Apple und Steve Jobs erklärt

Das Thema Regulation hatten wir vor ein paar Tagen schon einmal. Mir fallen spontan hundert Beispiele zu diesem Thema ein. Ein aktuelles Beispiel ist Apple. Sie haben sogar noch mehr Cash als Google. Und was machen sie damit?

Sie bezahlen Juristen, Lobbyisten und Politiker, damit diese für sie die Konkurrenz klein halten. Das ist kein Kapitalismus mehr, das ist Anti-Kapitalismus. Es ist wichtig diese Zusammenhänge zu verstehen.

Echter Kapitalismus dient zuerst immer den Konsumenten, nicht den Produzenten. Die Produzenten müssen sich im Kapitalismus immer einem scharfen Wettbewerb stellen. Hayek hat richtigerweise immer wieder klargestellt:
Kapitalisten mögen keinen Kapitalismus.

Sie mögen ihn am Anfang, wenn sie ihr Kapital einsammeln, aber wenn sie groß und stark sind, dann mögen sie Kartelle, Sozialismus, Subventionen und andere „Regulationen“, die sie vor Wettbewerbern schützen.

Nachfolgend ein Video und ein paar Memes,
die Apples Weltanschauungen auf den Punkt bringen:


 
Die Seite Scoopertino hat sich schon 2011 überlegt,
wie Apple Wasser verkaufen würde.

Mein jüngerer Bruder ist ein überzeugter iPhone-Benutzer. Ich persönlich halte Apple-Konsumenten für naiv. Das ist jetzt keine Nummer in die Richtung: „Hilfe, Hilfe! Apple ist ein böser amerikanischer Großkonzern, der die Umwelt zerstört, schlechte Löhne bezahlt und ein Monopol hat!“ Das ist Unsinn.

Nein, meine Ablehnung von Apple hat andere Gründe. Apple hat einfach keine überzeugenden Produkte. Viele Apple-Produkte haben ein schönes Design, andere haben wirklich neue Techniken etabliert. Aber das reicht nicht aus.

Was also spricht gegen Apple? Zwei Gründe:

1. Apple-Produkte unterliegen extremen Einschränkungen. Ich habe keine Lust mich jedes Mal in iTunes einklinken zu müssen oder Apps nur über Apple zu bekommen. Ich habe auch kein Interesse daran, dass etliche Programme auf dem Apple-Schrott nicht funktionieren. Auch auf einen Jailbreak habe ich keine Lust.

2. Apple-Produkte sind massiv überteuert.
Es sind Hipster-Produkte mit geringem intrinsischen Wert.

Hier die versprochenen Memes:
 

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16 Gedanken zu „Apple und Steve Jobs erklärt

  1. Der Apfel. Angebissen und weggeworfen.
    Wenn ich (bezüglich Herrn Jobs) das alte Lehrbuch zur Pathophysiognomie hervorhole, stehen mir die Haare zu Berge.
    Aber es hat ihm auch einen gewissen Erfolg gebracht, die Trotzphase, welche man so mit ungefähr drei Jahren hat, bis zu seinem Lebensende zu prolongieren. Ein waschechter maniac.

