Klientel-Partei FDP. Deutsche Steuerlogik.

Der deutschsprachige Sender n-tv schreibt:

Manch ein Liberaler macht auch keinen Hehl daraus, dass ihm die FDP als unternehmerfreundliche Klientelpartei am liebsten ist. Ein Antrag zum Wahlprogramm lautete: Steuern auf Kaffee senken.

Ähnliche Kommentare durfte man zu Hunderten lesen, als die FDP die Mehrwertsteuer auf Hotelrechnungen von 19% auf 7% senkte. Last time I checked, war es so, dass die Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer vom Kunden bezahlt wurde. In Deutschland glaubt man daran nicht.

Mehrwertsteuern, so die Logik der Deutschen, werden von mystischen Zusammenschlüssen namens ‚Unternehmen‘ getragen, weshalb es nur klug ist, dass man diesen Bastarden namens ‚Unternehmen‘ niemals die Mehrwertsteuer senkt. Und wer es trotzdem macht, ist nicht etwa kundenfreundlich, sondern ‚unternehmerfreundlich‘.

So raffiniert wie der deutsche Kunde, pisst sich sonst kaum jemand in den eigenen Stiefel. Merkel rechnet die Deutschen reich und die Deutschen erhöhen sich selbst die Steuern. Das ist ganz großes Kino.


 
Jetzt fehlt nur noch der nächste Schritt, der sicher schon in der Schublade liegt: Die Mehrwertsteuer mal wieder erhöhen, so dass man den ‚Unternehmen‘ mal wieder zeigt, wo der Hammer hängt.

Nebenbemerkung: Was ich damals bei der Kampagne der deutschen Medien gegen die böse ‚Mövenpick-Steuer‘ auch klasse fand: Sieben Prozent auf Hotelübernachtungen war Klientelpolitik, die bestehenden sieben Prozent auf Zeitungen hingegen sind bis heute selbstverständlich Dienst am Kunden. Man muss da differenzieren.

Ich bete, dass Rot-Grün im Herbst gewinnt. Ein Volk, das sich mehrheitlich höhere Steuern wünscht, muss auch von Parteien regiert werden, die diese Wünsche entsprechend umsetzen. War mit Obama auch nicht anders. Wer nicht hören will, muss fühlen und vor allem immer schön glauben, dass er das richtige macht. Egal was auch passiert.

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57 Gedanken zu „Klientel-Partei FDP. Deutsche Steuerlogik.

  1. Das Problem ist, die Knalltüten, die die Rot-Grünen wählen, würden wohl auch bei einem kompletten Zusammenbruch der Wirtschaft und völliger Staatspleite immer noch jemand anderen als die Rot-Grünen dafür verantwortlich machen. Wahrscheinlich die bösen Kapitalisten, und natürlich die Amis.

  2. Klar zahlt der Verbraucher die MwSt, aber trotzdem hat die begünstigte Branche einen enormen Vorteil von reduzierter MwSt., da sie ja günstigere Verkaufspreise anbieten kann bzw. der Anteil ihrer Einnahmen am Umsatz steigt. Selbstverständlich ist das Klientelpolitik.

    • Wobei ganz gerne verschwiegen wird, dass diese Steuersenkung zuerst von der SPD gefordert und bei der Linkspartei 2009 sogar ins Wahlprogramm geschrieben wurde.

    • @Feldheld

      Selbstverständlich ist das Klientelpolitik.

      Ja es ist Klientelpolitik. Klientelpolitk für den Kunden. Deine Ausführungen zeigen, dass du das immer noch nicht nachvollzogen hast. Glückwunsch, damit vertrittst du die Mehrheitsmeinung in DL. Warum eigentlich bei 19% Mehrwertsteuer aufhören? Warum nicht 30, 50 oder 80%? Es bezahlen schießlich die ‚Unternehmen‘.

      • Ja es ist Klientelpolitik. Klientelpolitk für den Kunden. Deine Ausführungen zeigen, dass du das immer noch nicht nachvollzogen hast.

        Meine Schwiegereltern auch nicht. Die haben ein Hotel. Warum sollten sie auch. Die anderen Besitzer von Unterkünften in der Region haben es auch nicht verstanden und den Kunden interessiert der sprunghafte Anstieg der Nettopreise auch nicht. Für ihn sind die Bruttopreise relevant und die sind dieselben wie im letzten Jahr.
        Warum sollte für ihn eine Übernachtung nach seinem subjektiven Empfinden plötzlich weniger wert sein, nur weil sich ein Steuersatz verändert hat?

      • Worauf willst du hinaus Alfons? Dass deine Schwiegereltern, die passend zum Thema Hoteliers sind (Zufälle gibt’s), die Steuerersparnis nicht an die Kunden weiter geben, sondern für sich behalten?

      • Dass deine Schwiegereltern, die passend zum Thema Hoteliers sind (Zufälle gibt’s), die Steuerersparnis nicht an die Kunden weiter geben, sondern für sich behalten?

        Die sind nur ein Beispiel. Allerdings wären sie schön blöd wenn sie täten, nur weil der Kunde ja die Umsatzsteuer zahlt. Würde ich auch nicht machen. Dieses abfällig geschriebene „für sich behalten“ ist sozialistischer Unsinn. Sie legen die Preise fest um ihren Gewinn möglichst groß ausfallen zu lassen. Was zur Hölle sollten sie denn sonst tun? Die einzige Preisverschiebung im Bruttopreis die es gab, war dass das Frühstück deutlich billiger geworden ist, während die Übernachtung genauso viel teurer geworden ist.

        Der einzig marktrelevante Preis für die Privatkunden ist der Bruttopreis. Dann ist die abzuführende Umsatzsteuer nichts weiter mehr als ein Kostenfaktor. Dass eine Änderung der Kosten einen direkten Einfluss auf den Preis haben soll, ist schon eine steile These. Wenn sich um ein homogenes Gut handeln würde wäre dass ja noch halbwegs nachvollziehbar. Ist es aber sicher nicht.

