Liebe Lemminge: Eigenheimquote bitte herausrechnen, Gerechtigkeit herstellen!

Welt online schreibt:

Rechnet man die niedrigere Eigenheim-Quote und die Steigerung der Immobilienpreise seit 2002 heraus, landen die Deutschen auf einmal oberhalb des Eurozonen-Durchschnitts – und vor Zypern.

Die schreiben das ganz ironiefrei. Rechnet man bei Jakob Augstein das Familienvermögen heraus, ist er nicht nur ein miserabler Journalist, sondern auch noch eine arme Kirchenmaus. Zieht man von Menschen wie Soros, Buffett und Augstein die Summen ab, die sie in steuersparende Stiftungen auslagern, bräuchten sie eigentlich Sozialhilfe.

Rechnet man heraus, dass 83% der Spanier, 77% der Zyprioten und 70% der Amerikaner, aber nur 44% der Deutschen eine eigene Immobilie besitzen, dann sind die Deutschen ganz furchtbar reich und wir Amerikaner extrem hilfsbedürftig.

Es wird also Zeit, dass die Deutschen nicht nur den Spaniern und Zyprioten mit Transferleistungen aushelfen, sondern auch mir! Wenn man dieser
hilfsbedürftigen Dame
hilft, kann man auch mir ‚helfen‘.

Wobei die Dame sieht das anders: Ausländer, sagt sie, sollen bitte ihre eigenen Sozialsysteme ausnutzen. Warum sie so denke? Ist doch logisch, meint sie. Wir seien ihre Fressfeinde. Konkurrenten eben. Es ist ihr Anspruch. Es ist ihr Recht. Frau Müller ist 42 Jahre alt. Sie ist gesund. Sie hat Abitur. Sie hat einen Fachhochschulabschluss als Betriebswirtin. Sie ist intelligent. Sie hat keine Lust zu arbeiten. Und sie kann rechnen.

Wenn ich es genau nachrechne, habe ich diesen Anspruch und dieses ‚Menschenrecht‘ auch. Es stehen da sowieso noch Reparationsforderungen an. Aus dem zweiten Weltkrieg. Und aus dem ersten. Außerdem wurde mein Ur-Ur-Urgroßvater mütterlicherseits im Dreißigjährigen Krieg von Deutschen geschädigt und aus religiösen (also rassistischen, doppelt schlimm!) Gründen verfolgt. Money please!

Wie fasste Manolis Glezos seine 500-Milliarden-Euro-Forderung zusammen:
Es geht nicht um Geld, es geht um Gerechtigkeit! 🙂

Gerechtigkeit versüßt mit ‚ein bisschen‘ Kleingeld. Was sind schon ein paar Billionen Euro um den Menschheitstraum ‚Gerechtigkeit‘ zu erreichen? Und dann auch noch die beste Gerechtigkeit von allen: die ’soziale Gerechtigkeit‘. You can’t really put a price on ’soziale Gerechtigkeit‘, can you? Keine Summe darf zu klein sein, kein Opfer zu groß, um endlich das Paradies auf Erden zu errichten! Seid also nicht so kleinlich liebe Deutschen. 😉

The word of the prophets are written on the overpass walls

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27 Gedanken zu „Liebe Lemminge: Eigenheimquote bitte herausrechnen, Gerechtigkeit herstellen!

  1. Wenn die sich in paar Jahren aufgrund ihrer unterkühlten Wohnens was wegholt, bekommst du als Arzt auch ein bisschen was von der sozialen Gerechtigkeit ab. 😉

    Ansonsten ist die gute Frau doch einfach nur krank.

    • Ich sehe ihr Verhalten auch als pathologisch an. Pathologisch oder genial. Die Grenzen sind da fließend. Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn liegt im Erfolg. Und ‚Erfolg‘ hat die Frau. Sie erreicht ihr Ziel. Selbst die größten Kollektivisten müssten eigentlich erkennen, dass es nicht Aufgabe des Staates sein kann, so jemanden zu unterstützen. Sozialhilfe für Arbeitsfähige für maximal 3 bis 5 Jahre. Problem solved.

      • Genial finde ich die Frau nicht. Den Staat abzocken machen viele. Würde sie nur Halbtagsarbeiten hätte sie 4 grüne Scheine mehr in der Tasche, und sie wäre nicht mehr so eingeschränkt.
        Ich befürchte, dass auch eine eingeschränkte Sozialhilfe für Arbeitsfähige ausgetrickst werden kann. 751 € netto ist viel zu viel Geld…

  2. Ich will die Pizza beim Italiener auch umsonst, wegen Limes-Zwangsarbeit meiner Uhrenväter.
    Macht Da Toni aber nicht, dieser Rechtspopulist, der hat bestimmt Berlusconi gewählt.

