtigsten Erdgas-Versorger.
        Keine Missverständnisse, American Viewer, Putin ist mir höchst widerlich.
        Indessen, warum sollte ich seine Macht brechen wollen, bevor unsere eigenen Machthaber nicht zerbrochen sind, letztere noch kürzlich Putins Arsch küssten:
        „Putin ist ein lupenreiner Demokrat“ (Worte eines lupenreinen Arschlochs)

      • Welches konkrete Verbrechen hat Putin an Deutschland verübt, dass es mir anstünde seine Macht brechen zu wollen?

        Das ist sicherlich ein Argument, da gebe ich dir recht. Andererseits geht es um Interessen und Putin agiert nicht im Interesse Deutschlands. Das hätte er dann mit Merkel und Co gemeinsam.

    • Sehr gut, GG, Euro-Merkel, Schuld-Gauck, Türken-Siggi, Henker-Maas und Antifa-Schwesig sind für mich eine viel größere Bedrohung als der patriotische Vladimir.

  4. American Viewer, ich kann sie beruhigen, Sie sind nicht er einzige der sich fragt, warum der Westen daran Schuld sein soll, dass Putin in der Ukraine Krieg spielt und sich Land einverleibt.

    Fast alles was den Konflikt seit Monaten befeuert ist das agieren aus Moskau, weniger das aus Kiew.

    PI ist längst zu Putin Incorrect und Anti-USA geworden, obwohl sie doch angeblich Anti-Obama
    und Pro-Republikaner waren…

    • Antideutsche finden das neue PI natürlich nicht gut. Übrigens Antideutsche sind ja die klassischen Verräter, ihr Wahlspruch „Bomber Harris do it again“ sagt ja alles.

      • Gemeint ist natürlich Kanalratte, der in einem antideutschen Blog, Bomber Harris gefeiert hat. Ich konnte dort leider nichts dazu schreiben, weil linke, Antideutsche andere Meinungen löschen.

      • Ich find Harris gut. Wurde Deutschland wenigstens wieder zur Vernunft gebracht, auch wenn ich den Eindruck habe, das die Wirkung mittlerweile wieder nachlässt. Insbesondere im Osten des Landes.

      • Ich fand Bomber Harris auch nicht schlimm. Ich habe für diese Mimimimimi-Haltung von Leuten wie Olaf kein Verständnis. Leute wie kewil setzen dem ganzen noch die Krone auf: Sonst bei jeder Gelegenheit den großen Macker heraushängen lassen, aber sobald es dann ernst wird, wie jetzt mal wieder bei Putin, ziehen sie den Schwanz ein.

        Merkel und Obama sind ja nun wirklich keine Falken, sondern die größten Tauben seit Jahrzehnten und trotzdem bibbert Kewil den ganzen Tag vor Angst und macht Aussagen wie: Putin bitte nicht provozieren. Die Russen machen Deutschland wieder platt. Der dritte Weltkrieg samt Atomkrieg sei nah. Täubchen Merkel sei eine fiese Krieghetzerin. Kewil ist nur noch peinlich. Der Mann ist ein Angsthase hoch zehn. Besitzstandswahrung geht bei kewil über alles. Und das soll „rechts“ sein?! Wie soll man Kewils Verhalten anders beschreiben als mit Feigheit und Verrat?

      • Würde mich mal interessieren welcher „Antideutsche Blog“ da gemeint sein soll.

        Ich sehe in „Bomber Harris“ und den Bombardements die verständliche, richtige und sogar höchst angemessene Antwort der Alliierten auf das Deutsche Wüten und Morden der Nationalsozialisten in Europa. Die „Härte des Krieges“ haben die Nazis vorgegeben und die Alliierten haben darauf reagiert. Zerstörte Deutsche Städte sind alleine den Nazis und ihrem „totalen Krieg“ zuzuschreiben. PUNKT

        Die Nationalsozialisten waren Verbrecher, unter denen dutzende millionen Menschen leiden mussten und die dafür verantworlich sind, dass selbst die Nachkriegsdeutschen auch heute noch glauben, sich rechtfertigen zu müssen.

        Außerdem bin ich nicht Links.

      • Der Blog heißt ARO1, und du hast ja nochmal ausführlich deine antideutsche Gesinnung dargelegt. Wer 600.000 tote deutsche Frauen und Kinder, gezielt verbrannt durch Phosphor, toll findet, ist eindeutig linksradikal. Was denn sonst, patriotisch? Aber du bist ein junger, gehirngewaschener Antifant, und hast für dein Gesabbel immer gute Noten von deinen 68er Lehrern bekommen, in einigen Jahren bist du vielleicht klüger.