      • Dass eine Änderung der Kosten einen direkten Einfluss auf den Preis haben soll, ist schon eine steile These.

        Das stimmt. In DL sind solche banalen Dinge eine ’steile These‘ und aus deiner Sicht sogar ’sozialistischer Unsinn‘. Das kannst du gerne glauben, ich werde nicht versuchen dich vom Gegenteil zu überzeugen.

      • „Worauf willst du hinaus Alfons? Dass deine Schwiegereltern, die passend zum Thema Hoteliers sind (Zufälle gibt’s), die Steuerersparnis nicht an die Kunden weiter geben, sondern für sich behalten?“

        So habe ich das verstanden. Habe es aber nicht überprüfen können.
        Von den Medien wurde mitgeteilt, dass die 12 % Mehrwertsteuerersparnis ein zusätzlicher Gewinn für die Hotelbranche waren, der für Instandhaltungen genutzt wurde, bzw. werden sollte. Die Preise der Hotelbranche waren so niedrig, dass notwendige Innovationen nicht geleistet werden konnten. Durch die Mehrwertsteuerabsenkung sollte hier Abhilfe geschaffen werden.
        Ob das tatsächlich so gewesen ist, weiß ich nicht. Da fehlt mir die Branchenkenntnis.

      • Die Erhöhung der Mwst. wurde meines Wissens nach schon mit Unmut aufgenommen.

      • @Lauchie
        In der Tat und das ist noch so eine Unlogik. Die Deutschen sind gleichzeitig gegen Mwst-Erhöhungen und gegen Mwst-Senkungen.

      • Das stimmt. In DL sind solche banalen Dinge eine ‘steile These’ und aus deiner Sicht sogar ‘sozialistischer Unsinn’. Das kannst du gerne glauben, ich werde nicht versuchen dich vom Gegenteil zu überzeugen.

        Das Argument „Jeder der was anderes sagt ist dof“ überzeugt mich in der Tat nicht. Dass es in einem Markt mit Preispannen von locker 200% pro Übernachtung einen harten preisgetriebenen Wettbewerb gibt, kann man natürlich glauben wenn man will. Auch statische Untersuchungen verblassen natürlich gegenüber der hier verbreiteten Weisheit. Das zur steilen These.
        Der sozialistische Unsinn bezog sich nur auf den Ausdruck für sich behalten. Die Kalkulation der Preise bezieht sich doch nicht auf den Vorjahressteuersatz, wie soll man davon also etwas für sich behalten?

      • @Alfie

        Das Argument “Jeder der was anderes sagt ist dof” überzeugt mich in der Tat nicht.

        Ich sehe nicht, wo ich gesagt habe, dass du doof bist. Aber wenn ich es gesagt hätte, dann wäre es erkennbar kein Argument, sondern eine Variante meiner letzten Aussage, die da lautet: Ich werde nicht versuchen dich vom Gegenteil zu überzeugen, du darfst glauben, was du willst. Und wenn du denkst, dass Kosten keinen direkten Einfluss auf Preise haben, dann glaub‘ das doch einfach.

      • @American Viewer

        Na gut dann belassen wir es dabei. Amerikanische Unternehmen nehmen wohl die Kosten und rechnen aus diesen auf mysteriösen Weise den Preis aus (Apple multipliziert mit 3, GM eher mit 0,9), während deutsche Unternehmen den Preis daran ausrichten, was sie für ihr Produkt auf dem Markt erzielen können (was mit den eigenen Herstellungskosten eben direkt nichts zu tun hat)

      • @Alfons

        Amerikanische Unternehmen nehmen wohl die Kosten und rechnen aus diesen auf mysteriösen Weise den Preis aus (Apple multipliziert mit 3, GM eher mit 0,9), während deutsche Unternehmen den Preis daran ausrichten, was sie für ihr Produkt auf dem Markt erzielen können.

        Du hast behauptet, dass Kosten keinen direkten Einfluss auf Preise haben. Darum ging es. Natürlich verlangt jeder den Preis am Markt, den er verlangen kann. Aber beide Gesetze widersprechen sich nicht automatisch. Vielleicht liegt da ja dein Denkfehler.

  3. Warum sollte Klientelpolitik auch ein Schimpfwort sein? Natürlich machen alle Parteien
    Wahlprogramme mit dem Auge auf potenzielle Wählergruppen. Ist die SPD nicht
    rappelvoll mit Gewerkschaftern? Und schielt sie nicht auf die entsprechende Klientel?
    Wie hoch war nochmal das geschätze Milliardenaufkommen von Schwarzarbeit?
    Diese Summe kann man zu guten Teilen getrost als Resonaz auf immer höhere
    MwSt zurückführen.

    • Es stimmt jede Partei macht Klientelpolitik. In diesem Fall ist die Klientel aber sehr groß, es sind alle Kaffeekonsumenten betroffen. Das ist fast jeder. Und die, die nie Kaffee trinken, sind kaum negativ betroffen.

      Das sollte man unterscheiden von der Klientelpolitik, die nur kleinen Gruppen wie zum Beispiel Solardachbesitzern, Beamten, Apothekern oder Gewerkschaftsmitgliedern nützen, aber der Mehrheit der Bürger erhebliche Kosten und Schäden aufbürden.

  4. Das erinnert mich an eine Diskusiion mit einen Linken namens Olaf, in Arprins Blog. Ich erklärte das ich kotzen könnte weil ich mehr als 50 Prozent meines Einkommen im Leben den Staat überweisse. Was sagte er ? Nein ich bin ja ein dummkopf weil ich Liberal bin . Tsss das noch als Kellner also als „armer“ Mensch wie geht das ? Nein ich müsste unzurechnungsfähig sein. Mann kommt in Deutschland nicht auf die Idee das egal ob man Millionär oder einfacher Einkommensbezieher ist als Steuerzahler sitzt man immer auf den gleichen Boot. Als Linker oder Deutscher , Österreicher sagen wir Festlandeuropäer (Schweizer ausgenommen) kommt man nicht auf die idee das die Steuern zu hoch sind weil es den Staat ja angeblich wir alle sind. Das ist und bleibt ein blödsinn.

