Die Moralin-Weltmeister. Jetzt mit Ejaculatio praecox.

These: Deutschland ist mittlerweile politisch korrekter als Amerika.

Schein-Sexismus. Deutschland ejakuliert vorzeitig.
Wenn es in Amerika um Sex geht, dann passierte auch wirklich etwas. Das will ich einmal klarstellen. Clinton lies sich einen blasen, Anthony Weiner präsentierte seinen Weiner im Internet und Eliot Spitzer war ganz spitz auf Callgirls der Luxusklasse. Diese Herren hatten alle Action und das nicht zu knapp.

In Deutschland hingegen reicht es aus, wenn ein Politiker wie Herr Brüderle an einer Bar zu einer Frau sagt, dass sie ein Dirndl ausfüllen könne – schon erreicht die deutsche Empörungsindustrie ihren orgastischen Höhepunkt. Ein typischer Fall von Ejaculatio praecox.

Wobei der Schock bei Frau Himmelreich so tief saß, dass sie sich erst einmal ein Jahr davon erholen musste, bis sie die Kraft aufbrachte das Trauma in Worte zu fassen. Mein Beileid.

Die Einstellung vieler Frauen ist zutiefst heuchlerisch. Auf der einen Seite erwarten die meisten noch immer wie selbstverständlich, dass der Mann den ersten Schritt unternimmt. Auf der anderen Seite begibt sich der Mann zusehends in Gefahr, wenn er den ersten Schritt macht. Es hängt mittlerweile nur noch davon ab, ob die Frau den Mann attraktiv findet. Findet sie ihn attraktiv, darf alles gesagt werden. Findet sie ihn nicht attraktiv, ist jeder Anmachspruch sexistisch.

Nehmen wir den Fall Brüderle. Hätte Frau Himmelreich Brüderle attraktiv gefunden, wäre sein Spruch nichts weiter gewesen als ein gelungener Flirt. Ein Flirt aus dem vielleicht noch mehr wird. Je nachdem wie es läuft. Es trat der andere Fall ein. Himmelreich fand Brüderle nicht ausreichend anziehend. Und so fiel ihr nach einem Jahr Denkpause ein: Halt! Moment! Stopp! Das war Sexismus!

Moral im Himmelreich.
Wenn man dieses Thema weiterspinnt, kann man vielleicht zwei Dinge besser nachvollziehen. Erstens: Warum wird die westliche Welt immer scheinmoralischer? Erklärung: Frauen ist Moralin wichtiger als Männern. Frauen haben immer mehr Einfluss. Ergo werden Scheinmoral und politische Korrektheit immer wichtiger. Oder auch: Was ich als Scheinmoral betrachte, ist für viele Frauen zutiefst logisch, gerecht und moralisch?

Zweitens: Warum gibt es immer weniger Kinder? Nun, wenn man Untersuchungen glaubt, dann verweigern sich Männer mehrheitlich Paarbeziehungen und nicht die Frauen. Erklärung: Männer kommen mit ihrer neuen widersprüchlichen Rolle nicht klar. Auf der einen Seite wollen Frauen heutzutage immer noch mit charmanten Sprüchen erobert werden. Auf der anderen Seite hat man als Mann sofort mit ernsten Konsequenzen zu rechen, wenn ein harmloser Anmachspruch in den Augen der Frau keine Gnade findet.

Um es noch einmal plastisch darzustellen: Wenn George Clooney zu Frau H. sagt, sie würde ein Dirndl ausfüllen, ist sie im Himmelreich. Wenn Brüderle das gleiche zu Frau H. sagt, ist er in ihren Augen eine sexistische Sau. Dieses Risiko gehen immer weniger westliche Männer ein. Es sei denn, sie heißen George Clooney. Oder Tom Brady:

Hat tip to dieter für das Video.


 
Die Saure-Gurken-Stände.
Es gab einen Heißmacher auf Stern online, der groß Werbung für den Printartikel machte. Gelästert wurde auch über die Ehe von Brüderle. Irgendwann sah der Stern dann ein, dass dies zu weit ging und löschte diese Passage. Dieses Blättchen kämpft ums nackte Überleben. Deshalb überhaupt erst dieser Artikel. Ein letzter Hilferuf. Aufmerksamkeit um jeden Preis.

Lange wird das nicht mehr gut gehen. FTD und FR sind schon tot. Blätter, die die Menschheit nicht mehr braucht und wohl nie gebraucht hat. Die schrieben genau das gleiche wie Spiegel, SZ und Co und wundern sich jetzt, dass sie tot sind.

Stellen Sie sich einen Marktplatz vor mit 50 Ständen, die alle identische saure Gurken anbieten. Aber niemand will sein Angebot umstellen. Am Ende werden kaum Stände übrig bleiben. Der größte Stand namens „öffentlich-rechtlicher“ Rundfunk lebt sowieso schon immer durch eine Zwangsgebühr.

