Die beste Drohung im Fall Hoeneß so far.

Eine Drohung im Fall Uli Hoeneß von einem User auf Eurosport-Yahoo:

Ich habe mal eine Arbeit aufgenommen im Jahr 1995 und habe das dem Arbeitsamt zu spät mitgeteilt, sodass ich zu meinem Lohn auch noch das Arbeitslosengeld bekommen habe. Für diese Nummer wurde ich angezeigt vom Arbeitsamt, wo es dann bei der Anklage hieß: Betrug zum Nachteil der Stadt XXX. Weiterhin wurde das öffentliche Interesse bekundet und ich bekam dafür 4.5 Monate OHNE Bewährung, wohl aber im offenen Vollzug. Wenn nun dieser Wurstverkäufer auf Promibonus davon kommt und nur zurückzahlen muss, ohne ernstere Konsequenzen, dann wandere ich aus.

Die Nehmer-Generation droht mit Auswanderung. Das ist schon eine sehr schlimme Drohung. Wohin wollten diese Leute denn auswandern? Das ist eine Pointe dieser leeren Drohung: Der Sozialbetrüger Europas tut so, als würde es ihm anderen Gebieten dieser Welt besser ergehen. Heuchelei pur.


Derweil gibt es neues zum Fall Hoeneß selbst. Der Spiegel hatte bekanntlich gemeldet, Hoeneß könne auf ein „mildes Urteil“ hoffen. Die Staatsanwaltschaft wolle zwei Jahren Haft auf Bewährung beantragen. Die SZ meldet heute, dies sei eine Ente. Die Staatsanwaltschaft habe sich noch gar nicht auf ein konkretes Strafmaß festgelegt.
So viel dazu.

Ganz allgemein bestrachtet ist der Themenbereich Steuerrecht ein Pluspunkt Europas gegenüber Amerika: Die europäischen Steuerbehörden sind noch nicht so mächtig wie die amerikanische IRS. Plus: Steuervergehen werden noch nicht so hart bestraft.

Ich werde von Zeit zu Zeit mehr Dinge nennen, die in Europa besser funktionieren. Die Pluspunkte Europas kamen bisher vielleicht ein bisschen zu kurz. Aber es gibt sie.

3 Gedanken zu „Die beste Drohung im Fall Hoeneß so far.

  1. Aber er hat Recht. Die Bestrafung ist unverhältnismäßig. Und ohne Bewährung! (Auch im Vergleich zur immer wieder verlängerten Bewährung für notorische Gewalttäter.)

    Dass es dem Mann in anderen Ländern der Welt nicht besser ginge – eher im Gegenteil – ist natürlich richtig. Die klassischen Auswanderungsländer würden ihn vielleicht noch nicht einmal haben wollen.

    Andererseits glaube ich, dass so Mancher, der bei uns im sozialen Netz hängt, nach einer Übersiedelung etwa ins Outback richtig tüchtig würde – weil die Initiative und der Unternehmergeist, die in ihm stecken, plötzlich gefordert wären.

    • Er hat dann recht, wenn es die Wahrheit ist, was ich extrem bezweifle. Das wäre ein Fressen für Linke, „Journalisten“ und den Rest der üblichen Verdächtigen gewesen. Ich glaube viel eher, dass der Gute schlicht nicht erwähnt hat, um was es in dem Prozess denn noch so alles gegangen ist. Oder das wievielte mal er bedauerlicherweise etwas „vergessen“ hatte.

      • Sagen wir mal die Geschichte stimmt, dann musste er wegen Betrug 4.5 Monate lang jeden Abend zum Schlafen ins Gefängnis gehen. Und das soll unverhältnismäßig sein? Was wäre denn verhältnismäßig für Sozialbetrug? 1000€ Gutschrift und ein Blumenstrauß?

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