Die Meinungsfreiheit, die sie meinen.

Im Persilscheine ausstellen, sind viele Deutsche Experten. Auch Jakob Augstein stand bekanntlich das gesamte deutsche Feuilleton bei, als es darum ging ihn vom Vorwurf des Antisemitismus freizusprechen.

Das Absurde an der deutschen „Meinungsfreiheit“ ist, dass Menschen wie Augstein, Elsässer und Jebsen ihren Unsinn verbreiten dürfen (was ja okay ist), aber Menschen, die diese Herrschaften mit ähnlich drastischen Worten kritisieren, werden mit Gefängnis und 250.000 Euro Strafe bedroht.

Es ist typisch für Heuchler wie Elsässer und Jebsen, dass sie behaupten, sie würden für „echte Meinungsfreiheit“ eintreten. In Wirklichkeit überziehen sie ihre Kritiker regelmäßig mit Verleumdungsklagen oder drohen zumindest damit.

Jemanden als „Nazi“ oder „Antisemit“ zu bezeichnen, fällt in Deutschland nicht etwa unter Meinungsfreiheit, sondern nach dieser Quelle unter „Tatsachenbehauptung“. Und Tatsachenbehauptungen muss man in Deutschland belegen.

Nur wie soll man beweisen, dass jemand ein Nazi ist? Die deutsche Art der Rechtsprechung geht letztendlich davon aus, dass es Objektivismus im Allgemeinen und objektive Kriterien für Nazis im Speziellen gibt. Wie sollen diese „objektiven Kriterien“ aussehen? Ich stelle mir das so vor: Wer keinen Ariernachweis und eine Mitgliedschaft in der NSDAP vorlegt, kann nach Definition der deutschen Richter auch kein Nazi sein. Damit ist Deutschland nahezu nazifrei.

Das gleiche gilt für Antisemiten: Wer nicht an der Rampe von Auschwitz dabei erwischt wurde, wie er Juden sortiert hat, kann per Definition kein Antisemit sein, denn Antisemitismus fängt in Deutschland bekanntlich erst in Auschwitz an. Damit ist Deutschland antisemitenfrei.

Und wer etwas anderes behauptet, wird mit Gefängnis und 250.000 Euro Geldstrafe bedroht. Das ist Deutschland im Jahr 2014. Henryk M. Broder würde jetzt vielleicht sagen: So sind sie eben, die Erben der Firma Freisler. Das ist übrigens keine Beleidigung, sondern die geforderte Tatsachenbehauptung, denn die deutsche Justiz ist vermutlich nicht aus der Heilsarmee entstanden.

17 Gedanken zu „Die Meinungsfreiheit, die sie meinen.

  1. Da fehlt irgendwie die entscheidende Frage, wieso darf der Antisemit Augstein im TV auftreten und wird von den meisten Medienmachern unterstützt und wieso wird Elsässer gemieden und verfolgt?
    Die Antwort hat man bei Lanz gesehen, Augstein hat über die AfD gehetzt, will Deutschland abschaffen und im Großreich Europa aufgehen(untergehen) lassen. Dafür liebt ihn der antideutsche Mainstream. Elsässer ist Patriot, und das ist das größte Verbrechen in dieser Antifa-Republik, da vergessen die Linken ihre Dissonanzen ganz schnell, pro-anti-Israel-judäische Volksfrontblabla, wenns gegen das verhasste Tätervolk geht, dann sind die Reihen fest geschlossen. Dann kann die Querfront nicht queer genug sein.

    • Es gibt wahrscheinlich noch mehr Gründe:

      Augstein ist von Beruf Sohn,
      der die guten Medienkontakte seines Ziehvaters geerbt hat.

      Augsteins Großnationalismus in Form von Paneuropa ist in,
      Elsässers Kleinnationalismus ist out.

      Augstein wird als links angesehen, Elsässer als rechts.

      usw.