      • Olaf du erinnerst mich immer mehr an Kewil. Bisher tat man immer so als sei man ein „ganz harter Rechter“, aber mittlerweile fühlt man sich immer mehr in der Opferrolle wohl. Wie passt denn das zusammen? Lass doch mal dieses „Mimimimimi“ weg, findest du das nicht peinlich?

      • @Olaf:
        Ich habe mit Sicherheit nicht gesagt dass ich das „toll“ finde. Ich habe gesagt dass die Bombardierung Deutschlands die Folge des Vorgehens der Nazis in den Jahren zuvor war. Auch die Deutschen haben Zehtausende mit Bomben auf Städten getötet, so ist das nicht.

      • Für diese Opferrolle die man gerne einnimmt gibt es auch eine passende Bezeichnung: „oppression olympics“.

      • Ein Deutscher der Bomber Harris gut findet, ist wie ein Jude der Heinrich Himmler gut findet. Oder wie ein Indianer der Präsident Jackson gut findet.
        Dafür gibt es übrigens auch eine passende Bezeichnung: brain-wash.

      • @Olaf
        Bomber Harris liegt in der Vergangenheit, wie man zu ihm steht, ist daher ziemlich egal. Aber was ist eigentlich von Leuten wie Kewil zu halten, die mittlerweile ganz offen einen Einmarsch von Putin in Berlin, Paris und Madrid herbeisehnen?

      • Ehrlich gesagt, hab ich Kewils Artikel über Putin nicht gelesen, ich les auch seine Homo-Artikel nicht. Ich halte ihn nicht für einen großen Analytiker der Weltpolitik. Was ich mag, sind seine historischen Artikel, wenn er Verbrechen an Deutschen die vertuscht werden sollen, wieder mal ins Gedächtnis ruft. Ich lese die posts von Biloxi, Babieca, Jean Jean und Tiefseetaucher.

  5. Bester Beitrag auf dem Blog.
    Habe Ausschnitte aus Gaucks Rede gehört, das klang sogar relativ vernünftig.

    Andere Frage:
    Du hast mal geschrieben, es gebe gute Argumente, dass Gesundheitssystem teilweise zu sozialisieren (in Bezug auf das amerikanische System). Was spricht deiner Meinung nach dafür und wie koennte man das klug anstellen? Und was sind die größten Fehler? Es gibt leider kaum Quellen, die das Thema aus liberaler Sicht behandeln, vor allem das deutsche Gesundheitssystem nicht.

    • Der Schuld und Schamaugust Gauck könnte ja ein Expeditions-Corps aus Antideutschen zusammenstellen und gen Osten schicken. Putin hätte ein paar Zielscheiben zum Üben, und wir wären das Pack los.

    • @liberty

      Du hast mal geschrieben, es gebe gute Argumente, dass Gesundheitssystem teilweise zu sozialisieren (in Bezug auf das amerikanische System).

      Da müsstet du mir schon den Link dazu geben, dann wüsste ich eher was ich damals gemeint habe.

      • „Meine Krankenversicherung ist privat und das hat mit Sozialstaat nichts zu tun.

        Welches Gesundheitssystem ist in Europa schon noch privat. Selbst in Amerika ist es schon durchsozialisiert. Zum Teil mit guten Argumenten, zum anderen Teil mit sehr schlechten.“
        Aus den Kommentaren im Artikel „Betreuungsgeld vs. Kinderkrippe“. Sorry für die späte Antwort

      • Ich kann was zu privat und sozialistisch organisiert sagen, wenn du das meinst. Die Vor- und Nachteile sind ziemlich identisch mit jedem anderen Wirtschaftszweig auch.

        Der „Vorteil“ der aktuellen sozialistischen Struktur liegt wohl vor allem darin, dass es deutlich oberflächlich betrachtet deutlich weniger kostet. Obama und alle anderen Linken behaupten bekanntlich sogar, es koste viel weniger, bringe aber mehr Leistung. Es gibt genug Idioten, die so etwas glauben. In Wirklichkeit ist eine solche Struktur immer Mangelwirtschaft. Rationierung, Rationierung, Rationierung. Es wird einem vorgegaukelt Geld spiele keine Rolle, jeder bekomme, was er brauche. Dreister kann man nicht Lügen. Das Paradies gibt es nicht. Geld bzw. Ressourcen spielen natürlich immer eine große Rolle, wenn nicht sogar die dominierende Rolle. Ob nun „sozialistisch“ oder nicht.

