Antiliberales PI

PI schreibt: „Häufig stehen auf PI der Islam und die arabische Welt in der Kritik.
Doch von einigen Dingen kann der Westen durchaus lernen.“

Wovon soll der Westen aus der Sicht von PI lernen? Von der islamischen Abtreibungs- und Drogenpolitik zum Beispiel. Abtreibungen und Drogenkonsum gehören laut PI deutlich stärker bestraft. PI formuliert wie immer gänzlich ironiefrei. Die meinen das wirklich ernst.

Es zeigt sich zum wiederholten Male: Das fundamental christliche und das islamische Weltbild haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Kewil und PI sollten sich überlegen, ob sie wirklich weiter ‚Islamkritik‘ betreiben wollen oder ob ein Zusammen-schluss mit Turkishpress, Way to Allah und Co nicht doch angemessener wäre.

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33 Gedanken zu „Antiliberales PI

  1. Daumen hoch für diesen Kommentar. Ich fand PI anfangs mal ganz interessant, mittlerweile fragt man sich, warum sie den radikalen Islam eigentlich bekämpfen wollen, wo sie doch dessen Ansichten in so vielerlei Hinsicht teilen.

  2. Ich mag das Stürzenberger-PI, das ja immer noch existiert. Ich mag nicht das relativ neuartige Kewil-PI (vor allem nicht Kewils Homofeindschaft.)
    Was Drogen angeht, so glaube ich, dass nur die Entkriminalisierung von Drogenkonsum und die staatlich kontrollierte Angabe auch harter Drogen an Süchtige dazu geeignet ist, die Vielfalt an Problemen, die der Drogenhandel für die Gesellschaft mit sich bringt, zu lösen. Auch die Prohibition in den USA hat bekanntlich nicht die Trunksucht besiegt, sondern die Kriminalität enorm belebt.
    Abtreibung ist schlecht. Vor allem im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft. Aber ich finde nicht, dass unsere Gesetzgebung diesbezüglich zu permissiv ist. Außer vielleicht bei Spätabtreibungen, die wirklich nur im äußersten Fall (um das Leben der Mutter zu retten) durchgeführt werden sollte.
    Religiöse Fundamentalisten, die Abtreibung letztlich aus den gleichen Gründen ablehnen, aus denen sie gegen Verhütung sind, stehen mir fern.

    • Bei mir ist es wenn dann andersherum. Mich spricht das Stürzenberger-PI überhaupt nicht an. Diese Leute sind so auf den Islam fixiert, das ist aus meiner Sicht pathologisch. Stürzenberger kann zudem nicht besonders gut schreiben.

      Die One-Man-Show von kewil gefällt mir da sehr viel besser. Ich teile viele Ansichten von kewil nicht, aber immerhin ist der Mann vielseitig interessiert und er kann seine Meinung wunderbar unterhaltend auf den Punkt bringen. Das gefällt mir. Und dann immer wieder seine legendären, kindischen Wutanfälle. Das ist doch eine tolle Show, da wird einem etwas geboten.

      • Stürzenberger bewirkt wenigstens etwas – wie gerade in München. Und das mit extrem viel persönlichen Einsatz und Mut. Ohne einen gewissen Grad an Fanatismus funktioniert so etwas wahrscheinlich gar nicht. Apropos Mut: Er ist einer der ganz Wenigen, die bei PI unter Klarnamen schreiben!
        Was seine PI-Artikel angeht, so sind sie immerhin journalistisch, d.h. er recherchiert Hintergründe und schreibt relativ inhaltsreich.
        Kewil hingegen schreibt kurz und prägnant – auch amüsant, ja – aber immer ziemlich oberflächlich. Dass er das Blog dermaßen dominiert, liegt auch an der notorischen Kürze seiner Beiträge. Wo Stürzenberger einen Beitrag verfasst , schreibt Kewil fünf. Die Wörterzahl ist aber die selbe.
        Was Kewils cholerische Art angeht, so erinnere ich mich gut, dass er zu Beginn seiner PI-Karriere kraft seiner Admin-Befugnis Kommentatoren, deren Äußerungen ihm missfielen, wie ein Lektor in Fettschrift (!) mitten in die Kommentare (!) hinein schrieb. Und zwar ständig. Das wurde ihm zum Glück mit einiger Mühe abgewöhnt.
        Die Islam-Fixierung von PI ist nichts, was ich kritisieren würde. Das ist nunmal das Hauptthema des Blogs, und es ist auch ein wichtiges Thema. Begonnen hat PI ja bekanntlich als Pro-Bush-Jr.-Blog. PI war von Beginn an pro USA und pro Israel. Das ist auch so geblieben. Dann kam der Islam als Thema. Die Nebenthemen variierten immer wenig. Fixpunkte blieben Islamkritik und Israel-Solidarität. Auf beiden Feldern ist PI deutschlandweit das Blog mit der größten Reichweite. Das allein würde schon ausreichen, um die Existenz von PI zu rechtfertigen.

