John Cochrane got a blog!

Ein schönes neues Jahr zusammen!

Viele Deutsche interessieren sich meinem Eindruck nach nicht für Economics. Das ist ziemlich schade. Das wird mich allerdings nicht davon abhalten, hier immer wieder auch ökonomische Themen anzusprechen. So hat zum Beispiel einer meiner Lieblingsökonomen nun auch einen eigenen Blog aufgemacht: John H. Cochrane.


John H. Cochrane ist einer der besten Ökonomen, die mir bekannt sind. Er lehrt in Chicago und ist natürlich freshwater. Außerdem steht er dem von mir sehr geschätzten Cato Institute nahe.

Ein hochgradig vernünftiger Mann also und alleine schon dadurch eine beliebte Zielscheibe des parteiischen political opinion writers Krugman. Krugman zieht regelmäßig über Cochrane her, nicht sachlich wohlgemerkt, sondern in der typischen Krugman-Art: Unsachlich, verfälschend, kindisch und gespickt mit persönlichen Beleidigungen.

Cochrane beginnt seinen Blog sofort richtig, indem er gleich einmal souverän auf Krugman reagiert. Ausführlicher hat er dies auch schon 2009 in einem offenen Brief getan.

Der ganze Blog von Cochrane ist lesenswert.

Er schreibt auch für Bloomberg. Zum Beispiel hier einen wunderbar klaren Artikel über den Unsinn der Euro-„Rettungen“ in Griechenland.

Cochrane schreibt außerdem für das WSJ und in seinem Blog kann man dann die Einleitung lesen, die aus Platzgründen nicht gedruckt wurde. Er macht sich darin wunderbar über die „Bankenregulierungen“ lustig, indem er sie mit einem Szenario vergleicht, das ein bisschen an die erfolgreiche Komödie Hangover erinnert: Ein paar Freunde gehen nach Las Vegas und vor dem Trip gibt es noch einen kleinen Küchentalk about „the rules“. Der Mann ist nicht nur genial, er hat auch noch Humor!

Wenn man sich für Wirtschaft interessiert, aber nur einen Blog zum Thema verfolgen will, empfehle ich das gute alte Cafe Hayek. Bei Cochrane muss man noch abwarten wie sich der Blog auf Dauer entwickelt. Sein Start jedenfalls lässt aufhorchen.

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6 Gedanken zu „John Cochrane got a blog!

    • Aus gutem Grund ist dir das suspekt. Krugman verbreitet die These „The boom, not the slump, is the right time for austerity“, was bedeutet der Staat müsse im Boom sparen und in der Rezession massiv Schulden machen. Das ist eine Grundthese von Keynes, die auch nur wenige bestreiten. Diese Politik wird allerdings schon seit den 30ern verfolgt. In jeder Rezession. Der Haken ist nur, dass bisher niemand in Boom-Zeiten gespart hat und das wird auch in Zukunft nicht passieren. Genau da fängt die Heuchlei von Krugman allerspätestens an, denn er tut öffentlich so, als wäre Austerity in Boom-Zeiten wirklich realistisch. Dabei weiß er nur zu gut wie die Staaten die Schulden in Wirklichkeit wieder ausgleichen, durch mäßige Inflation und durch immer neue Steuern zum Beispiel. Ich habe nichts gegen Keynes, aber was Krugman verbreitet sind Beleidigungen gegen Kollegen, Volksverdummung und einseitiger politischer Bias. Vielleicht kann ich das bei Gelegenheit mal ausführen. Ich habe das ja jetzt schon oft genug versprochen. 😉

  1. „Außerdem steht er dem von mir sehr geschätzten Cato Institute nahe.“
    Wenn man die Propaganda von corporate anarchists wie den Koch Brüdern gerne liest …

    • Ich habe nichts gegen Milliardäre an sich, das sind alles Menschen, die natürlich auch ihre Interessen und Weltanschauungen haben. Diese Weltanschauungen unterscheiden sich von Milliardär zu Milliardär erheblich.

      Lächerlich wird es nur, wenn man libertären Instituten wie dem Cato Institut oder (zum Teil) libertären Bewegungen wie der Tea Party die Koch-Brüder ankreidet, während man bei anderen politischen Bewegungen einen ganz anderen Maßstab anlegt und die wahren Verhältnisse verschweigt. Du bist entweder nicht informiert oder du bist ein Heuchler.

      Das Verhältnis der Milliardärs-Unterstützung ist bei uns eher so: 20 Milliardäre unterstützen die Dems, 20 die GOP und vielleicht zwei die Tea Party. Bei der letzen Wahl war es sogar eher 30:10:1.

      Die Democrats werden seit Jahren von Gates, Buffett, Soros, Jobs und Co unterstützt und niemand findet etwas dabei. Aber wenn mal ein Milliardär in das „falsche“ Lager wechselt, dann brennt der Tannenbaum.

      Die Koch-Brüder stehen offen für ihre Weltanschauung ein. Leute wie Buffett und Soros sind aus meiner Sicht einfach sehr dreiste Heuchler, die wissen wie man in politisch korrekten Zeiten gute PR macht. Wenn diese Leute höhere Steuern wollen, sollen sie doch einfach höhere Steuern bezahlen. Wo ist das Problem? Niemand nagelt Buffett oder Soros mal fest. Linke Heuchelei eben. Dasselbe gilt auch für Leute wie Augstein. Ich hab’ schon mehr als genug zum Thema geschrieben:

      https://americanviewer.wordpress.com/2011/08/07/der-spiegel-und-die-tea-party/

      https://americanviewer.wordpress.com/2011/08/24/der-heilige-buffett/

      https://americanviewer.wordpress.com/2011/08/13/der-heilige-soros/

  2. Die Koch Brüder sind Kriminelle. Jedwegige Diskussion mit rechtenm Gesocks welches diese Anarchisten und Landesverräter (Handel mit Iran) verteidigt ist sinnlos. Ich diskutiere auch nicht mit Mördern und Vergewaltigern.

    • Jedwegige Diskussion mit rechtenm Gesocks welches diese Anarchisten und Landesverräter (Handel mit Iran) verteidigt ist sinnlos.

      Warum schreiben Sie dann „rechtem Gesocks“ wie mir?
      Don’t write checks your ass can’t cash.

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