      • Augstein ist genauso ein Fan des Iran und Russlands, wieso also wird er von den Medien gehätschelt und Elsässer nicht? Und bei Lanz und dem ZDF einkaufen kann man sich eher nicht, die haben genug Geld durch Zwangsgebühren.
        Wieso hetzt der Grinse-Goebbels Welke in seiner Heute-Show gegen die AFD und Augstein darf bei Lanz dasselbe tun? Wieso darf die Ditfurth bei 3sat ihren Müll verbreiten und Eva Herman hat Berufsverbot? Wieso sitzt in jeder Talkshow auf Phönix eine linksradikale taz-Lesbe, aber nie ein Redakteur der „Jungen Freiheit“? Die rote Linie in der Antifa-Republik heißt Patriotismus, eindeutig.

    • @Olaf
      Blödsinn. Elsäßer ist kein Patriot. Sowohl Augstein, als auch Elsässer sind vor allem ekelhafte Wichtigmacher, denen jedes Mittel recht ist um Aufmerksamkeit zu bekommen. Augstein gelingt das einfacher, weil er mehr Einfluß und Geld mitbekommen hat, Elsässer muß um jedes bischen Aufmerksamkeit buhlen. Deshalb tönt er lauter und natürlich will er auch nicht das Risiko eingehen, das ihn iranische „VIPs“ nicht mehr mit Aufmerksamkeit bedenken. Oder seine islamistischen Geldgeber ihm die Mittel streichen.
      Der Mann ist ein geifernder Idiot, der sich richtet wie’s grade paßt und tut was ihm am meisten Aufmerksamkeit bringt. Wer Elsässer für einen Patrioten hält, hat wirklich nichts verstanden.

      • Man könnte zunächst meinen, Elsässer sei ein russischer bzw. ein iranischer Patriot. Aber auch das wäre falsch. Elsässer ist nur ein Lakai des russischen und des iranischen Regimes. Das macht ihn zum Gegenteil eines russisch-iranischen Patrioten.

      • 1. siehe oben
        2. Bei allem Unsinn, den Elsässer auch verzapft, seine Recherche in compact über die sog. NSU und die augenfälligen Ungereimtheiten sind spektakulär. Das traut sich keine anderes Blatt, bzw. will es auch nicht, weil die Lüge auf deren Linie liegt.

    • Der Punkt mit dem Patriotismus ist gut, der ist in Deutschland nur bei Sportveranstaltungen aus dem Feld „Brot und Spiele“ erwünscht, nächste Woche gehts wieder los.
      Solange Elsäßer als russischer Lakai bei uns seine freie Meinung vertritt, finde ich dass hinnehmbar, denn seine Zeitung muss ich nicht kaufen, die öffentlich rechtlichen mit ihrer Zwangsgebühr, die mit unter nicht weniger Stuß als ein Elsäßer verbreiten, aber schon.
      Zum Patritotismus hab ich so meine ganz eigene Ansicht, hier in Deutschland wird er uns ja verhasst gemacht, schon durch konkrete Beispiele im Bezug darauf, wenn es um Patriotismus geht sind das glühendste Beispiel dafür immer die USA, in unserer medialen Rezeption, da wird dann mal so ein Bericht über US-Amerikaner verfasst, die ihr Land lieben, gleich darauf kommt natürlich auch da die Keule, denn wie in den USA üblich, sind diese Patrioten bereit ihr Eigentum notfalls auch mit Waffengewalt zu schützen, was in den USA ja durch die Verfassung garantiert wird, also werden hinter den Fahnenschwenker-Events wie Super-Bowl und Independence Day natürlich sofort irg.welche schießwütigen Ammis mit ihren Schießeisen gezeigt, mein gesunder Menschenverstand sagt mir dann, hier soll polarisiert werden. Die US-Amerikaner sollen als archaische und unzivilisierte Menschen dargestellt werden, da sie im Notfall ihre Sicherheit einer Waffe anvertrauen, schuld daran sei natürlich der Patriotismus, wie in der Relation der schießwütigen Ammis mit Knarre, zu den Bildern der Fahnenschwenker-Events suggeriert wird. Gefährlich an einem Elsäßer ist nun wohl der Punkt, er unternimmt den Versuch den Menschen eine praktikablere Version des Patriotismus näher zu bringen und zu präsentieren, den russischen, wo nicht gleich Bezug auf Waffen genommen werden kann.
      Mir gehts jetzt hier nicht um Prorussisch und Antiamerikanisch, ich sehe hier einen ganz anderen Fakt auf dem Tisch liegen, in der Antifa-Republik mit den Antideutschen Faschisten an der Macht soll durch diese Stimmungsmache, verdeckt gegen die USA zur einen, offen gegen die Russen auf der anderen, der Status Quo in den Köpfen der Menschen aufrechterhalten werden, dessen O-Ton lautet: „Wir müssen uns für unsere Geschichte schämen.“ oder „Patriotismus ist der kleine Bruder des Nazionalsozialismus“, diese Punkte bilden Grundsatz auf dem Politik in Deutschland zur Zeit betrieben wird, ein kollektiv schlechtes Gewissen einerseits, und eine offene Dekollektivierung durch den Antipatriotismus andererseits ermöglichen es, eine unsägliche Politik auf dem Rücken der Menschen, gegen eben diese voranzutreiben.
      Und dass aller schlimmste ist hierbei, dass sich diese Folgen nicht nur auf die trotteligen deutschen Wähler auswirken, nein, die ökonomischen Folgen dessen wirken sich auf alle Bürger der Währungsunion aus, die rechtlichen auf alle weiteren Mitglieder der EU.