      • Die Islam-Fixierung von PI ist nichts, was ich kritisieren würde.

        Es stimmt, Blogs mit dem Schwerpunkt Islamkritik sind denkbar. Aber nicht so wie Stürzenberger das macht. Seine Wortwahl ist reichlich ungeschickt. Hinter jedem Muslim sieht er das Böse. Es entsteht der Eindruck des Wahnhaften und Lächerlichen. Ich kann den Mann nicht ernst nehmen.

        Das allein würde schon ausreichen, um die Existenz von PI zu rechtfertigen.

        Die Existenz stellt auch niemand in Frage. Allerdings wäre PI auch kein großer Verlust. Die israel- und amerika-freundlichen Artikel sind immer die Artikel, die entweder kaum jemand interessieren oder massive Kritik abbekommen. Die deutschen Kommentatoren sind oft pro Obama, haben Romney gehasst, wollen Waffen verbieten, interessieren sich nicht wirklich dafür, was in Israel passiert, hassen den Kapitalismus, wollen mehr Umverteilung und ’soziale Gerechtigkeit‘ und so weiter.

  3. Stürzenberger selbst ist auch noch zu weit im rechten Feld, dem „Blog“ fehlen einfach die guten Autoren, oder nahmhaftere Autoren(FrankFurter, etc.), die ihre liberalen Ideale in ihren Artikeln unterbringen.

      • Zu Teilen war PI aber schon einmal libertär, bzw. hatte liberale Autoren… oder verlinkt darauf.

      • FrankFurter hat längere Zeit für PI geschrieben. Wahrscheinlich hatte er nie mehr Leser.
        Und PI war früher tatsächlich liberaler. Die fundamentalkatholischen Tendenzen, die sich derzeit manchmal bei PI abzeichnen, gab es früher nicht. Die sind neu.

      • Die fundamentalkatholischen Tendenzen, die sich derzeit manchmal bei PI abzeichnen, gab es früher nicht.

        Sehe ich nicht so. PI war schon immer so. Es gab Zeiten da war der christliche Touch sogar noch stärker. Bis einige der Christenmenschen aufgeflogen sind und von ihrer Kirche aus nicht mehr weiterschreiben durften.

  4. Auch wenn PI schon sehr von rechten Spinnern mit seltsam Ideen und Idealen bevölkert ist, so denke ich hat es doch im Netz eine Vorreiterrolle gehabt den linken Medien etwas entgegen zu setzen.
    Jedenfalls scheint es mir das die großen Onlinezeitungen nicht mehr so leicht mit Beschreibungen “ junger Mann im Gerangel mit andern jungen Männern verletz“ oder Phrasen wie Ehrenmord sei das selbe wie Familiendrama.
    Schaut man sich mal die andere Seite des politischen Blogspektrums im Internet an, indymedia, da erscheint Pi als Ponyhof.
    Dort werden nicht nur Verabredungen und Aufrufe zu Gewalt und Ausschreitungen veröffentlicht, sondern auch bekennershreiben von Teroristen.

    MfG flax

    • Das sehe ich auch so. PI hat im deutschsprachigen Raum sicher einiges bewirkt. Außerdem sind sie gewaltfrei. Dass man reine Meinungsseiten generell nicht unterdrücken darf, da sind wir uns alle einig. Nur der deutsche Staat sieht das anders.

  5. PI, das ist ein Haufen peinlicher Jammer-Opas. Sehr viel Einfluß haben dort Anhänger der Pro-Parteien, radikale Christen und schließlich Kewil und seine Fans. Also durch die Bank Leute, die ich nicht mit der Kneifzange anfassen möchte. Von Herre selbst las man schon immer nur sehr selten. Dann die groteske Moderation der Kommentarbereiche. Nicht mal auf Telepolis wurde ich annnähernd so fix und so häufig gesperrt wie auf PI.