Eine Zwangsgebühr, die sich selbst die Deutschen nicht ewig gefallen lassen werden. Schon gar nicht in Zeiten des Internets. Für den Preis der GEZ-Gebühr bekommt man in DL mittlerweile Internet plus Telefon. Als Flatrate! Aber der Deutsche bezahlt immer noch brav seine GEZ-Kanälchen, obwohl selbst die meisten Deutschen zugeben, dass dort zu 90% nur unverschämter Schrott gesendet wird. Der Deutsche an sich ist eben ein erstaunlich genügsames Tier.

Aus der Geschichte gelernt: Meldeämter wie zu Adolfs Zeiten.
Ich habe erfahren, man muss sich innerhalb einer Woche bei einem „Meldeamt“ melden, jedes Mal wenn man umzieht oder eine Zweitwohnung aufmacht. Dort wird man dann registriert! Mit Religion und allem drum und dran! Dieses typisch deutsche Gerede man habe „aus der Geschichte gelernt“, kann man beim besten Willen nicht ernst nehmen. Die Deutschen haben falsche Schlüsse gezogen, aber eben nichts hinzugelernt.

Der Deutsche ist bekanntlich ganz geil auf „Datenschutz“, aber gegen sein liebes Meldeamt hat er nichts. Es gab vor einigen Monaten diesen Scheinskandal, dass Meldeämter diese Daten theoretisch an Firmen verkaufen können. Das kam groß in allen GEZ-Sendern. Und der Deutsche hat sich empört und erregt und was weiß ich noch was. Was die GEZ-Sender natürlich verschwiegen haben, ist folgendes: Der Verkauf an Privatfirmen ist ein reine Option, die unverschämt ist, aber immerhin kein Automatismus. Völlig automatisch gehen die Daten nur an eine einzige Institution.

Wer das wohl sein kann? Die Stasi, die Polizei, der BND? Nein, man halte sich fest, es ist die GEZ. Die GEZ bekommt alle zwei bis drei Wochen, die komplett aktuellen Datensätze der deutschen Meldeämter! Zum Totlachen. Deutschen Politiker haben „aus der Geschichte gelernt“ und ihnen ist der „Datenschutz“ furchtbar wichtig, aber wenn man einmal hinter die Kulissen blickt, geht es in Wirklichkeit nur darum ihre hauseigene Brainwash-Maschine am Leben zu erhalten. Ein milliardenschweres System aus Seilschaften und Pfründen, das Deutschlands Parteiendemokratur notbeatmet.

Wissenschaftliche Pedanterie und Titel-Geilheit. Winner: Germany.
Nach dem Thema Schein-Sexismus kommt nun der zweite aktuelle Themenkomplex, bei dem Deutsche verlogener sind: Wissenschaft und Politik.

Die Auswirkungen von angeblichem oder realem wissenschaftlichen Fehlverhalten auf die eigene politische Karriere sind in Amerika in der Regel bei weitem nicht so schlimm wie in Deutschland. Barack Obama, Ted Kennedy und Joe Biden. Sie alle haben plagiiert und gemogelt. Die Karriere gestoppt hat es nicht.

Ein Artikel der SZ, der sich für SZ-Verhältnisse überraschend nahe an der Realität bewegt, soll mir an dieser Stelle als deutschsprachiger Beleg dienen.

Jakobiner kennen keine Verjährung.
Ein Aspekt der mich am Fall Schavan fasziniert, ist die Verjährung. DL ist bekannt für seine täterfreundlichen Gesetze, bezüglich Gewaltkriminalität zum Beispiel. Körper-verletzung, wenn sie überhaupt geahndet wird, verjährt nach 3 Jahren. Totschlag verjährt nach 20 Jahren. Selbst Mord verjährte bis 1979 nach 30 Jahren. Das Plagiat von Schavan ist 33 Jahre alt. Aber Universität und angeschlossene Anstalten wollen von Verjährung nichts wissen.

Sogar Heribert Prantl fragt sich in seinem Kommentar, was dieser Wahn eigentlich soll. Oder er baut nur vor, weil seine 33jährige Doktorarbeit auch nicht alles korrekt aus Primärquellen entnommen hat. Prantl muss keine Angst haben. Die Arbeiten von Linken guckt in DL niemand an. Die Rechten haben weder Zeit noch Lust für diesen Unsinn.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. von Wichtigtuer.
Ein anderer, wenig beleuchteter Aspekt im Fall Schavan ist, dass kaum jemand über die Lächerlichkeit des deutschen Doktorwahns spricht. Wozu braucht jemand wie Schavan eine Doktorarbeit? Wo liegt der wissenschaftliche Wert dieser ganzen Arbeiten, die in DL in dieser Form zu Tausenden jedes Jahr gedruckt werden? Schavan hat Erziehungswissenschaften „studiert“, ihr einziger (!) Studienabschluss ist dabei ihre Doktorarbeit. Eine Arbeit mit dem Thema „Person und Gewissen – Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung.“
Diese Arbeit ist komplett unnötig, das Thema uferlos.

