Die Stimmung war gedrückt.

Herr Lemmermann, Bürgermeister des deutschen Ortes Kirchweyhe, berichtet SpOn über seine Leidenszeit. Die Gemeinde Weyhe hat unter Aufsicht des Bürgermeisters Trauerfeiern und Mahnwachen mit „mutmaßlich rechtem Hintergrund“ verbieten lassen.

Daraufhin bekam Lemmermann entsprechende verbale Reaktionen ab. Darunter Beleidigungen, Bedrohungen und natürlich „Volksverhetzungen“. In 115 Fällen will der Held des Tages nun Anzeige erstatten. Die Stimmung in seinem Büro nach den Anrufen und Briefen beschreibt der Rathaus-Chef so:

Die Stimmung war gedrückt, weil sich keiner vorstellen konnte, dass es Menschen gibt, die so etwas von sich geben. Da kann man sich ungefähr vorstellen, wie viel Hass es in der Gesellschaft geben muss.


Man sollte sich diese Aussagen einmal vor Augen führen: Anrufe und Briefe sprengen die Vorstellungskraft des tapferen Helden. So viel Hass in einer Gesellschaft. Unvorstellbar.

Wie gedrückt wird die Stimmung bei Lemmermann erst sein, wenn er erfährt, dass in seinem Ort ein 25jähriger von fünf Männern überfallen und zu Tode getreten wurde?

So wie sich das Interview liest, wissen Spiegel und Lemmermann davon noch nichts. Ich lese wie immer nur von Nazis, die Kirchweyhe übernehmen wollten, und davon wie Spiegel und Lemmermann das im allerletzten Augenblick verhindert haben. Man sollte ihnen eine Statue aufstellen.

Linke beklagen sich gerne, im Kampf gegen den Terrorismus dürfe man Freiheitsrechte Einzelner nicht aufheben, sonst hätten „die Terroristen schon gewonnen“. Mal abgesehen davon, dass diese Sichtweise falsch ist – im „Kampf gegen Rechts“ wenden Linke die heraufbeschworene Methode an: Demokratische Rechte aufheben (in diesem Fall Meinungs- und Versammlungsfreiheit), um angeblich Freiheit und Demokratie zu schützen. Das ist der eigentliche Widerspruch in sich.

Böse Briefe erhalten Politiker zu fast jedem Thema. Was glaubt ihr, wie viele Beleidigungen und Bedrohungen Politiker wie Merkel und Obama jede Woche erhalten? Das lässt sich wohl nur in Waschkörben messen.

Fällt es nicht auf, dass Spiegel und Lemmermann so tun, als wäre keine einzige Mail mit kritisch-sachlichen Argumenten bei Ihnen eingegangen, auf die man mal mit einem Satz eingehen könnte? Von der Beantwortung der Argumente ganz zu schweigen.

Es ist Propaganda pur, wenn man so tut, als würde es keine legitime Kritik geben, sondern nur Hassmails. So delegitimieren sonst nur Autokraten im Stile eines Erdogan ihre Gegner. Jede Kritik wird zu einer Verschwörung gegen Demokratie und Regierung.

In Fällen wie Kirchweyhe geht es nie um die Opfer. Die Saga setzt gerne erst bei irgendwelchen „rechten Gruppierungen“ ein, die diese „Tragödien“ angeblich missbrauchen. Danach geht es um den heldenhaften Abwehrkampf Einzelner, die gerade noch einmal das Vierte Reich abgewendet haben.

In Wirklichkeit ist es der geballte Machtapparat selbst, der den Abwehrkampf führt, gegen einen machtlosen, kleinen Haufen. Aber diese Version der Geschichte erzählt sich nicht so gut.

Die modernen „Antifaschisten“ à la EsPeDe und Spiegel gehen gerne mit der Masse, bekämpfen Faschisten dort, wo es nur noch 0,01 Prozent Faschisten gibt (im Westen) und stellen sich an die Seite der Faschisten, die noch ganz real Millionen kontrollieren: In Ägypten, der Türkei und in Palästina, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Mit den Millionen Anhängern von Erdogan und Mursi will man es sich nicht verscherzen.

Man merke sich: Gewalttaten wie die an Daniel S., sind immer Tragödien.
9-11 ist im linken Slang auch immer eine „Tragödie“ (tragedy), keine Gräueltat (atrocity). Naturereignisse quasi, die auf die Menschheit hereinbrechen wie Überschwemmungen und Wirbelstürme.

