Über Juchtenkäfer und Ameisenbläulinge

Zu Anfang eine Aussage eines Kommentators namens DeeTee auf der neuen Seite des Feuerbringers:

Bei einer weiteren exponentiellen Weltbevölkerungsexplosion ist, bei allen berechtigten Interesse des Individuums, doch die Frage, ob es nicht sogar so ist, dass ein paar Menschen mehr oder weniger nicht ins Gewicht fallen, aber Arten unwiederbringlich verloren gehen und daher mehr Schutz verdienen als Menschen.


Zuerst war ich geschockt. Was für ein Satz. Nicht (nur) aufgrund der atemberaubenden Länge und der extremen Verschachtelung – nein, es ist die tiefe Menschenverachtung, die aus „Tierrechtlern“ wie DeeTee spricht.

Eine Antwort weiter fährt er fort, er wolle lieber in einer „natürlichen Welt“ leben, als „in einer rein künstlichen mit weiteren 10 Milliarden Menschen“, die Hunger leiden. Was für ein Gegensatzpaar: Entweder die Welt wird wieder „natürlich“ (whatever that is) oder zehn Milliarden Menschen leiden Hunger.

Die grüne Ideologie
Liege ich falsch, wenn ich behaupte, dass die Meinung von DeeTee ein Kern der Ideologie der deutschen Grünen ist, ja der deutschen Politik insgesamt? Grundannahmen, die viele, viele Menschen – gerade in Deutschland – unterschreiben würden?

Aufgrund meiner beschränkten Lust mich mit dieser Spezies lange herumzuschlagen (es ist sowieso ein sinnloses Unterfangen), werde ich nur eine Grundannahme kommentieren: „Ein paar Menschen mehr oder weniger fallen nicht ins Gewicht“

Bemerkenswert bei den grünen Weltenlenkern ist, dass es immer die anderen Menschen sind, die nicht ins Gewicht fallen. Die Grünen möchten in einer natürlichen Welt leben ohne zu viele andere Menschen, die die „Natürlichkeit“ nur stören. Die Erde hat nach Ansicht der Grünen eine „natürliche Grenze“ an menschlichem Fassungsvermögen und wenn es zu viele Menschen gibt, dann muss man eben reduzieren. Freitod aus Ökogründen kommt bei den Grünen allerdings nicht in Frage, so rein ist das grüne Gewissen dann doch nicht. Man selbst ist ja extrem wichtig. Es sind immer die anderen, die verzichtbar sind.

In Deutschland wird dies an Politikern deutlich, die den kleinen Mann dazu drängen wollen „umweltbewusst“ zu handeln, was in Deutschland nichts anderes bedeutet als auf die Vorteile von Technologien wie zum Beispiel Auto und Flugzeug verstärkt zu verzichten. Die grundsätzliche Heuchelei dieser Gattung besteht nun darin, dass sie selbst aufgrund „ihrer Wichtigkeit“ und „ihrer Mission“ auf eben diese Grundrechte natürlich nicht verzichten.
(Konkrete Beispiele habe ich recherchiert. Veröffentlichen werde ich sie in einem anderen Artikel, sonst sprenge ich hier den Rahmen).

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Artenschutz“?
Die deutsche Artenschutz-Politik sieht so aus, dass Deutschland jedes Jahr Abermillionen Euro für den angeblichen Schutz von Insekten, Amphibien und Säugetieren verwendet. Tiere sind in Deutschland wichtiger als so einige Menschen.

Grundlage für den Artenschutz sind mittlerweile EU-Regeln, die theoretisch auch in allen anderen EU-Ländern gelten. Das ist jetzt keine typische Kritik an der EU, die nationalen Regeln der Deutschen waren vorher schon mindestens genauso schlimm. Natürlich gelten die EU-Regeln auch in allen anderen EU-Staaten, nur sind die anderen Europäer nicht so bekloppt wie die Deutschen. Die EU-Regeln werden von den anderen Ländern zwar auf dem Papier übernommen, aber real nicht wirklich umgesetzt. Nur die Deutschen betreiben diesen Unsinn.

