ARD vs. Amazon. Mafia- und Nazi-Methoden?

Es gibt in Deutschland im Moment bekanntlich eine Diskussion um eine ARD-„Reportage“, die Amazon unmenschliche Arbeitsbedingungen unterstellt. In diesem Zusammenhang lese und höre ich immer wieder von Knebelverträgen, Zwangsmaßnahmen und Nazi-Methoden, die Amazon angeblich benutzt.

Knebel- und Sklavenverträge wie bei der Mafia.
Ich will der ARD und allen interessierten Lesern kurz erklären, was ein Knebelvertrag ist:

Ein Knebelvetrag liegt zum Beispiel dann vor, wenn ein Vertragspartner in einen Vertrag gezwungen wird. Oder wenn man kein Kündigungsrecht hat. Oder wenn man gezwungen wird, für Leistungen zu bezahlen, die man gar nicht haben will. Oder wenn man generell keinen Einfluss auf den Inhalt des Vertrages hat. Bei wem sind diese Methoden die elementare Geschäftsgrundlage? Bei Amazon oder bei der ARD?


 
Zum Thema Nazimethoden. Zwang zu Antisemitismus und Registrierung.
Ich will an dieser Stelle zwei beispielhafte Nazimethoden erläutern. Eine Nazimethode zeichnete sich dadurch aus, Menschen zu zwingen für antisemitische Propaganda zu bezahlen, egal ob man die Nazi-Ideologie unterstützte oder nicht.

Eine zweite Nazimethode bestand darin alle Menschen zu registrieren und daraus Zwangsmaßnahmen zum eigenen Vorteil abzuleiten. Die Nazis hatten ein Meldegesetz, das alle Einwohner des deutschen Reiches dazu zwang, sich an ihrem Wohnort anzumelden.

Mit Familiennamen, früheren Namen, Vornamen, Doktorgrad, Namen der Eltern, Kindern, Staatsangehörigkeit, Religion, gegenwärtige und frühere Anschriften, Familienstand, Tag der Eheschließung, Name und Herkunft des Ehegatten, steuerrechtliche Daten und so weiter.

Zugriff auf diese Daten hatten die üblichen Behörden in der Nazizeit: Polizei, Gestapo, Reichssicherheitshauptamt, SA, SS und so weiter. Der Clou: Der Zwang zur Meldung und Registrierung gilt in Deutschland bis heute.

Die Situation heute.
Es gibt in der BRD im Wesentlichen zwei Organisationen, die dieses Melderegister ausgiebig benutzen dürfen: Erstens die Polizei im konkreten Verdachtsfall und zweitens die GEZ als Dauerverbindung.

Die GEZ bekommt alle zwei bis drei Wochen die aktuellen Datensätze der deutschen Meldeämter vollkommen automatisiert zugespielt. Aus diesen Daten liest die GEZ dann einfach und schnell heraus, welchen Einwohner sie noch nicht in einen Knebelvertrag gepresst hat.

Vor diesem Hintergrund kann ich über jeden „Skandal“, den ARD und ihre angeschlossenen Sendeanstalten „aufdecken“, nur laut lachen. Das ist ungefähr so als überließe man der Mafia die Kriminalitätsbekämpfung. Der Bock wurde zum Gärtner gemacht.

Jeder der die Propaganda und das Geschäftsgebaren der ARD unterstützt, sollte sich aus meiner Sicht psychiatrisch untersuchen lassen. Nur hätte man dann in Deutschland ein Problem, denn die Zahl der gläubigen GEZ-Jünger geht in die Millionen. Oskar Panizza hatte Recht: Wenn der Wahnsinn epidemisch wird, nennen sie es Vernunft.

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34 Gedanken zu „ARD vs. Amazon. Mafia- und Nazi-Methoden?

    • Dann bist du nicht richtig gemeldet. Normalerweise wird es an die GEZ weitergereicht. Es kann auch gut sein, dass sie im Moment so viele tausend „Neukunden“ haben, dass sie im zweiten Monat seit der neuen Regelung noch nicht alle „Neukunden“ anschreiben konnten.

      • Ich hab ja bisher auch immer die GEZ-Briefe bekommen. Vielleicht sind die wirklich überfordert.

