Obama-Regierung sagt weiterhin: Das Video ist schuld, der Angriff war nicht geplant.

Susan Rice ist die von Obama gewählte amerikanische Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Sie erklärte vor wenigen Stunden bei ABC noch einmal die Haltung der Obama-Regierung bezüglich der Angriffe auf die amerikanische Botschaft in Bengasi:

1. Der Angriff in Libyen sei eine direkte Folge des abscheulichen, beleidigenden Videos mit dem ihre Regierung nichts zu tun habe. Im Gegenteil sie hätten immer wieder klar gemacht, das Video sei verwerflich und abscheulich.

2. Der Angriff in Bengasi sei nicht geplant gewesen, sondern war eine spontane Reaktion auf die Proteste in Kairo. „Transpiration“ ist das Stichwort. Das sei die aktuelle bestmögliche Einschätzung der Regierung basierend auf den momentanen Informationen.


 
Die Stellen aus dem Interview als Transkript
1. „In Cairo, in Benghazi, in many other parts of the region, was a direct result of a heinous and offensive video that was widely disseminated, that the U.S. government had nothing to do with, which we have made clear is reprehensible and disgusting.“
(National Review mit komplettem Interview)

2. „Our current best assessment, based on the information that we have at present, is that, in fact, what this began as, it was a spontaneous – not a premeditated – response to what had transpired in Cairo.“
(ABC)

Obama-Regierung hat Google unter Druck gesetzt.
Das erklärt auch, warum es der Obama-Regierung so wichtig ist, dass Google den Zugang zum Video sperrt. Nicht nur im arabischen Raum wohlgemerkt, sondern auch in Amerika. Die Obama-Regierung hat Google ernsthaft aufgefordert zu überprüfen, ob man denn da nichts machen könne wegen Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen. Google hat eine Sperrung in Amerika abgelehnt.

Kein Aufschrei nach Obamas wiederholten Zensurbemühungen.
Bemerkenswert auch: Der Aufschrei bleibt aus. Unsere Regierung versucht wiederholt Zensur durchzusetzen, aber das interessiert viele Landsleute nicht sonderlich.

Das mag auch daran liegen, dass die dominanten Medien dieses Thema wieder einmal sehr gut verstecken beziehungsweise erst gar nicht darüber berichten.

Nur recht kleine Medien, wie der erst 2010 gegründete Daily Caller,
schreiben viele Artikel zum Thema. Mit Dank an Peter für den Tipp.

Obama-Regierung vs. Common Sense
Die Obama-Regierung widerspricht damit klar dem libyschen Präsidenten el-Megarif, der heute auf CBS noch einmal wiederholt hat, dass er von einer geplanten Attacke ausgeht.

Sein Land sei noch extrem instabil und werde von Salafisten und Al-Quaida-Anhängern infiltriert. Es ist verständlich, dass Megarif die Attacke Ausländern in die Schuhe schieben will. Es ist aber glaubwürdig und ein Zeichen von Ehrlichkeit, wenn Megarif zugibt, dass sein Land instabil ist. Kein Präsident gibt gerne zu, dass er sein Land nicht unter Kontrolle hat.

Die Einschätzung, dass die Attacke geplant war und nichts mit den Protesten zu tun hatte, wird auch von verwundeten amerikanischen Augenzeugen geteilt. So schreibt zum Beispiel die Welt:

Der Angriff war kein Zufall. Der Tag genau gewählt, als rund 100 Bewaffnete im libyschen Bengasi das US-Konsulat stürmten. Vier US-Diplomaten starben, darunter US-Botschafter Christopher Stevens. „Keine Menschenseele war bis dahin zu sehen“, sagte einer der Sicherheitsleute, der beim Sturm auf das Gebäude verwundet worden war. Von Protesten gegen das Amateurvideo, das sich über den Propheten lustig macht, keine Spur.

Obamas Verleugnung scheint hochgradig ideologisch motiviert. Obama tut sich damit keinen Gefallen. Und die Medien tun uns keinen Gefallen, wenn sie Obamas Ansichten weiter herunterspielen und schönreden.

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8 Gedanken zu „Obama-Regierung sagt weiterhin: Das Video ist schuld, der Angriff war nicht geplant.

  1. Obama paßt die ganze Aktion natürlich extrem schlecht in seinen Wahlkampf hinein. Seine Reaktion (sowie die der ihn tragenden Medienmajorität) dürfte zu 95% Wahlkampftaktik sein.

    • Das ist sehr viel Wahlkampf dabei, das stimmt. Aber sicherlich auch jede Menge Ideologie. Obama und sein Stab denken in großen Teilen wirklich so.

      Aber reden wir über den guten Punkt Wahlkampf. Obama pokert sehr hoch im Augenblick.

      Aznar wurde 2004 in Spanien bekanntlich abgewählt, weil er es für schlau hielt über die Anschläge von Madrid zu lügen. Er dachte es sei besser, man hänge es an die kleine ETA-Glocke und nicht an das große Al-Quaida-Minarett. Das hat sich bekanntlich furchtbar gerächt. Die Medien haben das ganz groß skandalisiert und Aznar den sicher geglaubten Sieg noch entrissen.

      Wäre Obama in der GOP würden die amerikanischen Medien schon lange das gleiche machen und wie Wölfe über ihn herfallen. Aber Obama ist schön weit links und deshalb kommt er offenbar mal wieder mit einer glatten Lügengeschichte davon. Demokratie in Amerika im Jahr 2012.

  2. Barak Obama hat mir die Augen geöffnet!
    Langsam begreife ich, dass Hitler keine Schuld hatte, an Krieg und Völkermord. Die Existenz jeglichen Gegensatzes, musste Adolfs unschuldige Seele derart provozieren, dass ihm keine andere Wahl mehr blieb, als methodisch zu entgleisen.

    • Es war schon damals einer dieser amerikanischen Filmemacher! Charlie Chaplin hiess er, glaub ich. Dieser Idiot hat mit einem Film den friedliebenden Adolf völlig unnötig provoziert, die Folgen waren ja auch damals absehbar.

  3. „Es ist aber glaubwürdig und ein Zeichen von Ehrlichkeit, wenn Megarif zugibt, dass sein Land instabil ist. Kein Präsident gibt gerne zu, dass er sein Land nicht unter Kontrolle hat.“

    Naja, wahrscheinlich wird garade über die Höhe des nächsten Schecks verhandelt. Dafür braucht Obama nicht mal Wahlkampfgelder, das kommt aus dem grossen Topf.

  4. Pingback: Bequeme Unzurechnungsfähigkeit « Aron Sperber

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