Überholen, ohne einzuholen.
Welt online stellt klar wie die junge Schavan Bildung missverstanden hat. Ein Studium war es nicht wirklich, was sie damals betrieben hat. Es war nicht einmal eine vernünftige Universität. Aber die Doktorarbeit musste sein. Frei nach dem sozialistischen Motto: Überholen, ohne einzuholen. Ein Motto das nach meinen Recherchen auf Ulbricht zurückgeht und bedeutete: Mehr soziale Leistungen mit weniger Arbeitsleistung.

Man kann nachlesen wie Dr. Schavan, damals die erste aus den eigenen Reihen war, die Plagiator Guttenberg in den Rücken fiel. Sie tat dies sichtlich genüsslich und mit viel Theatralik. Sie schäme sich wegen Guttenbergs Verfehlungen, das waren ihre Worte. Ach Gottchen. Backstabber mag niemand, schon deshalb wird niemand Schavan vermissen. Und tschüss.

Schein-Rassismus. Deutschland ist spitzfindiger.
Der dritte Themenkomplex: Empörungsorgien um angeblichen Rassismus.
Man muss sich nur einmal den aktuellen SpOn-Aufmacher angucken:
„FDP-Mann Hahn empört mit Äußerungen zu Röslers Herkunft.“

Was hat Hahn Falsches gesagt? Man weiß es nicht. Nichtsdestotrotz (oder gerade dehalb) fordern Medien, diverse Politiker und der übliche Pöbel aus den Foren seinen Rücktritt. Wer DL kennt weiß, dass solche Jagden in DL tatsächlich oft in einem Rücktritt enden.

Hahn trifft übrigens genau den Punkt. Es fällt schon sehr auf, wie die Deutschen seit Monaten auf Rösler einschlagen. Natürlich, er ist ein FDP-Mann. Das allein ist in der veröffentlichten deutschen Meinung bekanntlich schon ein Kapitalverbrechen. Dann stellt er sich auch noch extrem ungeschickt an und strahlt nicht gerade Kompetenz aus. Außerdem wehrt er sich nicht, ist ruhig, zurückhaltend, verdammt gut erzogen und kein typischer Politiker der großen Sprüche. Das alles macht ihn zum perfekten Opfer im Haifischbecken des Politik- und Mediengewerbes.

Diese Faktoren allein erklären allerdings nicht komplett, warum Rösler vom deutschen Medienzirkus und vom Mann auf der Straße regelmäßig die schlechesten Bewertungen aller FDP-Politiker bekommt. Noch schlechter als Schnarrenberger, Niebel und Westerwelle! Das muss man sich einmal vorstellen. Ich habe schon oft genau das gedacht, was Hahn hier ausspricht: Rösler verabscheuen die Deutschen noch mehr, weil seine Herkunft in Asien liegt.

Es ist typisch für heuchlerisch-verlogene, politisch korrekte, durch einseitige Medienlandschaften gehirngewaschene Gesellschaften, dass nun nicht die These des Botschafters diskutiert wird, sondern stattdessen einfach der Kopf des Messengers gefordert wird.

Die Liste lässt sich beliebig verlängern.
Man denke nur an das Verhalten der Deutschen nach der Tsunami-Katastrophe in Japan. Oder im Krieg gegen den Terror. Oder gegenüber Israel seit Jahrzehnten. Oder jetzt gerade aktuell in Mali.

Fazit
Es ist in der Tat so, dass die amerikanische Gesellschaft und vor allem die Öffentlichkeit in vielen Bereichen prüde und politisch korrekt sind. Die Deutschen bilden sich darauf gerne etwas ein. Aber das sollten sie nicht. In Deutschland geht es nämlich noch schlimmer zu. So provinziell, so prüde, so kleinkariert, so politisch korrekt und so verlogen wie Deutsche habe ich Amerikaner selten bis nie erlebt.

Nachtrag
Ein Beleg aus dem Stern:

Rainer Brüderle hat infolge der Debatte bei den Bürgern erheblich an Popularität eingebüßt. Im ARD-Deutschlandtrend verlor der Spitzenkandidat der Liberalen für den Bundestagswahlkampf im Vergleich zu Anfang Januar neun Punkte und kommt nur noch auf eine Zustimmung von 28 Prozent. Er liegt aber weiter vor FDP-Chef Philipp Rösler, mit dessen Arbeit 22 Prozent der Deutschen zufrieden sind. Rösler bleibt damit das Schlusslicht der abgefragten Politiker.

Das belegt genau zwei meiner Thesen: Erstens Brüderles Aktion wird von den Deutschen mehrheitlich als Sexismus angesehen und zweitens: Rösler ist immer der Letzte. Rösler wird am meisten gemieden. Selbst der „Sexist“ Brüderle landet noch vor Rösler.