Wobei viele Linke bekanntlich überzeugt sind, dass man gegen Überschwemmungen und Wirbelstürme eine Sache tun könne, ja müsse: Die CO2-Schnappatmung einstellen.

Nur gegen die die Kirchweyhes dieser Welt ist man leider, leider völlig machtlos. Sicherlich, hätte Daniel dunkle Haut gehabt, dann hätte man etwas machen können, hätte wie im Fall Trayvon Martin die ganz große Trommel gerührt. Aber so? Pech gehabt. Kein Politiker hat verkündet, auch er hätte in jungen Jahren Daniel sein können. Wie auch, Daniel war ein Lackierer, wie viele Politiker sind schon Lackierer? Daniel sah auch nicht aus wie der Sohn von Barack Obama. Daniel ist nicht interessant.

18 Gedanken zu „Die Stimmung war gedrückt.

  1. Dieser bärtige Sozi-Lemming ist ein typischer feiger und verlogener Antifant, der behauptet er sei mutig und ehrlich. In Bad Nenndorf beim „Aufmarsch von Rommels Panzerarmee“, haben diese Feiglinge auch mutig die Straße blockiert.
    Beim Al Ouds Tag, oder wie das heißt, werden sie natürlich nicht die Straße gegen die Berliner Moslemhorden blockieren, denn da bräuchten die feigen Hühner ja mehr als Gratismut.

    Der arme Daniel S. ist übrigens im doppelten Sinne Opfer von Multi-Kulti, er hat die türkischen Mörder in sein Taxi eingeladen, weil er glaubte, es seien normale Menschen, die sich ebenso verhalten. Hätte er mehr islamkritische Seiten im Netz verinnerlicht, würde er noch leben.
    Dominique Venner meinte, Moslems kommen eigentlich von einem anderen Planeten, sie sind nicht wie wir. Das muß man wissen, wenn man sich ein Taxi oder anderes teilen möchte.

    • Ein Kollege von mir ist ein sunnitischer Arzt aus Syrien. Okay er ist nicht wirklich gläubig, aber er sieht sich trotzdem als Muslim. So kenne ich einige Muslime. Normale, ordentliche, ehrliche, anständige Menschen.

      Ich denke das Problem ist eine Kombination aus Religiosität, Chauvinusmus, kritischer Masse, Verrohung, Archaik und fehlendem Bildungswunsch. Man sollte nicht zu viele ungebildete, verrohte, tief gläubige, chauvinistische Menschen aus archaischen Kulturen in westliche Länder einwandern lassen und dann glauben, es gäbe keine Probleme.

      • Ja und nein. Sicherlich sollte man nicht zu viele „ungebildete“ reinholen. Doch ihr in Amerika habt kein Sozialsstaat für die Ausländer. Das hält euch einige Probleme vom Hals.

      • Punkt 1: Ungebildete kann man, ja sollte man sogar hereinlassen, wenn die reichen Inländer die Jobs nicht mehr machen wollen. Du reißt meine Argumentation auseinander. Ich schrieb von Ungebildeten in Kombination mit oben genannten Eigenschaften.

        Punkt 2: Der Welfare State in Amerika ist für Ausländer durchaus attraktiv, ähnlich wie in Europa auch.

      • „Ungebildete kann man, ja sollte man sogar hereinlassen, wenn die reichen Inländer die Jobs nicht mehr machen wollen. “
        Du hast gar keine Ahnung wie schlimm es geworden ist. In Österreich nimmt man schon jeden Lehrling auf, auch wenn sie nicht die Qualifikation dafür haben. Den niemand möchte mehr handwerklich „arbeiten“. Nur noch mehr im Büro sitzen.
        “ Du reißt meine Argumentation auseinander.“
        Tue ich ja gar nicht stimme dir eh zu . Nur wenn die eigene Mehrheit stark und selbstbewusst ist, können sie die paar Leute verkraften. Doch schau wie die Europäer sind. Nicht der Islam ist stark im gegenteil er ist ein jämmerlicher Witz. Europa ist aber schwächer geworden.
        “ Ich schrieb von Ungebildeten in Kombination mit oben genannten Eigenschaften.“
        Vor allem der Bildungswunsch, wird oft unterschätzt. Ich glaube nicht das Intelligenz NUR vererbar ist. Was ist mit den ganzen Fernost Asiaten ? Die schaffen es ja auch in ihrer Heimat aufzusteigen siehe Korea. Die waren früher nicht wirklich intelligenter. Aber der Bildungswunsch ist sehr WICHTIG.
        „Punkt 2: Der Welfare State in Amerika ist für Ausländer durchaus attraktiv, nicht so viel anders wie in Europa auch.“
        Ach mein Freund ich glaube nicht das es so schlimm ist wie in Österreich. Damit du eine Ahnung hast . Wenn ich stempeln gehe (Arbeitslos angemeldet) kriege ich 1380 Netto.Weißt du was ich gerade verdiene ? 1260 Netto , gut ich habe auch Trinkgeld aber man sieht wie krank das System in Österreich geworden ist.

