Wulff und Polenz

Noch-Bundespräsident Christan Wulff ist gerettet. Er hat endlich einen Fürsprecher, der sich aus der Deckung traut. Den prominenten, hochseriösen, maximal kompetenten Ruprecht Polenz!


Polenz lässt laut dem Handelsblatt auf seinem berühmt-berüchtigten Facebook-Account verlauten:

Bis heute sehe ich nicht, dass Wulff als Ministerpräsident gegen konkrete Rechtsvorschriften verstoßen hätte.

Dasselbe kann man auch über Polenz sagen. Ist doch super, oder?

Was Polenz sieht, sind „Ungeschicklichkeiten und Fehler im Umgang mit diesem ungeheuren Mediendruck.“ Er hoffe aber, „dass es Christian Wulff gelingt, diese Krise zu überstehen.“

Schon ein paar Tage vorher zitiert der Focus den „Präsidentenfreund“ Polenz. Die Kritik an Wulff er habe noch keine Akzente gesetzt, sei „völlig unangemessen“. Polenz führt das weiter aus:

Mit seinen Einlassungen zur Rolle des Islam in Deutschland hat der Bundespräsident sich sehr wohl profiliert. Viel Fingerspitzengefühl hat er auch gezeigt im Umgang mit den Hinterbliebenen der Opfer des rechten Terrors. Auch sein Besuch in Israel gemeinsam mit seiner Tochter ist ausgesprochen gut gelungen.

Ich bin mit der Amtszeit von Christian Wulff bislang gut zufrieden. Er hat das Zeug zu einem guten Bundespräsidenten.

Wer solche Präsidentenfreunde hat, braucht keine Feinde mehr.

Wulff hat fertig. Ich werde ihn nicht vermissen. Es ist zu vermuten, dass Wulff auch noch die 200.000€ pro Jahr bis ans Lebensende mitnimmt. Deutschland wird dann bald vier Ex-Präsidenten und einen neuen hauptamtlichen Grüßaugust mit vollen Bezügen unterhalten. Wer hat, der hat.

Zu Ruprecht Polenz hat Jennifer Natalie schon alles gesagt, was es Trauriges zu sagen gibt (hier, hier, hier und hier). Ihren ausgesprochen großen Mut will ich an dieser Stelle einmal ausdrücklich bewundern. Meinen Respekt hat sie.

Bei Polenz ist nur zu hoffen, dass er Wulff folgt und bald abtritt.
Spätestens 2013. Diese Hoffnung besteht.

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5 Gedanken zu „Wulff und Polenz

    • Danke für den Tipp. Die Solar-Spinnerei passt zu Polenz wie die Faust aufs Auge.

      Erschreckend auch wie Politiker in Europa Einfluss auf Medien nehmen können. Wozu braucht ein Fernsehsender einen staatlichen „Fernsehrat“ ?! Aber gegen Ungarn mit aller Macht vorgehen. Heuchelei pur.

      Gegen Ungarn geht man vor, weil die Ungarn sich rechts geben. Wären sie linksextrem, dann wäre das EU-politisch korrekt. Die EU-Kaste nennt sich sogar Fernseh-Rat und EU-Kommissar. Das ist ja wie zu Sowjet-Zeiten. Warum nicht gleich Rat der Volkskommissare? Oder Räte-Republik? Oder Ministerrat? Oh wait, den letzten „Rat“ gibt es auch schon lange in der EU. Nur Stalin hatte den Namen vorher benutzt. 1948. Dann hat ihn die EU übernommen. Nett.

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