Gut möglich, dass der Durchschnittswähler sehr oft gar nicht weiß, wer Rösler, Brüderle und Co eigentlich sind und was sie für eine Position inne haben. Aber irgendwie müssen die Befragten zu einer Wertung kommen. Das wird schon die ARD verlangen, sonst stimmt die Statistik nicht. Ich gehe davon aus, dass die Befragten zur Orientierung Bilder gezeigt bekommen mit einer Erklärung zu welcher Partei sie gehören und welche Funktion sie haben. Und genau deshalb ist Rösler bei dieser ARD-Umfrage immer auf dem letzten Platz. Ein FDPler, den niemand kennt, und dann auch noch Asiate, bedeutet last place. Die könnten Jörg Tauss in die Befragung aufnehmen oder diesen humorlosen Hitler aus dem neuen Hitlerbuch. Rösler würde weiter Letzter werden.

Nachtrag II
Welt online zum Thema: „Die Debattenkultur erstickt im Geschrei: Immer mehr Tabus schränken die Freiheit des Denkens ein und blockieren nötige Debatten. Immer abstrusere Reaktionen vergiften jede sachliche Diskussion.“ Das passt. Außerdem wird Elias Canetti zitiert: „Das nationale Gefühl der Niederländer symbolisiert die Deiche, die Briten verkörpern das Meer. Für die Deutschen steht der Wald. Das Rigide und Parallele der aufrechtstehenden Bäume, steht für die deutsche Art zu denken.“ Passt auch.

Advertisements

25 Gedanken zu „Die Moralin-Weltmeister. Jetzt mit Ejaculatio praecox.

  1. Vom Gepolter der Medien gleich auf die ganze Gesellschaft zu schließen halte ich für etwas übertrieben. Die Sexismus“debatte“ kam und geht wieder vorbei und im täglichen Leben bleibt alles beim alten, ohne dass es irgendwen aufregt. Wer Bildungsminister ist interessiert sowieso keinen, und ich wette dass 5 von 10 Leuten auf der Straße keine Ahnung haben welches Ressort Herr Rösler nochmal hat.

    Diese 3 Themen sind doch nur deshalb so gepusht worden weil jeder was dazu sagen kann ohne groß Ahnung haben zu müssen.

    • In einer angeblich repräsentative Umfrage, die über alle Kanäle ging, sagten ca. 90% der Befragten Brüderle müsse sich entschuldigen. Von daher ist dieser Schluss vielleicht doch nicht ganz aus der Luft gegriffen. Aber es stimmt, es waren nur 500 Deutsche und diesen Instituten und ihren Auftraggebern traue ich sowieso nicht. Trotzdem ist 90% heftig. Damit sich dieses Ergebnis quasi umdreht, müsste man einen systemischen Fehler oder massive Manipulation unterstellen.

  2. Mein Kompliment lieber Viewer.
    Nein, Du bist kein „Zuschauer“, sondern ein „Akteur“, der mit spitzer Feder das „Herz“ (des Problems) trifft. Weiter so.

    Die Liste der Rufmord- und der Aufbauschungskampagnen der Medien ist lang.
    Deutschland hat mit „made in Germany“ mal einen Ruf als Spitzenindustrienation begründet. Jetzt ist Deutschland dabei sich einen Ruf als Medienkampagnenweltmeister zu erwerben.
    Für mich schimmert überall der alte deutsche Größenwahn durch: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“.
    Egal wo: ob Klima, Atomkraft, Schweinegrippe, Hohmeier, Jenninger, Wulff usw. usf., die Liste ist schier unendlich, überall sind die Medien die unangefochtenen King’s und das Volk(?) – na über den Zustand der tumben Masse schweigt des „Sängers Höflichkeit“.

    Nach allgemeiner Erfahrung kann man aus der Vergangenheit lernen.
    In Deutschland trifft das wohl eher auf die Verführer zu als auf die Verführten.

    • >>Für mich schimmert überall der alte deutsche Größenwahn durch: “Am deutschen Wesen soll die Welt genesen”.<<

      Zum Glück lässt sich die Welt davon nicht beeindrucken. In diesem Sinne kann ich es eigentlich nur begrüßen, dass sich Deutschland gerade quasi selbst von der Weltbühne fegt. Was zwar schade, aber sicher kein Verlust für die Menschheit ist.

  3. Werter American Viewer,

    Sie glauben doch im Ernst nicht, dass es hier wirklich um Sexismus geht?! Haben Sie denn nichts aus den Studien über die deutsche Medienlandschaft gelernt? Ist es denn etwa Zufall, dass hier ein ranghoher „FDP-Politiker“ massiv unter Beschuss gerät? Jetzt, nachdem die Sexismus-Vorwürfe langsam am abklingen sind bzw. von der Agenda der Massenmedien zu verschwinden drohen, eröffnen unsere (rot-grünen) Leitmedien das nächste Feuer auf die FDP. Nach den Sexismusvorwürfen werden die Liberalen nun mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. Eine typische Schmutzkampagne, wie sie nur auf dem Mist von linksgrünen Journalisten wachsen kann.

    • Da stimme ich zu. Natürlich ist es kein Zufall. Alle meine Beispiele aus DL sind Politiker aus dem rechten Lager. Das ist keine Selektion durch mich. Die deutschen Medien führen die Selektion durch.