Die Umweltverträglichkeitsprüfungen
In der Praxis sieht das dann so aus, dass für die reine Planung einer deutschen Straße zum Beispiel bis zur Hälfte der Gelder und mehr für sogenannte Umweltverträglichkeitsprüfungen ausgegeben werden. Das sind lächerlich pedantische Gutachten, in denen für mindestens eine Vegetationsperiode, sprich für ein Jahr, alle Tiere und Pflanzen im betroffenen Gebiet gezählt werden. Und wenn ich sage alle Tiere und Pflanzen, dann meine ich auch alle Tiere und Pflanzen. Das ist keine Übertreibung von mir, ich habe solche Gutachten schon mehrfach gesehen, es wird wirklich jedes Insekt einzeln aufgeführt.

Wie die 68er-Revolution, Hippies und alle anderen Antidiskriminierungsgesetze sind UVPs keine deutsche Erfindung, sondern uramerikanisch. So etwas fällt nur uns Amerikanern ein, proportional zum Wohlstand. Je reicher der Westen wird, umso mehr solcher Gesetze gibt es. Es sind dann meistens die Deutschen, die diesen Wahnsinn „perfektionieren“. Ganz oder gar nicht. Am deutschen Wesen, soll die Welt genesen. Und so weiter.

Die Kosten
Die reinen Planungskosten für eine durchschnittlich kleine Straße belaufen sich auf ungefähr 1,5 Millionen Euro, davon werden also ungefähr 750.000 Euro für sinnfreie Gutachten ausgegeben. So läuft das bei jedem Infrastrukturprojekt in Deutschland. Eine ganze Industrie von Ökosophen verdient sich so ihren staatlich finanzierten Lebensunterhalt.

In jedem dieser Gutachten wird bei Bedarf immer eine angeblich seltene und damit geschützte Tier- oder Pflanzenart gefunden. Ein deutschlandweit bekanntes Beispiel sind die Juchtenkäfer im Stuttgarter Schlosspark. Wer interessiert sich für solch ein unwichtiges Insekt, mag man sich fragen. Die Antwort ist einfach: Die Deutschen.

Mein Verdacht ist, dass viele Gutachter parteiisch sind. Parteiisch im Sinne von pro Artenschutz auf jeden Fall. Niemand macht sonst so einen Job. Aufgrund ihrer Position als Gutachter können sie im Prinzip jedes Infrastrukturprojekt lahm legen, das nicht in ihr Weltbild passt. (Nicht ins Weltbild passt bei diesen Leuten alles, außer Solaranlagen und Windräder). Niemand kann die Angaben in ihren Gutachten wirklich kontrollieren.

Viele Tiere sind nicht einmal da
Der Juchtenkäfer zum Beispiel wurde noch nie im Stuttgarter Hauptbahnhof gesichtet. Es reicht, wenn die Gutachter angeben, sie hätten Juchtenkäfer-Kot (!) gefunden. Was macht ein Richter, der einem Gutachter nicht glaubt? Verlangt er eine Probe und beschnüffelt den Juchtenkäfer-Kot?! Wohl kaum. Er bestellt maximal einen neuen Gutachter, wiederum aus demselben Milieu, weil es kaum andere gibt.

Ob die S21-Gutachter parteiisch sind, kann ich natürlich aus der Ferne nicht beurteilen. Ich will hier auch niemanden verleumden. Einer dieser Gutachter jedenfalls heißt Claus Wurst und ist sicher ein ganz dufter Kerl, nicht nur dem Namen nach. Claus Wurst hat den Teil über Käfer geschrieben, denn der Mann ist „Käferexperte“. Jedes Tierlein braucht schließlich seinen eigenen Experten. Wie Claus Wurst den begehrten Juchtenkäfer-Kot ergattert, kann man im Schwäbischen Tagblatt nachlesen:

Claus Wurst klettert auf einen Schlossgarten-Baum und saugt aus einer Höhle die obere Mulmschicht ab. Diese Schicht werde dann auf den artspezifischen Kot der Tiere hin untersucht. Groß weiter äußern wollte sich Claus Wurst „angesichts des schwebenden Verfahrens“ allerdings nicht. Eine großflächige Umsiedlung sei jedenfalls keine Möglichkeit, so viel lies er noch verlauten. Da sind wir einer Meinung, die Bäume umsägen tut es auch.

Über die apokalyptischen Folgen eines Juchtenkäfer-Aussterbens in den Stuttgarter Parkanlagen klärt uns das Schwäbische Tagblatt weiter auf. Die Folgen seien zwar „schwer zu beziffern“, aber „im Artengefüge hat jedes Tier einen bestimmten Platz“ und „nimmt man eine Art heraus, reißt die Kette!“ Ohne Worte.