      • Ach mein Freund ich glaube nicht das es so schlimm ist wie in Österreich. Damit du eine Ahnung hast . Wenn ich stempeln gehe (Arbeitslos angemeldet) kriege ich 1380 Netto.Weißt du was ich gerade verdiene ? 1260 Netto , gut ich habe auch Trinkgeld aber man sieht wie krank das System in Österreich geworden ist.

        Es stimmt Europa hat zumindest den Ruf noch extremer zu sein. Aber auch in Amerika gibt es mittlerweile immer mehr solcher Programme. Die Attentäter von Boston zum Beispiel haben laut Medienberichten in den wenigen Jahren ihres Amerika-Aufenthaltes deutlich über 100,000$ an Sozialhilfe kassiert.

  2. Eines der Probleme dürfte in einer Mentalität der Täter liegen, die in „The strong horse“ sehr gut beschrieben ist, wenn auch dort eher als „gesamtgesellschaftliches bzw. zivilisatorisches“ Problem.
    „the Arab world naturally aligns itself with strength, power, and violence.“
    Nun sind Türken keine Araber, aber eben doch durch den Einfluß der arabischen Religionsideologie Islam deutlich geprägt.

    Das Problem ist halt, das bei Gesellschaften und Individuen, die nur Stärke, Macht und Gewalt unser übliches Resozialisierungsgewinsel komplett versagt.
    Oder einfacher: Die Lage wäre wesentlich besser und es gäbe wesentlich weniger entsprechende Taten, wenn die Täter (nach vielleicht ein-/zwei Besserungschancen) nach dem Shock & Awe Motto bestraft würden.
    Die dritte schwere Körperverletzung und Du bist für 15 Jahre drin. Ohne Bewährung, Berufung oder Strafminderungsmöglichkeit durch den Richter, die Strafe als fixe Konstante. Eine weitere Gewalttat drinnen und der Rest der Strafe ist Einzelhaft.
    Die Täter brauchen keine Streetworker oder Sozialarbeiter und wir keine SPD-Funktionäre mit Billigmut, wir brauchen den Mut die Täter derart zusammenzudreschen, legal oder illegal, das eine ausreichend abschreckende Wirkung erzielt wird.

  3. Das eigentliche Problem dabei liegt in unserer Justiz, nicht in dem traurigen Fall selbst. Denn sie fordert diese Leute ja gerade zu auf weiterzumachen.

      • Für diese Leute ist das eine Aufforderung, denn sie sehen sich darin bestätigt, dass es sich nur um minderwertige Kuffar handelt, die keinen Schneid haben und keine Ehre. (und dieser Satz von mir, der ich normalerweise neutral in diesen Dingen bin)

    • Danke für den Link.

      Wie wichtig demokratische Parteien seien, habe sich im Frühjahr in Weyhe gezeigt, spielte der Verwaltungschef, auf die Ereignisse rund um den Tod von Daniel S. an.

      Ohne Worte.

  4. SPIEGEL weiss es:

    “Israel lässt Dutzende palästinensische Gefangene frei

    Kurz vor den neuen Friedensgesprächen mit Palästina stimmt Israel der Freilassung von politischen Langzeithäftlingen zu. Zunächst werden 26 Palästinenser entlassen, weitere 78 sollen folgen. Die meisten wurden wegen tödlicher Terroranschläge verurteilt.”

    Terroristen sind beim Spiegel wahlweise Aktivisten, Freiheitskämpfer, friedliche Demonstranten, Bürgerrechtler und nun also auch politische Häftlinge, aber eben niemals Terroristen. Da spricht man eher von zB Staatsterror gegen Aktivisten, Freiheitskämpfer, friedliche Demonstranten, Bürgerrechtler und politische Häftlinge.

    Braucht man eigentlich nicht weiter kommentieren.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-laesst-palaestinensische-gefangene-frei-a-915994.html

    • „Politische Langzeithäftlinge“ als neues Modewort für Terroristen. Danke für den Hinweis. Ich glaube Achgut hat ähnliches in einem anderen deutschen Medium gefunden. Ich glaub es war mal wieder der „neutrale“ deutsche GEZ-Funk.

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