    • weil der Staat ja angeblich wir alle sind.

      Ein sehr guter Punkt. Mit diesem Mythos gewinnt ‚der Staat‘ in der Tat sehr viele Leute. Die meisten Menschen sehen nicht ein, dass es Staaten, Nationen und Unternehmen nicht gibt. Deshalb glauben sie tatsächlich, dass sie ‚der Staat‘ bzw. ‚eine Nation‘ sind und dass man zum Beispiel tatsächlich ‚Unternehmen‘ besteuern kann. Margaret Thatcher hat die libertäre Ansicht einmal sehr schön auf den Punkt gebracht: „There’s no such thing as society. There are individual men and women, and there are families.“

  5. Ich glaube nicht, dass die Umsatzsteuer sich großartig für den Kunden auswirkt. Außerdem glaube ich auch nicht daran, dass die Deutschen für eine Steuererhöhung sind. Sie sind höchstens für eine Steuererhöhung der anderen.

    Ich bin dafür dass man die Mehrwertsteuer ganz streicht, von mir aus auch mit einer Einkommensteuererhöhung als Ausgleich.

    • Ich glaube nicht, dass die Umsatzsteuer sich großartig für den Kunden auswirkt.

      Mit der Meinung bist du nicht alleine. Das glauben offenbar viele Deutsche. Siehe mein Artikel. Die Mehrwertsteuer bezahlt ‚das Unternehmen‘.

      Ich bin dafür dass man die Mehrwertsteuer ganz streicht, von mir aus auch mit einer Einkommensteuererhöhung als Ausgleich.

      Ich bin seit 30 Jahren genau der gegenteiligen Meinung. Steuern auf Konsumgüter rauf, Steuern auf Arbeit runter. Das ist eine alte libertäre Idee. Und immer mehr amerikanische Ökonomen (von ganz rechts bis ganz links) sehen es ähnlich.

      Nahezu alle Politiker behaupten, ihnen sei Arbeit am wichtigsten und sie wollen Arbeitsplätze schaffen, aber was besteuern diese Lügner seit Jahrzehnten am stärksten? Richtig. Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit.

      Steuern sind vom Prinzip her immer Strafen. Und warum sollte man Arbeit bestrafen? Das ist nicht besonders intelligent.

      • Du gehst auf eine wichtigen Punkt ein.
        Was passiert wenn sich die Arbeit nicht mehr lohnt?
        Das ist keine Ironische Frage, sondern trauriger weisse bitterer ernst . In Österreich ist es schon so weit das ab eine Summe die einer Verdient VIEL mehr Steuern zu zahlen hat. Ich kenne einen Chefdesigner der Selbsständig ist und für eine große Firma arbeitet . Er nimmt keine Aufträge mehr auf ab einen bereich . aber diese „Aufträge“ sind eine MENGE Umsatz, Gewinn und Arbeitsplätze für die Firma. Doch es rentiert sich nicht den ab dieser Summe kriegter zu wenig raus . Das ist doch krank! Selbst mein Chef denkt in der letzten Zeit öfters an zusperren denn wenn er die Zeit rechnet die er in der Firma verbringt rentiert es sich nicht wirklich für diese ganze Verantwortung nein sagt er lieber als Chefkoch deine 1700 ,- 14 mal und das wars.

      • @asden
        Die progressive Besteuerung macht in der Tat keinen Sinn. Eine Flattax für alle und fertig. Aber das wollen die meisten Menschen auch nicht wahr haben. Sie finden Progression geil, weil sie zu dumm sind, selbst so banale Dinge wie die kalte Progression zu begreifen. Wenn es um Ökonomie geht, setzt bei sehr vielen Menschen das Gehirn komplett aus. Man muss nur ein paar Kommentare hier durchlesen. Jetzt verstehe ich auch endlich besser, warum in DL so extrem anti-ökonomische Parteien gewählt werden.

      • Ich denke da muss man paar Sachen dereferenzieren. Zu glauben, dass die Hoteliers nicht zumindest einen Teil des Geldes für sich behalten ist naiv und kann man den Leuten höchstens auf einer libertären Tagung oder in einer anarchokapitalistischen Sitzung weismachen. Die Realität sieht leider anders aus, so wurden z.B. aus den DM-Preisen mancherorts die Europreise.

        Steuern sind vom Prinzip her immer Strafen. Und warum sollte man Arbeit bestrafen? Das ist nicht besonders intelligent.

        Stimmt, Steuern sind Strafen. Doch jemand der arbeitet wird bei einem System ohne Mehrwertsteuer nicht wirklich bestraft, weil er sich genau-soviel leisten kann wie jetzt auch.
        Doch warum sollte man den Konsum bestrafen? Konsum allein schafft Arbeitsplätze. Beispiel: Land A, und B haben ein Durchnitteinkommen von 20.000 €. Land A zahlt man alles über Konsumabgaben, die Steuereinnahmen betragen 10.000€, das entspricht einer Umsatzsteuer von 100%. Land B hat auch Steuereinnahmen von 10.000€, und somit eine Einkommenssteuer von 50%. Bürger der beiden Länder können sich gleich viel leisten. Doch es gibt einen Unterschied, die Waren aus Land B sind um 50 % günstiger als die des Landes A. Welche Waren kaufen wohl die Menschen in den Ländern D-Z?

      • @shaze

        Konsum allein schafft Arbeitsplätze.

        Das hört sich extrem keynesianisch an, was du da erzählst. Wenn nur der Konsum Arbeitsplätze schafft, dann gib‘ doch jedem Europäer eine Million Euro in die Hand, dann kann sich Europa in den Wohlstand konsumieren.