      • Gemach, gemach Feldheld. Bisher habe ich auch noch nichts bekommen.
        Die Mühlen des Staates malen spät.
        Die Besteuerung der Renten wurde 2005 beschlossen. Jetzt bekommen die Rentner, die keine Steuererklärung gemacht haben die Nachberechnung.
        Wenn sie sich bei der GEZ auch soviel Zeit lassen, werden sie höchstwahrscheinlich bei mir in’s Leere stoßen.

  1. >> […] die Zahl der gläubigen GEZ-Jünger geht in die Millionen. <<

    Sind Sie sich da sicher? Ich persönlich habe bisher von absolut niemandem etwas positives über die GEZ und die Rundfunkgebühr gehört, mit Ausnahme eines Kumpels, der beim WDR arbeitet.

    • Privat kenne ich keinen, der offen zugeben würde, für Staatsmedien zu sein, aber auch keinen, der klar dagegen spricht, denn jeder von denen konsumiert sie, jeder von denen zahlt die Gebühr und vermutlich jeder von denen empfindet den Neid gegenüber denen, die nicht zahlen.

      Ich habe mal in einem Motorradforum über das Thema mitdiskutiert, da fanden sich durchaus etliche, eine klare Mehrheit, die vehement für den Staatsfunk eintraten. Mit den üblichen schwachsinnigen Argumenten. („besser als RTL“, „stellt Euch nicht so an“)

      Der Deutsche ist und bleibt notorischer Untertan. Da wird sich nix dran ändern, solange diese deutsche Kultur hier überlebt. (Deren Ende ist ja zum Glück schon absehbar, siehe Geburtenraten.)

      • Wenn man die Wahl hätte zu bezahlen oder nicht, würde die Mehrheit keine GEZ-Steuer zahlen, zumindest aus Geiz. Ob die Mehrheit den Staatsfunk-Blödsinn glaubt, weiß ich nicht.

      • Ob die Mehrheit den Staatsfunk-Blödsinn glaubt, weiß ich nicht.

        Man muss nur das aktuelle Thema Amazon nehmen und die deutschsprachigen Foren durchlesen. Mindestens 90% stimmen der ARD zu.

      • keinen, der klar dagegen spricht

        Genau das ist auch mein Eindruck. Natürlich, die Zwangsgebühr wollen nicht alle bezahlen. Aber wenn ich dann anbringe, dass staatliche Sender privatisiert werden müssen, dann sind 95% der Deutschen strikt dagegen.

        Und die meisten dieser 95% lästern dann auch noch über amerikanisches TV ab und sagen wie toll der GEZ-Funk sei im Vergleich dazu, und dann auch noch obwohl sie noch nie in ihrem Leben amerikanisches Fernsehen wirklich erlebt haben.

  2. Da „Gefällt mir“ bei mir nicht anspricht, auf diesem Wege mein „Gefällt mir“.

    Da die Staatsfinanzen anscheinend völlig aus „dem Ruder“ gelaufen sind, weil Sparmaßnahmen nicht wirklich greifen und die Finanzierung alter Schulden durch neue Schulden unweigerlich in eine Finanzkatastrophe münden muss, denkt sich der „Staat“ ständig neue Steuern aus. Allerdings werden sie nicht als Steuern bezeichnet, wie z.B. bei der GEZ weil das unpopulär ist.

    Wenn der Staat der Meinung ist, dass er eine Informationsverpflichtung gegenüber dem Bürger hat, dann soll er sie aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanzieren und nicht durch Sonderabgaben. Warum sieht der Staat diese Verpflichtung nur für Fernsehen und Rundfunk? Folgerichtig müsste er doch auch eine Zeitung per Zwangsabonnement dem Bürger zur Verfügung stellen?

    Das Erdenken immer neuer Steuern und Abgaben kann den Staatsbankrott aber nicht aufhalten, sondern nur verzögern.

    Als guter Staatsbürger habe ich zwei Anregungen für den Staat für zusätzliche Einnahmen.
    – Eine Zwangsmiete für Obdachlose. Begründung wie bei der GEZ: Er hat keine Wonung, aber er könnte sich eine mieten. (Auch wer kein Fernsehgerät hat, muss Fernsehgebühren zahlen. Selber schuld wenn er keins hat. Er könnte sich eins kaufen.)