  4. „So provinziell, so prüde, so kleinkariert, so politisch korrekt und so verlogen wie Deutsche …“
    also in hohem Maß heuchlerisch! YOU ARE RIGHT

  5. Im wesentlichen richtig. Sie könnten auch noch den Kathofisten Lohmann hinzufügen, der es eben doch fordert, daß vergewaltigte Frauen das Kind austragen sollten …

    • Das ist ein Beispiel, das hierher passen könnte, das stimmt. Aber vielleicht nicht unbedingt so wie Sie es meinen. Lohmann wurde mal wieder für seine Meinung bestraft. Er hat seine Stellung verloren. Eine extreme Meinung hat der Mann, das stimmt, aber deshalb sollte man ihn nicht gleich entlassen. Die Hochschule bezieht sicherlich staatliche Fördergelder. Dann muss sie sich auch demokratisch verhalten. Aber es ist in DL traurigerweise gerade der Staat, der kaum Raum für Meinungsfreiheit zulässt.

      Meinungen werden bestraft und letztendlich unterdrückt. Deshalb gibt es in DL auch überhaupt nur so wenig wirklich unterschiedliche Meinungen in fast allen Bereichen. Ich glaube nicht, dass die dt. Demokratie so auf Dauer überleben wird. Man bräuchte zumindest ein 1st Amendment.

  6. Guttenberg und Schavan die plagierte Doktorarbeit vorzuwerfen war absolut notwendig.
    Wie hätte die Opposition sie sonst aus dem Amt treiben können ?

    Gut Schavan ist noch im Amt, aber es ist absehbar das jetzt ein mediales Kesseltreiben beginnt.
    Allerdings wird diese Taktik aber auch auf die Opposition zurückfallen, da sind auch keine Heiligen dabei.

    • Ich sehe nicht wie das auf Rot-Grün zurückfällt. Als Fischer Außenminister war, hat Bettina Röhl detailliert aufgerollt, dass sich Fischer im Motorradhelm Straßenschlachten mit der Polizei geliefert hat. Außerdem wurden in seinem Auto RAF-Waffen geschmuggelt. Das hat niemanden interessiert.

      Dann gibt es noch diesen Ex-Politiker, der seine Haare nicht färbt, keine Bischöfin datet, nicht mit Putin gemeinsame Sache macht und nicht die besten Kontakte zum mächtigsten Unterwelt-Boss in ganz Nordeuropa samt seinem Anwalt hat. Auch das hat während und nach der Amtszeit nie wirklich jemanden interessiert.

      Durch die einseitige Medienlandschaft in DL können die Lieblingspolitiker der Medien machen was sie wollen.

  7. Erfunden haben diesen Unsinn die Amerikaner. Und wenn Brüderle wie Clinton bei den Frauen erfolgreich wäre, dann hätten sich unsere Medien darüber nicht berichtet.

    Genialer SNL-Skit: http://www.youtube.com/watch?v=gBVuAGFcGKY

    Wesentlich interessanter ist aber das, was Charles Murray und Amy Wax als „talking the 60ies, walking the 50ies“ bezeichnen. Während die bürgerlich-intellektuellen Schichten selbst traditionell leben und zunehmend fast schon eine viktorianisch anmutende Sexualmoral untereinander einfordern, leben große Teile der Gesellschaft in einer völlig anderen Realität desolater Familienverhältnisse und Anstandslosigkeit. Brüderles Verhalten wurde in den Medien als nicht mehr zeitgemäß dargestellt und er als Dinosaurier bezeichnet. Gleichzeitig laufen in den gleichen Medien Big Brother, Doku-Soaps über das Balzverhalten von Gemeindebaubewohnern, Lumpenproletarier auf der Suche nach Ostfrauen, Teenager-Mütter, Mallorca-Parties mit Wet-T-Shirt Contest und vieles mehr. Frauenfeindliche Rapper werden Publikumsliebling beim ORF oder bekommen in Deutschland Preise.

    Eigentlich ganz klassische Vorstellungen über Anstand und Moral (Ritterlichkeit) im Umgang mit dem anderen Geschlecht werden als neue und progressive Erfindung des letzten Jahrzehnte verstanden. Die Verhältnisse in den bildungsfernen Schichten werden hingegen in abstrahierter Form als „alternative und moderne Beziehungsmodelle“ verklärt. Dabei handelt es sich in Wahrheit um ungeplante Beziehungsunfälle an deren Beginn nicht minder schlüpfrige und alkoholisierte Anbahnungsversuche wie des Herrn Brüderle stehen.

  8. Mittlerweile hat jeder Fünfte in DL Migrationshintergrund.Da noch von Ausländerfeindlichkeit zu sprechen oder anzudeuten wie bei Rösler da passt mit den Zahlen nicht überein.Vielleicht kommt der Rösler mit seiner Art bei den Leuten nicht an und dann ist er ja auch noch bei der FDP.Ganz bestimmt hätte er bessere Werte wenn er bei einer linken Partei wäre.Dafür hätten schon die Medien gesorgt.Was das andere angeht,ich mache mir auch Sorgen um die deutsche Demokratie vor allem die Meinungsfreiheit wird hier immer mehr angegriffen.Von der einen Seite die Religiösen,vor allem die Moslems und die andere Seite ist der linke Mainstream mit immer mehr Tabus

    • Mittlerweile hat jeder Fünfte in DL Migrationshintergrund. Da noch von Ausländerfeindlichkeit zu sprechen oder anzudeuten wie bei Rösler da passt mit den Zahlen nicht überein.