        Doch es gibt einen Unterschied, die Waren aus Land B sind um 50 % günstiger als die des Landes A. Welche Waren kaufen wohl die Menschen in den Ländern D-Z?

        Du kaufst offenbar die Waren aus dem Land B, um 50% zu sparen. Das ist sehr deutsch gedacht. Genial shaze, genial. Irgendwann merkst du vielleicht, dass man für Exportgüter keine Mehrwertsteuer bezahlt und für Importgüter in der Regel Einfuhrumsatzsteuer.

      • Wenn nur der Konsum Arbeitsplätze schafft, dann gib’ doch jedem Europäer eine Million Euro in die Hand, dann kann sich Europa in den Wohlstand konsumieren.

        Interessante Idee, man sollte sie in die Tat Umsätzen. Nur wessen Geld nehmen wir?

  6. @Shaze
    „Ich denke da muss man paar Sachen dereferenzieren. Zu glauben, dass die Hoteliers nicht zumindest einen Teil des Geldes für sich behalten ist naiv und kann man den Leuten höchstens auf einer libertären Tagung oder in einer anarchokapitalistischen Sitzung weismachen.“

    Nein furchtbar die Unternehmer wollen Geld erwitschaften das gibts doch nicht Shaze mein Gott dank dir weiss ich jetzt dass das wirklich, nein mir fehlen die Worte. Was soll an den Profit so schlecht sein? Was soll das Leute seit ihr alle noch ganz bei Trost? Ich Kellnere nicht weil ich nichts anderes zu tun habe . Nein, ich bin freundlich und schnell weil ich Trinkgeld bekomme. Ich mache meinen Job weil ich am ende des Monats bezahlt werde. Also eigentlich nur aus PROFITGIER und ich werde nicht schlecht bezahlt für einen Kellner. Mit Tip komme ich auf 2 k Netto da arbeite ich gerne . GIER IST DIE ESSENZ UNSERER ÖKONOMIE. Leute PROFIT ist NICHTS NEGATIVES werdet erwachsen , das letzte mal als ich so gedacht habe war vor 4 Jahren und da war ich 20 .

  7. Das ist natürlich eine interessante Frage – wer „zahlt“ die Mehrwertsteuer?
    Technisch gesehen ist die Antwort klar: die Unternehmen führen die MWSt. ab.
    Wie sieht’s aber tatsächlich aus? Nehmen wir an, es gäbe keine MWSt., der Preis eines Produktes wäre x. Dann wird eine MWSt. eingeführt (und nach einer Übergangsphase herrscht wieder eine Art „Equilibrium“), der Preis des Produktes ist dann y.
    Würde der Konsument die Mehrwertsteuer zahlen, wäre y=x(1+p/100) (wobei p der Prozentsatz der MWSt. ist) – das Unternehmen gibt die MWSt. einfach zu 100% an den Kunden abgeben.
    Würde der Unternehmer die MWSt. zahlen, wäre y=x – der Kunde bekommt nichts von der Steuer mit. Da jeder Unternehmer Gewinn erwirtschaften will, aber gleichzeitig nicht beliebige Preise verlangen kann, wird die Wahrheit wohl in der Mitte liegen – Konsument und Unternehmer zahlen beide die MWSt.

    • Konsument und Unternehmer zahlen beide die MWSt.

      Du hast dann Recht, wenn der Markt für ein bestimmtes Gut nicht funktioniert. Der Hotelmarkt erscheint mir allerdings intakt und hart umkämpft. In so einem Umfeld erwirtschaften die Hotels gerade den Profit, den sie im Hinblick auf ihre Konkurrenz verlangen können. Verlangen sie unverhältnismäßig mehr, werden sie von der Konkurrenz platt gemacht. In so einem funktionierenden Marktumfeld wird jede Kostenerhöhung oder -senkung ziemlich direkt und relativ schnell an den Kunden weitergegeben. Die Hotels, die das nicht machen, gehen unter. So sehe ich das. Und wenn es Märkte gibt, wo dieses Modell nicht funktioniert, kann man sich überlegen, ob Maßnahmen sinnvoll sind, die den Markt in Gang bringen.

      • Verlangen sie unverhältnismäßig mehr, werden sie von der Konkurrenz platt gemacht. In so einem funktionierenden Marktumfeld wird jede Kostenerhöhung oder -senkung ziemlich direkt und relativ schnell an den Kunden weitergegeben. Die Hotels, die das nicht machen, gehen unter. So sehe ich das.

        Man kann seine Argumentation natürlich damit abschliessen, dass es jene 80% der Deutschen Idioten sind, die nichts von Wirtschaft verstehen, weil man es andres sieht.
        Die DEHOGA – und die stehen nun wirklich nicht im Verdacht die Hoteliersnin die Pfanne zu hauen – redet in einer Studie von 20% der Mehrwertsteuersenkung die an die Kunden weitergegeben worden sind. Im Durchschnitt. Da sind natürlich auch Hotels dabei die hauptsächlich von Geschäftskunden leben und die sich eher mit den Netoopreisen am Markt plazieren müssen. Die Bruttopreise sind für diese dann in der Tat stark gesunken.

      • @Carsten
        Danke für deinen Kommentar. Ich mag es, wenn ich so viel Kontra bekomme. Und jetzt sogar harte Zahlen und ganz sachlich. Das ist gut. Meine Antwort bleibt allerdings dich gleiche: Wenn einige Hotels nur einen kleinen Bruchteil weitergeben, funktioniert der entsprechende lokale Markt nicht. Einfache Erklärung.

        Und noch ein neuer Punkt für die ‚Kontrafraktion‘: Nimmt man eure Argumente ernst, dann macht es wenig Sinn eine einmal erhöhte Steuer je wieder zu senken. Ihr argumentiert viel zu staatsnah.

        Man kann seine Argumentation natürlich damit abschliessen, dass es jene 80% der Deutschen Idioten sind, die nichts von Wirtschaft verstehen, weil man es anders sieht.