    – Eine Mautgebühr für Fußgänger zur Benutzung des Bürgersteigs. Eventuell eine Staffelung nach der Schuhgröße.

    Im Ernst: ich habe das Gefühl, dass in den Ministerien ganze Völkerstämme von Beamten nur damit beschäftigt sind, neue Steuern und Abgaben für die Bevölkerung zu ersinnen.

    Mit dem Kohlepfennig hat es mal ganz klein und bescheiden angefangen. Warum soll beim Grünen Punkt ( gut, den gibt es wohl nicht mehr) und dem Stromcent schon Schluss sein?

    Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir den Hinweis auf das Alterseinkünftegesetz, dass uns die Regierung Schröder zum Abschied 2005 noch in’s „Nest gelegt“ hat.
    Das Alterseinkünftegesetz ändert die Besteuerung von Renteneinkünften und Pensionen. Der steuerpflichtige Anteil bei Alt- und Neurenten ist ab dem Jahr 2005 auf 50% erhöht. In einer Übergangsphase von 35 Jahren wird ein Systemwechsel zur nachgelagerten Besteuerung durchgeführt, d. h. ab dem Jahr 2040 muß die Rente voll versteuert werden.
    Dieses Gesetz wurde kaum zur Kenntnis genommen, weil es niemand verstanden hat. Acht (!) Jahre brauchte der Staatsapparat um dieses Gesetz wirksam werden zu lassen. Mit dem Ergebnis, wie jüngst im Fernsehen berichtet wurde, dass ein Rentner zur Nachzahlung einer erheblichen Summe aufgefordert wurde.
    Jeder Rentner, der froh ist, wenn er sich noch einigermaßen selbst versorgen kann, hat gemeint, dass dieses Gesetz ihn nicht betreffe, weil er ja schon vor 2005 in Rente gegangen ist. Das war wohl ein verhängnisvoller Irrtum. Die „Mühlen“ des Staates arbeiten langsam aber fein!
    Das ist sicherlich nur ein Beispiel dafür, wie der Bürger vom Staat „über den Leisten gezogen wird“.
    Abgezockt wird!

    • Da “Gefällt mir” bei mir nicht anspricht, auf diesem Wege mein “Gefällt mir”.

      Das habe ich auch oft. Dann geht es über den Reader.

      Das Alterseinkünftegesetz ändert die Besteuerung von Renteneinkünften und Pensionen.

      Auf Einkommen sollte man gar keine Steuern erhöhen. Aber wenn man diesen falschen Weg geht, dann muss man natürlich auch Renten und Pensionen besteuern.

      • Entschuldige bitte lieber Viewer. Bei allem was den PC betrifft, bin ich ein Dümmerling.
        Was ist ein „Reader“?

        Was ist jetzt los? Habe gerade gesehen, dass ich bei „Gefällt mir“ jetzt doch zu sehen bin. Habe aber aktuell nichts getan.
        Ein Wunder? Ein Wunder? 🙂

      • Ganz links, gibt es ein W in einem Kreis, wenn du eingeloggt bist. Jedenfalls bei mir. Da gibt es eine Option „Reader“. Mit diesem Programm, kannst du alle von dir abonnierten Blogs lesen und auch „Gefällt mir“ klicken, ohne selbst auf den Artikel zu gehen. Wenn es im Artikel nicht funktioniert, geht es in der Regel dort. Aber der Button hat viele Bugs und oft ist es dann so wie bei dir beschrieben. Es dauert ein Weilchen, bis das Bild erscheint.

    • Ja Paul und 2004 hat man auch noch beschlossen von einer Direktversicherung die vollen Krankenkassenbeiträge zu fordern …natürlich auch für Altverträge …jetzt haben die Rentner bis zu 40 Jahre gespart freuen sich auf ein bisschen mehr Geld und was passiert sie reiben sich die Augen wenn die Krankenkassen kommen und natürlich die Pflegeversicherung …es geht hier um 1 Milliarde Euro für 6 Millionen Verträge ….aber wenn Du denkst das bleibt bei den Kassen …falsch gedacht …es geht an den Staat …und die Medien haben Infoverbot …

  3. Zum Thema Amazon habe ich dies gerade gefunden:

    http://www.express.de/politik-wirtschaft/kritik-an-ard-doku-amazon-mitarbeiter—fast-alles-falsch-dargestellt-,2184,21898422.html

    Als unwissender Außenstehender stehe ich ganz schön belämmert da.
    Meine Erfahrung mit den Medien, den ÖR als auch den privaten, veranlasst mich zu glauben, dass aus unserer parlamentarischen Demokratie schon längst eine Mediendemokratie geworden ist. Noch schlimmer, wir sind auf dem Weg zur Mediendiktatur.

