Das nächste Griechenland

Trotz Rekordarbeitslosigkeit findet Portugals Textilindustrie keine Arbeitskräfte. Viele Portugiesen leben lieber vom Staat und verdienen schwarz etwas dazu.

Der März war ein miserabler Monat. Zuerst legte ein Generalstreik das Land lahm. Dann trat die Presse immer wieder neue Geschichten über Arbeitslose breit. Es gibt kaum einen Portugiesen, der nicht jammert über die „situação ruim“ – die miese Lage im Land. Auch Lourenço dos Santos Freitas klagt. Allerdings plagen ihn andere Sorgen: „Ich finde einfach keine Schneiderin“, sagt der Textilunternehmer und blickt durch die Glasscheibe in die Produktionshalle, wo das Tackern alter Nähmaschinen zu hören ist. „Was soll ich nur machen?“

Quelle: FTD

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2 Gedanken zu „Das nächste Griechenland

  1. Weit verbreitetes Problem. Schon vor fünfzehn-zwanzig Jahren klagte ein Handwerksmeister in meiner Verwandtschaft, er wolle gerne ausbilden, finde aber keine vernünftigen Kandidaten.
    Ein polnischer Bekannter meinte kürzlich, er würde gerne eine zweite „ekipa“ für seine Firma (in Polen) einstellen, aber es sei nahezu unmöglich, ordentliche Leute zu bekommen. Beide sind keine Memmen, die gerne vor sich hin jammern. Also muß da wirklich etwas im Busche sein…

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