  2. Ich denke bei Artikeln, wie dem Ihrigen, immer daran, dass die USA bereits 238 Jahre Erfahrung mit der Demokratie haben – die Bundesrepublik Deutschland aber erst 65 Jahre.
    Man könnte da vielleicht sogar noch nach der Maueröffnung 1989 splitten.

    Kennzeichnend sehe ich hier die Handhabung des ersten Verfassungszusatzes. der ja u.a. auch die Meinungsfreiheit garantiert. Ich habe den grundsätzlichen Eindruck, dass die USA hier sehr stark und engagiert für eine grundsätzlich freie Meinungsäußerung eintreten.

    Im vorliegenden Beispiel würde ich daraus ableiten, dass sowohl Herr Elsässer et.al. sowie auch deren Kritiker ihre freie Meinung äußern könnten – Gerichte also eigentlich somit gar keinen Fall zur Verhandlung hätten. (Soweit mir bekannt gibt es in den USA auch keinen Straftatbestand für Beleidigung, wie in Deutschland nach §185 StGB)
    Mit den genannten 65 Jahren Demokratieerfahrungen wird Deutschland eben noch eine Menge dazu lernen (müssen).

    Mein persönlicher Eindruck ist, dass die USA aus den Fehltritten und Verfehlungen der Vergangenheit immer wieder lernen und so ihre Demokratie wieder stabilisieren und somit auch wieder weiter verbessern.
    Mit scheint es, dass der Begriff Demokratie in den USA wohl eher mit Freiheit verbunden wird, während in Deutschland eher noch die Gleichheit vorherrscht.
    Daher ist für mich der Begriff „lessons learnt“ in Deutschland noch eher ein Lippenbekenntnis.

    Ich denke, dass wir uns durchaus mehr an den USA orientieren könnten, was Demokratie betrifft.
    Für mich ist und bleibt diese Nation führend und beispielhaft, wobei ich nicht verkenne dass eben auch, z.T. gravierende, Fehler begangenen wurden. Aber wie gesagt, die USA lernten aus ihren Fehlern letztlich….ein 238 Jahre alter dynamischer Prozess der fortdauert, täglich gelebt wird.

    Mir persönlich ist es daher natürlich lieber gänzlich offen geäußerte Meinungen zu hören, als mit politisch korrekte Verbrämungen konfrontiert zu werden, die erst umständlich analysiert werden wollen.

    Im Falle des Antisemitismus weiß ich so wenigstens von woher der Wind weht, ob vielleicht wieder einmal ein Sturm oder sogar Orkan angesagt ist…und kann dann im schlimmsten Falle nach Israel auswandern.

    • Danke für Ihren Kommentar.

      Mein persönlicher Eindruck ist, dass die USA aus den Fehltritten und Verfehlungen der Vergangenheit immer wieder lernen und so ihre Demokratie wieder stabilisieren und somit auch wieder weiter verbessern.

      Ich weiß nicht, ob das stimmt. Das müsste man vielleicht einmal an konkreten Beispielen besprechen. In dieser abstrakten Form, kann ich dazu keine Aussage machen.