    Kewil liegt einerseits mit vielen seiner Beiträge goldrichtig, aber seine seltsame Homo-Obsession ist einfach nur ekelhaft. Schon von seinem eigenen Blog haben mich seine regelmäßigen Anti-Homo-Tiraden, stets garniert mit einschlägigem quasi-pornographischem Bildmaterial, vergrault. Weder interessiert mich alle 14 Tage neu, was Kewil von Homo-Aktivisten hält, noch komme ich auf ein politisches Blog, um Homo-Pornographie ins Gesicht gerieben zu bekommen. Und dann noch seine kindisch-hysterischen Reaktionen auf Kritik. Im Austeilen der große Max, beim Einstecken ne furchtbare Mimimimose. Unerträglich die Figur.

    Vor vielen Jahren war ich von PI mal ganz begeistert. Aber irgendwann geht das ewig gleiche Gejammer und der ewig gleiche Sarkasmus über die ewig gleichen Mißstände und Bösewichter nur noch auf den Sack. Selbstmitleid und Haß sind für Loser.

    • Homo-Obsession trifft es gut. Das fällt bei kewil wirklich auf. Solche Menschen im Stile eines erregten katholischen Priesters sind bekanntlich oft selbst homosexuell und weil sie das verdrängen, reagieren sie dann so paradox. 😉

    • Angemerkt sei, dass Michael Stürzenberger kurz nach Kewils erstem oder zweitem antischwulen Ausfall bei PI versucht hat, den Ruf des Blogs zu retten. Und zwar mit folgendem Artikel:
      PI ist nicht homophob
      Mittlerweile muss man leider sagen: PI i-s-t homophob, oder kommt zumindest so rüber – dank Kewil.
      Aber dass Stürzenberger sich diesbezüglich fundamental von Kewil unterscheidet, geht aus seinem Beitrag glaubhaft hervor:
      http://www.pi-news.net/2011/11/pi-ist-nicht-homophob/

      • Du beklagst dich über kewils Homophobie, lässt Stürzenberger aber seine Islamophobie (hier passt der Begriff ausnahmsweise) durchgehen. Irgendwie nicht ganz logisch.

      • Homophob, islamophob, das sind Begriffe aus der Schmiede der faschistoiden Political Correctness. Neusprech sozusagen. Sie sind Lügen, ihr Zweck ist Lügen, Verblöden, Verleumden, um die Feindbilder in den Köpfen gleichzuschalten.

        Jeder, der intellektuell etwas auf sich hält, sollte diese Sprache ablehnen, und diese Begriffe allenfalls in der Kneifzange von Gänsefüßchen weit von sich halten.

        Neusprech-Begriffe sind ohne konkrete Substanz, niemand weiß, was Du, AV, jetzt mit diesen beiden Worten genau gemeint hast. Man weiß nur, daß Dir irgendwas nicht gefällt an der Einstellung, die Du als „homophob“ und „islamophob“ bezeichnet hast. Um so weniger ist klar, warum es denn unlogisch sein soll, die „Homophobie“ zu kritisieren, die „Islamophobie“ des anderen aber nicht. Es sei denn Du läßt Dich wirklich auf die Schiene der PC locken und meinst allen Ernstes, alles, was irgendwer als „-phobie“ bezeichnet, ist per se böse.

      • niemand weiß, was Du, AV, jetzt mit diesen beiden Worten genau gemeint hast.

        Du weißt es nicht, deshalb gleich auf andere zu schließen, würde ich nicht machen. Ich habe erläutert, was ich gemeint habe.

        und meinst allen Ernstes, alles, was irgendwer als “-phobie” bezeichnet, ist per se böse.

        Viele MSM vermitteln in der Tat den Eindruck Phobien seien böse. Das sind sie aber nicht. Phobien sind nur übertriebene, irrationale, auf ein Thema fixierte Ängste. Von daher passen die beiden Begriffe zur Beschreibung von kewil und Stürzi ausnahmsweise ganz gut.