        Das private System ist in dieser Hinsicht ehrlicher: Hier kann die Leistung bis in den Himmel geschraubt werden, aber es kostet eben auch deutlich mehr. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer kein Geld hat bzw. nicht staatlich versichert ist, bekommt auch deutlich weniger Leistung.

  6. PI-News richtete sich früher genau gegen diesen billigen, uninformierten Antiamerikanismus.

    Heute ist man selbst eine der vulgärsten Stimmen in jenem Chor.

    Kewils Analyse könnte bis auf die letzten zwei Sätze auch von Gysi oder Augstein stammen.

    Dass es eine westliche Weltverschwörung gibt, die hinter allen Problemen der Welt steht, wird von Links- und Rechtsaußen gleichermaßen vertreten.

    Nur bei der Frage, welches Ziel die Weltverschwörung habe, ist man sich noch nicht ganz einig.

    • Du hast kewil von Anfang an sehr kritisch gesehen. Mir hat kewils scheinbare Wirtschaftsliberalität gefallen. Ich stimme Dir mittlerweile zu, kewil hat das Niveau von PI noch einmal deutlich nach unten gezogen. Ich dachte bisher eigentlich tiefer geht es nicht mehr, aber auch darin habe ich mich getäuscht.

    • „PI-News richtete sich früher genau gegen diesen billigen, uninformierten Antiamerikanismus.“

      Na ja, im Kommentarbereich wird differenziert argumentiert, wie bei Rechten üblich. Die linken Antideutschen hingegen, sind seit jeher die billligen und banalen Phrasenkönige: USA guut, Schland und Russland bööse, ugah, ugah.

      Bei einem konventionellen Krieg hätten wir Polen als Puffer, da hat die Potsdamer Raubkonferenz auch mal was Gutes gebracht.
      Good Luck , Posener Westforschungsinstitut, mal sehen, was die Russen mit euch vorhaben;)

      • Polen war schon immer der „Puffer“ zwischen Deutschland und Russland. Die Anomalie trat zwischen 1815 und 1918 ein als ein aufgeblähtes russisches Kaiserreich bis fast an die Oder reichte. Wahrscheinlich träumen Elsässer und seine Nationalbolschewisten davon noch immer.
        Ich halte dazu noch diese angebliche Seelenverwandtschaft zwischen Deutschland und Russland für ziemlich konstruiert. Es gab mal eine Zeit da dienten ziemlich viele Baltendeutsche und Preußen im Russischen Reich in Armee und Verwaltung. Anscheinend macht man an diesen Leuten diese Perspektive fest. Nur, sind Baltendeutsche und Preußen repräsentativ für Deutschland. Nein! Alles nur Nostalgiesoße der Kreml-Apologeten von linksaußen und Führer-Putin-Boys von rechtsaußen.

      • Die Anomalie trat zwischen 1815 und 1918 ein als ein aufgeblähtes russisches Kaiserreich bis fast an die Oder reichte.

        Kewil brachte dazu kürzlich Karten von 1990 und 2014, die für ihn das „Vorrücken“ des Westens belegen. Kurz zuvor hatte er in einem anderen Artikel noch AronSperber angegiftet, es ginge nicht um die UdSSR. Nein, natürlich nicht. Aber dann die Maximalausdehnung der UdSSR als Grundlage und Ausgangspunkt annehmen. Kewil spricht immer viel von Ausbürgern und Abschieben. Da stimme ich zu, am besten man fängt mit kewil an.

      • Na ja, im Kommentarbereich wird differenziert argumentiert

        Das sehe ich so nicht, aber sagen wir mal es wäre so, was würde das dann über die Qualität der PI-Redakteure aussagen, wenn die Kommenatoren mehr Niveau haben als die Artikelschreiber?