      Im Falle des Antisemitismus weiß ich so wenigstens von woher der Wind weht, ob vielleicht wieder einmal ein Sturm oder sogar Orkan angesagt ist.

      Genau so sehe ich das auch. Mir ist offener Antisemitismus lieber als verkappter. So halte ich es in allen Bereichen. Mir ist auch offene Ablehnung von Ausländern deutlich lieber als zum Beispiel die typisch linken Methoden der Ausgrenzung durch Arbeitsverbote, Mindestlöhne und so weiter. Die Heuchelei vieler linker Überzeugungstäter widert mich an. Sie sind nicht besser als ihre rechten Genossen, sondern nur noch verlogener.

  3. Mal zu den beiden Ausdrücken, „Nazi“ und „Antisemit“, ersteres zu definieren und daraus eine Tatsachenbehauptung zu machen, finde ich falsch, weil der Begriff sich schwer eingrenzen lässt, wer ist denn ein Nazi ?
    Der der an Hitler glaubt, und in seiner Partei war ?
    Der der heute aus ähnlichen Gründen, wie Hitlerdeutschland seiner Zeit, aus ähnlichen Gründen zu den Waffen ruft ?
    Oder der der nur eine irg.wie geartete nationale Position bezieht ?
    Wer sich Nazi als Wort anschaut, der bekommt mit, dass es vor allem im angloamerikanischen Sprachgebrauch, hinsichtlich der Epoche ’33-’45 seine Verwendung fand, durch antideutsche Ressentiments linker Kreise, wurde dieses Wort über die Epoche des Kalten Krieges in Ost wie in West am Leben erhalten, heute kann ein jeder zum „Nazi“ werden, durch eigenes Bekenntnis, oder Betitelung von außen, meiner Meinung nach deckt sich dass mit einer freien Äußerung der Meinung, denn die Faktoren die einen Menschen zum „Nazi“ machen, sind dynamisch, und sind heute andere als im Jahre ’35.

    Bei der Bezeichnung Antisemit sehe ich das anders, denn da haben sich meiner Meinung nach die Faktoren nicht dynamisch weiterentwickelt, ein Judenhasser bleibt ein Judenhasser, um so bezeichnet zu werden, sollte allerdings schon ein Tatsachenbestand erfüllt werden, denn die Betitelung eines anderen Menschen, ein „Menschenfeind“ zu sein, egal in welche Richtung, ist eine Anschuldigung die schon belegt werden sollte, weil ich es einfach für wichtig befinde, mit was für Menschen man es zu tun hat.
    Daher könnte Antisemit meines Befindens nach ruhig ein amtlicher Ausdruck werden, denn solche Menschen möchte ich meiden.
    Und ja, ich finde es nicht gut, dass ein System in dem Geld die (ver)öffentlichte Meinung steuert, jeder nach gut Dünken als „Menschenfeind“ bezeichnet werden darf.

    Man kann jetzt die USA noch so In den Himmel loben, mit Ihrer freien Meinungsäußerung, man sollte jedoch nicht vergessen dass in dem Land während der Mc Carthy Ära Menschen verschwunden sind und im Gefängnis landeten, weil andere sie als Kommunisten bezeichneten.

    • In den USA gibt es auch ein N-Bomb Wort, wie Justin Bieber mit seinem Chainsaw-Witz gerade zeigt. Dort ist aber der Benutzer der Bösewicht. Die deutsche N-Bomb diskreditiert aber leider den Verleumdeten, dabei zeigt es meist nur die Hilfslosigkeit des Verleumders, der statt Argumenten nur eine Keule hat.

      Im kalten Krieg war übrigens Nazi, Hitler und WK2 ferne Vergangenheit, also bis in die 90er war die politische Debatte rational. Diese Hysterie um Hitler und angebliche Nazis kam erst auf, nachdem die ost- und westdeutschen Linksradikalen Medien und Parlamente erobert hatten und eine einzigartige antideutsche Agitprop Kampagne starteten. Seitdem ist der WK2 Gegenwart, und die deutsche Jugend wird in gehirngewaschene Antifa-Zombies verwandelt.

    • Man sollte bei aller Kritik an der McCarthy Ära aber auch nicht vergessen, das ein guter Teil der als Kommunisten bezeichneten, das auch war. Ohne Gesinnung unter Strafe stellen zu wollen: Wer zu der Zeit, nach Stalin noch Kommunist war -oder es heute noch ist- ist eh ein Dreckschwein niedrigsten Grades.

