Nachruf auf Andrew Breitbart

Sie kannten Andrew Breitbart nicht? Das ist schade. Um Andrew Breitbart nachträglich doch noch kennen und schätzen zu lernen, liest man sich am besten die Berichterstattung der linken deutschen Medien durch. Und wenn ich linke Medien schreibe, dann meine ich natürlich auch das Feuilleton der deutschen FAZ. Das Feuilleton der FAZ sei tendenziell mit geistigen Amokläufern besetzt, meinte ein Leser gestern. Dem will ich nicht widersprechen. In diesem Fall ist es das Feuilleton der FAS, aber das schenkt sich nicht viel. Man beachte mit wie viel Schaum vor dem Mund der Journalist Harald Staun kommentiert, weil Breitbart den Abgeordneten Weiner hat auffliegen lassen.


Breitbart, der Hetzer
Breitbart sei sicher nicht der ausfälligste unter den publizistischen Hetzern der politischen Rechten, meint Staun. Wie schnell man in Deutschland doch ein Hetzer ist, nur weil man in die andere Richtung schreibt. Das ist schon hochgradig faszinierend.

Ein anderer Fall den Staun beschreibt, ist der Skandal um ACORN. Man kennt diese Organisationen auch in Europa zuhauf. Sie schießen wie Pilze aus dem Boden. Nach außen geben sie sich „neutral“ und „unabhängig“, aber in Wirklichkeit verfolgt man eine linke Agenda. Dagegen spricht ja auch gar nichts, wer will darf gerne eine linke Politik verfolgen, aber man sollte doch bitteschön auch offen dazu stehen und sich nicht einen neutralen oder gar wissenschaftlichen Anstrich geben. Das machen linke NGOs aber laufend. Diese Heuchelei hat Breitbart gestört und deshalb hat er ACORN mit ihren eigenen Mitteln geschlagen: Parteiische Tricks.

Das lässt Staun aufheulen. Eine „Endlosschleife der Empörung“ setze Breitbart „im amerikanischen Krawallfernsehen“ in Gang. Es ist mir schon klar, dass den deutschen Journalisten die linientreuen GEZ-Schlafwagen-Kanäle lieber sind. Keine Konkurrenz zu haben, muss herrlich sein. Aber Endlosschleife der Empörung? Im Ernst? Mit diesen Begriffen wäre ich als deutscher MSM-Journalist besser vorsichtig. Die deutschen Journalisten sind die Meister für Empörungschleifen. Die Empörung muss nur in der „richtigen“ Richtung gehen, versteht sich.

Man stelle sich mal vor ein verheirateter GOP-Abgeordneter hätte Penis-Fotos und eindeutige Botschaften an eine flüchtige 21jährige Internetbekanntschaft geschickt. Das hätten unsere linken Medien auch groß berichtet. So taten es einige nur zähneknirschend und andere natürlich gerne. Quote ist Quote. Weiner besiegelte sein Ende dann selbst, indem er behauptete sein Computer wäre gehackt worden, er habe das gar nicht geschrieben. Seit Tagen rede Amerika von kaum etwas anderem als von Weiner, empörte sich Staun damals. Das stimmt. Weiner war ein paar Tage ein Thema und dann war die Show vorbei. Die Deutschen beschäftigen sich seit Anfang Dezember damit, bei welchem Freund ein Politiker übernachtet hat und zu welchem Preis. Ich wäre bei diesem Thema also besser ruhig. Wir Amerikaner mögen als prüde gelten, aber wir sind wenigstens keine von Neid zerfressenen Geizhälse.

Breitbart hat dieser linken Heuchelei etwas entgegengesetzt. Er konnte Schockwellen gekonnt in die andere Richtung aussenden. Das nennt man übrigens Balance. Ein Begriff, der den meisten deutschen Journalisten fremd ist. Breitbart hat im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen auch keinen Hehl aus seinem Bias gemacht. Breitbart stand offen für seine Sache ein. Breitbart war der Stachel im linken Fleisch. Sein Tod kommt viel zu früh. Er wurde gerade einmal 43.

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16 Gedanken zu „Nachruf auf Andrew Breitbart

  1. Ja, wie man hierzulande über Breitbart hergezogen ist, war wirklich eine Schande. Ähnlich wie bei Glenn Beck. Einen sehr schönen Nachruf hat Michael Walsh auf nationalreview.com geschrieben. Darauf wird man in deutschen Zeitungen wohl vergeblich warten.