        Ich schreibe in meinen Artikeln gerne und oft, dass auf jeden Fall die deutsche Politik ökonomisch extrem schlecht beraten wird. Und siehe da, in genau diesem Punkt gibt mir einer der wenigen guten deutschen Ökonomen gestern Recht:

        Ich möchte niemandem zu nahe treten. Nur wenn ich sehe, welcher geballte ökonomische Sachverstand in den USA in der Politik vertreten ist, dann erkenne ich schon gewaltige Defizite. Dies wird Deutschland teuer bezahlen müssen.

      • : Wenn einige Hotels nur einen kleinen Bruchteil weitergeben, funktioniert der entsprechende lokale Markt nicht. Einfache Erklärung.

        Dem würde ich zustimmen, wenn es sich um direkt vergleichbare Güter handelt. Ein Heizöllieferant, der auf die Idee kommt sein Produkt zu 5% mehr als die Konkurrenz anzubieten geht Pleite. Auf dem Hotelmarkt werden aber Äpfel und Birnen verkauft. Ausser im untersten Preissegment, wo es wirklich nur um den Preis geht, sind subjektive Vorlieben der Kunden maßgeblich mitentscheidend. Gibt es auf dem Markt einen Äpfel- und einen Birnen- (und einen Pflaumen-…) verkäufer, werden diejenigen die Äpfel vorziehen nicht unbedingt Birnen kaufen weil die um 10% billiger geworden sind. Sicher werden einige umsteigen, aber es unklar ob sich eine Preissenkung für den Apfelproduzenten lohnt. Beliebig steigern können die Produzenten ihre Preise aber auch nicht, denn sonst verzichten die Leute ganz auf Obst.
        Das ist meiner Meinung nach kein Marktversagen, sondern besdeutet nur, dass es keine globale Nachfragekruve gibt, da die Präferenzen stak subjektiv ausfallen. Man kann es allerdings auch schon als Versagen auffassen, wenn die Güter des Marktes den Anforderungen der Mikroökonomie nicht genügen. Das zäumt aber meiner Meinung nach das Pferd von hinten auf.

        Und noch ein neuer Punkt für die ‘Kontrafraktion’: Nimmt man eure Argumente ernst, dann macht es wenig Sinn eine einmal erhöhte Steuer je wieder zu senken.

        Bis jetzt habe ich noch gar kein Werturteil abgegeben, sondern nur den Durchreichungseffekt an den Kunden bestritten. Das kann ich nun gut oder schlecht finden.
        In der Tat finde ich die Senkung im Konkreten Fall schlecht, egal ob es nun weitergereicht wird oder nicht. Offizieller Grund für die Senkung war, wie es schon Paul geschrieben hat, das es dem Hotelgewerbe schlecht ging. Die vernüftige Antwort wäre es, den Markt die schlechten Hotels aussortieren zu lassen und die wettbewerbsfähigen übrig zu lassen, anstatt eine indirekte Subvention für das Hotelwewerbe durchzuführen.
        Der Statt sollte die Rahmenbedingungen setzen, aber nicht in Aktionismus verfallen. Statt einen einzelnen Wirtschaftszweig zu hätscheln, wäre es vernünftiger gewesen, die Steuern – mit gleichem Finanzierungsaufwand – auf breiterer Front, etwa als allgemein Lohn/ oder Mehrwertsteuersenkung durchzuführen.

      • @Carsten

        Offizieller Grund für die Senkung war, wie es schon Paul geschrieben hat, dass es dem Hotelgewerbe schlecht ging.

        Nimm Paul nicht als Ausgangspunkt. Was Pauls geschrieben hat, ist falsch. Begründung für die Senkung war, dass die grenznahen Hotels massive Probleme haben mit den Konkurrenten in gewissen Nachbarländern preislich mitzuhalten. Ich glaube es waren AU und CH.

      • Lieber Viewer ( 8. 5. 21:52)
        dann ist das wohl auch falsch?
        Zitat:
        “ Die Mehrwertsteuersenkung wirkt
        Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes im Januar 2010 hat bei den Beherbergungsbetrieben in Deutschland einen wahren Investitionsschub ausgelöst. Eine Umfrage der FH Westküste im März 2012 unter knapp 5.200 Betrieben ergab, dass durch die Hoteliers in den Jahren 2010 und 2011 fast eine Milliarde Euro (939,6 Mio. Euro) in Neuanschaffungen, Renovierungen, Energieeffizienzmaßnahmen sowie An- und Umbauten investiert wurden. Im selben Zeitraum haben die befragten Hoteliers über 11.000 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen.

        Für das Jahr 2012 sind weitere Investitionen in Höhe von 827,5 Million Euro sowie 6.000 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geplant. Von der Mehrwertsteuersenkung profitieren also das regionale Handwerk und die Zulieferindustrie, Gäste und Mitarbeiter gleichermaßen.“
        http://www.dehoga-bundesverband.de/branchenthemen/dehoga-standpunkte/mwst-hotellerie/

        Die Mehrwertsteuer ist Bestandteil des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes.

        Das mit der Angleichung der MwSt an das europäische Umland trifft zu, war aber nicht der Grund für die Senkung.
        Der Grund war der Investitionsstau.

      • Bevor ich meinen Kommentar geschrieben habe, habe ich intensiv danach gesucht, aber dies Begründung nicht gefunden.

    • Wobei ein niedriger Preis, die Nachfrage erhöht. Deswegen kann ich es verstehen, dass Leute kritisieren, dass nur eine Wirtschaftsbranche in den Genuss von einer niedrigen Mehrwertsteuer kommt.