      • @AV
        Schon daß Kewil und Stürzi „Angst“ haben sollen, ist plumpe Verleumdung. Ganz zu schweigen davon, daß man durchaus drüber diskutieren kann, wie weit deren Haltung zum Islam oder zu Homos übertrieben oder irrational wären.

      • @fh
        Häng die nicht am Begriff ‚Angst‘ auf. Was haben sie dann, wenn keine Angst? Du kannst es auch ‚Befürchtung‘ nennen. Aber Angst trifft es ganz gut. German Angst. Ich mag dieses Wort. Angst. Tolles Wort. Es klingt sehr schön.

    • Bei Kewil wurde ich gesperrt, weil ich Kaiser Wilhelm nicht so toll fand wie er;)
      Stimmt, Kewil kann keine Kritik vertragen und seine Nacktbilder von Gayparties waren sehr seltsam.
      Was ich allerdings gut finde, ist die mutige Faktendarlegung von Massenverbrechen an Deutschen während und nach dem WK 2, das gibts sonst kaum im Netz.
      Da merkt man dann auch im Kommentarbereich, welche Antideutschen Bomber Ali hassen, aber Bomber Harris lieben, da trennt sich die Spreu vom Weizen.

      • Bei kewil werde ich sowieso die Vermutung nicht los, das er selber schwul ist, es sich aber nicht eingestehen will und deshalb gegen Homosexuelle ist.

      • http://www.pi-news.net/2013/05/8-mai-in-wien-fest-der-freude/#comments

        Wieder ein mutiger Kewil, zum 8.Mai, dem „Fest der Freude“.
        Interessant, dass es auch bei PI Postern, Gehirngewaschene gibt, die Antideutsche Phrasen nachbeten.
        Man müsste mal ein Buch schreiben, wieviel Deutsche nach dem Tag des Friedens, massakriert wurden, das hat Guido Knopp glatt vergessen;)

        AV, du bist in Antideutschen Blogs, wie z.B. „Feige im Antideutschen“ nicht gesperrt, das sagt schon alles;), deshalb überascht mich dein Bomber Harris Fanclub-Outing nicht.

  6. Den gesamten deutschsprachigen Raum mangelt es einfach an Personen vom Schlage eines Hitchens oder Dawkins. Liegt zum überwiegenden Teil aber auch mit an so illustren Gesetzen wie dem §166 StGB. Wenn Christopher Hitchens Staatsbürger der BRD gewesen wäre, hätte er (nicht nur) für seine Werke und Äußerungen über Religionen und Weltanschauungen, eine Haftstrafe, mindestestens jedoch eine Verurteilung auf Bewährung, bekommen.
    Das was man hierzulande hauptsächlich nur vorfindet, ist entweder christliche Vollpfosten, also soetwas wie PI, bashen islamische Vollpfosten, oder irgendwelche Spätpupertierenden(grüne Jugend, etc.) haben was gegen die katholische Kirche, finden den Islam aber ganz toll und die Kinderfickervergangenheit ihrer geistigen Väter, bzw. muss man deren Verhalten doch entschuldigen, wegen diesem und jenen.

    • Den gesamten deutschsprachigen Raum mangelt es einfach an Personen vom Schlage eines Hitchens oder Dawkins. Liegt zum überwiegenden Teil aber auch mit an so illustren Gesetzen wie dem §166 StGB.

      Ich glaube wegen §166 StGB wird kaum noch jemand verurteilt. Aber wegen §130 StGB schon.

      Wenn Christopher Hitchens Staatsbürger der BRD gewesen wäre, hätte er (nicht nur) für seine Werke und Äußerungen über Religionen und Weltanschauungen, eine Haftstrafe, mindestestens jedoch eine Verurteilung auf Bewährung, bekommen.

      Ein sehr gutes Beispiel. Danke.

    • Drogen, ja oder nein, das ist die falsche Frage. Du forderst doch auch nicht das Verbot von Alkohol, oder? Die Prohibition hat gezeigt, dass diese Art der Verbotspolitik der falsche Weg ist. Man muss es organisieren wie bei Alkohol und Zigaretten: Legalisierung ja, aber mit Aufklärung.

      Ende der 90er Jahre wurden in Amerika Zigaretten immer uncooler, heute gilt man quasi als Asozialer, wenn man noch raucht. So ist es in Europa mittlerweile fast auch. Das ist der richtige Weg.

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