Viele Tiere sind nicht einmal selten
Ein Freund hat mir schon öfter erzählt: Wir haben in jedem Gutachten einen Kammmolch, so selten kann dieses Tier gar nicht sein. Damit hat er Recht. Viele gefundenen Arten sind gar nicht wirklich selten, sie unterliegen in Deutschland aber trotzdem extremen Schutzmaßnamen. Es wäre sehr mühsam diese extremen Maßnahmen im Detail zu beschreiben. Man würde mir sowieso nicht glauben, so lächerlich ist das Ganze.

Glücklicherweise hat sich die relativ neue Sendung FAKT dieser Thematik schon einmal angenommen. Das erspart mir eine Menge Arbeit. Im 5-Minuten-Film geht es um eine Autobahnbrücke in Sachsen und um einen Schmetterling namens Ameisenbläuling, für den sich der deutsche Gesetzgeber ein paar nette Dinge ausgedacht hat:

FAKT – Der Ameisenbläuling

Mehr will ich zu diesem Video gar nicht sagen, es spricht für sich. Vielleicht kann den Film jemand absichern, er wird bald verschwinden, er ist schon ein paar Monate alt.

There’s no free lunch
Ich will nur an eine wichtige Erkenntnis von Milton Friedman erinnern:
There’s no such thing as free lunch.

Das ist wohl einer der wichtigsten Erkenntnisse der Ökonomie im 20. Jahrhundert. Ein Kern des bösen Neoliberalismus: Nichts ist kostenlos auf dieser Welt. Alles hat seinen Preis. Jeder Staat, jedes Individuum kann seine Ressourcen nur einmal ausgeben. Um eine Sache zu bekommen, muss man eine andere Sache aufgeben.

Die deutschen Krankenhäuser zum Beispiel stehen wirklich schlecht da, weil sie den Deutschen offenbar nicht besonders viel wert sind. Es gibt zu wenige Ärzte und noch weniger Pfleger bei immer weiter steigenden Fallzahlen und immer bessere, aber eben auch teurere Therapien. Deutsche Notaufnahmen und Intensivstationen erinnern mich heutzutage regelmäßig an Jugend forscht. Ärzte, die gerade mit dem Studium fertig sind, landen gleich in der ZNA oder auf Intensiv. Wenn die Intensivstationen nicht gerade von Anästhesisten geleitet werden, können die Jungärzte nicht einmal richtig intubieren. Woher sollen sie es auch können? Ein instabiler Patient, der dann dringend eine Intubation oder andere invasive Maßnahmen benötigt, hat keine guten Karten. Das ist nur ein Beispiel von vielen, die ich hier aufzählen könnte.

Mit Risiken vernünftig umgehen
Als Arzt und Humanist stelle ich immer wieder fest, dass die Deutschen ihre Ressourcen lieber für Molchtunnel oder Atomausstiege ausgeben. Das Risiko eines Super-Gaus wird offensichtlich regelmäßig höher eingeschätzt, als das Risiko einer schweren Krankheit mit Krankenhausaufenthalt.

Ein Beispiel für meine These ist ein ganz bestimmter Ökopolitiker, dessen Namen ich an dieser Stelle nicht nennen werde. Der Mann war nicht wirklich alt, Kettenraucher und adipös. Da hätte ich auch Angst gehabt vor Atomkraftwerken und nicht etwa vor einem Herzversagen. Man muss Prioritäten setzen im Leben und die Deutschen setzen sie. Ich wünsche ihnen viel Erfolg dabei.

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19 Gedanken zu „Über Juchtenkäfer und Ameisenbläulinge

  1. mit einer natürlichen Lebensweise als Jäger und Sammler ernährte die Welt gerade einmal 10 Millionen Menschen.

    die Menschen waren damals nicht dümmer, der Mensch hat sich in den letzten 10.000 Jahren genetisch nicht verändert.

    der Unterschied lag lediglich in der Lebensweise.

    daher gäbe es ohne Zivilisation wieder höchstens Platz für 10 Millionen.

    by the way hatten selbst die mit der Natur in Einklang lebenden Steinzeitmenschen nicht gerade wenige Tierarten ausgerottet.