      • @ Martin, sicherlich mag es unter denen auch Kommunisten gegeben haben, aber ebenso wurden da, meist unliebsame, Aktivisten von Labour Unions oder Bürgerrechtler diffamiert, und verurteilt.
        Menschen die eben mit dem Kommunismus und Stalinismus gar nichts zu tun hatten, nur weil ich mich gegen ein Appartheidsregime zur Wehr setze, muss ich schließlich nicht für Planwirtschaft sein!
        Und genau so läuft es jetzt mit den Diffamierungen eines Jebsen oder Elsäßer ab, ich gebe zu kein Anhänger jener welcher zu sein, aber als freiheitlich orientiertem Menschen halte ich es da eben mit Voltaire, mir ist die Meinung eines anderen hoch und heilig.
        Wenn jetzt einer von beiden Nazi oder Kommunist wäre, dann müsste ich in einer freien Welt damit leben, da es ihre Meinung ist und dem per sé kein Verbrechen zu Grunde liegt.
        Wenn jetzt einer von beiden allerdings Antisemit ist, dann ist es für mich ein Verbrechen, ja, ich würde mich nicht scheuen Antisemitismus oder Rassismus zur Straftat zu erklären, für mich sind dies aber beides Dinge die sich durch eine Tat wiederspiegeln.
        Wenn ein Elsäßer behauptet die Hochfinanz sei jüdisch, dann ist er meiner Meinung nach kein Antisemit, sondern ein Nazi, würde er jetzt dazu aufrufen diese zu vernichten, dann wär er für mich ein Antisemit.
        Wenn Jebsen behauptet die Palästinenser wären die größten Verlierer des 2. Weltkriegs, so ist es seine Meinung, würde er aber im Umkehschluss dazu aufrufen den Staat Israel zu vernichten, dann wär er für mich ohne Zweifel ein Antisemit.

  4. „Im kalten Krieg war übrigens Nazi, Hitler und WK2 ferne Vergangenheit, also bis in die 90er war die politische Debatte rational. Diese Hysterie um Hitler und angebliche Nazis kam erst auf, nachdem die ost- und westdeutschen Linksradikalen Medien und Parlamente erobert hatten und eine einzigartige antideutsche Agitprop Kampagne starteten. Seitdem ist der WK2 Gegenwart, und die deutsche Jugend wird in gehirngewaschene Antifa-Zombies verwandelt.“