  7. Keiner im Westen is bereit für die Ukraine was zu riskieren.Geschichtlich gesehen ist die Ukraine ja Rußland und dass die Russen seelenruhig zusehen werden wie die NATO sich dort breit macht das kann doch keiner glauben.Ukraine is ein Kunststaat geschaffen durch die Soviets mit ihren Sowjetrepubliken.Ein Referendum wäre interessant um zu sehen wie viele heim ins Zarenreich wollen und wie viele lieber eigenständig bleiben

      • Jaja, wissen wir doch nun langsam, was für den Westen recht und billig ist, ist für die „dunkle“, „unfreie“ Seite dieser Welt natürlich strengstens verboten, die hat gefälligst zuzusehen wie diese eigentümliche Art von „Freiheit“ alles erobert, ansonsten wird ihr mit widerlichen, menschenfressenden Lügen der Gar ausgemacht.
        Ich weiss nicht was den Leuten im Nahen und Mittleren Osten besser gefiel, der Kalte Krieg in dem man sich nur mit den Israelis rieb, oder die Zeit nachdem, in dem eine einzigartige Reconquista vorangetrieben wurde, diese Länder seinen Interessen absolut zu unterwerfen, das beste Beispiel, Saddam, der in 3 Jahren vom großen Avatar des Westens gegen die Mullahs, zum überflüssigen Sicherheitsrisiko in diesem schmierigen Petrodollarsystem wurde.
        Ich finde es schrecklich mit ansehen zu müssen wie Verbrecher like Saddam, die Assads oder Gadaffi, von einem Tag auf den anderen, von der größten Hure dieser Erde, den westlichen Medien, zu großen Menschenfeinden, Diktatoren und Völkermördern stilisiert wurden, nur weil sie mit einem Mal ein Gewissen bekamen und nicht mehr nur selber Geld scheffeln wollten.
        Diese Verbrecher haben Jahrzehnte unter der Fuchtel des Westens ihre Regimegegner ausgemerzt und wurden mit Waffen belohnt. Als Saddam in Chuzestan feiste die Perser geschlachtet hat, wurde er von Weltbank und IWF großzügig mit Kreditlinien belohnt, keine Spur vom humanitären Gefasel, wehe aber dem Tag als ad hoc kein Öl mehr aus Kuwait floss, da war schnell ’ne Brutkastelüge da.
        Als Gaddafi noch schön mit dem Westen gekungelt hat, beim Krieg gegen den Terror, da haben Deutsche, Franzosen und Briten dort viel Geld gemacht, vergessen waren La Belle und Lockerbie, als er sich aber anmaßen wollte die Neger in Westafrika vom Joch des CFA-Franc zu befreien, wie einst Sancara, da waren die Franzen die ersten die ihn in Grund und Boden bombten… der Westen ist an Bigotterie schier nicht zu übertreffen, dass das linke Ressentiment des Antideutschtums in der Politik solcherlei Anklang findet, hat keineswegs etwas mit Ideologie zu tun, sondern mit politischer Praxis, viel viel amerikanisches Konfettigeld machts möglich, Politiker haben im „freien“ Westen schließlich nie im Interesse der Bevölkerung, sondern stets in der der Brieftasche gehandelt, dass war nach Bretton Woods auch nicht weiter schlimm, war doch diese ökonomische Teilhabe viel gleicher verteilt als sie es heute ist, somit konnte auch jeder Dulli der nationalen Politik seiner demokratischen Repräsentanten etwas abgewinnen, thats history, die ’60er und ’70er Jahre sind lange vorbei, seit dem wurden nur die Nasen länger, und die Beine kürzer, und die Schatten der Lügen länger. Heute müssen Politiker nicht mehr nur mit Halbwahrheiten arbeiten, nein, die Wahrheit gilt es zu bekämpfen, so wie die ökonomische Teilhabe breiter Schichten geldbedingt immer geringer wird, so muss gelogen werden um diese mürrischen Lohnsklaven, die zwar alles kaufen -, aber immer weniger leisten können, spitz gegen Moslems, Russen, Chinesen oder Nordkoreaner zu machen, oder wo es auf der Welt noch finster und sinister sein soll. Naja, solange die größte Hure der Erde, unsere Medien, mitmachen, und der „freie“ Markt, Institutionen wie die Santander Consumer Bank hervorbringen, die den abgehalfterten, burnout-gefährdeten und kopfbehinderten Materialisten hier ihre Gelüste auf Pump ermöglichen, ist alles chic, wehe aber in diesem hochkomplexen System der Abhängigkeit geht mal ein Rädchen kaputt, wie 2008, oder noch schlimmer, im dunklen, unfreien Teil dieser Erde wird durch eigene Versuche funktionelle Währungssysteme aufzubauen, das große System durch die eigene Ausklammerung und spätere Konkurrenz zu sabotiert, so schreit dies natürlich nach Krieg.

