It’s an ideological battle

Michael Rubin vom American Enterprise Institute schreibt:

The White House and diplomats may wish to believe a distasteful, provocative, and inflammatory film motivated the violence in both Egypt and Libya. It is comforting for politicians and officials to ascribe the root cause of Islamist terrorism to grievance because if grievance motivates terror, then resolving the grievance could provide the solution.

Islamist terrorism, however, has far less to do with material grievance than ideology.

Obama’s serial dismissal of Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu and the Jewish state’s security concerns suggest an assumption that Israel’s behavior — or perhaps its very existence — provokes Islamist terror.

The war on terrorism and, more specifically, the fight against Islamist radicalism, is an ideological battle. The United States, moderate Muslims, and those valuing freedom and liberty must triumph not only on the battlefield, but also in the classroom and on the airwaves. Alas, apologies and self-flagellation represent not a path to peace, but little more than preemptive surrender.


 
Dazu passt ein Artikel von Eran Yardeni auf achgut:

Weil wir Religionen nicht als potentielle gegnerische politische Ideologien klassifizieren sondern als integrierbare gesellschaftliche Faktoren betrachten, geraten wir immer wieder in Verlegenheit, wenn die Realität über Integration etwas zu erzählen hat, das mit unseren rosigen Einbildungen nicht in Einklang zu bringen ist.

Man mag das akzeptieren oder nicht, aber in den letzten dreißig Jahren betrat ein neuer Akteur, eine neue konkurrierende religiöse und politische Ideologie, die Bühne Europas: der Islam, Man kann so tun, als wäre dieser neue Darsteller nur eine weitere Requisite. Das ist schließlich genau das, was die Ritter der Toleranz und des Gutmenschentums seit Jahren praktizieren. Sie sitzen auf dem falschen Pferd, halten in der Hand die falsche Landkarte und wundern sich, warum sie ihr Ziel nicht erreichen.

Sie betrachten die Intoleranz von jungen Muslimen den Juden gegenüber als Zeichen der Hoffnungslosigkeit oder als Unfähigkeit, Abstand vom Nahostkonflikt zu halten und nicht als integralen Teil einer Ideologie. Das ist politische Blindheit und intellektuelles Versagen. Die Geschichte hat uns schon mal beigebracht, wie hoch der Preis für ein solches Versagen sein kann.

Menschen wie Obama negieren das Problem in weiten Teilen.
Noch schlimmer sind komplett ignorante Medien wie die SZ.

Die SZ schreibt:

Es ist müßig, hier nach Tätern und Opfern zu unterscheiden. Diesmal ging die Provokation von amerikanischen Extremisten aus, islamistische Fanatiker haben sie angenommen und nicht minder radikal zurückgezahlt.

Und weiter:

Gerade in den USA gäbe es gute Möglichkeiten, die Radikalen im eigenen Land als Feinde der Freiheit zu isolieren.

In your dreams SZ, in your dreams. Wir sind hier nicht in Eurabien, wo man unliebsame Meinungsmacher mit allerlei Paragraphen und Tricks unterdrückt und gesellschaftlich vernichtet, pardon ‚isoliert‘.

Zu Westergaard schrieb die SZ bekanntlich:

Was zählt mehr? Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit? Oder der Respekt für religiöse Gefühle? Meist teilen sich die westlichen Disputanten über diese Fragen in Konservative (die Meinungsfreiheit!) und Linke (der Respekt!).

Schon der Vergleich zwischen Karikatur und Roman hinkt. Man kann ein Werk der Weltliteratur, in dem sich einer der klügsten Schriftsteller unserer Zeit auf kulturgeschichtlich höchstem Niveau mit den religiösen Spannungen seines Heimatlandes Indien auseinandersetzt nicht mit der plumpen Witzelei eines dänischen Karikaturisten vergleichen.

Ich erinnere an dieser Stelle auch wieder an den Fall Kashgari.

Hamza Kashgari sitzt immmer noch in einem saudi-arabischen Gefängnis und wartet auf seinen Prozess. Dort wird man ihn wegen Gotteslästerung und/oder Abfall vom Glauben verurteilen. Eine Todesstrafe ist wahrscheinlich, aber die westlichen Medien haben ihn verlassen.