      Peter was ist denn das für eine komische Argumentation? Du schießt dir selbst ins Bein. Du belegst meine Thesen und merkst es nicht. Lies dir doch meine Argumentation zu Rösler noch einmal richtig durch. Vielleicht siehst du dann, was ich meine.

      • Ich lese immer Ihre Artikel.Sogar sehr gerne.Sie schreiben:“Rösler verabscheuen die Deutschen noch mehr, weil seine Herkunft in Asien liegt“
        Ich meine dass wenn jeder fünfte in DL Ausländer ist dann geben das die Zahlen nicht her,die Ausländerfeindlichkeit.Özdemir ist auch Türke und ist Grünen-Boß und die Grünen sind wegen ihm nicht abgestürzt,im Gegenteil.Ich kann nur sagen was ich gedacht habe als ich diesen Rösler Satz gehört-Was für ein Blödsin!.Für mich ist dieser Mann mehr Deutscher als ich.Glauben Sie die FDP hätte ihn zum Chef gemacht wenn sie der Meinung wären egal ob jetzt offen oder insgeheimen,dass die Herkunft Röslers sie Stimmen und Wahlen kosten würde?Es gib so vieles was in Argen liegt in DL . am meisten die Meinungsfreiheit aber Ausländerfeindlichkeit gehört m.M. nicht dazu.Sie selbst haben die Migrationspolitik DL. als zu offen, zu lasch kritisiert

      • Du schießt dir wie gesagt selbst ins Bein. Du sagst jeder fünfte Deutsche sei Ausländer und das soll dann ein Beleg dafür sein, dass es keine Ausländerfeindlichkeit gibt? Schon dieses Argument ist unlogisch.

        Dein Argument hilft dir im Fall Rösler außerdem kein bisschen weiter. Es ist sehr weit am Thema vorbei. Mein Argument ging so, nur noch einmal zu Erinnerung:

        Es fällt schon sehr auf, wie die Deutschen seit Monaten auf Rösler einschlagen. Natürlich, er ist ein FDP-Mann. Das allein ist in der veröffentlichten deutschen Meinung bekanntlich schon ein Kapitalverbrechen. Dann stellt er sich auch noch extrem ungeschickt an und strahlt nicht gerade Kompetenz aus. Außerdem wehrt er sich nicht, ist ruhig, zurückhaltend, verdammt gut erzogen und kein typischer Politiker der großen Sprüche. Diese Faktoren allein erklären allerdings nicht komplett, warum Rösler vom deutschen Medienzirkus und vom Mann auf der Straße regelmäßig die schlechtesten Bewertungen aller FDP-Politiker bekommt!

        Erklär du mir doch, warum Rösler immer der Letzte ist.

        Noch mal zu deinem 20%-der-Deutschen-sind-Ausländer-Argument. Das ist wie gesagt ein klassisches Eigentor. Denn in der Politik gibt es diese 20% meilenweit nicht. Woher kommt denn das?

        Selbst die linken Parteien haben praktisch keine Ausländer an der Spitze. Es gibt in der deutschen Spitze genau drei bekannte Köpfe: Rösler, Özdemir und Edathy.

        Und alle drei kommen beim Wähler nicht wirklich an. Schau dir die Einzelbewertungen der Politikerköpfe an. Und Edathy, der Komiker, war sogar so verschüchtert, dass er seinen Nachnamen kurz vor seiner ersten Wahl von Edathiparambil zu Edathy hat umändern lassen.

  9. Es ist doch nichts so dumm und falsch, als dass es nicht von den klügsten Menschen geglaubt würde. Indem Sie pauschal zu diskreditieren versuchen – „die“ Medien („alle gleichgeschaltet“), „die“ Frauen (Ihrer Lesart zufolge alles oberflächliche Dumpfbacken, die zwar netten Männern deren nett gemeinte Flirtversuche abschlügen, sich auf das Fingerschnippen eines Prominenten hin jedoch angeblich sofort auf den Rücken würfen) und „die“ Deutschen („provinziell, prüde, kleinkariert, politisch korrekt und verlogen “) – glauben Sie ernsthaft, die Existenz von Sexismus weglügen zu können?

    Ein interessantes Frauenbild haben Sie, es spiegelt sicherlich nicht irgendeine politische Ausrichtung, sondern schlicht Feindseligkeit. Auch, dass Sie Flirten nicht von Drangsaliererei zu unterscheiden vermögen, fällt auf Sie selbst zurück. Noch grotesker mutet der Versuch an, Sexismus als Erfindung der Linken deklarieren zu wollen – unter der Federführung Strauss-Kahns I suppose? Genau, und fürs schlechte Wetter im Alten Europa sind die Neocons verantwortlich, weiß doch auch jeder.