    • by the way hatten selbst die mit der Natur in Einklang lebenden Steinzeitmenschen nicht gerade wenige Tierarten ausgerottet.

      Das stimmt. Vor ein paar Monaten habe ich eine interessante Doku über den Columbian Transfer gesehen.

      Der Film war erstaunlich ehrlich. Der Mythos, dass „Naturvölker“ immer im Einklang mit der Natur leben, wurde zerschmettert:

      Die Indianer der Prärie haben Wälder und Steppen großflächig abgebrannt, um mit dem frischen Gras, das danach wächst, Büffel anzulocken.

      Die Inkas, Mayas und Azteken kannten keine Drei-Felderwirtschaft wie in Europa mit Ruhephasen für einzelne Felder. Dadurch wurden die Erträge immer kleiner und diese Hochkulturen waren schon am Ende bevor die ersten Konquistadoren ankamen, die ihnen dann den Rest gegeben haben.

      Noch ältere Kulturen in Nordamerika hatten einen so hohen Holzverbrauch, dass am Ende keine Wälder mehr standen. Dadurch ist der Boden erodiert und die Kultur untergegangen.

      In Brasilien mitten im Dschungel fand man eine bisher unbekannte, untergegangene Hochkultur mit gigantischen Städten. Ihre Felderwirtschaft war die gleiche, die die Indianerstämme noch heute in dieser Region anwenden: Tropenwald roden, dann gibt der Boden zwei, drei Ernten her und dann hat man eine nette Wüste.

  2. „Die deutschen Krankenhäuser zum Beispiel stehen wirklich schlecht da, weil sie den Deutschen offenbar nicht besonders viel wert sind. Es gibt zu wenige Ärzte und noch weniger Pfleger bei immer weiter steigenden Fallzahlen und immer bessere, aber eben auch teurere Therapien. Deutsche Notaufnahmen und Intensivstationen erinnern mich heutzutage regelmäßig an Jugend forscht. Ärzte, die gerade mit dem Studium fertig sind, landen gleich in der ZNA oder auf Intensiv. Wenn die Intensivstationen nicht gerade von Anästhesisten geleitet werden, können die Jungärzte nicht einmal richtig intubieren. Woher sollen sie es auch können? Ein instabiler Patient, der dann dringend eine Intubation oder andere invasive Maßnahmen benötigt, hat keine guten Karten. Das ist nur ein Beispiel von vielen, die ich hier aufzählen könnte.“

    Das finde ich sehr interessant! Wenn Sie mögen, teilen Sie uns doch noch mehr solche Beispiele mit. Beobachtungen wie diese sind Gold wert, wenn man sein Gegenüber davon überzeugen möchte, daß der Käfer-Kult (und nicht nur der) seinen Preis hat.

    • Die Millionen, die der deutsche Staat für Juchtenkäfer, Ameisenbläulinge und Fledermäuse ausgibt, kann er nicht für die Gesundheit von Menschen oder für andere Maßnahmen ausgeben. Eigentlich müsste das jedem von selbst einleuchten, ganze ohne Beispiele.

      Diese simple Einsicht wird aber bekämpft und verleugnet. Die Politik agiert seit einigen Jahrzehnten so, als würde es diese Zusammenhänge nicht geben. Die Verantwortlichen für diese Zustände haben alle menschliches Blut an den Händen, während sie sich in ihrer „Tierliebe“ sonnen. Das widert mich zutiefst an.

      Vielleicht ist das auch eine typisch deutsche Eigenschaft, wer weiß. Die Deutschen haben diese Menschenverachtung jedenfalls „perfektioniert“.

      Der teuerste Studiengang in Deutschland war zu meiner Zeit Medizin. Die Ausbildung eines Arztes kostet den deutschen Staat ca. 250.000€. Das ist eine luxuriöse Summe, allen anderen Studiengänge haben diese Mittel nicht.

      Im Vergleich dazu hat im Badischen ein „Gutachter“ vor dem Bau eines simplen Autobahnanschlusses einmal Haare einer angeblichen Wildkatze gefunden. Seither hat der deutsche Staat ca. 15 Millionen Euro in „Schutzmaßnahmen“ für diese nie lebend gesichtete Wildkatze investiert. Wenn man genau guckt, war es nur eine Hauskatze. Der Anschluss selbst steht bis heute nicht.

