Zahlt sich Ausländerwahlkampf aus?

Am Sonntag veröffentlichte SpOn einen Kommentar zur „NSA-Affäre“. Tenor: „Seit Wochen versuchen die Sozialdemokraten, Teflon-Kanzlerin Angela Merkel anzukratzen. Bislang hat die Anti-Merkel-Strategie wenig gebracht.“

Der Kommentar war interessant, schob der Spiegel doch damit die Schuld am bisher fehlschlagenden Ausländerwahlkampf allein der SPD in die Schuhe. Dabei war es der Spiegel, der diese Strategie am hartnäckigsten verfolgte, ganz so als sei man selbst eine politische Partei. Jakob Augstein zum Beispiel schreibt seit sechs Kolumnen am Stück über nichts anderes mehr.


Und was hat es dem Spiegel und anderen Parteien bisher genützt? Kamen sie ihren politischen Zielen näher? Haben sie Anhänger gewonnen? Man darf es bezweifeln.

Heute ging Jürgen Trittin schon einmal ganz real baden. Man sollte sich dieses Foto abspeichern, vielleicht kann man es am Wahltag wieder einsetzen.

Zahlt sich Ausländerwahlkampf im Jahr 2013 in Deutschland noch aus?
Wir werden es im Herbst erfahren.

Siehe auch:
Aron Sperber – Gleichschritt der Stürmer.

7 Gedanken zu „Zahlt sich Ausländerwahlkampf aus?

  1. Man mag vom Thema halten was man will, aber der Kampagnencharakter der SPON-Berichterstattung war/ist so offensichtlich, dass es schon peinlich wurde. Das sagte mir sogar jüngst ein SPD-Wähler…

  2. Ausgerechnet Deutschlands größter Fan der sozialistischen Utopie hält Angela Merkel vor, im ostdeutschen realen Sozialismus aufgewachsen zu sein und danach über das Wesen der westlichen Demokratie das Falsche gelernt zu haben:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2013/07/22/besserwessi-augstein/

    Dass der reale Sozialismus nicht nur in der DDR, sondern auch in sämtlichen anderen Staaten, die (wie Augstein es fordert) den Kapitalismus abgeschafft hatten, nur in Form einer repressiven Diktatur ohne bürgerliche Grundrechte aufrecht erhalten werden konnte, hält Augstein nicht davon ab, an seiner linken Utopie festzuhalten.

    Rechtsradikale müssen sich die Taten eines Hitlers oder Mussolinis vorhalten lassen, Linksradikale schaffen es hingegen, sich vom realen Sozialismus erfolgreich abzugrenzen und ihre Utopie als etwas völlig Anderes als alle bisher verwirklichten sozialistischen Experimente zu verkaufen.

    Traditionell spielen sich die Anhänger des Linksstaates gerne als große Hüter des Rechtsstaates auf, zumindest solange ihre Utopie nicht in die Realität umgesetzt wird.

  3. wenn man Augsteins Kolumnen durchschaut, fällt auf, dass er sich beim Thema Außenpolitik immer nur mit den rechten Sünden der USA und Israel beschäftigt.

    ich habe versucht „Augstein und Putin“ zu googlen:

    http://www.google.at/#sclient=psy-ab&q=augstein+putin&oq=augstein+putin&gs_l=hp.12…1473.5511.0.8157.14.14.0.0.0.0.499.2438.2j8j2j1j1.14.0….0…1c.1.23.psy-ab..3.11.2075.zC9kca1pfrk&pbx=1&bav=on.2,or.r_qf.&bvm=bv.50165853,d.Yms&fp=fcbad2b60c7cdd7d&biw=1280&bih=855

    kein Resultat

    ich frage mich, ob er Putin für links hält?

    • Putin interessiert nicht, denn es fehlen alle 3 As, die Augstein so gefallen: Antikapitalismus, Antiamerikanismus, Antisemitismus. Über Putin spricht Augstein lieber nicht, so wie westliche Intellektuelle in den 20s und 30s nicht über die Verbrechen Stalins sprachen. Putin ist „Antiimperialist“ und damit quasi auf der Seite der Guten.

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