  2. Wir Amerikaner mögen als prüde gelten, aber wir sind wenigstens keine von Neid zerfressenen Geizhälse
    Was soll das denn? Schon mal darüber nachgedacht wieviel Deutschland zahlt in die EU UN für die Griechenhilfe und was weiß ich wo noch.Das selbe ist im privaten Sektor wenn in D. für irgentwas zum Spenden aufgerufen wird lassen sie sich auch nicht lumpen.Einmal es war eine Sammlung für die Türkei,wenn mich nicht alles täuscht wegen eines Erdbebens hat man zum Spenden aufgerufen und im Ticker liefen die Namen der Spender und es waren fast alles deutsche Namen obwohl eine großen türkische Gemeinde hier lebt.Das gleiche war mit Russland während der Gorbatschov Ära obwohl immer noch unser kalter Feind haben die Deutschen Lastwagenweise damals in die UDSSR gespendet.Millionen von Menschen arbeiten ehrenamtlich in diesen Lande.Ich glaube Ihr Deutschenhass macht Sie blind den Fakten gegenüber.Sie haben sich das schlechteste Beispiel überhaupt ausgesucht.Dichten Sie uns an was Sie wollen aber bei Geiz liegen Sie völlig daneben
    Überhaupt was sollen immer diese Begriffe wie „die Deutschen“ „die Amerikaner“ oder „die was weiss ich wer noch“? Denken Sie Sie sprechen hier für alle Amerikaner oder alle Deutschen?

    • „neidzerfressen“… -> q.e.d., Peter. Besser kann der American Viewer ja gar nicht bestätigt werden. Ich bin übrigens bei intakter Urteilskraft und längerem Mitlesen in diesem Blog der Ansicht, dass der American Viewer das genaue Gegenteil eines Deutschenhassers ist. Und außerdem, dass gerade er und gerade im Gegensatz zu seinen Antagonisten den Fakten gegenüber nicht nur nicht blind, sondern von präziser Detailgenauigkeit ist.

      Man sollte jemandem, den man mit Worten angreifen will, schon auch mit Fakten (sic!) oder wenigstens schlüssigen Argumenten kommen. Sonst machen Sie sich, sorry Peter, selbst lächerlich.

      Und um Ihnen eine ernsthafte Antwort von mir, einem dem Bloginhaber vollkommen unbekannten Leser, auf Ihre letzte rhetorische Frage zu geben: ich z.B. denke, der American Viewer spricht hier ausschließlich für sich selbst! Und wir lesen das, gewinnen neue Aspekte oder auch nicht – und sind noch nichtmal gezwungen, dafür Geld zu bezahlen! Ich find’s herrlich!!

      Und wir können dann zu seinen Ansichten auf seinem Blog sogar den letzten Blödsinn als eigene Meinungsäußerungen absondern! Das müssten Sie dann doch auch herrlich finden!!

      Oder?

      • Danke für ihre Unterstützung. Manche Leute vergessen leider, dass man hier in seiner Freizeit bloggt und nicht jedes Wort vorher auf die Goldwaage legt.

    • Ich kann nicht jedes Mal, wenn ich über Deutsche oder Amerikaner schreibe, hinzufügen, dass natürlich nicht alle Deutschen und nicht alle Amerikaner gemeint sind. Das ist doch wohl klar, dass gar nicht alle gemeint sein können. Auch polemisch überspitzte Begriffe wie „Geizhals“ werde ich weiterhin benutzen.

      Zu ihren Beispielen. Das mag alles stimmen. Nur verspricht sich Deutschland, in diesem Falle Merkel, ja etwas von ihren Milliarden-„Hilfen“. Das macht sie ja nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie ernsthaft dem naiven Traum anhängt, das käme Deutschland dann billiger. Und die Deutschen, die dagegen sind, sind dagegen, weil sie richtigerweise einsehen, dass diese „Rettungsaktionen“ Geld verbrennen. Geizhals an sich ist ja auch nicht unbedingt etwas Schlechtes. Man könnte das auch positiver ausdrücken: Sparfuchs. Leute, die mit Geld umgehen können.

      Die Deutschen haben jedenfalls eine große Neigung dazu monetäre Ungleichheiten als zutiefst „ungerecht“ zu empfinden, deshalb spenden sie auch so viel. Das beruhigt ihr schlechtes Gewissen. Und aus diesem Neid und „Gerechtigkeitsgefühl“ bezahlen sie auch ihren Spitzenpolitikern so wenig. Ich habe mal recherchiert. Das Gehalt eines deutschen Bundeskanzlers liegt bei ca. 226.000€ im Jahr. Die Intendanten der staatlichen „Rundfunkanstalten“ verdienen auch nicht wirklich weniger, die meisten verdienen mehr. Oder nehmen wir die Krankenversicherung. Im Prinzip sind 90% der Krankenversicherungen in Deutschland staatlich. Trotzdem gibt es nicht etwa eine einzige staatliche Krankenkasse, sondern schlappe 154. Deren Chefs nennen sich gerne „Vorstandsvorsitzende“ als wäre man Leiter eines privaten Aktienunternehmens. Auch deren Gehalt stößt durchaus in Bundeskanzler-Dimensionen vor. Die Deutschen meinen wohl sie wären besonders schlau, wenn sie am Kanzlergehalt sparen. In Wirklichkeit führt diese Pfennigfuchserei zu schlechten Politikern und damit zu schlechter, alternativloser Politik. Letztendlich sparen die deutschen Schildbürger bei diesem ganzen Unsinn keinen Cent. Im Gegenteil: Sie zahlen Milliarden oben drauf.