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26 Gedanken zu „It’s an ideological battle

  1. Als Gegengift zu dem SZ-Geschwafel empfehle ich Dir Clemens Wergin. Eine nüchterne, gute Analyse:

    http://www.welt.de/debatte/article109204045/Amerikas-Abschreckungsmacht-hat-erheblich-gelitten.html

    „US-Präsident Barack Obama steht nun vor dem Scherbenhaufen seiner Nahostpolitik. Er hat wie kein Präsident vor ihm um die arabische Welt geworben und sich nach anfänglichen Zögern auch deutlich auf die Seite der demokratischen Revolutionen gestellt – zuletzt etwa, indem Washington die Machtübergabe an Mursi und den Abgang der alten Generalsgarde in Ägypten beförderte. Er hat dabei in Kauf genommen, alte enge Verbündete wie Israel, Saudi-Arabien und das ägyptische Militär zu brüskieren. Und nun wendet sich ein Teil der befreiten Gesellschaften gegen einer ihrer Geburtshelfer. Der Antiamerikanismus in arabischen Gesellschaften ist laut Umfragen sogar gegenüber der Ära Bush noch gestiegen. Eine bittere Bilanz für Obama.“

    • Das stimmt genau. Obama hat alle engen Verbündeten brüskiert. Besonders die Beziehungen zu Israel sind auf dem Tiefpunkt. Netanjahu war in Amerika und Obama hat ein Treffen verweigert. Obama hat sogar noch gelogen, Netanjahu habe kein Treffen gewollt. Aber die MSM finden das nicht schlimm.

      Obama ist ein unverbesserlicher Narr. Wir brauchen bis zu den Wahlen ein Wunder, damit er nicht wiedergewählt wird.

      • Man kann es auch von der Warte aus sehen dass die Radikalen in der islamischen Welt dafür sorgen dass Obama abgewählt wird. Wahlkampfhilfe für Romney.

        Es ist mir sowieso ein totales Rätsel wie diese Leute ticken. Die USA haben mehr als jede andere Nation auf Seiten der Moslems in den letzten 22 Jahren Kriege geführt. Im Irak haben sie den Schiiten-Unterdrücker Saddam Hussein gestürzt. Ein Jahr später taucht dann Khamanei Loverboy Al-Sadr auf und brüllt „Fuck JU-ES-Ä“.
        So etwas kann man nur mit fortgeschrittener Geisteskrankheit erklären.

      • Liebe Protestler im Westen und im Nahen Osten:
        Macht was ihr wollt aber fasst nicht unser Geldsystem an und lasst uns in Ruhe die Ressourcen billig plündern, wenn ihr keinen Krieg haben wollt
        Schönes Wochenende wünscht dir deine Grosskonzernediktatur 😉

      • Meiner Meinung nach war Obamas mit Abstand größter Fehler, dass er die Revolutionäre im Iran 2009 hat fallen lassen.
        Der Iran ist der Unruhefaktor im ganzen Nahen Osten, der jeden Konflikt kräftig mit anheizt. Wäre das Mullahregime damals gefallen so stünde die Lage in fast allen Ländern dort deutlich besser!

        mfg flax

      • Es stimmt, das hat mich bei Obama auch extrem enttäuscht. Der Iran stünde mit Revolution wahrscheinlich besser da, denn schlimmer kann es dort gar nicht mehr werden. Bei den anderen Ländern bin ich mir allerdings nicht so sicher.

        Die treibende Kraft des „arabischen Frühlings“ ist ja eben nicht der Iran, sondern es sind sunnitische Kräfte: die Königshäuser von Katar und Saudi-Arabien, die Muslimbrüder, Salafisten und Al Quaida. Das ist eine Steigerungskette von sehr schlecht nach extrem schlecht. Die Mullahs im Iran liegen dabei wohl ungefähr auf Höhe der Salafisten. Oder kurz: Alles die gleiche Sch.

  2. Nochmal zur SZ:

    Was zählt mehr? Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit? Oder der Respekt für religiöse Gefühle? Meist teilen sich die westlichen Disputanten über diese Fragen in Konservative (die Meinungsfreiheit!) und Linke (der Respekt!).

    Mit dieser Aussage veranschaulicht die SZ das Elend der Linken auf wunderbare Art und Weise:
    Mittlerweile sind die aus linker Sicht rückständigen Konservativen die Vorkämpfer für die Freiheit während die Linke vor dem „Respekt“ der Autoritäten kriecht.

    Danke für die Selbstentlarvung!