  3. Tja, vielleicht hatte die Dame auch einfach die Nase voll, sich zu stressen und dafür die Hälfte ihres Gehalts an Vater Staat abzugeben. Quasi ein Streik wie bei „Atlas shrugged“. Sollte vielleicht einfach mal jeder hochqualifizierte ein paar Monate lang machen.
    🙂

    • Tja, vielleicht hatte die Dame auch einfach die Nase voll, sich zu stressen und dafür die Hälfte ihres Gehalts an Vater Staat abzugeben.

      Das glaube ich auch. Das meinte ich mit: „Sie ist intelligent. Sie hat keine Lust zu arbeiten. Und sie kann rechnen.“ Jeder sollte das so machen, dann ist der Staat schneller am Ende.

      • Warum sollte ich wollen das der staat am Ende ist? Und warum soll ich auf ein viel höheres gehalt verzichten und dabei mich auf Dauer zu Hause langweilen?
        Die Frau ist einfach nur bescheuert. Sie hat aber erkannt, dass das Geld, das sie nicht ausgibt auch absolut iirrelevant für ihr Leben ist. Jeder normale Mensch würde sich stattdessen etwas Teures leisten. Sie hat ihr Geld aber einfach als „Betriebskosten“ vergeudet.

      • Jedem das seine. Die Frau langweilt sich offenbar gerade nicht Zuhause. Ich bin auch jemand, der sich selten langweilt. Ich überlege mir diese Option durchaus. Ein Hinderungsgrund ist bisher, dass ich über die Gesetze in den 2-3 Staaten, die in Frage kommen, nicht Bescheid weiß.

      • Jedem das seine. Die Frau langweilt sich offenbar gerade nicht Zuhause. Ich bin auch jemand, der sich selten langweilt. Ich überlege mir diese Option durchaus. Ein Hinderungsgrund ist bisher, dass ich über die Gesetze in den 2-3 Staaten, die in Frage kommen, nicht Bescheid weiß.

        Wir wissen so gut wie nichts über ihre Hobbys, bis auf:
        „Um 14.35 Uhr kommt Susanne nach Hause. Sie legt sich aufs Sofa. Sie sieht aus dem Fenster. Sie schließt die Augen. Jeder normale Mensch würde jetzt einschlafen. Susanne schläft nicht, sie liegt einfach da. Sie nennt es Meditation. „Ich brauch die Entspannung. Sonst kann ich mich nicht erholen.“ Sie hat das Gefühl, Erholung zu brauchen, sagt sie.“
        Machst du so etwas auch? Dann kann man auch Frabe-beim-trocknen-zu-sehen als interessante „Beschäftigung“ ausgeben. Es gibt eben auch noch einen Unterschied zwischen sich langweilen und nicht beschäftigt sein. Für mich gibt es eigentlich nur ein paar Hobbys um mich selbst zu beschäftigen: Lesen und Zocken ( evtl. noch Fernsehen
        Musik hören, spazieren gehen ). Viel mehr kann man auch wenn man alleine und mittellos ist nicht machen. Man benötigt eben mindestens ein paar Leute, die auch den ganzen Tag nichts zu tun haben um auf Dauer Spaß zu haben.
        Natürlich kann man sich als sparsamer Mensch, der keine Kinder hat, fragen, wofür man das ganze Geld gescheffelt hat. Klar ob bei meinem Tod auf meinem Konto eine hohe schwarze oder gar eine rote Zahl steht ist doch egal. Der Schluss, dass man auch mit Sozialhilfe zufriedener leben kann ist ein Trugschluss. Was die Frau als Betriebswirtin macht ist außerdem ein Ökonomischer Unsinn. Erstmal hat sie 30.000€ ohne Zinsen auf dem Girokonto. Dann versteckt sie, dass Geld nicht einmal vorm Staat und gibt es dann auch noch für „Betriebskosten“ aus. Dann macht sie auch noch den Fehler nicht Schwarz zu arbeiten ( = viel höherer Lebensstandart => z.B. wieder Reisen ). Und vor allen Dingen muss sie bei soviel Geld sowieso nur Halbtagsarbeiten um wesentlich mehr Geld als sie aktuell hat, zu haben.
        Für mich ist diese Frau einfach nur traurig, da sie bis auf wenige Luxusartikel nichts mit Geld anfangen kann. Man sollte von dem Geld, das man verdient, sich auch schon mal etwas Gutes gönnen.