    Der ARD-Bericht bekommt, jedenfalls bei mir, ein besonderes „Geschmäckle“: Verdi verhandelt dedrzeit mit Amazon über einen Tarifvertrag. Ein Hundsfott, wer da an unterstützende Berichterstattung denkt? Das genau verurteile ich bei der Berichterstattung durch einen Teil der ÖR – in diesem Fall der ARD. Das ist Mißbrauch meiner Zwangsgebühren!

    • Solche Artikel gibt es mittlerweile ein paar. Achgut hat den ersten verlinkt, den ich gesehen habe. Danach folgte PI. Aber in den einschlägigen Medien wie Spiegel und SZ kommt davon natürlich kein Wort. Und bei ARD und Co natürlich erst Recht nicht.

      wir sind auf dem Weg zur Mediendiktatur.

      Sehe ich auch so. Die großen Medien senden und schreiben alle in die gleiche Richtung. Kein Wunder, dass auch die Politik in die gleiche Richtung marschiert. Kaum hat die ARD fertig gesendet, riefen die 5 EInheitsparteien im Bundestag eine Sonderlesung ein und erzählten alle mehr oder weniger das gleiche.

      • Hier mal eine kleine Ausnahme. Ein Bericht des MDR in dieser Sache, der schon mal, wie ich meine, etwas mehr an Informationen gibt und weniger einen voreingnommenen Standpunkt vertritt.

        http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/sendungverpasst100-multiGroupClosed_boxIndex-2_zc-081cc7ec.html

        Bin gespannt auf das Ergebnis der Kommission. Wenn wir davon überhaupt was erfahren.

        Zumindest ist mir jetzt klar geworden, dass die ARD als Erfüllungsgehilfe der ARD tätig geworden ist.

        Na, wie immer: „Der Zweck heiligt die Mittel“ und „Wenn es denn der guten Sache dient“.
        Vergessen wird dabei, dass ich das nicht bezahlen möchte!

      • Anscheinend wird der Link auf einen Kalendertag bezogen.
        Mit dem alten Link landest Du bei
        MDR Mediathek – Freitag 22.2
        Links den Mittwoch anklicken.
        Dann bist Du bei Mittwoch 20.2

        Mit dem neuen Link bist Du gleich bei Mittwoch 22.2. (frag mich nicht warum?).

        Nächster Schritt.
        In der Mitte sind die Sendungen mit Zeitangabe aufgeführt.
        Runterrollen auf MDR aktuell 21:45.
        Dann rechts auf „Ver.di fordert….“ klicken und das Video zum Laufen bringen. UFF:-)

        Bei Interesse, weil es als Kollateralschaden anliegt auf „NPD veröffentlicht geheime Materialsammlung“ klicken. Ist ein ganz anderes Thema, dass uns sicherlich auch noch beschäftigen wird. Aber sehr interessant.

      • Danke für den Link. Das Video soll neutral sein? Im Ernst? Die ARD recycelt hier ihre eigene Recherche. Es kommt nirgends etwas darüber, dass die „Reportage“ der ARD übetrieben ist. Im Gegenteil. Jetzt geht es um die konkrete Umsetzung der „Erkenntnisse“. Vom Wort zur Tat. Werbung für den Tarifvertrag von Verdi. Dazu ein paar Politikerstimmchen: SPD, Linke, FDP. Das sind 2 gegen 1. Das ist in der Tat fast schon fair und balanced. Oft ist das Kräfteverhältnis im ÖRF auch so: NGO, Grüne, SPD, Linke vs. keine Stimme aus dem Contra-Lager. Mindestens ein 2:1- bis 3:1-Verhältnis ist Standard im ÖRF, wenn bürgerliche Parteien an der Regierung sind. Musst du mal drauf achten.

