Warum der Papst cool ist

Klar ist er reaktionär und hat auf vielen Gebieten ziemlich lächerliche Ansichten. Außerdem bin ich Atheist.

ABER:
Die Linken hassen ihn.
Die MSM hassen ihn.

Ich schlage auf niemanden ein, auf dem schon Tausende andere herumtrampeln
und sich auch noch verdammt mutig dabei vorkommen.

Papst-Kritik ist mainstream,
Islamkritik soll dagegen etwas furchtbar Böses sein.

Diese Heuchelei widert mich an.

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7 Gedanken zu „Warum der Papst cool ist

  1. Der Papst ist nicht cool, der Papst gefährlich. Er führt im Namen der Kirche einen Krieg gegen die Aufklärung. Er will, dass die Moderne zu Kreuze kriecht. Das ist wirklich nicht cool, das ist menschenfeindlich.

    • Menschenfeindlich. Auch so ein neues Modewort um Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Der Papst äußert eine Meinung mehr nicht. Eine Meinung, die ich praktisch nie teile, aber eben eine Meinung. Er verfolgt niemanden, er spricht keine Fatwas, er tötet niemanden (weder real noch sozial), der aus seiner Sekte Kirche austritt. Wer ihm folgen will, der soll das machen. Man kann den Religiösen doch nicht ihren Glauben verbieten. Man kann nur schauen das gewisse Mindesstandards eingehalten werden. Das ist im Christentum seit der Aufklärung der Fall.

      Er führt meinetwegen einen „Krieg“ gegen diese Aufklärung, will eine Restoration, aber mit welchen Mitteln? Seine Gegner sind im weit überlegen, die päpstliche Macht kennt seit mindestens 300 Jahren nur eine Richtung: Den Rückzug. Immer mehr Menschen werden säkular oder treten sogar ganz aus der christlichen Kirche aus. Die Aufklärung hat schon lange gewonnen, was noch kommt, sind ein paar Nachwehen. Wiegesagt: Ich schlage niemanden, der schon schwer getroffen am Boden liegt. Das gehört sich nicht. Der Papst ist wie die Queen von England. Folklore. Inventar. Seiner weltlichen Macht beraubt, eher unterhaltend als gefährlich. Irgendwann wird er komplett von der Bildfläche verschwunden sein. Wenn alle islamischen Führer so wären wie der Papst, wären wir schon sehr viel weiter.

      Die bittere Wahrheit ist aber: Im Islam gab es noch nicht einmal eine Aufklärung. Gehen Sie mal in ein islamisches Land und sagen Sie seien Atheist und ihr religiöser Führer sei eine Witzfigur. What will happen next? Dazu aber schweigen die selbsternannten „Papstkritiker“ und „Verteidiger der Aufklärer“ immer. Ja sogar noch schlimmer: Sie verbitten sich jede Kritik am Islam. Dieser double standard stört Sie nicht?

  2. Wir leben heute und hoffentlich auch in Zukunft in einer demokratischen und ziemlich transparenten Gesellschaft. Alle Menschen haben das Recht auf Ihren Glauben, auf ihre Religion. Hier geht es aber nicht darum, hier geht es um die innere Demokratie in der katholischen Kirche, um Transparenz und auch Mitbeteiligung der Gläubigen bei Entscheidungen über ihr Leben, über ihre Zukunft. Warum hält sich die Kirche ziemlich bedeckt, wenn es um die Fragen der Gleichberechtigung, der Homosexualität, der Verhütung und des sexuellen Missbrauchs innerhalb der Kirche und ihrer Institutionen geht? Haben Sie schon die Kreuzzüge, die Hexenverbrennungen, den Index der verbotenen Bücher vergessen, verdrängt? Haben Sie Einblick, was mit Ihrer Kirchensteuer passiert, wie das Geld verteilt wird? Haben Sie die nicht gerade feinen Geschäfte der Vatikanbank aus den Augen verloren? War nicht die Kirche gestern, heute und sicher auch morgen auf der Seite der Herrschenden? Natürlich gibt es Ausnahmen, natürlich sind nicht alle so fundamentalistisch wie der Ex-Kardinal Ratzinger, der übrigens noch vor seiner Papst-Zeit über die Sexskandale in krichlichen Kreisen informiert war und nichts getan hat. Ja, dieser Papst ist cool.

    • Machen Sie es doch nicht so furchtbar kompliziert. Verweisen Sie beim nächsten Mal einfach auf ihren Artikel. Das wäre fair gewesen. Dann hätte ich gleich gewusst, dass sie diesen Posener anbeten. Den „Papst-Kritiker“ schlechthin. Der Mann ist ein wahrer Komiker. Angeblich ein säkularer Jude wie ich. Aber beim Thema Schächten wird der gute Posener plötzlich ultrareligiös: Da darf vorher nicht anästhesiert werden, da muss der Stahl ins unbetäubte Tier. Alles andere sei nicht koscher und zudem Antisemitismus! Wer die islamische Religion kritisiert, ist bei Posener der neue Treitzschke oder gleich ein Nazi. Bei Gott verschonen Sie mich mit diesem Weltbild, sonst kommt mein Frühstück wieder hoch.

      • Bleiben wir sachlich. Ich vermisse Ihre Argumente. Und ich bete niemanden an. Sie beziehen einfach nicht Stellung zu den Kritikpunkten. Sie verweigern sich einer offenen und sachlichen Diskussion. Leider, leider, aber so wie Sie verhält sich auch die katholische Kirche. Denn sie wollen anscheinden keine demokratischen Verhältnisse, keine Transparenz in derr Kirche, Sie wollen nicht, dass die Gläubigen als denkende Wesen behandelt werden. What a City!

    • Sie beziehen einfach nicht Stellung zu den Kritikpunkten. Sie verweigern sich einer offenen und sachlichen Diskussion.

      Sie ignorieren meine eindeutige Position doch seit dem allerersten Post und bemerken es offenbar nicht einmal. Jetzt beklagen Sie sich, dass mich ihre Papst-Kritik nicht interessiert, das ist schon oberdreist, Herr Karp!

      Warum sollte mich der Papst interessieren, bin ich Katholik? Der Katholizismus interessiert mich einen Koffer, das sage ich jetzt noch einmal zum Mitschreiben. Die katholische Kirche stellt sich nicht gegen Menschenrechte, Papst-Kritik erfordert keinen Mut, Papst-Kritik ist Mainstream. (Ernst Jünger würde sagen es sind Pissrinnen).

      Aber ein kleiner Tipp noch: Wenn ihnen der Papst nicht passt, dann treten sie doch einfach aus diesem Hasenverein aus! Ernsthafte Konsequenzen haben Sie nicht zu befürchten. Lässt sich ihre Frau dann scheiden, haben Sie Angst ums „Paradies“ oder wo liegt das Problem?

      Eine katholische Kirche ohne Papst und dafür mit jeder Menge „innerer Demokratie“ wird es jedenfalls nicht geben, denn diese Kirche gibt es im Christentum schon: den Protestantismus! Sind die Resultate da wirklich besser? Wenn ich mir die Deutsche Käßmann betrachte, muss ich sagen: Don’t think so. Nach der Pest die Cholera.

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