    • Das finde ich auch extrem lustig. Konservative sollen plötzlich für Meinungsfreiheit sein und die Linken seien jetzt für Respekt! Sagt eine linke Zeitung! 😀

      Das ist ein Beispiel wie sich Linke bei Bedarf total auf den Kopf stellen, nur damit ihr Weltbild nicht auseinanderfällt. So unlogisch muss man erst einmal sein. Eine echte Leistung.

      • Ja, das haben die Linken u.a. mit den Khomeini-Jüngern gemein. Siehe mein Kommentar weiter oben.

  3. Schreibt die Sudel-Zeitung:

    Es ist müßig, hier nach Tätern und Opfern zu unterscheiden. Diesmal ging die Provokation von amerikanischen Extremisten aus, islamistische Fanatiker haben sie angenommen und nicht minder radikal zurückgezahlt.

    Verstehe: Mohammed-Filmchen drehen ist genauso schlimm („extrem“ bzw. „fanatisch“) wie Amis abschlachten. Und zwischen den Opfern (den ermordeten Mitarbeitern der amerikanischen Botschaft in Libyen) und den Tätern (den Mördern) zu unterscheiden ist müßig.

    Schreibt die Sudel-Zeitung!

  4. „nicht minder radikal“
    Das impliziert für mich ein „mindestens genau so schlimm (wenn nicht noch schlimmer)“.
    Also sind wir noch viel schlimmer mit unserer blöden Meinungsfreiheit,
    als Islam(isten) mit ein paar ermordeten Menschen.

  5. Mir geht die Betonung darauf, dass der Film widerlich sei und der Filmemacher ein Idiot oder Provokateur, (auch im Artikel von Wergin) auf die Nerven. Was soll dieses herumgepudel? Das hat erstens faktisch gar nichts mit den Terrorakten zu tun, und zweitens, hätte es etwas damit zutun, wäre es als Begründung immer noch absolut krank.
    Würde ich mir die Sichtweise des SZ-Fritzen zu eigen machen würde es nach dem nächsten Klimahysterieberichtchen vom ZDF für dessen Angestellten nicht mehr ganz so rosig aussehen, denn solcher Schmarren provoziert jetzt halt mich. Und die SZ hätte sicher massig Verständnis für mich.

    • Genau so ist es. Die MSM finden es super, wenn bestimmte Gruppen Massenmorde begehen. Andere Gruppen hingegen dürfen dieses Verständnis nicht erwarten. Ich könnte 100 Artikel zu diesem Thema schreiben. Ein ganz bestimmter Artikel zum Thema wird bald fertig werden, hoffe ich.

    • „Mir geht die Betonung darauf, dass der Film widerlich sei und der Filmemacher ein Idiot oder Provokateur, (auch im Artikel von Wergin) auf die Nerven.“

      Nicht weiter ernst nehmen, das ist wohl nur eine Rückversicherung, um nicht selbst in Gefahr zu geraten, als böser Rechter diffamiert zu werden.

  6. Meiningsfreiheit.
    Bedeutet es nun, man ist frei zu sagen, was man meint?
    Oder, man bleibt frei, wenn man sagt, was man meint?
    Oder beides?
    Oder man bleibt frei und kann sagen was man meint, solange man meint, was alle meinen?
    Was denn nun?

  7. Der Gutmensch fährt seine Ernte ein. Vielleicht lernt ja der eine oder andere was daraus, zum Beispiel, daß Nettsein nicht immer Nettsein provoziert, sondern manchmal durchaus das Gegenteil.

    Übel nur, daß immer neue Gutmenschen nachwachsen und sich immer wieder erst eine blutige Nase holen müssen, bis sie klug werden.

  8. American Viewer:
    „Der Iran stünde mit Revolution wahrscheinlich besser da, denn schlimmer kann es dort gar nicht mehr werden. Bei den anderen Ländern bin ich mir allerdings nicht so sicher.“
    Der Iran wäre die erste zeit mit sich selber beschäftigt und würde nicht mehr jeden Krisenherd(Libanon, Gaza, Irak, Jemen, Afghanistan) mit Geld, paramilitärischen Ausbildern und Waffen versorgt. Für mich ist der Iran die größte Bedrohung für die gesamte Region. Umso ärgerlicher das nicht alles von den USA und Europa versucht wurde die Revolution zu unterstützen.

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