  8. @Shaze
    „Vielen Dank, dass du mir zustimmst. Wo habe ich aber behauptet, dass ich Gier oder Profit schlecht finde?“

    1)Nein du hast nur gesagt das es naiv ist . Ich stimme dir da leider nicht ganz zu der Markt ist da hart umkämpft lass dir das von einen Profi sagen die können nicht die Preise einfach so erhöhen nicht in den umkämpften Markt. Wer 3 Euro billiger ist der hat die meisten Buchungen. Das ist das Hotel Gewerbe. Das sie gerne davon profitieren wollen ist ganz klar und Menschlich das meinte ich damit aber so einfach ist das nicht . Ihr vergisst das es immer KONKURENTEN gibt die um euch buhlen .

    „Wobei 2k € als ungelernte Hilfskraft nicht schlecht ist. Ab-sofort werde ich nie wieder Trinkgeld geben, vielen Dank für den Hinweis.“

    1.)Wo steh das ich ungelernt bin?Ich habe meine Ausbildung beendet zum Gastronomen mit ausgezeichneten Erfolg (wobei das meine Meinung nicht schwer war) und nebenan mache ich bald eine 2. te Ausbildung zum Pfleger . Aber hej Hauptsache mal einen Menschen beleidigen und ihn als dumm bezeichnen.

    2.) Man sieht schon wie sehr du „Arbeit“ würdigst wenn du nicht ein mal einen Kellner 2 Euro würdigst. Dafür rennt er bedient dich freundlich aber ne der kriegt ja soviel der böse Bub.In Amerika gibt man viel mehr. Frankreich und andere Länder ist das trinkgeld sogar in deiner Rechnung inkludiert.

    3.)Diese Diskussion mit den „unglernten“ die viel verdienen habe ich mal miterlebt in einer Bar mit einen Philosophen der Busfahrer ist, weil es nicht so viel Philosophen stellen im Arbeitsmarkt gibt (unfassbar oder) . Beschwerde er sich das er nur 1600 in Wien bekommt . Das lustige nebenan sitzt ein Kanalreiniger der nicht mal ne Ausbildung hat aber 2500 kriegt . Gott hat die Bar gelacht.Ist ahlt klar um so schwerer die Arbeit ist umso weniger Leute wolen sie machen umso mehr kann man verlangen.
    @Arprin
    „Verlangen sie unverhältnismäßig mehr, werden sie von der Konkurrenz platt gemacht. In so einem funktionierenden Marktumfeld wird jede Kostenerhöhung oder -senkung ziemlich direkt und relativ schnell an den Kunden weitergegeben. Die Hotels, die das nicht machen, gehen unter. So sehe ich das.“

    Das hast du so einfach und logisch zu verstehen gegeben Respekt. Tatsächlich gehen Betriebe zugrunde wenn sie nicht was bieten und billiger sind als die Konkurrenz glaubt mir das stimmt vollkommen vor allem in der Gastronomie. Die Gewinnspanne ist auch nicht die Welt. Wenn du gut bist schaffst du gerade mal 5 %. Aber die % gehen gleich in der Bank den du musst Umbauen sonst kommt kein Gast wenn du kein Pool mit Wellnesbereich hast. Da MUSST du ein kredit nehmen sonst kannst du gleich aufgeben.

    „Das hört sich extrem keynesianisch an, was du da erzählst. Wenn nur der Konsum Arbeitsplätze schafft, dann gib’ doch jedem Europäer eine Million Euro in die Hand, dann kann sich Europa in den Wohlstand konsumieren.“

    Wieder Richtig . Die Produktion ist das wichtigste dann kommt der Konsum.

    • Ich stimme dir da leider nicht ganz zu der Markt ist da hart umkämpft lass dir das von einen Profi sagen die können nicht die Preise einfach so erhöhen nicht in den umkämpften Markt. Wer 3 Euro billiger ist der hat die meisten Buchungen. Das ist das Hotel Gewerbe. Das sie gerne davon profitieren wollen ist ganz klar und Menschlich das meinte ich damit aber so einfach ist das nicht . Ihr vergisst das es immer KONKURENTEN gibt die um euch buhlen .

      Die Durchschnittswerte sprechen da aber eine ganz andere Sprache. Für das untere Preissegment mag das ja stimmen, dort wird der Wettbewerb primär über den Preis ausgetragen. Steigt der Preis haben andere Faktoren jedoch auch einen wesentlichen Einfluss.

      Die Gewinnspanne ist auch nicht die Welt. Wenn du gut bist schaffst du gerade mal 5 %. Aber die % gehen gleich in der Bank den du musst Umbauen sonst kommt kein Gast wenn du kein Pool mit Wellnesbereich hast. Da MUSST du ein kredit nehmen sonst kannst du gleich aufgeben.

      Reden wir hier von der Umsatzrendite? Dann wären 5% zwar nicht besoonders gut, aber noch irgendwie ertragbar. Dann müsste man aber kein Geld mehr auf die Bank tragen (ausser auf sein eigens Konto und das vom Fiskus).
      Wenn die Cashflow-Rate gemeint ist, ist es einfach nur unterirdisch schlecht im Vhl zum Durchschnitt. Man steht da dann bei ein paar Krediten auch kurz vor der Insolvenz.

      • schreibe von mein smartphone

        nein der cashflow ist sehr unregelmässig in der gastronomie . du musst immer geld haben in der reserve und was sind schon ein paar prozent ? nichts instandhaltungskosten können schnell springen und eine hohe summe ausmachen . aber du musst immer mehr bieten um erfolgreich zu sein . in ischgl wo die ganzen luxushotels in österreich sind wo es riesigen cashflow gibt , kannst du dir vorstellen das alle versculdet sind ? nein die gastronomie mein freind ist hart umkämpft und wird es immet sein weil jeder einsteigen kann. .

      • Steigende Preise können die Nachfrage steigern und sinkende Preise die Nachfrage senken.