      • Ich versuch es halt gern mit Piktogrammen, zum Gemäldemalen fehlt mir oft die Zeit. Viele verstehen mich dann auch, aber längst nicht alle. Wahrscheinlich kennst du meine Gedankenverästelungen einfach nicht so gut wie die Leute, mit denen ich seit Jahzehnten über Gott und die Welt diskutiere. Manchmal vergesse ich, dass man manchmal eben genauer sein muss. Auch wird eine Rolle spielen, dass wir uns nicht sehen und höhren können. Dann würde ich sofort merken, wenn ich nicht verstanden wurde.
        Pathophysiognomie wird auch Antlitzdiagnostik genannt. Nicht jeder Arzt mag das, kommt ja aus der „alternativen“ Medizin. Google hat da einiges an Informationen parat. (Bitte grosszügig selektieren! Es ist okkulter Schnodder dabei, esoterische Spinner ohne Sachverstand schreiben leider auch Bücher darüber.) Es lassen sich durchaus auch psychische Leiden erkennen. Blick und Gesichtsmotorik bei Herrn Jobs sind mE hochgradig auffällig. Wenn man ihn dann noch reden hört…
        Danach stellte ich einen Erklärungsansatz in den Raum, den der evtl schlechten „Abarbeitung“ frühkindlicher und kindlicher Entwicklungsstufen.
        Vielleicht hatte er auch „nur“ ein Borderline.
        Der Bezug zum Artikel?
        „Sie mögen ihn am Anfang, wenn sie ihr Kapital einsammeln, aber wenn sie groß und stark sind, dann mögen sie Kartelle, Sozialismus, Subventionen und andere „Regulationen“, die sie vor Wettbewerbern schützen.“
        Dies ist erstrecht so, wenn man ein Egomane ist. Dann ist einem egal, wenn die erfolgreichste Strategie auch die widerwärtigste ist. Solche Leute verwechseln sogar Selbstachtung und Selbstgefälligkeit.
        So stelle ich mir einen verzogenen kleinen Jungen vor, der plötzlich König wird. Mit guten Ideen, viel Glück und noch mehr Unverschämtheit legt er einen erfolgreichen Regierungsstil vor. Ob es seinen Vasallen oder gar dem Volk gut geht, ist ihm egal. Satt dürfen sie sein, aber was Zufriedenheit bedeutet, dass hat der kleine König selbst noch nie erfahren.
        Sie sollen ihm auch immer schön zujubeln.
        Auf die Idee, sein Land hätte einen besseren König verdient, kommt solch ein Mensch niemals. Er wird immer König bleiben wollen, auch wenn er (oder sein Land) daran zugrunde geht.

    • Danke für deinen Kommentar.

      Es stimmt, es gibt eine Gegenseite, die man durchaus begründen kann. Einige Forderungen von Apple sollen berechtigt sein. Samsung soll hier und da wirklich seriöse Patente übertreten haben. Technikfreaks sagen allerdings Apple übertreibt maßlos und missbraucht das System. So sehe ich das auch. Eine Jury voller Laien kann so etwas eigentlich gar nicht entscheiden. Aber so ist das eben in Amerika.

      Der Welt-Artikel trägt aus meiner Sicht zum Thema nicht wirklich etwas bei. Die Welt befeuert nur die moderne Legende von Apples tollen Erfindungen. Das ist aber nicht wahr. Nichts was die Welt aufzählt, hat Apple wirklich erfunden.

      Was Apple wirklich kann, ist Produkte bewerben und verkaufen. Sie kaufen oder klauen sich die Erfindungen von anderen Firmen zusammen und geben dem technisch unbedarften Kunden, was er will. Im Grunde geht es mehr um ein Gefühl. Eine tolle Hülle, die viele Menschen faszinieren mag, aber die die meisten Technikfreaks kalt lässt.

      Dagegen spricht ja nichts. Auch solche Produkte braucht der Markt. Und zwar massenweise. Der Erfolg von Apple belegt das. So weit so gut. Aber wenn Apple den Fortschritt aufhält und anderen Firmen nur Stöcke zwischen die Beine wirft, dann hört für die Technik-Community der Spaß auf. Genau das macht Apple. Apple hat dem Rest den Krieg erklärt.

      Ich würde auch keine Apple-Aktien mehr kaufen. Langfristig würde ich eher denken, es geht runter. Jobs ist schon tot und auch ein Hipster-Verein wie Apple, der davon lebt, dass seine Produkte für den doppelten Preis gekauft werden, hat keine Zukunft.

      • Es stimmt! Wie im Video von annulator aufgezählt wird (und mich auch echt erstaunt hat) Apple hat tatsächlich nichts erwähnenswertes erfunden. Aber Ihre Innovation (Erfindung) besteht darin Produkte so simpel zu gestalten, dass sie Benutzer tatsächlich auch benutzen wollen.

        Ich erinnere mich noch gut an die Pocket PCs vor dem iPad aus den 1990er Jahren. Oder Smartphones vor 2007 und dem ersten IPhone. Die waren hässlich, unbedienbar und langsam, kurzum (excuse my language) total bullshit… Apple hat diese Produkte weiterentwickelt, leicht bedienbar gemacht. Keyword Simplicity. Und hiervon hat zB Samsung eindeutig profitiert. Deshalb kann ich auch Apples Sichtweise verstehen, teile sie aber nicht. Bei dem Patentstreit bin ich also ganz bei dir! Wie du sagtest: Erfolgreiche Kapitalisten mögen den Kapitalismus nicht! Apple will sich auf seinem Status quo ausruhen. In diesem Fall beschneidet das Patentrecht den freien Wettbewerb.