  4. Noch viel lachhhafter, als Immobilien aus dem Vermögen herauszurechnern ist doch der weiter unten in dem verlinkten Artikel verflgte Ansatz ausgerechnet Rentenansprüche hineinzurechnen.

    Ganz so, als ob nicht jeder, der überhaupt rechnen kann, wüsste, dass diese spätestens mit dem Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge auf den Status netter, aber leider unerfüllbarer Versprechungen schrumpfen..

    Wenn unsere Rentenansprüche Vermögen sind, dann ist der Rechtsanspruch eines Gläubigers gegen den insolventen Schuldner auch Vermögen, ebenso wie der Lottoschein mit der Chance auf den Hauptgewinn. Letzterer wäre dann sogar ein Millionenvermögen.

    • Irgendwo hab‘ ich mal gelesen, dass eine anonyme Umfrage bei der „Welt“ ergeben habe, dass sich 2/3 (oder so) der dortigen Journalisten wünschen, sie könnten für das „Neue Süddeutschland“ (fühere SZ) arbeiten.

      Man hat also Springer nicht enteignet, sondern unterwandert. Letzteres hat beim Staat auch prima funktioniert.

  5. Sozialhilfeempfänger lebten in Deutschland besser als Grundwehrdienstleistende Mannschaftsdienstgrade bei der Bundeswehr. 44qm Wohnung allein bezogen mit eigenem Bad vs. 1 „Bock“ von vier oder gar sechs in einer manchmal unter 20qm Stube mit Gemeinschaftsdusche, Gemeinschafts-WC und Waschraum für 60 Mann auf dem Gang. Ausgewähltes Essen vom Bioladen vs. Essen aus der Truppenverpflegung mit Kartoffeln Handelsklasse „für Schweinemast und Bundeswehr“. Wehrpflichtige hatten oft weniger Raum als einem Hund laut Tierschutzverordnung zustand, und das in der Kaserne, nicht „auf Übung“. Wenn eine Kaserne zur Unterkunft für Asylbewerber umgewidmet wurde musste erstmal teuer renoviert werden denn die Unterkünfte waren „nicht menschenwürdig“.

    Schön dass wir die Wehrpflicht pausieren lassen, da muss sich unsere Politik nicht mehr ganz so sehr schämen, die Soldaten auf Zeit die in alten Kaserenen mindestens unter der Woche immer noch so leben müssen (Pflicht zum Leben in der Gemeinschaftsunterkunft) machen das ja freiwillig und werden dafür „gut“ bezahlt. Komisch nur dass das zu wenige wollen…

    Wenn es nach mir ginge würden arbeitsfähige Sozialhilfeempfänger mit mehr als drei Jahren Bezugsdauer dadurch versorgt dass ihnen genau das Wohnen und Essen angeboten wird zu dem man bis zuletzt Wehrpflichtige verpflichtet hatte. Meinetwegen könnte man auch Gipswände in den alten 4 und 6 Mann Stuben einziehen für „Einzel“ und „Paar-“ stuben und so immerhin mehr Privatsphäre gewähren als noch heute ein Soldat auf Zeit unter 25 Jahren Alter hat.

  6. Einer der vielen Hinweise, dass dieser Dame ein paar Tassen fehlen, ist auch, dass sie spart, aber „Bio“ kauft, oder unbedingt ein iphone braucht.
    Erinnert mich an die Doku über den Einsiedler/Bauern Gottfried, der Technologie ablehnt, „wir zerstören die Natur, verseuchen die Bäche“, usw.: er selber scheißt in einen Blecheimer.

    http://www.welt.de/fernsehen/article106680511/Bauer-Gottfried-und-das-Taschentuch-fuers-Pipi.html
    Spitzenkommentar:
    Mich interessiert der CO2-Ausstoss einen Dreck. Entscheidend sind die bei der Verbrennung freigesetzten Schadstoffe. Und das sind neben Stickoxiden Kohlenwasserstoffe, die bei den niedrigen Temperaturen die Luft verpesten. Und selbstverständlich sind die Prozesse eines Zerfalls vollkommen andere als die einer Verbrennung und Vergasung – und damit auch die Produkte.
    Mangelnde Kenntnisse führen zu immer den gleichen Folgen: Es entstehen Grüne und Linke.

