Pofalla vs. Bosbach

Der Chef des deutschen Kanzleramtes Ronald Pofalla soll zum MdB und „Parteifreund“ Wolfgang Bosbach Sätze gesagt haben wie:
Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen. Ich kann deine Scheiße nicht mehr hören.

Der leider nicht überlieferte Konter von Herr Bosbach ging dann in die Richtung: Lieber Ronald, wie willst du mich auch sehen und hören, wenn dein Kopf vor lauter Schleimerei im Körperteil der Berlusconi’schen Culona inchiavabile steckt?

Wolfgang Bosbach hatte zuletzt gegen den immer größer werdenden
„Euro-Rettungsschirm“ und damit gegen den Kurs von Angela Merkel gestimmt.

Eine Entschuldigung für den Ausraster Pofallas ist das nicht. Aber vielleicht eine Erklärung: Der Merkelismus in Deutschland geht zu Ende. Die Nerven ihrer engsten Vertrauten liegen entsprechend blank.

Die Worte von Pofalla mögen derb sein, aber sie haben einen wahren Kern: Die Deutschen können die Gesichter von Merkel, Röttgen, Pofalla und Co schon lange nicht mehr sehen. Ihr Verbaldurchfall und ihre Politik ist nicht mehr erträglich.

2013 werden dann Politiker wie Gabriel, Trittin und Roth von den Deutschen ins Kanzleramt gewählt werden. Die Gesichter ändern sich, aber die Politik bleibt die gleiche. Das ist eine Never Ending Story. Der Deutsche hat wahrlich Sinn für Humor. Oder für Masochismus.

Weiterführende Links:

FAS – Böse Worte über Bosbach

Focus – Wut auf Euro-Abweichler

Welt – Als Pofalla Bosbachs Fr**** nicht mehr sehen konnte

Anmerkung:
Ich weiß nicht ob Herr Bosbach eine Alternative zum Eurobonds-Kurs
von Merkel, der SPD und den Grünen anbietet. Aber es gibt Alternativen.
Zum Beispiel die Rekapitalisierung der Banken.

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4 Gedanken zu „Pofalla vs. Bosbach

  1. Ein Zyniker könnte auf die Idee verfallen, hier handele es sich um einen Versuch, „der Wähler dort abzuholen, wo er steht“, und mit der gezielten Verwendung von Gossensprache „bei jüngeren Wählerschichten“, auch als „Generation Facebook“ bekannt, zu punkten. Das würde freilich unterstellen, daß deutsche Politiker sich bewußt sind, daß sie als Amtsträger eigentlich nie Privatperson sind: zuviel der Ehre.
    In den USA ergab sich, meinem Eindruck nach, der gleiche Fall von Desillusionierung im Zuge der Watergate-Tonbänder: für viele Amerikaner war es nicht so sehr verstörend daß „Tricky Dick“ Nixon eine beträchtliche kriminelle Energie entwickelte (was ihm viele sowieso zugetraut hatten), sondern daß er ungehemmt wie ein Droschkenkutscher schimpfte.

    • für viele Amerikaner war es nicht so sehr verstörend daß „Tricky Dick“ Nixon eine beträchtliche kriminelle Energie entwickelte (was ihm viele sowieso zugetraut hatten), sondern daß er ungehemmt wie ein Droschkenkutscher schimpfte.

      Ja das stimmt. Eine sehr gute Beobachtung von Ihnen. Ein anderes Beispiel ist der „Skandal“ um George Carlin zur gleichen Zeit.
      Man schaue bei Interesse hier und hier.

  2. na ja, Ronald Pofalla liefert uns ein gutes Bespeiel dafür, wo die deutsche Politik hingekommen ist. Pofalla könnte auch Gabriel, Ströbele, Trittin oder gar Roth heissen. Der deutsche Wähler will das so: derb, proletarisch.

    • ich war jetzt versucht zu schreiben: aber der deutsche wähler „will“ diese politik nicht.
      das ist allerdings bei näherer betrachtung ein trugschluss.

      der wähler will diese politiker offenbar sehr wohl, sonst würde er ja nicht immer so wählen. er lässt nur verlauten, er wolle sie nicht.

      man kann jetzt natürlich einwerfen, es gibt gar keine alternativen, was zwar stimmt, aber keine entschuldigung ist. alternativen kann man aufbauen. so hat bei uns die tea party angefangen.

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