        Aber mit der Argumentation der Technikfreaks kann ich mich auch nicht ganz anfreunden. Sie tuen so als hätte Apple nicht den technologischen Fortschritt vorangetrieben. Für mich besteht dieser darin, dass Apple jedermann powerfull tools in die Hand gegeben hat noch produktiver und effizienter zu werden. Das ist Fortschritt!!
        Der Technikfreak denkt da zu kompliziert… Es liegt in seiner Natur, er versteht die Technik bis ins Detail und verliert sich dann in diesen Details. Das tat Steve Jobs nicht, er dachte stets an den Nutzer. Ich behaupte jetzt mal Technikfreaks hätten das Bedienungskonzept von Apple produkten, für jedermann leicht bedienbar, nicht erfunden.

        Ohje jetzt hab ich glaub Apple mehr gelobt als ich eigentlich wollte:/

        Kurzum, in meiner Meinung hat Apple etwas zum technologischen Fortschritt beigetragen. Den technogischen Fortschritt nur Technikfreaks zu überlassen finde ich nicht gut, sie denken zu kompliziert! Das Apple es zu weit treibt mit der Bervormundung von Kunden ist wohl so!

        Und nochmal teile ich deine Meinung, Apple ist ein hype und maßlos überbewertet. Mein Tipp Apple shares langfristig Shorten 😉

        Gruß Stef

      • Danke für deinen Kommentar.

        Ich behaupte jetzt mal Technikfreaks hätten das Bedienungskonzept von Apple-Produkten, für jedermann leicht bedienbar, nicht erfunden.

        Ja das sehe ich auch so. Das Aussehen und die Hülle ist Technikfreaks einfach nicht so wichtig. Mir auch nicht.

        Mein Tipp Apple shares langfristig Shorten

        Ich bin was Aktien angeht, sehr konservativ. Ich shorte nie. Schon gar keine Blue Chips. Apple kann auch noch jahrelang steigen und dann muss man als Shorter irgendwann einmal zwangsverkaufen, weil einem das Geld ausgeht. Schon ein Margin Call will ich nicht haben. Ich benutze auch keine Optionsscheine.

  2. :“Echter Kapitalismus dient zuerst immer den Konsumenten, nicht den Produzenten. Die Produzenten müssen sich im Kapitalismus immer einem scharfen Wettbewerb stellen. Hayek hat richtigerweise immer wieder klargestellt:
    Kapitalisten mögen keinen Kapitalismus.“

    Sie sehen das von dem Standpunkt aus, andere sagen das Kapitalismus sei die Umverteilung von erwirtschaftetem von arm nach reich ist, wieder andere behaupten das der Widerspruch von „alles was Arbeit schafft, ist sozial“ und den arbeitslosen Eliten die von Kapitalerträgen leben, wahrer Kapitalismus sind.
    Kapitalismus und der freie Markt sind doch verschiedene Dinge, der freie Markt ist das Terrain auf dem sich der Kapitalismus, das Geldsystem entwickelt, wobei es eher andersherum ist, das Geldsystem entwickelt den „freien“ Markt.

    P.S.

    Mit dem freien Markt ist es meiner Meinung nach wie mit der Pressefreiheit, beides wunderbare Konzepte im Zusammenleben der Menschen, doch durch das Finanzsystem unmöglich gemacht zu existieren.
    Nicht das ich was gegen gegen die Marktwirtschaft hätte, doch die Verteilungsmechanismen der Marktteilnehmer sind zu ungleich als das man von Freiheit reden könnte.

    • Danke für ihre Kritik. Ich schätze Kritik, vor allem wenn sie so höflich formuliert ist, wie bei Ihnen. Ich werde ihre Bemerkungen auf einmal abhandeln. In dieser Antwort. So gut es eben geht.

      Eines gebe ich ihnen noch auf den Weg, denken sie in ihrer ökonomisch-analytischen Betrachtungsweise dieser Welt und der Menschen auf ihr mal daran wie viel Müll ihre Betrachtungsweise übrig lässt, ihr Denken, und dadurch nicht zuletzt auch ihr Handeln.
      Das soll jetzt weiss Gott keine Beleidigung sein und Kritik ist es nur im Sinne der Anklage, und zwar dass wir alle so sind, aber versuchen sie’s mal zu sehen, der Abfall in uns, der Abfall um uns.