        PS: In Venezuela wurde nur deswegen noch nicht interveniert, weil Chavismo ein dämlicher, durch die Geschichte längst ad absurdum geführter Versuch eines besseren ökonomischen Miteinanders war und ist, so wie er heute ist, ist er Amerika natürlich nur recht, ein instabiles System mit einer ordentlichen Portion Unzufriedenheit, da muss man nicht intervenieren, da muss man nur ein wenig zündeln.
        Ganz anders ist da Russland, die entwickeln einen eigenen starken Kapitalismus, noch schlimmer China, dass sind die wahren Feinde des „freien“ Westens, weil sie stark, und funktionell genug sind echte Alternativen zu dem strukturell korrupten Debakel des Westens zu erfinden und durchzusetzen.

      • Saddam, Assad und Gaddafi waren alles miese Kreaturen der UdSSR.

        mit Saddam hatte man eben nicht kooperiert, und ihn auch schlussendlich abgesetzt, was zwar vielleicht ein faktischer, aber sicher kein moralischer Fehler war.

        mit Gaddafi hatte sich der Westen bestens arrangiert – ohne UdSSR hatte er auch keine Möglichkeiten sein Terror-Hobby weiter auszuleben.

        dass er abgesetzt wurde, lag nicht an seiner gewissenhaften „Politik für die Neger“ sondern an den Aufständen in Ägypten und Tunesien, die von großen Antiimperialisten bejubelt wurden.

      • Putins toller eigener Kapitalismus ist genauso toll wie jener von Katar oder Saudi-Arabien.

        Sicher toll, aber ohne Öl und Gas leider keine echte Alternative.

      • nach deiner Logik hätten die Amerikaner auch in Venezuela einmarschieren müssen, als sich dort der Sozialist Chavez breitmachte

        Na ja die Monroedoktrin dürfte ja bekannt sein und was Südamerika angeht da haben die USA ihre Unschuld schon lange verloren,man hat die größten Verbrecher unterstützt Hauptsache sie waren antikommunistisch
        Last but not least Dein Vergleich hinkt a bissel oder gehörte Venezuela einmal zu den US of America?

      • die rechten Militärdikaturen werden immer noch beheult, obwohl sie schon seit Jahrzehnten wieder abgesetzt wurden.

        dass es immer noch eine real existierende Diktatur gibt, wird hingegen nicht skandalisiert: es gilt sogar als sehr schick, die tropische Diktatur zu besuchen

    • Die Ukraine ist kein Kunststaat und wurde auch nicht von der Sowjetunion erschaffen sondern war in der jetzigen Form schon um 1919 auf Karten zu sehen und so bedacht.

      Die Ukraine ist Gründerstaat der UNO und die Kultur reicht Jahrhunderte zurück. Ukrainisch ist älter als Deutsch, die Historie reicht ungefähr genauso lang zurück.

      Russland ist ein ganz anderes Land das die Ukrainer seit Jahrhunderten unterdrücken und ausbeuten.

      Lernen Sie erstmal die Kultur der Länder kennen, die sich zu kritisieren glauben. Taras Schewtschenko hat im 19 Jahrhundert Gedichtbänder darüber geschrieben das Ukrainer sich befreien sollten vom Moskauer Joch.