      Die Prioritäten sind in Deutschland eindeutig verteilt. Tiere, Atomausstiege und anderer Schwachsinn hat Vorfahrt. Ich sage immer zu meiner Frau und meinen Kindern: Wenn einer jemals ernsthaft krank wird, dann bitte wenn wir drüben sind. Bei uns sind die Ärzte nicht unbedingt besser, aber sie sind auf jeden Fall besser ausgestattet. Die Mittel sind klar verteilt und wenn ich auf Intensiv lande, kann ich mir sicher sein von einem alten Hasen behandelt zu werden und nicht von einem blutigen Anfänger.

    • Das ist der eigentliche Skandal, dass bei diesem Irrsinn alle mitmachen, egal welche Partei. Man muss sich fragen, warum die Deutschen überhaupt noch wählen gehen.

      Durch diesen Mainstream-Ökologismus fühlen sich die Grünen natürlich bestätigt. Und um sich von den anderen Parteien zu unterscheiden, müssen und wollen sie natürlich immer noch einen oben drauf legen. Das ist ein fataler Teufelskreis in Deutschland.

      So haben die jetzt regierenden Grünen in Baden-Württemberg zum Beispiel praktisch alle neuen Projekte gestoppt. Der grüne Verkehrsminister Hermann sagt in der Presse ganz offen, man brauche keine neue Straßeninfrastruktur mehr. Die bestehenden Strukturen seien gut genug. Ab jetzt gibt es Fahrradwege.

  3. Als ich über die seltenen Juchtenkäfer in Stuttgart las war mein erster Gedanke:
    Wo züchtet der WWF diese Käfer und andere „seltene“ Tiere, die sie bei Bedarf bei unbeliebten Bauvorhaben freilassen können?

  4. american viewer -aus dem gelobten Land der Freiheit. Dank „Achse des Guten“ bin ich auf diese Seite erstmals aufmerksam geworden.

    Zum o. g. Text: genau so ist es!

    Es geht noch schlimmer. das Buch von Roland Baader „Geldsozialismus“ (2010). Nicht das Buch ist schlimm, auch nicht seine Texte, sondern die Beschreibung dessen, was/wer uns wie in einem Ausmaß erpresst, erwürgt und verängstigt. Der Staatsapparat und seine Organe, egal in welchem Staat. Sie unterscheiden sich nur in der Intensivität und Ausprägung ihres Handelns, aber in einem sind sie gleich. Sie nehme den Bürgern die Freiheit und enteignen sie auf subtile Art und Weise. Sowohl wirtschaftlich, finanziell, moralisch und intellektuell. Dies gilt vor allem für die, die auf eigenen Füssen stehen wollen, selbst denken und produktiv arbeiten. Ausganspunkt allen Übels ist das Papiergeld und die Zentralbanken. Ich kann nur eines empfehlen: bei Amazon (oder wo auch immer) das Buch kaufen, ca. 14 Euro. Schon auf den ersten Seiten erkennt man schnell, dass das gelobte Land schon spätestens seit Präsident Hoover, im äußersten Fall seit Roosevelt diesen Freiheitsnimbus aufgegeben hat. Zurück bleibt nur noch die Idee von der Freiheit und Eigenverantwortung.
    Wenn man akutell heute auch noch so dumme Zeilen in den Medien liest, die vom Weltuntergang durch Klimagedöns und Atomwaffen schwadronieren, dann merkt man, wie irrsinnig ahnungslos die Bürger gehalten werden. Wenn ein „Weltuntergang“ dann durch das Papiergeld („fiat money“). Es hat keinen Wert und wenn das immer mehr Menschen bewußt wird, dann kracht es in irgendeiner Form. (West)Rom ging unter und 1789 wurde (nicht nur) ein Königspaar einen Kopf kürzer gemacht. Hintergrund: beide Staaten waren pleite. Griechenland ist es auch, Italien ebenfalls, Irland und Spanien, sowie Portugal auch – de facto. Und Deutschland mit seinem Juchtenkäfer? Na, bei ehrlicher Berechnung der Staatssschulden sind wir so etwas von überschuldet…Wahnsinn. Und erst die Privathaushalte. Irrsinn. Das Problem durch das inflationäre Papiergeld wird durch Drucken von noch mehr Papiergeld gelöst. „Topökonomen sind ganz begeistert“ davon, melden die Medien. Hm? Vermutlich „Bremer Schule“. Das ist so, als wenn man einen Biologen beim Öko-Institut als Experten für Kernkraftwerke agieren läßt. Mit diesem „Falschgeld der Zentralbanken“ (weil ohne Wert) „fördert“ D seinen eigenen wirtschaftlichen Untergang. Einfach so. Weil man glaubt, dass: der Mensch das Klima maßgeblich beeinflußt, Pflanzen gegessen werden dürfen, weil sie keine tierischen Lebewesen sind, sofern noch genug Pflanzen nach der Biospritherstellung übrig bleiben sollten, die Sonne keine Rechnung schickt, die Erde eine Mutter ist und Strahlung furchtbar pöhse ist.
    Und nun? Welcher Moses führt uns aus Ägypten?