    Weshalb führen Sie völlig willkürlich und sinnloserweise George Clooney in die Diskussion ein – lesen Sie eventuell zu viel „The European“? Festhalten lässt sich, dass dieser Mann ganz gewiss nicht auf Ihrem billigen Frauenhass-Ticket reist: http://www.hollyscoop.com/george-clooney/george-clooney–viola-davis-talk-sexism-in-hollywood.html

    Früher habe ich Ihre Artikel mit Gewinn gelesen. Zunehmend wirken Sie nur noch wie ein verbitterter alter Mann, der nicht mehr sehr viel mehr zu Stande bringt, als aggressiv seinen Frust abzulassen. Und Sie bzw. Die Welt haben ja so Recht: “immer abstrusere Reaktionen vergiften jede sachliche Diskussion.”

    • Ihrer Lesart zufolge alles oberflächliche Dumpfbacken, die zwar netten Männern deren nett gemeinte Flirtversuche abschlügen, sich auf das Fingerschnippen eines Prominenten hin jedoch angeblich sofort auf den Rücken würfen.

      Falsch. Das ist ihre Lesart nicht meine. In meinem Text steht klar, dass der Unterschied zwischen erfolgreichem Ansprechen und „Sexismus“ oft nur noch darin besteht, ob die Angesprochene den Werber attraktiv findet oder nicht. Ein ganz simples Argument, das von mir gleich drei Mal erläutert wurde. Zwei Mal schriftlich und einmal in Filmform. Aber Sie haben es trotzdem nicht verstanden, was ich faszinierend finde.

      Keine Sorge, das hat nichts damit zu tun, dass Sie eine Frau sind. Ich versuche kollektivistisches Denken so weit es geht zu vermeiden. Die Frauen, die ich persönlich kenne, haben es verstanden. Die Oberlinke Tina Fey von SNL hat es verstanden, bevor ich es verstanden habe. Es liegt also ganz allein an Ihnen.

      Ich glaube außerdem nicht, dass Sie eine Frau sind. Zu unwahrscheinlich in dieser Ecke des Internets. Im Internet gilt nicht innocent until proven guilty, im Internet gilt man until proven woman. Ich wette 10$, dass sie ein Mann sind und älter als ich. Die Wette wird aufgelöst im nächsten Leben.

      Achja und mein Artikel enthält immerhin so einige Argumente. Wenn Sie also eine sachliche Diskussion wollen, dann rate ich Ihnen ihren Text beim nächsten Mal ebenfalls mit Argumenten anzureichern anstatt mit persönlichen Vorwürfen und Unterstellungen daherzukommen.

  10. Werter Viewer,es lag und liegt mir fern, Sie zu beleidigen. Dass Sie einer von Ihrer abweichenden Sichtweise nicht gewachsen sind, wusste ich nicht.

    „Aber Sie haben es trotzdem nicht verstanden, was ich faszinierend finde.“

    Wer Ihrer – in der Tat „ganz simplen“ – Darstellung nicht zustimmt, hat sie nicht verstanden? Und wer nicht so regiert, wie Sie es erwarten („die Frauen, die ich persönlich kenne, haben es verstanden“), der kann einfach keine Frau sein? Machen Sie es sich da nicht etwas zu einfach? Ach ne, es liegt ja ganz allein an mir 🙂

    Dass Sie „kollektivistisches Denken so weit es geht zu vermeiden“ versuchen sehe ich auch so, daher lese ich Ihr Blog ganz gerne. Wenn Sie aber anfangen, Denken so weit es geht zu vermeiden, melde ich mich zu Wort, ob Ihnen das nun gefällt oder nicht.

    „Im Internet gilt nicht innocent until proven guilty, im Internet gilt man until proven woman.“

    Wie ich bereits sagte: ein interessantes Frauenbild haben Sie, geprägt von Abwertungslust und Feindseligkeit. Als Nachweis besonders unabhängigen Denkens taugt das allerdings nicht.

    „Wenn Sie also eine sachliche Diskussion wollen, dann rate ich Ihnen ihren Text beim nächsten Mal ebenfalls mit Argumenten anzureichern anstatt mit persönlichen Vorwürfen und Unterstellungen daherzukommen.“ >/blockquote>

    Keine Sorge, ich habe nicht vor, Ihren „Diskussions-“stil zu imitieren.
    Ihre als Argument verkleidete Unterstellung lautet „der Unterschied zwischen erfolgreichem Ansprechen und “Sexismus” besteht oft nur noch darin, ob die Angesprochene den Werber attraktiv findet oder nicht.“

    Sie vertauschen hier die Rollen – (vermeintlich „unattraktive“)Männer haben angeblich unter den haltlosen Anschuldigungen von Frauen zu leiden. Männer haben angeblich ein Problem, Frauen machen angeblich das Problem, denn Sexismus gibt es Ihren Ausführungen zufolge ja gar nicht. Frauen, die sich dagegen zur Wehr setzen, sind dem Viewer zufolge böse, sie sind die Täterinnen, „guilty“ halt.

