Deutscher Medienbias an zwei Beispielen – Tea-Party und Afrika

Ich zappe mich gerade durch die deutsche GEZ-Mediathek.
Sonntag. Eine Sendung namens heute-journal.
Die Einleitung durch Frau Slomka ist noch fair, dann folgt ein Beitrag von Christoph Röckrath, der typisch ist für die „unabhängigen“ deutschen Staatssender.

Die Republikaner würden mauern. Präsident Obama sei der Einzige, der sich bewegt. Die „radikale“ Tea-Party-Bewegung dämonisiere Obama. Die Republikaner haben sich geschworen Obama scheitern zu lassen, koste es was es wolle.
Die Republikaner seien „irre“ und zudem nicht ehrlich.

Einseitiger geht es nun wirklich nicht mehr. Ich frage mich immer: Wozu gibt es in Deutschland staatliches Fernsehen, wenn die Sender so parteiisch sind? Dieses System ist perfide, denn es gaukelt Unabhängigkeit vor, wo in Wirklichkeit übelste Parteilichkeit am Werke ist.

Dabei ist die Realität bedeutend einfacher:
Die Democrats und die GOP ziehen eine Riesenshow ab wie immer und am Ende werden sie sich einigen. Sie haben gar keine Wahl. In Sachen Show-Einlagen stehen sich beide Seiten nichts nach. Es geht auch kaum anders, die jeweiligen Stammwähler erwarten das so. Jede andere Darstellung dieser Tatsache ist glatt gelogen. In Europa, speziell im deutschsprachigen Teil, sind die Republikaner aber in aller Regel die Bösewichte und Obama ist der Gute. Why?
Und wer glaubt diesen Unsinn? Aus meiner Sicht über 90% der Deutschen. How sad. Wer ist nun wirklich der Dumme?

Noch ein Beispiel vom selben Tag. Weltspiegel in der ARD. Die Einleitung: Was sind die Gründe für die Hungersnot in Kenia? Die Gründe seien „vielfältig“. (Hoho! Man erwartet nun Differenzierung und bittere Wahrheiten.) Was folgt, ist dann dann ziemlich ernüchternd:

Der Klimawandel sei schuld. (Hauptschuldiger gefunden! Yes!) Die weltweite Spekulation auf Lebensmittel, die die Preise für die Armen in unerschwingliche Höhen treibe, darf natürlich auch nicht fehlen. Als Punkt drei folgt die Korruption in Kenia. Dann der Krieg. Punkt eins und zwei sind lächerlich, werden aber als erstens genannt, sollen offensichtlich die Hauptursachen sein. Schön. Wer’s glauben mag.

Aber wie wäre es mal mit dem naheliegendsten Punkt: Die Afrikaner gebären Kinder wie der Uterus hergibt, werden bei jeder Hungersnot durchgefüttert, verdoppeln sich zum x-ten Mal in Landstrichen, die sie schon lange nicht mehr ernähren können – es kommt zu Korruption, Krieg, gigantischen Flüchtlingsströmen. „Hilfsorganisationen“ füttern wieder alle durch. Und so weiter. Und so weiter.

Nebeneffekt: Wer von den Afrikanern Geld und Kraft hat, macht sich auf in den Norden nach Europa oder in den Süden nach Südafrika. Good Night and Good Luck.

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4 Gedanken zu „Deutscher Medienbias an zwei Beispielen – Tea-Party und Afrika

  1. Pingback: Neutrales GEZ-Fernsehen – zwei Beispiele (via American Viewer) « deutschland-luege

  2. Hallo,

    deine Artikel mit der Perspektive „über den großen Teich“ sind lesenswert. Ich lese sie gerne, weil sie Europa aus einer anderen Perspektive beschreiben. Und das finde ich gut, um geistig fit zu bleiben.

    Go on! Go far!

  3. Hallo,

    deine Artikel mit der Perspektive „über den großen Teich“ sind lesenswert. Ich lese sie gerne, weil sie Europa aus einer anderen Perspektive beschreiben. Und das finde ich gut, um geistig fit zu bleiben.
    Wehrt euch gegen Medien mit Zwangsgebühren. Das führt nur zu dem, was Sie in ihrem Artikel beschreiben. Wenn die sich über Bezahlfernsehen – ich bezahle nur das, was ich sehen will – finanzieren müssten, gäbe es die ÖRn nicht mehr. Und es würde deutlich, wer solche Sendungen überhaupt guckt. Das wäre eine echte und ehrliche Quotenermittlung.

    Go on! Go far!

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