  8. @ aron

    „Saddam, Assad und Gaddafi waren alles miese Kreaturen der UdSSR.“

    Ganz sicher waren das keine Kreaturen der Sowjetunion, alle von denen sind auch mehr oder weniger offen gegen Kommunisten vorgegangen, das fing schon bei Nasser an.
    Nein, all diese Despoten waren autokratische Wüstensöhne, die sich durch das Erbe einer funktionellen, halbwegs modernen militärischen Struktur, die ein Überbleibsel des kolonialen Einflusses der Franzosen und Engländer war, in einer ansonsten feudalen Gesellschaftsform behaupten konnten.
    Denn im Gegensatz zu deiner Behauptung, waren diese Kreaturen in der Tat alles Offiziere in ihren jeweiligen Armeen, und vorher meist noch in den Kolonialarmeen, die sich als einzig wirklicher Machtfaktor in diesen ehemaligen Kolonien behaupten konnte, Könige, Sultane und Scheichs waren durch ihre Kungelei mit den ehemaligen Kolonialherren diskreditiert.
    Mit der UdSSR haben die nur deswegen so mehr oder weniger intensiv gekungelt, weil es ansonsten keine Alternative gab, dabei haben sie immer den kommunistischen Einfluss jener welcher zurückgehalten, die ehemaligen europäischen Kolonialherren bildeten sich ein dort noch immer mit dicker Hose den Elefant im Porzellanladen los lassen zu können, wofür exemplarisch die Suez-Krise herhalten kann, in dem dieses Verhalten bestraft wurde.
    Die USA waren diesen Staaten gegenüber politisch zwar kein Freund, dafür war das Interesse der dortigen Juden an Israel zu groß, jedoch wurde im Sinne von „Business as usual“, immer mit diesen Autokratien Handel getrieben, und Geld flüssig gemacht, auch um sie nicht zu sehr in die Arme der UdSSR zu treiben.
    Für meine Aussagen finden sich Büchereien von Belegen, der Westen war diesen Feinden Israels gegenüber nie konsequent, im Gegenteil, sie wurden stets hofiert, solang es da noch die Sowjetunion gab.

    Mal so ein Statement zur UdSSR, kein Staat dieser Erde, außer vielleicht die DDR, war an engeren Beziehungen zu diesem Land interessiert, nicht mal die kommunistischen, was das Beispiel der Chinesen, Jugoslawen oder Nordkoreaner zeigt, ja nicht mal Castro, der sie lediglich als Schutzmacht brauchte und sich ansonsten viel lieber unter den Blockfreien sehen ließ. Der Grund dafür ist einfach, dieses Land war ein schlechter Handelspartner, die einzig weltmarktfähigen Produkte waren Rohstoffe und Rüstungsgüter, die sich in ihren Exportvarianten jedoch nie mit westlichen Pendants messen konnte. Die Araber haben dort nur gekauft weil der Westen den Feinden Israels nicht auch noch die Mittel zu dessen Untergang finanzieren konnte, schließlich wollte man ja in Europa weitestgehend judenfrei leben, und nicht mit der Rücksiedlung der Juden aus Israel, welches es nicht mehr gegeben hätte, belastet sein.
    Das Schicksal der UdSSR ereilt nun die USA, die selbe Art von lästigem Imperium, die durch ihr imperiales Regime mehr und mehr Sympathien verliert, Eurasien wurde im Prinzip schon verloren.
    Warum das so ist muss klar sein.
    Das stetige Außenhandelsdefizit ist eine dieser Parallelen zur UdSSR, das Land hat am Weltmarkt nun allenfalls 2 Produkte anzubieten, die diese Welt will, Erdgas und Geld.
    Mit ersterem fasst man wohl in Eurasien auch keinen Fuß mehr, dafür agiert Putin in Sachen Ukraine zu cool, und mit letzterem ist es auch so eine Sache, die Wertdeckung des Dollar durch Uran und Öl, ist zu fragil und gefährlich, als dass dieses Geld in weiten Teilen der Entwicklungsländern groß auf Anklang treffen würde, den Chinesen ist klar auf welchem Berg von Konfetti sie sitzen, deswegen suchen sie fieberhaft nach Alternativen ihren Handel nicht mehr in Dollar fakturieren zu müssen, Putins mutiger Schritt, eine Börse an denen Rohstoffe in verschiedenen Währungen gehandelt werden können, zu eröffnen, ist natürlich eine Kampfansage an das Imperium.
    Das Europa seinen Außenhandel weiter in Dollar fakturiert ist nur noch ein politisches Credo, was durch viel wertloses Schmiergeld aufrechterhalten wird, keiner wirft die Frage auf warum sich Tony Blair ein Jahr nach dem Ausscheiden aus seinem Amt, auf einmal zur Riege der hundertfachen Millionäre zählen durfte, sein Salär als Premier von GB hat für diese Akkumulation von Geld todsicher nicht ausgereicht.
    Ökonomisch ist die Dollarhoheit auch in Europa abgeschrieben, weite Teile der Industrie leiden unter dem aufoktroyierten Währungsregime, der BDI oder das IFO-Institute arbeiten schon jahrelang zaghaft dagegen an, nur können sie weder den Mund zu weit auf machen, noch können sie die Schmiergelder der Finanzoligarchie von Wall Street oder City of London berappen, was logisch ist, die einen drucken Geld, die anderen müssen dafür arbeiten.

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