        Das Erste ist bei allen Produkten mit Status- und Luxus-aspekt der Fall. (positional goods). Wenn Apple seine Produkte billiger hergeben würde, was sie problemlos könnten, dann würden die Nachfrage danach sinken. SUVs sind nicht geländegängig, nicht schön, nicht schnell und als Nutzfahrzeug ungeeignet. Aber es ist viel Stahl dran, damit teurer und dadurch als Statussymbol geeignet.
        Ich bin mir sicher, dass es in der Hotelerie solche Effekte gibt. Wer würde sich für Urlaub in Sylt begeistern und damit prahlen, wenn es nicht teuer wäre?

        Auch das gegenteilige Phänomen gibt es. (Giffen-Paradoxon) Wenn der Reis in Asien billiger wird, dann wird nicht mehr Reis konsumiert, sondern weniger, weil sich der Konsument dann mehr Fleisch statt Reis kaufen kann. Wenn Sauna-Besuche billiger werden, dann kann man sich vom ersparten Geld eine eigene Sauna bauen. Wenn Urlaub in der Heimat billiger wird, dann bleibt mehr Geld für Fernreisen übrig, etc.

        Der australische Ökonom Steve Keen zeigt auf, dass die real existierende Wirtschaft so komplex verstrickt ist, dass Prognosen über über Angebot, Nachfrage und Konkurrenz praktisch unmöglich sind.

      • @dieter

        Steigende Preise können die Nachfrage steigern und sinkende Preise die Nachfrage senken.

        Das ist ja alles richtig, aber auch voll am Thema vorbei. Es ging hier eigentlich um Beziehung von Steuern und Preisen. Zum Beispiel um die (eigentlich total banale) Frage, ob Steuern (oder im weiteren Sinne Kosten) regelmäßig einen Einfluss auf Preise haben oder nicht. Und da gibt es offenbar sehr viele Menschen, die glauben, der Einfluss sei klein bzw. vernachlässigbar bzw. gar nicht verhanden.

        Der australische Ökonom Steve Keen zeigt auf, dass die real existierende Wirtschaft so komplex verstrickt ist, dass Prognosen über über Angebot, Nachfrage und Konkurrenz praktisch unmöglich sind.

        Auch solche vermeintlichen Erkenntnisse lenken nur von den Grundregeln der Ökonomie ab. Über solche Ansichten hat Milton Friedman einmal einen sehr schönen Essay geschrieben. Zu behaupten die Dinge seien zu komplex, kann jeder.

      • Jetzt kann ich dir besser antworten.

        „Die Durchschnittswerte sprechen da aber eine ganz andere Sprache. Für das untere Preissegment mag das ja stimmen, dort wird der Wettbewerb primär über den Preis ausgetragen. Steigt der Preis haben andere Faktoren jedoch auch einen wesentlichen Einfluss.“

        Nun um diese anderen „Einflüsse“ zu bekommen muss man sein Hotel umbauen. Das wiederum kostet ne menge Geld.und dadurch verschuldet man sich. Aber im Zeiten von Internetportalen und Reisebüros schauen alle wirklich alle die Preise an . Da kann sich kaum einer Erlauben viel teurer zu sein. Ihr Deutschen habt ja seit der Euroeinführung kaum Geld. Das ist nicht abwertend gemeint um Himmelswillen aber ihr lebt unter euren Möglichkeiten dank des Euros.

        „Reden wir hier von der Umsatzrendite? Dann wären 5% zwar nicht besoonders gut, aber noch irgendwie ertragbar. Dann müsste man aber kein Geld mehr auf die Bank tragen (ausser auf sein eigens Konto und das vom Fiskus).“

        Tschuldigung dachte ich habe mich klar ausgedrückt mit den % meine ich das die Bank es kriegt weil KREDITE laufen.Mein fehler sry. Nein wir reden hier nur vom Gewinn und das ist nicht die Welt den vom Gewinn musst du normal auch LEBEN. Wenn du ein Luxushotel hast ist das einfach aber ein klein Be.trieb tja viel Spass.

        „Wenn die Cashflow-Rate gemeint ist, ist es einfach nur unterirdisch schlecht im Vhl zum Durchschnitt. Man steht da dann bei ein paar Krediten auch kurz vor der Insolvenz.“

        Das Cashflow also das Geld das du in der Hand hast ist immer in normal in der Gastronomie sehr üppig nur hast du dann Rechnungen die erst in 2 Monaten zu bezahlen hast oder andere Kosten drum fast jeder wirklichh jeder gute Gastronome das Cashflow nicht an ausser er muss es.

        Ein CHEF verdient nicht gleich die Welt also. wenn meiner die Arbeitszeit ausrechnet , tja das ist nicht zu beneiden.

      • @Carsten

        Für das untere Preissegment mag das ja stimmen, dort wird der Wettbewerb primär über den Preis ausgetragen. Steigt der Preis haben andere Faktoren jedoch auch einen wesentlichen Einfluss.

        Das stimmt. Andere Faktoren haben im Luxussegment einen großen Einfluss. Dort geht es um Gefühle, um Marken, um das Image. Aber daraus den Umkehrschluss zu machen, dass Steuern und Kosten in diesem Segment keine Rolle spielen, ist nicht richtig. Das ist oft so, gerade in den Ökonomie, dass man den Schluss von da nach dort machen kann, aber besser nicht den Umkehrschluss von dort nach da.

        Ich gebe dir recht, dass die Flexibilität im Luxussegment größer ist. Das ist übrigens ein weiterer Grund, warum ich mir wünsche, dass man die Steuern auf Arbeit auf nahe Null fährt und dafür die Steuern auf andere Dinge erhöht. Dazu gehören in erster Linie Dinge, die Politiker/Gesellschaft/Staat nicht wollen bzw. weniger wollen: Drogen, Umweltverschmutzung, CO2 und so weiter; aber eben auch Dinge, die mehr Steuern aushalten z.B. Luxusgüter.

      • Auch solche vermeintlichen Erkenntnisse lenken nur von den Grundregeln der Ökonomie ab.