    Das kann ich so, absolut unterschreiben, im Kalten Krieg spielten andere Totschlagworte diese Rolle, als Wanderer zwischen den „Welten“, der beide Systeme sehen und erleben durfte, ist mir dass immer wieder eingekommen. Da war es im Westen vor allem das Wort „Kommunist“, was dort schon zum Nase rümpfen nötigte, und im Osten das Wort „Faschist“. Im Westen war es vor allem der verbildete Gutbürger mit seinem gesunden oder auch gefährlichen Halbwissen, der diesen Ausdruck zeitigte, im Osten war es der Vollgenosse, der der politischen Bildung ebenso auf den Leim ging, und für den alles westliche dann „faschistisch“ sein sollte.
    Wenn man dann „Cui bono?“ fragt, dann sieht man dass es vor allem dem militärisch-industriellen Koplex von Nutzen war, dass die Menschen in Bewertung ihrer Gegenüber so schwadronierten. Ich meine Milliarden und Abermilliarden für eine aufzubauende „nukleare Abschreckung“ mussten ja irg.wie gerechtfertigt werden, und da ist natürlich solcherlei Massenhysterie vor bösen „Roten“ und bösen „Faschisten“ auf der anderen Seite das adäquate Mittel der Wahl gewesen.
    Was mich heute noch lächeln lässt, ist die Immanenz mit der solche Spiele gespielt werden, und sie auch immer wieder funktionieren, vielleicht liegt es wirklich am Bewusstsein gegenüber den Schranken in denen man sich befindet und sich bewegt, um wirklich frei agieren zu können.
    Als ich 1980 in Tokyo auf Handelsmission war, da waren es Kanadier und Japaner die mir, aus dem Ostblock, schon genau erklärten und beschrieben wie die konjunkturelle Entwicklung des Westens mit seiner (ver)öffentlichten Meinung zu tun hat. Sicher, als junger Mann hätte ich noch glauben sollen, dass der Sozialismus siegt, dass er wohl eher am siechen war, sagte mir jedoch schon der gesunde Menschenverstand.
    Nun ins heute zurück, wenn ich mir dass so anschaue, die Hilflosigkeit die hinter solchen Keulen wie „Antisemitismus“ und auch „Nazi“ steckt, dann wird mir schlecht. Allein die Begrifflichkeit Antisemit habe ich in der Epoche bist 9/11 vielleicht ein dutzend mal vernommen, ich wusste was dass heißt, aber mir war nicht klar welche Brisanz dahinter steckt.
    Seit 9/11 hab ich den Ausdruck dann viele tausend male vernommen, ich mein ich hätte es für gut befunden, wenn dass einer breiten gesellschaftlichen Debatte und Aufarbeitung der Geschichte vor dem 2. Weltkrieg in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Europas entsprungen wär, irg.wie war’s dass aber nicht.
    Nein, als Alibi hat man in Berlin ein Holocaust-Mahnmal hingesetzt, um sich ja nicht differenziert mit der Geschichte dieses gesellschaftlich salonfähigen Antiemitsmus, der vor dem Krieg vor allem in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Europa existierte, auseinander zu setzen.
    Im Gegenteil, diese Epoche des offenen Antisemitismus wurde als vermeintliche Geschichte abgetan, es wurde versucht eine neue Form des „Antisemitismus“ zu finden, weil dass ja so ein schön explosives Wort ist, unter dessen Deckmäntelchen sich so viele Schweinereien begehen lassen.
    Struktureller oder verdeckter Antisemitismus wurde von nun her jedem vorgeworfen, bei dem die Politik Israels nicht gleich auf Anklang stieß, und der dies dann wagte auch noch zu bekunden, genauso aber auch bei jedem, der seit 2008 eine offene Debatte hinsichtlich des strukturell korrupten Finanzsystems des „freien“ Westens und der Welt an sich, forderte.

    Und das wirklich schlimme ist meiner Meinung nach eine Sache, so sehr wie mit dem Ausdruck um sich geworfen wird, so sehr stumpft die mittlerweile immer unzufriedener werdende schweigende Mehrheit im Lande ihm gegenüber ab, es ist schlimm wenn man bei alltäglichen Diskussionen mit anderen Menschen, die dann meinerseits schon fast ungewollt ins politische abdrifften, immer häufiger hören muss, „…die Juden sind an allem Schuld!“, aber genau dieser Schluss muss ja auch logisch sein, innerhalb des Systems wird so gut wie nichts besser, bei allem wo es sich um Lohnarbeit dreht, verschlechtern sich die Bedingungen, gleichzeitig aber ist Antisemitismus der veröffentlichtem Meinung nach eine unserer schlimmsten Bedrohung, ich weiss nicht, da werden Leute mit einem Reiz konfrontiert, der im ersten Moment so gar nichts mit ihren Problemen zu tun hat, der aber wohl viel wichtiger als diese zu sein scheint, im nächsten Moment muss dieser Reiz bei einem halbintelligenten Wesen eines erreichen, er muss in Relation zu den eigenen, persönlichen Problemen gesetzt werden, et voilá, die Verschwörungstheorie ist geboren.

  5. gerade Elsässer hatte den Ausdruck „Antisemit“ früher völlig inflationär für seine politischen Feindbilder verwendet, ähnlich wie er heue „Antideutscher“ verwendet.

    und er verwendet „Antisemit“ nach wie vor, wenn es ihm gerade wieder ins Konzept passt:

    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/06/01/die-antisemiten-sitzen-in-der-fed-nicht-unter-den-kritikern-der-fed/

    …die FED, die er gerade noch mit Chodorkowski, Rotschilds und Soros gleichgesetzt hatte, ist jetzt auch wieder „antisemitisch“.

  6. Augstein ist eine widerliche Person, hat aber dem Status „Augstein-Sohn“ und Links
    zu verdanken, ständig verteidigt zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s