      • Es ist nicht schlimm wenn man an sein Geld Auflagen verknüpft das ist doch normal in der Politik.Sie schreiben doch selbst wieviel Geld Ihrer Meinung nach Deutschland verschwendet z.B. der ganze € Rettungsschirm usw.Aber ich sprach mehr von den Privatleuten den normalen Menschen die nicht viel übrig haben und trotzdem ein kleinen Dauerauftrag für Rot-Kreuz oder eine andere karitative Organisation einrichten und sich ehrenamtlich engagieren.Ich denke nicht dass wir da negativer auffallen verglichen mit anderen Nationen
        Was Neidzerfressen angeht nun da kann ich nichts sagen wie denn auch kann ich doch nicht jemanden in seine Seele hineinschauen (möchte ich auch gar nicht).Wenn dass Ihr Eindruck ist von D.dann… gut
        Wie soll man das Gegenteil beweisen? Ist doch ein bisschen schwierig
        MfG;Peter

      • Nur ein kleiner Nachtrag
        Die Deutschen haben jedenfalls eine große Neigung dazu monetäre Ungleichheiten als zutiefst “ungerecht” zu empfinden, deshalb spenden sie auch so viel
        Finden Sie nicht dass Sie sich damit widersprechen?
        Abgesehen davon falls es wirklich stimmt wäre das wirklich so schlecht der Wunsch dem berühmten Kleinen Mann etwas mehr zu gönnen solange es aus der eigenen Tasche kommt?
        MfG;Peter

      • Finden Sie nicht dass Sie sich damit widersprechen?

        Nein, das habe ich doch im Satz danach erklärt: Dieses Spenden beruhigt ihr schlechtes Gewissen. Und mit diesem beruhigten Gewissen kann man dann auch leichter eigene Forderungen stellen, ist doch klar. Der „ärmste“ Deutsche gehört sicherlich noch zu den Top 20% der Welt. Mindestens. Also drückt man eine kleine Spende ab, die man gut verschmerzen kann und dadurch meint man dann auch leichter Forderungen stellen zu können, an die, die über einem stehen. Es gibt ja immer noch einen, der noch reicher ist als man selbst. Und das kann ja nicht angehen. Zumal man selbst doch so ein toller Hecht ist, siehe Spendenbereitschaft.

        Dieser Missbrauch im Umgang mit der Spenden- und Charity-Industrie, das ist so ein Grundübel unserer Zeit. Das Prinzip von Spenden ist bekanntlich die Freiwilligkeit. Diese Freiwilligkeit stört natürlich viele Leute. Jedenfalls, wenn es Menschen betrifft, die über Ihnen stehen. Die sollte man gefälligst zwingen. Lieber wäre wohl den meisten Deutschen eine noch stärkere, staatliche Umverteilungsmaschine mit Zwang für Reiche. Man selbst drückt 10€ im Monat an „Spenden“ ab und dafür bekommt man dann 1000€ Grundeinkommen. So in die Richtung.

        Jetzt erinnere ich mich auch wieder: Sie waren der Leser bei dem ich das Gefühl habe, alles doppelt und dreifach erklären zu müssen. Arrrgh.

    • „Neidzerfressene Geizhälse“ ist doch eine recht treffende Beschreibung der Deutschen. Gut, das Wort „Angst“ fehlt noch, aber sonst…
      – Energiewende? Angst (Atom!) + Neid (reiche Versorger!)
      – Steuersystem? Neid (X hat mehr)
      – Gesundheitssystem? Geiz (bloß kein höherer Beitrag für mehr Leistungen)
      – S21? Angst (Veränderung!), vielleicht auch eine Prise Geiz
      – Benzinpreis? Neid
      – Sozialsystem? Neid neid neid neid
      usw.
      Die Liste könnte man beliebig fortsetzen. In Deutschland ist 4/5 der gesamten Politik nur auf Angst und Neid gebaut.

      Der Geiz kommt nur dann nicht zum Zug, wenn er durch „Angst“ verdrängt wird: Bioladen, Ökostrom, 500% Rundumkomplettversicherung, Vogelschweinedingsgrippe etc.

      • …wobei strafverschärfend hinzukommt, daß unsere Landsleute ihre „Angst“ auch noch für den Ausdruck von Rationalität halten.

  3. . Ich bin übrigens bei intakter Urteilskraft hat mir mein zweites ich gesagt

    Kann ja jeder sagen! Wie wäre es mal mit Fakten der Herr.Ein Entlassungsschein, Quittung von Therapeuten?

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