        Das NPD-Verbot ist eine riesige Show. Ein Staat, der vorgibt nach „westlichen Werten“ zu operieren, sollte nicht einmal im Ansatz daran denken Parteien zu verbieten, so lange man der Organisation keine Gewalt oder sonstige Kapitalverbrechen nachweisen kann. Es gibt in DL eine Mafia-Organisation aus Amerika, die ca. 50% des organisierten Verbrechens in DL kontrolliert. Über ein Verbot dieser Organisation spricht interessanterweise niemand. Ich vermute viele Richter, Politiker, Medien und Staatsanwälte in DL sind schon relativ lange vom organisierten Verbrechen unterwandert. Das ist ein NDP-Verbot genau das richtige fürs Wahlvolk. Brot und Spiele und business as usual.

      • Oooch, lieber Viewer, sei mal nicht so streng. Gemessen an dem was ich sonst so bei ARD und ZDF wahrnehme fand ich das schon ganz ordentlich.
        Besonders gut fand ich die Verknüpfung mit dem Tarifstreit. Schlagartig wurde mir klar in wessen Auftrag der Bericht über Amazon angefertigt wurde.
        Interessant war für mich der Hinweis auf die Untersuchungskommission. Ob wir das Ergebnis je erfahren werden? Wenn nicht, dann weiß ich dass Amazon unschuldig ist.

        Zur NPD stimme ich Dir zu.
        Eine Partei kann nur verboten werden, wenn sie verfassungswidrig ist. Dabei kommt es wohl weniger auf das Geschwafel von Einzelpersonen an, sondern mehr auf das Programm und Parteibeschlüsse.

        Mit dem Hinweis auf die Mafia-Organisation aus Amerika hast Du mir einen Schreck eingejagt. Davon habe ich bisher überhaupt noch nichts gehört oder gelesen.
        Ob bei uns eine Unterwanderung durch das organisierte Verbrechen stattgefunden hat weiß ich nicht. Für mich steht fest, das die RAF den „Marsch durch die Institutionen“ erfolgreich absolviert hat. Ganz besonders bei der Rechtsprechung. Da sind sie wohl schon ganz Oben angekommen?

  4. Ha, im Gegensatz zu Feldheld hab ich schon zwei Briefe von der GEZ bekommen, aber keiner hat mich bis jetzt persönlich so berührt, dass ich der Auforderung darin nachgekommen wäre…
    Mal sehen ab dem wievielten härtere Geschütze aufgefahren werdent!

    • Solche Geschichten höre ich andauernd. Irgendwie scheint hier ja in diesem Blog kaum jemand zu bezahlen. Das finde ich sehr gut. Nur repräsentativ kann das nicht sein, denn die ARD ist so lebendig wie nie. Der einzige Weg mir bekannte Weg heute noch der GEZ auf Dauer zu entkommen, ist sich erst gar nicht bei einem Meldeamt zu melden. Das ist in DL aber angeblich mindestens eine „Ordnungswidrigkeit“, die angeblich mit mehreren hundert Euro bestraft werden kann. Man kann es aber auch so sehen: Lieber das Risiko von ein paar hundert Euro an den deutschen Staat eingehen, als jedes Jahr 200€ direkt an die GEZ.

      • Habe mich gerade schlau gemacht.
        Jedes Bundesland hat ein Einwohnermeldegesetz.
        Seit 2006 (!) soll ein einheitliches Bundeseinwohnermeldegesetz eingeführt werden.
        Kommenden Dienstag soll es durch den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. (Na, das ging doch mal schnell.)*
        Im derzeit gültigen Einwohnermeldegesetz des Landes Berlin ist ein Verstoß eine Ordnungswidrigkeit die mit bis zu 500€ Bußgeld bestraft wird.

        *Mal nebenbei:
        Neulich fragte ich einen Beamten warum er einen fauligen Apfel ißt. Antwort: „Als ich mit dem Essen angefangen habe, war er noch gut.“

      • Neulich fragte ich einen Beamten warum er einen fauligen Apfel ißt. Antwort: “Als ich mit dem Essen angefangen habe, war er noch gut.”