    Sie versuchen, Sexismus und sexuelle Belästigung zu leugnen und zu relativieren, ist doch alles nur nett gemeinte Anmache. Sollten Sie allen Ernstes glauben, dass sich Frauen gerne drangsalieren lassen, sofern Ihr Peiniger nur über ein allgemein als „attraktiv“ anerkanntes Äußeres und Status verfügt, dann tun Sie mir leid. Was für ein armseliges Frauenbild.

    Offensichtlich können Sie nicht nachempfinden, warum bestimmte Verhaltensweisen in bestimmten Situationen problematisch sind und wie sich Frauen dabei fühlen. Oder Sie können es sogar sehr gut nachempfinden, was ich als die bedrückendere Variante empfände.
    Und nur, „weil wir das schon immer so gemacht haben und die Frauen sich nicht so anstellen sollen“, wird eine derartige Verhaltensweise auch nicht richtiger.

    • …Sexismus gibt es Ihren Ausführungen zufolge ja gar nicht…
      […]
      Sie versuchen, Sexismus und sexuelle Belästigung zu leugnen und zu relativieren, ist doch alles nur nett gemeinte Anmache.

      Jetzt kommen wir dem näher, was Sie bewegt. Okay. Ihr Eindruck ist aber falsch. In meinem Text steht nirgends, dass es Sexismus nicht gibt. Dieser Eindruck spielt sich in ihrem Kopf ab.

      Ich schreibe über die konkrete Situation zwischen Brüderle und Himmelreich. Darum ging es schließlich. Und das war kein Sexismus. Das habe ich ausführlich dargelegt. Daraus zu schließen, ich würde behaupten, Sexismus gebe es generell nicht, ist vorsichtig formuliert nicht fair argumentiert.

      Offensichtlich können Sie nicht nachempfinden, warum bestimmte Verhaltensweisen in bestimmten Situationen problematisch sind und wie sich Frauen dabei fühlen.

      Doch das kann ich sehr gut nachempfinden. Nur müssen sich die Frauen auch einmal in Männer hineinversetzen. Wie diese Seite aussieht, habe ich am Fall Brüderle dargelegt. Aber ich mache es noch einmal extra für Sie:

      Brüderle sagt zu Himmelreich abends an einer Bar: „Sie würden gut in ein Dirndl passen.“ Das ist für mich ein Anmachspruch. Miserabel oder schlecht, das ist nicht der Punkt, denn das ist subjektiv. Meine These ist nun: Wenn Himmelreich mit Brüderle eine Beziehung will, dann zieht der Spruch eher, sonst eben nicht.

      Brüderle kann das vorher nicht wissen. Er findet Himmelreich attraktiv und will ihr das sagen. Das hat er gemacht und darum geht es. Diese Attraktivtätsbekundung ist nach Logik vieler Westler offenbar „Sexismus“. Das sehe ich nicht so.

      Sexismus kann danach kommen. Himmelreich kann nämlich reagieren. Sie kann darauf positiv eingehen oder sie ablehnend reagieren: „Herr Brüderle den Spruch finde ich jetzt daneben.“ Oder: „Vergessen Sie es, Sie spielen nicht in meinen Ballpark“. Oder was auch immer. Damit signalisiert sie Brüderle: Du hast keine Chance bei mir! Hör auf! Meine subjektive Grenze ist nun überschritten!

      Wenn Brüderle nun trotzdem weitermacht und die Stoppsignale von Himmelreich ignoriert, dann ist das Sexismus. Und je nachdem was er konkret sagt oder macht sogar sexuelle Belästigung.

      So war der Fall aber nicht. Himmelreich beschreibt die Situation ganz genau in ihrem Stern-Artikel. Wenn man ihre Ausschmückungen und Abschweifungen streicht, dann bleibt konkret dieser eine Spruch übrig: „Sie würden gut in ein Dirndl passen“. Mehr war nicht.

      Und wie hat Himmelreich reagiert? Sie hat zu Brüderle gar nichts gesagt, sondern ein Jahr lang ihren Schock verarbeitet und dann medienwirksam diesen Stern-Artikel zu Wahlkampfzeiten lanciert. Es gibt Tausende Sexismus-Opfer. Himmelreich ist keines.

      Aber es stimmt, viele sehen Brüderles Anmachspruch tatsächlich als Sexismus an. Und die Folgen davon, hatte ich beschrieben. Männer werden in Zukunft noch vorsichtiger damit sein, einer Frau zu sagen, dass sie sie attraktiv finden.

      Die Himmelreich’sche Logik führt ganz eindeutig dazu, dass jede Attraktivitätsbekundung als Sexismus gewertet werden kann. Das subjektive Empfinden des Angesprochenen ist in dieser Logik der alleinige Maßstab.

      Die Willkür und Parteilichkeit der Medienwelt entscheidet dann, ob aus dem subjektiven Empfinden ein Scheinskandal gezimmert werden soll oder nicht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s