    • Die Bio-Versessenheit der Frau fasziniert mich total. Damit ist endgültig die Legende vom Tisch, dass man sich von Hartz IV nicht gesund und vollwertig ernähren kann. Man hat sogar so viel Geld, dass man sich jeden Tag (!) Bioessen leisten kann.

      • Damit ist endgültig die Legende vom Tisch, dass man sich von Hartz IV nicht gesund und vollwertig ernähren kann.

        Klar kann man das, egal ob „bio“ oder normal. Viele Hartzer kriegen das nur nicht geregelt, weil sie zu dumm oder zu faul sind, Lebensmittel zu verarbeiten und stattdessen Fertigprodukte kaufen.

        1 kg Kartoffeln kostet so zwischen 0,5 und 2€, 1kg Chips 10-20€. Der Wert der Zutaten für eine Pizza ist lächerlich gering im Vergleich zum Tiefkühlprodukt.

        Darüber hatte ich vor ein paar Jahren übrigens mal eine Diskussion mit einem links angehauchten praktischen Arzt, der die grassierende Adipositas bei seiner „sozial schwachen“ Klientel genau darauf zurückführen wollte, dass die armen Leute „keine gesunden Sachen kaufen können“. Es zeigte sich rasch, dass er Kochen und Einkaufen schon immer seiner Frau überlassen hatte.:-)

      • Sehr schön beobachtet. Sarrazin hat das auch schön auf den Punkt gebracht. Armut hat in DL wenig mit Geld und viel mit geistiger Armut zu tun.

      • Bei dem lesen des artikels wurde mir klar, dass man Bio nicht isst, weil es gesund ist. Nein, man isst Bio, weil es eine Marke ist. Sozusagen Luxus wie Iphone oder Mac-Book. Wieviel 1 Euro Burger kann man eigentlich mit dem entsprechenden Harzer vördergeld sich im Monat leisten?

    • Das geilste am Bericht über Bauer Gottfried sind die Kommentare der üblichen Dumpfbacken, die alle „voll den Respekt“ vor einem Mann haben „der den Konsumterror nicht mitmachen will“. Abgesehen davon, dass, vorausgesetzt der Lebensstil von Gottfried dem Besseren sich durchsetzt, dieser selbst eine Chance von 1:10 haben würde, überhaupt 57 Jahre alt zu werden, hätten wohl auch seine Söhne und seine Frau eher früher als später die Reise „zurück zur Natur“ angetreten.
      Aber eben, das sozialistische Bildungsmodell des alles nach unten Nivellierens fördert eben solche Geistesgrössen, die sich abseits jeglicher Bildung für die grossen Durchblicker halten. Und dann wirds schwierig, oder um es mit dem grossen Philosophen Poptitan Dieter zu sagen: „Versuch mal einem Deppen beizubringen, dass er ein Depp ist.“

    • Den Film über Gotffried den ungewaschenen Tangotänzer, hab ich auch schon mal gesehen, sehr witzig.
      Seine neue Frau, die auch auf seinem geerbten Hof lebt, muß die Teller aber nicht sauberlecken, noch nicht.

      • Eben und bis jetzt war doch keine Interpretation dieser Statistik erbauend oder einleuchtend. Warum haben die Deutschen so wenig Vermögen im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern?
        Die Deutschen verdienen im Durchschnitt mehr als die meisten anderen Europäer ( wobei sie auch, wie Statistiken belegen, sehr viel sparen ).
        Deswegen ist mir die Erklärung, dass die Deutschen zu viel Geld in den Staat stecken zu simpel und es ist auch nicht wirklich belegt. Haben die anderen Länder nicht auch ausufernde Staatsapparate?
        Deswegen ist es doch offensichtlich: Die Zahlen sich falsch.
        ( Korrektur: Die Zahlen in der Welt sind offensichtlich falsch: Der Median-Wert wurde als Durchschnitt ausgegeben. Die richtigen Zahlen gibt es in der bei der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vermoegen-reiche-zyprer-arme-deutsche-12144211.html )

      • Dein FAZ-Link zeigt, dass die Zahlen nicht falsch sind. Zu deinem Punkt: Offenbar geht in DL die Altersversorgung über Umlageverfahren über den Staat, während in Südeuropa viel privat vorgesorgt wird.

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