        🙂

        Es gibt eime amerikanische Comedy-Serie mit dem Titel „Parks and Recreation“. Die Serie selbst finde ich nicht sehr lustig, aber einer der Hauptcharaktere mit den Namen „Ron Swanson“ ist Kult. Seine Weisheiten und Einzeiler sind legendär. Sie heißen „Swanologues“. Hier ein paar Beispiele:


        http://9gag.com/gag/5386128
        http://9gag.com/gag/5387617

  5. In der Diskussion um ÖR hat mir jemand geschrieben:
    „Ihren heiligen Zorn auf einzelne Auswüchse bei der Berichterstattung der öffentlichen-rechtlichen Sender kann ich natürlich verstehen und teilen. Trotzdem muss ich auch eine Lanze für das System brechen. Es bringt sehr viel Information, Bildung und Unterhaltung, die man so nirgends bekommt, jedenfalls nicht bei den Kommerz-Sendern. Aber auch ARD und ZDF müssen auf die Einschaltquoten achten, d.h. auch Massengeschmack bedienen. Sonst geht die Akzeptanz ganz verloren. Und wer sollte dann die Deutschen so umfangreich informieren? Ich mag den Spruch: Fernsehen macht Kluge klüger und Dumme dümmer. 🙂 Jeder ist, was er sich an Programmen raussucht. Und da bieten die Öffentlich-rechtlichen wirklich viel.

    Und dass man für die Kommerzsender nichts bezahlen muss stimmt ja leider nicht. Die Kosten für die TV-Werbung werden natürlich auf die Produkte umgelegt. So zahlt man für Kommerz-TV an der Supermarktkasse. Ob ARD, ZDF, Deutschlandfunk und die anderen öff.-recht. Radiosender immer effektiv mit dem Geld umgehen ist eine andere Frage. Aber dafür gibt es ja Aufsichtsgremien, in denen die relevanten gesellschaftlichen Gruppen der Gesellschaft vertreten sind. Und es gibt immer die Möglichkeit, seinen Ärger direkt an die Sender zu schicken. Es gibt überall Zuschauerredaktionen, die das Aufnehmen und weiterleiten. Wir bei MDR aktuell bekommen auch Post, die genau bewertet wird (zum Glück nicht viel). Aber dadurch haben Zuschauer Einfluss!“

    Ich gebe zu, ein bischen hat mich das doch zum Nachdenken gebracht.

    Werde mal dem Grund für den ÖR nachforschen. Information oder Bildung? Vielleicht auch Propaganda? Wann ist er installiert worden? Aus welchem Grund? Oder ist es ein Relikt des 3. Reichs? Wie war das in der Weimarer Republik?

    • Und dass man für die Kommerzsender nichts bezahlen muss stimmt ja leider nicht. Die Kosten für die TV-Werbung werden natürlich auf die Produkte umgelegt.

      Das ist falsch gedacht. Die Firmen werben so oder so. Wenn nicht im TV, dann an einem anderen Ort. Im privaten TV bezahlst du schlichtweg mit deiner Zeit. Außer man hat wirklich gute Pay-TV-Sender wie HBO. Da bezahlst noch einmal extra, damit es eben keine Werbung gibt. Ganz abgesehen davon, kostet privates Kabel auch eine Grundgebühr. So wie der ÖRF auch Werbung hat. Die Unterschiede zwischen privat und öffentlich-rechtlich liegen in der Qualität, der Wirtschaftlichkeit und der Ideologie.

  6. @Paul,
    Natürlich findet sich auch in einem völlig verkommenen System ein zwei gute Dinge die man herausgreifen kann, dasselbe wäre es, wenn man sich auf das dritte Reich bezieht und sagt: „War ja nicht alles schlecht damals, Autobahnen…“
    Zu den privaten, ja man muss die Werbung der Unternehmen mitbezahlen, aber man kann immernoch selbst bestimmen ob man Geld für etwas ausgibt oder nicht.

    Hier geht es nicht darum wie gut oder schlecht ARD.ZDF und Konsorten sind, sondern das man gezwungen wird alles mitzufinanzieren!
    Das kann man auch mit noch so Interessanten, Bildenden oder sonstwelchen Sendungen nicht wettmachen.
    Außerdem finde ich nicht das die ÖRs viel für Bildung und Information tun/bringen, im Zeitalter des Internets ist dies überholt!
    Wer sich dennoch für ÖR interessiert, kann dies auch bezahlen, dem steht nichts im Wege! Bei Premiere oder nun Sky funktioniert es schließlich auch.
    Grüße
    Brutha

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