      Aus ihrer Kritik lese ich heraus, dass Sie meinen meine Ideologie hinterlasse besonders viel „Müll“ und sei amoralisch. Ich sehe das ganz anders. Ich sehe mich als extrem moralischen Menschen. Moral ist für mich mit das wichtigste im Leben überhaupt. Ich bin neoliberal-libertär, weil ich diese Ideologie für moralischer halte als alle anderen Ideologien.

      Mir ist es wichtig, dass Sie den nächsten Punkt verstehen, denn er ist der Kern meiner Ideologie und wahrscheinlich auch der Kern der neoliberalen und libertären Ideologie.

      Ich glaube an freie Märkte. Ich glaube nicht, dass ein echter, unregulierter „Kapitalismus“ moralisch absolut fehlerfrei ist, aber ich glaube es ist das beste und moralische kompletteste System, das es gibt. Ein System, das hier und da Ausgleichszahlungen und weise Regeln braucht, die aber beide nicht übertrieben werden dürfen und die in die richtige Richtung gehen müssen.

      Ich glaube daran, dass Politiker wie Frau Merkel, die nahezu komplett auf ökonomisch-analytischen Betrachtungsweisen verzichten, abertausende Menschen umbringen.

      Es ist besser man macht diese abstrakten Gedanken an konkreten Beispielen deutlich.

      Ich kann mich nur noch einmal wiederholen, was Kapitalismus für mich und viele andere bedeutet. Echter Kapitalismus dient zuerst immer den Konsumenten, nicht den Produzenten. Die Produzenten müssen sich im Kapitalismus immer einem scharfen Wettbewerb stellen. Hayek hat einmal richtigerweise gesagt, Kapitalisten mögen keinen Kapitalismus. Sie mögen ihn am Anfang, wenn sie ihr Kapital einsammeln, aber wenn sie groß und stark sind, dann mögen sie Kartelle, Sozialismus, Subventionen und andere „Regulationen“, die sie vor Wettbewerbern schützen.

      Jetzt die konkreten Beispiele: Too big to fail. Das kennt mittlerweile jeder. Too big to fail lieben betroffene Unternehmer, Banker, Politiker und Gewerkschafter. In einem echten Kapitalismus wären fast alle Banken dieser Welt im Zuge der Finanzkrise pleite gegangen oder zumindest verstaatlicht worden. Das ist nicht passiert.

      Anderes Beispiel: Drogen. Dieses Thema mag interessanterweise auch das linke Lager. Kapitalismus bedeutet, dass man den Drogenhandel so gut es geht liberalisiert. Das gleiche gilt für dutzende andere Bereiche.

      Anderes Beispiel Organe. Da sind die meisten Politiker empört, wenn man den Organhandel freier gestalten will. Wir leben aktuell in der kranken Welt, in der ganz im Ernst verlangt wird, dass man seine Organe, das wertvollste das man überhaupt besitzt, umsonst (!) an einen anderen Menschen spenden soll. So toll sich Altruismus und Kommunismus für manche Leute auch anhören mögen – in der Praxis werden so massenweise Menschen umgebracht. Diese Anti-Moral, die so tut als sei sie moralisch, ist ein Übel unserer Zeit.

      Ähnlich Anti-Moralisches passierte auch nach Fukushima. Wer wie deutsche Politiker noch lauffähige Atomkraftwerke abwrackt und damit automatisch Kohle und Gas nach oben fährt, hat massenhaft Blut an seinen Händen.

      Anderes Beispiel: Politiker. Die moderne Demokratie ist leider extrem unkapitalistisch. Ein Politiker wird für seine Fehler nicht haftbar gemacht. Kapitalismus bedeutet aber, dass Chance und Risiko, Gewinn und Verlust nicht getrennt werden dürfen. Genau das ist aber in der modernen Politik der Fall.

      Frau Merkel kann es herzlich egal sein, wenn sie DL, Europa, ja die ganze Welt mit ihrer Politik ärmer macht. Sie selbst bekommt nämlich immer das gleiche Gehalt und die gleiche üppige Pension. Das läuft im Westen sehr falsch. Der wichtige „Entscheider“ eines Landes wie Merkel oder Obama muss viel mehr verdienen, aber eben zum größten Teil leistungsabhängig und eventuell langfristig orientiert. Die klügsten Köpfe des Westens gehen schon lange nicht mehr in die Politik. Diese Entwicklung ist fatal.