        Die „Grundregeln“ der Ökonomie müssen sich wie jede wissenschaftliche Theorie an der Qualität ihrer Vorhersagen messen. Die Mikroökonomie kommt gar nicht erst zu einer praktikablen Vorhersage. Unternehmer nutzen die Theorien der Mikroökonomie nicht um Preise und Produktion festzusetzen.

        Über solche Ansichten hat Milton Friedman einmal einen sehr schönen Essay geschrieben. Zu behaupten die Dinge seien zu komplex, kann jeder.

        Die Nutzenfunktion, auf der Friedman’s Ideologie fußt, ist laut Komplexitätstheorie NP-hart. Dh., der Rechenaufwand, den Milton Friedman uns Menschen unterstellt, wächst exponentiell mit der Zahl der Freiheitsgrade. Das sind im Falle der Wirtschaft alle möglichen Entscheidungen. Also welche Produkte und Dienstleistungen, wann und wieviel man davon wählen kann.

        In Milton Friedman’s populären Gedankenspielen erlaubt er immer nur ein bis zwei Freiheitsgrade. Da sieht das alles immer sehr simpel und nachvollziehbar aus. Auch die verteilte Berechnung durch Milliarden von Menschen löst das Problem nicht. Die Exponentialfunktion erschlägt das alles.

        Es ist mathematisch und rechnerisch unmöglich, dass wir so funktionieren, wie Friedman uns das unterstellt. Und zwar nicht einmal annähernd.

        Das ist keine Kritik an der Marktwirtschaft, sondern ich lehne lediglich die neoklassische Vorstellung über menschliches Verhalten auf dem Markt ab. Noch weniger ist es eine Rechtfertigung für Sozialismus und Zentralplanung.

        Und das ist keine Themenverfehlung, denn eine Änderung der MwSt löst eine gigantische Lawine an Fragestellungen für sämtliche bestehende und potentielle Kunden, Mitarbeiter und Unternehmer aus, die alle selbst wiederum eine unermessliche Zahl an Handlungsoptionen haben. Ich behaupte daher, dass man keinerlei Vorhersage darüber treffen kann, was eine Veränderung der MwSt in einem Sektor der Wirtschaft um ein paar Prozentpunkte für Konsequenzen hat.

        Es kann gut sein, dass sich die FDP-Hoteliers damit ins eigene Knie geschossen haben. Man bräuchte ein zweites, wirtschaftlich völlig unabhängiges Deutschland, um das im Experiment feststellen zu können.

      • @dieter

        Es ist mathematisch und rechnerisch unmöglich, dass wir so funktionieren, wie Friedman uns das unterstellt.

        Friedman wusste nur zu gut, dass wir keine Roboter sind. Er war auch mit der erste überhaupt, der zusammen mit Anna Schwartz, Empirie in die Wirtschaftswissenschaften eingeführt hat. Aber er wusste auch nur zu gut um die Grenzen der Empirie. Und um die Grenzen der Mathematik sowieso.

        Es kann gut sein, dass sich die FDP-Hoteliers damit ins eigene Knie geschossen haben. Man bräuchte ein zweites, wirtschaftlich völlig unabhängiges Deutschland, um das im Experiment feststellen zu können.

        Nein, braucht man laut Friedman nicht. Einzelfragen sind wichtig und zulässig. Zum Beispiel die simple Frage, ob und wie Steuern einen Einfluss auf Preise haben. Diese Frage kann man ganz simpel beantworten, dazu braucht man kein zweites Deutschland.

        Ähnliche Theorien („zu komplex“) hört man auch beim Mindestlohn. Das sind Ablenkungsmanöver, die man allein mit logischen Überlegungen entlarven sollte.

  9. Beim Mehrwertsteuersatz für Hotelübernachtungen darf man auch nicht vergessen das im deutschsprachigen Ausland die Mehrwertsteuersätze für eine Übernachtung deutlich niedrige gelegen haben.

    Wer die Welt gerne mit dem linken Auge sieht kann daraus eine Anklage gegen die Subvention von Österreichischen Hotels basteln 😉

    In einer pluralistischen Gesellschaft ist es übrigens keine Schande als Partei oder Lobbyorganisation die Interessen eines bestimmten Klientels zu beachten.

    • @alreech

      Beim Mehrwertsteuersatz für Hotelübernachtungen darf man auch nicht vergessen, dass im deutschsprachigen Ausland die Mehrwertsteuersätze für eine Übernachtung deutlich niedriger gelegen haben.

      Danke. Meine Worte.

  10. Man sollte an der Stelle nicht vergessen, dass die Mehrwertsteuersenkung nur die Übernachtung als solche betrifft, nicht aber die Bereiche, die „der Übernachtung nicht unmittelbar dienen“. Das heißt soetwas Frühstück, Kosten für Telefon und Internet, Minibar, angemietete Tagungsräume, etc. müssen von den Übernachtungskosten getrennt werden und 19% versteuert werden. Ein Punkt, der vorallem bei kleineren Hotels sowie bei Arbeitgebern und -nehmern für Unmut gesorgt hat, da man dadurch bürokratischen Mehraufwand(z.B. bei der Reisekostenabrechnung) hat.
    Siehe dazu auch: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/praxistest-nicht-bestanden-fdp-vize-rueckt-von-steuervorteil-fuer-hotels-ab/3357672.html

    • Schlussendlich ist das ganze aber nichts weiter als das rumpfuschen an einem komplett verkorksten System. Das ganze Steuerrecht gehörte komplett neugeschrieben und zwar so, dass es auch für den durchschnittlichen Bürger einigermaßen gut verständlich ist und nicht mit zig hundert Schlupflöchern, Ausnahmeregelungen, etc., welche nichts weiter als eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Steuerberater, Anwälte und andere sind(man schaue sich hierbei mal an, was für Berufe im BT vertreten sind), und wie man die jeweils andere Seite am besten übern Tisch ziehen kann.
      Aber klare Gesetze, ohne Schlupflöcher und anderes – ich habe da so meine Zweifel ob das jemals passieren wird.

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