  5. „Mein Verdacht ist, dass viele Gutachter parteiisch sind. Parteiisch im Sinne von pro Artenschutz auf jeden Fall…“
    Wohl eher im Sinne von „Wes Brot ich fress, des Lied ich sing!“
    Und wenn dann der Richter ein neues Gutachten beauftragt, ist das ja ein „Gutachterkollege“! Da pinkelt man sich doch nicht gegenseitig ans Bein! Könnte ja mal sein, daß man selbst der Erstgutachter ist und der Kollege mein Gutachten überprüfen soll!
    Aber es ist wirklich schon erstaunlich wieviele „seltene“ Tierarten bei verschiedensten Bauvorhaben gefunden werden!
    Wahrscheinlich gibt es sogar eine geheime Liste wer, wann, welches „seltene“ Tier aufführte, damit bloß nicht zu häufig die gleichen Viecher auftauchen! Würde sonst auffallen! 😉
    Irgendjemand sagte einmal: „Wenn es den deutschen Denkmalschutz schon vor der Handhabbarmachung des Feuers durch den Menschen gegeben hätte, säßen wir heute noch in kalten Höhlen und fräßen Gras und rohes Fleisch!“
    Das läßt sich problemlos auf den deutschen Artenschutz übertragen!

    • Irgendjemand sagte einmal: „Wenn es den deutschen Denkmalschutz schon vor der Handhabbarmachung des Feuers durch den Menschen gegeben hätte, säßen wir heute noch in kalten Höhlen und fräßen Gras und rohes Fleisch!“
      Das läßt sich problemlos auf den deutschen Artenschutz übertragen!

      Das stimmt leider. Das sind alles Luxusprobleme, die erst dann auftreten (bzw. von bevorzugt linken Vordenkern erfunden werden), wenn ein gewisses Wohlstandsniveau erreicht ist.

      Ich sage immer es gibt zwei Gründe für revolutionäre Veränderungen:
      Zu wenig Wohlstand und zu viel.

      Der Motor im Westen ist wohl schon lange letzterer Grund. Es wird zwar viel über die „Schere zwischen Arm und Reich“ schwadroniert, dabei geht es seit Jahrzehnten allen Menschen im Westen immer besser. Nur deshalb konnten sich die Prioritäten überhaupt so weit verschieben.

      Ein anderer Grund ist die Verstädterung. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, mein Großvater war Metzger. Das Verhältnis zu Tier und Natur ist da noch ganz anders. Ich würde behaupten: Vernünftig und gesund.

    • Das wollte ich auch schon schreiben, bin momentan nur beruflich sehr angespannt. Entschuldigt also, wenn ich nicht alle Kommentare beantworte bzw. gleich freischalte. Euer aller Feedback hat mich sehr gefreut.

      Zum Thema:
      Die Seite ist mir bekannt, es ist natürlich Satire, aber wie man im Impressum mehr oder weniger zwischen den Zeilen lesen kann, gab‘ es schon so einige ernstgemeinte Anfragen.

    • Danke für den Tipp. Diese Esoteriker gibt es in Deutschland scheinbar sehr oft. Im Falle der Grünen sitzen sie sogar im Bundestag und bestimmen die Leitlinien der deutschen Politik. Von daher ist dieser eine Verein aus Zehntausend kein Artikel wert. Da müsste ich ja am Tag zehn Artikel schreiben. Das ist mir zu blöd. Aber man sieht an der Seite: Dr. med. werden, kann in Deutschland offenbar mittlerweile jeder.

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