      Kapitalismus-Kritiker wie Sie kritisieren gerne, aber sie bieten keine Alternativen. Und wenn sie Alternativen bieten wie Frau Merkel und die politische korrekte Politik, oder die DDR, oder Mao, oder Fidel Castro, oder wenn immer sie auch jetzt nennen wollen, dann machen sie alles nur noch schlimmer.

      Der einzig moralische Weg ist aus meiner Sicht, dass man Schein-Moralisten wie Obama und Merkel abwählt und echten Kapitalismus sicherstellt. Alles andere tötet und schadet mehr Menschen.

      • Durchaus sehr interessant, ob ich Alternativen hätte oder nicht, sei mal dahingestellt, aber ich will mal versuchen zu antworten.

        „Aus ihrer Kritik lese ich heraus, dass Sie meinen meine Ideologie hinterlasse besonders viel „Müll“ und sei amoralisch. Ich sehe das ganz anders. Ich sehe mich als extrem moralischen Menschen. Moral ist für mich mit das wichtigste im Leben überhaupt. Ich bin neoliberal-libertär, weil ich diese Ideologie für moralischer halte als alle anderen Ideologien.“

        Amoralisch ist es für mich nur in der Hinsicht dass dieser „Müll“, den unsere Gesellschaft überall übrig lässt, mit einem gerechteren Verteilungsschlüssel der über das Geld definiert wäre, so nicht in den Massen existieren würde. Vielfach wäre dieser Müll noch hochproduktive Grundlage, doch nein, er ist zum vergammeln verdammt.
        Eine Erde wo die Menschen nicht über ihre Verhältnisse sondern mit ihr leben.
        Mal ehrlich, wir sind das einzige lebende Wesen was auf diesem Planeten als Parasit lebt, sicher, die Parasiten die meinetwegen andere Tiere befallen sind vielleicht auch schädlich, aber sie hätten viele Wirte zur Verfügung, wir aber nur eine Erde, eine Symbiose muss doch möglich sein.

        Mein Standpunkt ist nun allem Klimakatastrophengeschwafel zum trotz, dass man Lösungen für ein ressourcenschonenderes System finden sollte.

        „Ich glaube an freie Märkte. Ich glaube nicht, dass ein echter, unregulierter „Kapitalismus“ moralisch absolut fehlerfrei ist, aber ich glaube es ist das beste und moralische kompletteste System, das es gibt. Ein System, das hier und da Ausgleichszahlungen und weise Regeln braucht, die aber beide nicht übertrieben werden dürfen und die in die richtige Richtung gehen müssen. “

        Da widersprechen sie sich meiner Meinung nach selbst, entweder man ist dafür von den Früchten der eigenen Arbeit prosperieren zu können, oder aber man ist für einen Staat der daran verdient.
        Verstehen sie micht nicht falsch, ich vertrete in keinester Weise einen Staat der an allem 50% mitverdient, dass ist Horror.
        Ich finde zudem das der Staat wie viele Liberale erkennen, so wie er heute ist, ein immanentes Hinderniss eines freien zum Wohle des Menschen arbeitenden Marktes ist.
        Wie sie richtig erkennen, mit dem too big to fail, ist es unmöglich das jemand der genug Macht um sich gescharrt hat, wirklich fällt, Beispiel Merkel oder Obama.

        Die Lösung für mich persönlich kann nur eine sein, Abstand zu nehmen vom heutigen System der Schuld und Zinsknechtschaft, das würde das Volk zum wahren Souverän machen, das Dilemma des Rechtsstaates und Unrechtsstaates kommt daher, in einem Unrechtsstaat kann der Mensch nicht auf die Strasse gehen, in einem Rechtsstaat müsste er es nicht.
        Ich muss eingestehen dass das Recht bei uns nicht zur Genüge verwirklicht ist, denn dann gäbe es keine leistungslosen Bezüge sowohl in Hinsicht auf Hartz 4 als auch auf Kapitalerträge von Eliten, die sind gelinde gesagt Diebstahl an der Gesellschaft, weil es nur über Gesellschafts bzw. Staatschulden finanziert wird, ich verwahre mich gegen das 1. Ideal des Kapitlismus von heute, und zwar dass die Gesellschaft sich zu Gunsten des Einzelnen verschuldet, ein ebensolcher Horror.

        Verkennen sie mich nicht als verkappten Kommunisten, das war ich nie, und bin ich nicht.
        Nur sehe ich dass die Welt von heute einfach nicht funktioniert, sonst wäre ja an der eigentlichen Definition der Wrtschaft als Arbeitsteilung zur Befriedigung der Bedürfnisse auch etwas dran, und dass auch für alle, nicht nur für Deutsche, Amerikaner und die G8 oder die Industrienationen.
        Mein Ideal war immer dass der Freiwirtschaftslehre, eine Ode an ökonomische Gerechtigkeit.

        Schlussendlich finde ich eine Welt, in der soviel leistungsloses Vermögen nach so einem ungerechten System verteilt wird einfach schrecklich.

      • Entschuldigen sie wenn ich so schnell wieder schreibe, ich versuche ihnen einmal zu verdeutlichen wie das Ganze Problem unseres Systems und des Müll in harten Fakten aussieht.
        Der Kapitalismus hat exponentiell wachsendes Geld, an sich eine schöne Sache, für die die es haben, über die die es nicht haben, will ich mal gar nicht sprechen.
        Wenn sie ein bisschen Ahnung in Mathematik haben, dann dürften sie verstehen dass man eponentielle Sachverhalte so wie viele andere mathematische Zusammenhänge in Fraktalen sichtbar machen kann.
        Diese Fraktale haben eine Besonderheit, sie treffen sich in der Unendlichkeit, mehr oder weniger schnell, die Exponentialfunktion hat die Spezialität dass dieser Grenzwert immer schneller avisiert wird.
        Wie im euklidschen Raum üblich treffen sich die Fraktale dann in der Endlichkeit, zeigen also dass es keine Unendlichkeit geben kann.
        Was ich damit sagen will ist dass wir dem Ende immer schneller immer näher kommen.
        Das Problem auf unserer Erde ist dann nämlich dass mit sich erhöhendem Wohlstand die Zahl der Kinder die geboren werden verkleinert, objektiv eigentlich kein Problem, subjektiv jedoh ein unglaubliches, denn wenn der Nachschub an Arbeitskraft so nicht mehr da ist, dann kann die Vermehrung
        von Geld im selben Maße nicht mehr gewährleistet werden, dann krankt das System.
        Bei uns sieht man dass, der Leitzins in den Industrienationen ist niedrig, aus diesem Grund wird Geld in hohem Maße gedruckt, um ihn überhaupt noch auf Niveau zu halten, denn ohne die wahnsinnige Inflation bekämen wir keinen Zins
        mehr, was schlecht wäre, denn dann wär unser Geldsystem funktionell nicht mehr am laufen zu halten, die Wirtschaft würde zusammenbrechen da der Reiz des Geldverleihens futsch wäre.
        Was andererseits schlecht an dieser Inflation ist, haben sie schon oft genug fest gestellt, wobei man noch vieles addieren könnte, aber über arme Menschen sprech ich jetzt mal nicht.
        Ihnen dürfte jetzt klar sein dass das Ganze in Entwicklungsländern ganz anders aussieht, der Leitzins der dortigen Wirtschaften ist ein höherer, was eklatant mit
        den Geburtenraten zusammenhängt, doch ist beides keine Alternative,
        entweder wir vermehren uns wie die Ratten, und haben bescheidenen Wohlstand unserer Kapitalerträge, oder wir leben in Wohlstand, sparen uns Kinder, und sehen wie unsere Länder immer schlimmer in Schulden versumpfen.
        Schlussendlich dürfte jeder etwas hellere Leser erkannt haben dass der Kapitalismus wie er jetzt ist, explizit das Geldsystem, ein Schneeballsystem ist, dass der Herr Madoff dafür in den Knast gegangen ist, ist richtig.
        Doch eigentlich war dieser Mensch nur ehrlich, er hat so Geld damit verdient indem er uns zeigte wie dieses Finanzsystem funktioniert, und wie es die Realwirtschaft gegeißelt hält.

        Man kann jetzt lang und breit drüber debattieren, aber eigentlich ist es klar.
        Im Sozialismus war der Staat der Mörder der Innovation, im Kapitalismus ist es das Geld.
        Beide bewirken prinzipiell dass die Mehreit der Menschen verelenden, sozial entwurzelt werden und ökonomisch die Perspektive verlieren.

        Wir als Menschen müssen heute erkennen dass es keine Wahl sein kann mit Wachstum durch Schulden oder dem Sparen zu ungunsten der Menschen irgend welche Märkte zu befriedigen die sich auf irgendwelchen Inseln befinden.

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